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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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den Korrekturen verwendet und kam
so vielfach in Berührung mit den in
Stuttgart lebenden Dichtern u. Künst-
lern. Später war er in verschie-
denen Städten Deutschlands bei Zei-
tungs-Redaktionen tätig, so in Düs-
seldorf, Aachen, Münster, München,
Köln, Freiburg i. Br., bis er sich 1871
durch Ankauf einer Buchdruckerei in
Straßburg im Elsaß seßhaft machte.
Hier druckte er zuerst das "Straß-
burger Volksblatt", dann die "Presse
für Elsaß" und gibt, nachdem beide
Blätter unter der Statthalterschaft
unterdrückt wurden, gegenwärtig die
"Straßburger Volkszeitung" heraus.

S:

Flammenschrift (Tr.), 1877. -
Die Braut von Laon (Tr.), 1884. -
Piltrud (Tr.), 1884.

Wurst, Richard Paul,

s. Richard
Paul!

*Würtenberger, Alexander,

geb.
am 19. Septbr. 1854 zu Dettighofen
(Baden) als der Sohn des bekannten
Geologen F. J. Würtenberger, wid-
mete sich literarischen, historischen u.
naturwissenschaftlichen, besonders bo-
tanischen Studien, war eine Zeitlang
Hofgärtner in Baden-Baden u. lebt
in seinem Geburtsorte, wo er die in
München erscheinende "Jllustrierte
Deutsche Gartenzeitung" redigiert.
Außer mehreren Fachschriften gab er
heraus

S:

Alte Geschichten vom Ober-
rhein, 1881. - Schwarzwaldsagen u.
Geschichten, 1881. - Die Salpeterer
(Bauerngesch. a. d. vorigen Jahrh.),
1885. - Mitten durch die Feinde (E.),
1886. - Die Schlangenlise (N.), 1893.
- Die Schwefelgreth (Dorfgesch.),
1894, - Odilo (N.), 1895. - Elsbeth
vom Turmhof (Hist. N.), 1900. - Die
Heimkehr (N.), 1901. - Der glückliche
Finder (N.), 1901.

*Wurzbach, Edler von Tan-
nenberg,
Alfred Ritter von,

älte-
ster Sohn des Folgenden, wurde am
22. Juli 1846 in Lemberg geboren,
kam sehr jung mit seinen Eltern nach
Wien und erhielt daselbst, anfänglich
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im Elternhause, dann in der Sche-
livskyschen Privatlehranstalt seine
Ausbildung. Das Gymnasium be-
suchte er als Zögling des Stiftes
Kremsmünster in Oberösterreich da-
selbst und von der fünften Gymna-
sialklasse bei den Piaristen in der
Wiener Josephstadt. Dann wendete
er sich dem Studium der Rechte zu,
vollendete dasselbe an der Wiener
Hochschule und trat darauf bei der
niederösterreichischen Statthalterei in
den Staatsdienst. Jm Jahre 1871
nahm er eine sehr vorteilhafte Stel-
lung bei der Hypothekar-Rentenbank
in Wien als deren Sekretär an, in
welcher er bis einige Monate nach
Ausbruch der Börsenkrisis verblieb,
worauf er in seinen früheren Dienst
bei der niederösterreichischen Statt-
halterei zurückkehrte. Jm J. 1876
verließ er den Staatsdienst, bereiste
wiederholt Holland, Belgien, Frank-
reich, Deutschland, Schweden und
Jtalien und trat 1880 als Redakteur
in den Verband der "Wiener Allge-
meinen Zeitung", in welcher Stellung
er besonders als Kunstkritiker bis
1886 tätig war. Dann wandte er sich
ausschließlich der Kunstschriftstellerei
zu und sind von seinen dahingehöri-
gen Werken besonders hervorzuheben
"Meister der niederländ. und spani-
schen Schule" (1878), "Französische
Maler des 18. Jahrh." (1880. 2. A.
1901), "Geschichte der holländischen
Malerei" (1885) u. "Niederländisches
Künstler-Lexikon" (II, 1904-06).

S:


Zeitgenossen (Biogr. Sk.); 12 Hefte,
1870-71. - Laura (N. in V.), 1873.
- Lieder an eine Frau, 1881.

*Wurzbach, Edler von Tan-
nenberg,
Konstant Ritter von,

psd.
W. Constant, wurde am 11. April
1818 zu Laibach in Jllyrien als der
Sohn eines Rechtsgelehrten geboren,
erhielt den ersten Unterricht auf dem
Gymnasium und Lyzeum seiner Vater-
stadt und bezog dann die Hochschule
in Graz, wo er sich auf des Vaters

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Wur
den Korrekturen verwendet und kam
ſo vielfach in Berührung mit den in
Stuttgart lebenden Dichtern u. Künſt-
lern. Später war er in verſchie-
denen Städten Deutſchlands bei Zei-
tungs-Redaktionen tätig, ſo in Düſ-
ſeldorf, Aachen, Münſter, München,
Köln, Freiburg i. Br., bis er ſich 1871
durch Ankauf einer Buchdruckerei in
Straßburg im Elſaß ſeßhaft machte.
Hier druckte er zuerſt das „Straß-
burger Volksblatt“, dann die „Preſſe
für Elſaß“ und gibt, nachdem beide
Blätter unter der Statthalterſchaft
unterdrückt wurden, gegenwärtig die
„Straßburger Volkszeitung“ heraus.

S:

Flammenſchrift (Tr.), 1877. –
Die Braut von Laon (Tr.), 1884. –
Piltrud (Tr.), 1884.

Wurſt, Richard Paul,

ſ. Richard
Paul!

*Würtenberger, Alexander,

geb.
am 19. Septbr. 1854 zu Dettighofen
(Baden) als der Sohn des bekannten
Geologen F. J. Würtenberger, wid-
mete ſich literariſchen, hiſtoriſchen u.
naturwiſſenſchaftlichen, beſonders bo-
taniſchen Studien, war eine Zeitlang
Hofgärtner in Baden-Baden u. lebt
in ſeinem Geburtsorte, wo er die in
München erſcheinende „Jlluſtrierte
Deutſche Gartenzeitung“ redigiert.
Außer mehreren Fachſchriften gab er
heraus

S:

Alte Geſchichten vom Ober-
rhein, 1881. – Schwarzwaldſagen u.
Geſchichten, 1881. – Die Salpeterer
(Bauerngeſch. a. d. vorigen Jahrh.),
1885. – Mitten durch die Feinde (E.),
1886. – Die Schlangenliſe (N.), 1893.
– Die Schwefelgreth (Dorfgeſch.),
1894, – Odilo (N.), 1895. – Elsbeth
vom Turmhof (Hiſt. N.), 1900. – Die
Heimkehr (N.), 1901. – Der glückliche
Finder (N.), 1901.

*Wurzbach, Edler von Tan-
nenberg,
Alfred Ritter von,

älte-
ſter Sohn des Folgenden, wurde am
22. Juli 1846 in Lemberg geboren,
kam ſehr jung mit ſeinen Eltern nach
Wien und erhielt daſelbſt, anfänglich
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Wur
im Elternhauſe, dann in der Sche-
livskyſchen Privatlehranſtalt ſeine
Ausbildung. Das Gymnaſium be-
ſuchte er als Zögling des Stiftes
Kremsmünſter in Oberöſterreich da-
ſelbſt und von der fünften Gymna-
ſialklaſſe bei den Piariſten in der
Wiener Joſephſtadt. Dann wendete
er ſich dem Studium der Rechte zu,
vollendete dasſelbe an der Wiener
Hochſchule und trat darauf bei der
niederöſterreichiſchen Statthalterei in
den Staatsdienſt. Jm Jahre 1871
nahm er eine ſehr vorteilhafte Stel-
lung bei der Hypothekar-Rentenbank
in Wien als deren Sekretär an, in
welcher er bis einige Monate nach
Ausbruch der Börſenkriſis verblieb,
worauf er in ſeinen früheren Dienſt
bei der niederöſterreichiſchen Statt-
halterei zurückkehrte. Jm J. 1876
verließ er den Staatsdienſt, bereiſte
wiederholt Holland, Belgien, Frank-
reich, Deutſchland, Schweden und
Jtalien und trat 1880 als Redakteur
in den Verband der „Wiener Allge-
meinen Zeitung“, in welcher Stellung
er beſonders als Kunſtkritiker bis
1886 tätig war. Dann wandte er ſich
ausſchließlich der Kunſtſchriftſtellerei
zu und ſind von ſeinen dahingehöri-
gen Werken beſonders hervorzuheben
„Meiſter der niederländ. und ſpani-
ſchen Schule“ (1878), „Franzöſiſche
Maler des 18. Jahrh.“ (1880. 2. A.
1901), „Geſchichte der holländiſchen
Malerei“ (1885) u. „Niederländiſches
Künſtler-Lexikon“ (II, 1904–06).

S:


Zeitgenoſſen (Biogr. Sk.); 12 Hefte,
1870–71. – Laura (N. in V.), 1873.
– Lieder an eine Frau, 1881.

*Wurzbach, Edler von Tan-
nenberg,
Konſtant Ritter von,

pſd.
W. Conſtant, wurde am 11. April
1818 zu Laibach in Jllyrien als der
Sohn eines Rechtsgelehrten geboren,
erhielt den erſten Unterricht auf dem
Gymnaſium und Lyzeum ſeiner Vater-
ſtadt und bezog dann die Hochſchule
in Graz, wo er ſich auf des Vaters

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[56/0060] Wur Wur den Korrekturen verwendet und kam ſo vielfach in Berührung mit den in Stuttgart lebenden Dichtern u. Künſt- lern. Später war er in verſchie- denen Städten Deutſchlands bei Zei- tungs-Redaktionen tätig, ſo in Düſ- ſeldorf, Aachen, Münſter, München, Köln, Freiburg i. Br., bis er ſich 1871 durch Ankauf einer Buchdruckerei in Straßburg im Elſaß ſeßhaft machte. Hier druckte er zuerſt das „Straß- burger Volksblatt“, dann die „Preſſe für Elſaß“ und gibt, nachdem beide Blätter unter der Statthalterſchaft unterdrückt wurden, gegenwärtig die „Straßburger Volkszeitung“ heraus. S: Flammenſchrift (Tr.), 1877. – Die Braut von Laon (Tr.), 1884. – Piltrud (Tr.), 1884. Wurſt, Richard Paul, ſ. Richard Paul! *Würtenberger, Alexander, geb. am 19. Septbr. 1854 zu Dettighofen (Baden) als der Sohn des bekannten Geologen F. J. Würtenberger, wid- mete ſich literariſchen, hiſtoriſchen u. naturwiſſenſchaftlichen, beſonders bo- taniſchen Studien, war eine Zeitlang Hofgärtner in Baden-Baden u. lebt in ſeinem Geburtsorte, wo er die in München erſcheinende „Jlluſtrierte Deutſche Gartenzeitung“ redigiert. Außer mehreren Fachſchriften gab er heraus S: Alte Geſchichten vom Ober- rhein, 1881. – Schwarzwaldſagen u. Geſchichten, 1881. – Die Salpeterer (Bauerngeſch. a. d. vorigen Jahrh.), 1885. – Mitten durch die Feinde (E.), 1886. – Die Schlangenliſe (N.), 1893. – Die Schwefelgreth (Dorfgeſch.), 1894, – Odilo (N.), 1895. – Elsbeth vom Turmhof (Hiſt. N.), 1900. – Die Heimkehr (N.), 1901. – Der glückliche Finder (N.), 1901. *Wurzbach, Edler von Tan- nenberg, Alfred Ritter von, älte- ſter Sohn des Folgenden, wurde am 22. Juli 1846 in Lemberg geboren, kam ſehr jung mit ſeinen Eltern nach Wien und erhielt daſelbſt, anfänglich im Elternhauſe, dann in der Sche- livskyſchen Privatlehranſtalt ſeine Ausbildung. Das Gymnaſium be- ſuchte er als Zögling des Stiftes Kremsmünſter in Oberöſterreich da- ſelbſt und von der fünften Gymna- ſialklaſſe bei den Piariſten in der Wiener Joſephſtadt. Dann wendete er ſich dem Studium der Rechte zu, vollendete dasſelbe an der Wiener Hochſchule und trat darauf bei der niederöſterreichiſchen Statthalterei in den Staatsdienſt. Jm Jahre 1871 nahm er eine ſehr vorteilhafte Stel- lung bei der Hypothekar-Rentenbank in Wien als deren Sekretär an, in welcher er bis einige Monate nach Ausbruch der Börſenkriſis verblieb, worauf er in ſeinen früheren Dienſt bei der niederöſterreichiſchen Statt- halterei zurückkehrte. Jm J. 1876 verließ er den Staatsdienſt, bereiſte wiederholt Holland, Belgien, Frank- reich, Deutſchland, Schweden und Jtalien und trat 1880 als Redakteur in den Verband der „Wiener Allge- meinen Zeitung“, in welcher Stellung er beſonders als Kunſtkritiker bis 1886 tätig war. Dann wandte er ſich ausſchließlich der Kunſtſchriftſtellerei zu und ſind von ſeinen dahingehöri- gen Werken beſonders hervorzuheben „Meiſter der niederländ. und ſpani- ſchen Schule“ (1878), „Franzöſiſche Maler des 18. Jahrh.“ (1880. 2. A. 1901), „Geſchichte der holländiſchen Malerei“ (1885) u. „Niederländiſches Künſtler-Lexikon“ (II, 1904–06). S: Zeitgenoſſen (Biogr. Sk.); 12 Hefte, 1870–71. – Laura (N. in V.), 1873. – Lieder an eine Frau, 1881. *Wurzbach, Edler von Tan- nenberg, Konſtant Ritter von, pſd. W. Conſtant, wurde am 11. April 1818 zu Laibach in Jllyrien als der Sohn eines Rechtsgelehrten geboren, erhielt den erſten Unterricht auf dem Gymnaſium und Lyzeum ſeiner Vater- ſtadt und bezog dann die Hochſchule in Graz, wo er ſich auf des Vaters *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/60>, S. 56, abgerufen am 21.09.2017.