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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Zach
[P]rivatstudien weiter aus. Seiner
[s]chon früh entwickelten literarischen
[N]eigung folgend, wandte er sich seit
[1]901 ganz der Schriftstellerei zu. Er
[l]ebt in Berlin.

S:

Gedichte, 1902. -
[K]arneval des Lebens (R.), 1. u. 2. A.
[1]906. - Der Weg der Liebe (R.), 1910.

*Zacher, Albert,

geb. am 20. Fe-
[b]ruar 1861 in Bonn a. Rhein als
[d]er jüngste Sohn eines Schuhmacher-
[m]eisters und Kaufmanns, absolvierte
[d]as Gymnasium seiner Vaterstadt u.
[b]ezog 1880 die dortige Universität,
[u]m alte Philologie zu studieren. Miß-
[l]iche Familienverhältnisse zwangen
[i]hn nach dem Tode des Vaters 1881
nach London zu gehen, wo er Unter-
lehrer an einer Privatschule ward.
Als sich die Verhältnisse besserten,
kehrte er zum Studium der neueren
Sprachen und Geschichte nach Bonn
zurück, erwarb sich 1884 die Würde
eines Dr. phil. und legte 1885 sein
Staatsexamen ab. Nach Ableistung
seiner Militärpflicht in Köln (1885
bis 1886) wurde er Hauslehrer auf
einem Gute bei Berlin, wo er drei
Jahre blieb. Da er aus Geldmangel
die akademische Laufbahn nicht ein-
schlagen konnte und einen Ruf als
Professor nach Santiago in Chile
ausgeschlagen hatte, so beschloß er
Journalist zu werden und trat 1889
unter August Steins Leitung in die
Berliner Redaktion der "Frankfurter
Zeitung" ein und schrieb für dieselbe
außer politischen Artikeln Feuille-
tons, Skizzen und Humoresken. 1891
ging er als Redakteur der "Kleinen
Presse" nach Frankfurt a. M. u. 1895
als Vertreter der "Frankf. Zeitung"
nach Rom, wo er am 12. Mai 1911
starb. Außer Übersetzungen von Wer-
ken Bellamys und G. G. Bellis ver-
öffentlichte er

S:

Römische Augen-
blicksbilder, 1901. - Aus Vatikan u.
Quirinal (Bilder a. d. Zusammen-
leben der beiden Höfe), 1901. - Herr
Assessor Assemacher in Jtalien (Freu-
den und Leiden eines rheinischen Ju-
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Zah
biläumspilgers), 1902. - Venedig,
1903. - Was die Campagna erzählt;
II, 1903 (Jnhalt: I. Vor den Toren
Roms. - II. Gebirge und Küste.) -
Der Philosoph als Einjähriger (u. d.
Pseud. Paulus Damascenus),
1904. - Die Jagd nach der Tiara (u.
d. Pseud. Zeto Romano), 1905.
- Rom als Kunststätte, 1907. - Jm
Lande des Erdbebens (Vom Vesuv
zum Ätna etc.), 1909. - Römisches
Volksleben der Gegenwart, 1910.

*Zahn, Ernst,

* am 24. Jan. 1867
zu Zürich als der Sohn eines Re-
staurateurs, kam 1873 nach Siders,
Kt. Wallis, wo sein Vater ein Hotel
übernahm, und genoß hier den ersten
Unterricht in der protestantischen
Volksschule. Jm Jahre 1875 wurde
er in die Obhut der Großeltern nach
Zürich gegeben, wo er die Elementar-
u. Realklassen der Stadtschulen ab-
solvierte und dann noch drei Jahre
das Gymnasium besuchte. Darauf
unterstützte er seinen Vater im Be-
triebe der von diesem 1880 übernom-
menen großen Bahnhofsrestauration
in Göschenen am Eingang des Gott-
hardtunnels und war dann noch 11/2
Jahre lang Zögling des internatio-
nalen Knabeninstituts Breidenstein
in Grenchen (Kt. Solothurn). Diese
Zeit war für den Jüngling eine er-
freuliche und ungemein erfolgreiche,
da er mit dem größten Eifer die
Lücken seines Wissens auszufüllen
bestrebt war. Jm Winter 1885 weilte
er als Kellnerlehrling im Hotel Beau-
rivage in Genf, im Winter 1886 be-
hufs Erlernung der engl. Sprache
in Hastings (England), im Jahre
1887 als Sekretär im Hotel de la
ville in Genua. Nach seiner Heimkehr
(1888) ist er wieder im Geschäft des
Vaters tätig gewesen, 1894 Mit-
inhaber desselben geworden u. 1897
übernahm er es in eigene Verwal-
tung. Die Gemeinde Göschenen
wählte ihn auch zu ihrem Gemeinde-
rat, und gleich im ersten Jahre seiner

*

[Spaltenumbruch]

Zach
[P]rivatſtudien weiter aus. Seiner
[ſ]chon früh entwickelten literariſchen
[N]eigung folgend, wandte er ſich ſeit
[1]901 ganz der Schriftſtellerei zu. Er
[l]ebt in Berlin.

S:

Gedichte, 1902. –
[K]arneval des Lebens (R.), 1. u. 2. A.
[1]906. – Der Weg der Liebe (R.), 1910.

*Zacher, Albert,

geb. am 20. Fe-
[b]ruar 1861 in Bonn a. Rhein als
[d]er jüngſte Sohn eines Schuhmacher-
[m]eiſters und Kaufmanns, abſolvierte
[d]as Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt u.
[b]ezog 1880 die dortige Univerſität,
[u]m alte Philologie zu ſtudieren. Miß-
[l]iche Familienverhältniſſe zwangen
[i]hn nach dem Tode des Vaters 1881
nach London zu gehen, wo er Unter-
lehrer an einer Privatſchule ward.
Als ſich die Verhältniſſe beſſerten,
kehrte er zum Studium der neueren
Sprachen und Geſchichte nach Bonn
zurück, erwarb ſich 1884 die Würde
eines Dr. phil. und legte 1885 ſein
Staatsexamen ab. Nach Ableiſtung
ſeiner Militärpflicht in Köln (1885
bis 1886) wurde er Hauslehrer auf
einem Gute bei Berlin, wo er drei
Jahre blieb. Da er aus Geldmangel
die akademiſche Laufbahn nicht ein-
ſchlagen konnte und einen Ruf als
Profeſſor nach Santiago in Chile
ausgeſchlagen hatte, ſo beſchloß er
Journaliſt zu werden und trat 1889
unter Auguſt Steins Leitung in die
Berliner Redaktion der „Frankfurter
Zeitung“ ein und ſchrieb für dieſelbe
außer politiſchen Artikeln Feuille-
tons, Skizzen und Humoresken. 1891
ging er als Redakteur der „Kleinen
Preſſe“ nach Frankfurt a. M. u. 1895
als Vertreter der „Frankf. Zeitung“
nach Rom, wo er am 12. Mai 1911
ſtarb. Außer Überſetzungen von Wer-
ken Bellamys und G. G. Bellis ver-
öffentlichte er

S:

Römiſche Augen-
blicksbilder, 1901. – Aus Vatikan u.
Quirinal (Bilder a. d. Zuſammen-
leben der beiden Höfe), 1901. – Herr
Aſſeſſor Aſſemacher in Jtalien (Freu-
den und Leiden eines rheiniſchen Ju-
[Spaltenumbruch]

Zah
biläumspilgers), 1902. – Venedig,
1903. – Was die Campagna erzählt;
II, 1903 (Jnhalt: I. Vor den Toren
Roms. – II. Gebirge und Küſte.) –
Der Philoſoph als Einjähriger (u. d.
Pſeud. Paulus Damascenus),
1904. – Die Jagd nach der Tiara (u.
d. Pſeud. Zeto Romano), 1905.
– Rom als Kunſtſtätte, 1907. – Jm
Lande des Erdbebens (Vom Veſuv
zum Ätna ꝛc.), 1909. – Römiſches
Volksleben der Gegenwart, 1910.

*Zahn, Ernſt,

* am 24. Jan. 1867
zu Zürich als der Sohn eines Re-
ſtaurateurs, kam 1873 nach Siders,
Kt. Wallis, wo ſein Vater ein Hotel
übernahm, und genoß hier den erſten
Unterricht in der proteſtantiſchen
Volksſchule. Jm Jahre 1875 wurde
er in die Obhut der Großeltern nach
Zürich gegeben, wo er die Elementar-
u. Realklaſſen der Stadtſchulen ab-
ſolvierte und dann noch drei Jahre
das Gymnaſium beſuchte. Darauf
unterſtützte er ſeinen Vater im Be-
triebe der von dieſem 1880 übernom-
menen großen Bahnhofsreſtauration
in Göſchenen am Eingang des Gott-
hardtunnels und war dann noch 1½
Jahre lang Zögling des internatio-
nalen Knabeninſtituts Breidenſtein
in Grenchen (Kt. Solothurn). Dieſe
Zeit war für den Jüngling eine er-
freuliche und ungemein erfolgreiche,
da er mit dem größten Eifer die
Lücken ſeines Wiſſens auszufüllen
beſtrebt war. Jm Winter 1885 weilte
er als Kellnerlehrling im Hotel Beau-
rivage in Genf, im Winter 1886 be-
hufs Erlernung der engl. Sprache
in Haſtings (England), im Jahre
1887 als Sekretär im Hotel de la
ville in Genua. Nach ſeiner Heimkehr
(1888) iſt er wieder im Geſchäft des
Vaters tätig geweſen, 1894 Mit-
inhaber desſelben geworden u. 1897
übernahm er es in eigene Verwal-
tung. Die Gemeinde Göſchenen
wählte ihn auch zu ihrem Gemeinde-
rat, und gleich im erſten Jahre ſeiner

*
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[63/0067] Zach Zah Privatſtudien weiter aus. Seiner ſchon früh entwickelten literariſchen Neigung folgend, wandte er ſich ſeit 1901 ganz der Schriftſtellerei zu. Er lebt in Berlin. S: Gedichte, 1902. – Karneval des Lebens (R.), 1. u. 2. A. 1906. – Der Weg der Liebe (R.), 1910. *Zacher, Albert, geb. am 20. Fe- bruar 1861 in Bonn a. Rhein als der jüngſte Sohn eines Schuhmacher- meiſters und Kaufmanns, abſolvierte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt u. bezog 1880 die dortige Univerſität, um alte Philologie zu ſtudieren. Miß- liche Familienverhältniſſe zwangen ihn nach dem Tode des Vaters 1881 nach London zu gehen, wo er Unter- lehrer an einer Privatſchule ward. Als ſich die Verhältniſſe beſſerten, kehrte er zum Studium der neueren Sprachen und Geſchichte nach Bonn zurück, erwarb ſich 1884 die Würde eines Dr. phil. und legte 1885 ſein Staatsexamen ab. Nach Ableiſtung ſeiner Militärpflicht in Köln (1885 bis 1886) wurde er Hauslehrer auf einem Gute bei Berlin, wo er drei Jahre blieb. Da er aus Geldmangel die akademiſche Laufbahn nicht ein- ſchlagen konnte und einen Ruf als Profeſſor nach Santiago in Chile ausgeſchlagen hatte, ſo beſchloß er Journaliſt zu werden und trat 1889 unter Auguſt Steins Leitung in die Berliner Redaktion der „Frankfurter Zeitung“ ein und ſchrieb für dieſelbe außer politiſchen Artikeln Feuille- tons, Skizzen und Humoresken. 1891 ging er als Redakteur der „Kleinen Preſſe“ nach Frankfurt a. M. u. 1895 als Vertreter der „Frankf. Zeitung“ nach Rom, wo er am 12. Mai 1911 ſtarb. Außer Überſetzungen von Wer- ken Bellamys und G. G. Bellis ver- öffentlichte er S: Römiſche Augen- blicksbilder, 1901. – Aus Vatikan u. Quirinal (Bilder a. d. Zuſammen- leben der beiden Höfe), 1901. – Herr Aſſeſſor Aſſemacher in Jtalien (Freu- den und Leiden eines rheiniſchen Ju- biläumspilgers), 1902. – Venedig, 1903. – Was die Campagna erzählt; II, 1903 (Jnhalt: I. Vor den Toren Roms. – II. Gebirge und Küſte.) – Der Philoſoph als Einjähriger (u. d. Pſeud. Paulus Damascenus), 1904. – Die Jagd nach der Tiara (u. d. Pſeud. Zeto Romano), 1905. – Rom als Kunſtſtätte, 1907. – Jm Lande des Erdbebens (Vom Veſuv zum Ätna ꝛc.), 1909. – Römiſches Volksleben der Gegenwart, 1910. *Zahn, Ernſt, * am 24. Jan. 1867 zu Zürich als der Sohn eines Re- ſtaurateurs, kam 1873 nach Siders, Kt. Wallis, wo ſein Vater ein Hotel übernahm, und genoß hier den erſten Unterricht in der proteſtantiſchen Volksſchule. Jm Jahre 1875 wurde er in die Obhut der Großeltern nach Zürich gegeben, wo er die Elementar- u. Realklaſſen der Stadtſchulen ab- ſolvierte und dann noch drei Jahre das Gymnaſium beſuchte. Darauf unterſtützte er ſeinen Vater im Be- triebe der von dieſem 1880 übernom- menen großen Bahnhofsreſtauration in Göſchenen am Eingang des Gott- hardtunnels und war dann noch 1½ Jahre lang Zögling des internatio- nalen Knabeninſtituts Breidenſtein in Grenchen (Kt. Solothurn). Dieſe Zeit war für den Jüngling eine er- freuliche und ungemein erfolgreiche, da er mit dem größten Eifer die Lücken ſeines Wiſſens auszufüllen beſtrebt war. Jm Winter 1885 weilte er als Kellnerlehrling im Hotel Beau- rivage in Genf, im Winter 1886 be- hufs Erlernung der engl. Sprache in Haſtings (England), im Jahre 1887 als Sekretär im Hotel de la ville in Genua. Nach ſeiner Heimkehr (1888) iſt er wieder im Geſchäft des Vaters tätig geweſen, 1894 Mit- inhaber desſelben geworden u. 1897 übernahm er es in eigene Verwal- tung. Die Gemeinde Göſchenen wählte ihn auch zu ihrem Gemeinde- rat, und gleich im erſten Jahre ſeiner *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/67>, S. 63, abgerufen am 23.09.2017.