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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Zei
wig Tiecks Heimgang (N.), 1854. -
Ästhetische Forschungen, 1855. - Die
Reise nach dem Lorbeerkranze (Hum.
Lebensbild); II, 1861. - Hausse und
Baisse (R.); III, 1864. - Kunst und
Gunst (R.); III, 1865. - Joppe und
Krinoline (R.); III, 1865.

*Zeitler, Rudolf,

geb. am 12. Dez.
1864 in München als der Sohn eines
bayerischen Staatsbeamten, war von
Jugend auf von tiefer Neigung zur
Natur und zum edlen Weidwerk durch-
drungen, so daß er schon als Gym-
nasiast die Absicht kundtat, sich dem
Forstfach zu widmen. Der frühe Tod
seines Vaters drängte ihn in andere
Bahnen: er wurde Pharmazeut. Aber
bald nach abgelegtem Examen ver-
ließ er diesen ihm nicht zusagenden
Beruf und war dann auf Grund sei-
ner schon vorher erworbenen kauf-
männischen Kenntnisse und besonders
seiner Leistungen auf fremdsprach-
lichem Gebiete längere Zeit als Kor-
respondent bei großen kommerziellen
Jnstituten tätig. Seine Freistunden
gehörten der Jagd sowohl in gründ-
lichem theoretischen Studium wie
auch in praktischer Ausübung, und so
wurde schließlich die Jagdschrift-
stellerei sein ausschließlicher Lebens-
beruf. Um ihm bequem nachgehen zu
können, lebt Z. seit vielen Jahren auf
dem Lande, erst in Wildermieming in
Tirol und seit 1908 in Barwies bei
Telfs (Tirol). Seine wertvollen
Fachartikel über die wissenschaftliche
u. praktische Seite der Jagd erschienen
in erstklassigen deutschen, österreich.
und ausländischen Zeitschriften.

S:


Die Niederjagd in Versen, 1898. -
Jäger- und Wilderergeschichten aus
Berg und Tal, 1900. - Jagdgeschich-
ten, 1903. - Jägerleben (Heiteres u.
Ernstes a. d. Jägerleben), 1903. -
Der Vierzehnender und andere Jagd-
humoresken, 1904. - Weidmannsheil!
(Ge.), 1904. - Wald-, Wild- u. Jagd-
geschichten, 1905. - Der "Gams-Vestl"
(R. a. d. Wilderer- und Schmuggler-
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Zel
leben), 1910. - Lustige Jagdgeschich-
ten, 1910.

*Zeitz, Johannes Christoph,


wurde am 20. April 1820 zu Sal-
zungen im Herzogtum Sachsen-Mei-
ningen als der Sohn eines Amts-
dieners geboren. Der Vater war von
der fixen Jdee beherrscht, daß der
Sohn nach Erreichung des geeigneten
Alters ihn in seinem Amte unterstützen
müsse, und so mußte der letztere, als
er die Volksschule absolviert, die amt-
lichen Schreibereien des Vaters be-
sorgen. Auch setzte dieser jeder pri-
vaten Weiterbildung des Sohnes
aus Furcht, er könne zu einem ande-
ren Lebensberufe übergehen, die
größten Hindernisse entgegen, so daß
der Sohn eine ziemlich freudlose Ju-
gend zu durchleben hatte. Jm 20.
Jahre endlich schüttelte dieser sein
Joch ab und trat im Oktober 1840 in
das Lehrerseminar zu Hildburg-
hausen, das er zu Ostern 1843 absol-
vierte. Nachdem er bis Ostern 1846
zwei und ein halbes Jahr eine Haus-
lehrerstelle in einem adligen Hause
zu Meiningen bekleidet hatte und ein
halbes Jahr in einem dortigen Pri-
vatinstitut tätig gewesen war, kam
er als Lehrer nach Kamburg und war
daselbst, zuletzt als Oberlehrer, bis
zu seinem Tode, 29. Juli 1890, tätig.
Seit Oktober 1879 versah er auch die
Funktionen eines Amtsanwaltes
beim dortigen Amtsgericht.

S:

Wan-
derjahre eines deutschen Handwerks-
burschen (Volksschr.), 1847. - Harm-
lose Blätter, 1847 (enthält auch das
Lsp.: Der letzte Korb). - Die Stan-
darte (Poet. u. pros. Vorträge; ent-
hält auch das Dr.: Der Götter Wal-
ten), 1848. - Das Chamäleon (Gesch.
eines Preisrätsels), 1857. - Die
Laterne (Lsp.), 1869. - Die gefährliche
Maske (Lsp.), 1870. - Kriegsfahrten
eines Zivilisten, 1871. - Die Weihe
der Genien (Festsp.), 1875.

Zelau, Kurt v.,

Pseud. für Kon-
rad
Ritter von Zdekauer; s. d.!

*

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Zei
wig Tiecks Heimgang (N.), 1854. –
Äſthetiſche Forſchungen, 1855. – Die
Reiſe nach dem Lorbeerkranze (Hum.
Lebensbild); II, 1861. – Hauſſe und
Baiſſe (R.); III, 1864. – Kunſt und
Gunſt (R.); III, 1865. – Joppe und
Krinoline (R.); III, 1865.

*Zeitler, Rudolf,

geb. am 12. Dez.
1864 in München als der Sohn eines
bayeriſchen Staatsbeamten, war von
Jugend auf von tiefer Neigung zur
Natur und zum edlen Weidwerk durch-
drungen, ſo daß er ſchon als Gym-
naſiaſt die Abſicht kundtat, ſich dem
Forſtfach zu widmen. Der frühe Tod
ſeines Vaters drängte ihn in andere
Bahnen: er wurde Pharmazeut. Aber
bald nach abgelegtem Examen ver-
ließ er dieſen ihm nicht zuſagenden
Beruf und war dann auf Grund ſei-
ner ſchon vorher erworbenen kauf-
männiſchen Kenntniſſe und beſonders
ſeiner Leiſtungen auf fremdſprach-
lichem Gebiete längere Zeit als Kor-
reſpondent bei großen kommerziellen
Jnſtituten tätig. Seine Freiſtunden
gehörten der Jagd ſowohl in gründ-
lichem theoretiſchen Studium wie
auch in praktiſcher Ausübung, und ſo
wurde ſchließlich die Jagdſchrift-
ſtellerei ſein ausſchließlicher Lebens-
beruf. Um ihm bequem nachgehen zu
können, lebt Z. ſeit vielen Jahren auf
dem Lande, erſt in Wildermieming in
Tirol und ſeit 1908 in Barwies bei
Telfs (Tirol). Seine wertvollen
Fachartikel über die wiſſenſchaftliche
u. praktiſche Seite der Jagd erſchienen
in erſtklaſſigen deutſchen, öſterreich.
und ausländiſchen Zeitſchriften.

S:


Die Niederjagd in Verſen, 1898. –
Jäger- und Wilderergeſchichten aus
Berg und Tal, 1900. – Jagdgeſchich-
ten, 1903. – Jägerleben (Heiteres u.
Ernſtes a. d. Jägerleben), 1903. –
Der Vierzehnender und andere Jagd-
humoresken, 1904. – Weidmannsheil!
(Ge.), 1904. – Wald-, Wild- u. Jagd-
geſchichten, 1905. – Der „Gams-Veſtl“
(R. a. d. Wilderer- und Schmuggler-
[Spaltenumbruch]

Zel
leben), 1910. – Luſtige Jagdgeſchich-
ten, 1910.

*Zeitz, Johannes Chriſtoph,


wurde am 20. April 1820 zu Sal-
zungen im Herzogtum Sachſen-Mei-
ningen als der Sohn eines Amts-
dieners geboren. Der Vater war von
der fixen Jdee beherrſcht, daß der
Sohn nach Erreichung des geeigneten
Alters ihn in ſeinem Amte unterſtützen
müſſe, und ſo mußte der letztere, als
er die Volksſchule abſolviert, die amt-
lichen Schreibereien des Vaters be-
ſorgen. Auch ſetzte dieſer jeder pri-
vaten Weiterbildung des Sohnes
aus Furcht, er könne zu einem ande-
ren Lebensberufe übergehen, die
größten Hinderniſſe entgegen, ſo daß
der Sohn eine ziemlich freudloſe Ju-
gend zu durchleben hatte. Jm 20.
Jahre endlich ſchüttelte dieſer ſein
Joch ab und trat im Oktober 1840 in
das Lehrerſeminar zu Hildburg-
hauſen, das er zu Oſtern 1843 abſol-
vierte. Nachdem er bis Oſtern 1846
zwei und ein halbes Jahr eine Haus-
lehrerſtelle in einem adligen Hauſe
zu Meiningen bekleidet hatte und ein
halbes Jahr in einem dortigen Pri-
vatinſtitut tätig geweſen war, kam
er als Lehrer nach Kamburg und war
daſelbſt, zuletzt als Oberlehrer, bis
zu ſeinem Tode, 29. Juli 1890, tätig.
Seit Oktober 1879 verſah er auch die
Funktionen eines Amtsanwaltes
beim dortigen Amtsgericht.

S:

Wan-
derjahre eines deutſchen Handwerks-
burſchen (Volksſchr.), 1847. – Harm-
loſe Blätter, 1847 (enthält auch das
Lſp.: Der letzte Korb). – Die Stan-
darte (Poet. u. proſ. Vorträge; ent-
hält auch das Dr.: Der Götter Wal-
ten), 1848. – Das Chamäleon (Geſch.
eines Preisrätſels), 1857. – Die
Laterne (Lſp.), 1869. – Die gefährliche
Maske (Lſp.), 1870. – Kriegsfahrten
eines Ziviliſten, 1871. – Die Weihe
der Genien (Feſtſp.), 1875.

Zelau, Kurt v.,

Pſeud. für Kon-
rad
Ritter von Zdekauer; ſ. d.!

*
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[79/0083] Zei Zel wig Tiecks Heimgang (N.), 1854. – Äſthetiſche Forſchungen, 1855. – Die Reiſe nach dem Lorbeerkranze (Hum. Lebensbild); II, 1861. – Hauſſe und Baiſſe (R.); III, 1864. – Kunſt und Gunſt (R.); III, 1865. – Joppe und Krinoline (R.); III, 1865. *Zeitler, Rudolf, geb. am 12. Dez. 1864 in München als der Sohn eines bayeriſchen Staatsbeamten, war von Jugend auf von tiefer Neigung zur Natur und zum edlen Weidwerk durch- drungen, ſo daß er ſchon als Gym- naſiaſt die Abſicht kundtat, ſich dem Forſtfach zu widmen. Der frühe Tod ſeines Vaters drängte ihn in andere Bahnen: er wurde Pharmazeut. Aber bald nach abgelegtem Examen ver- ließ er dieſen ihm nicht zuſagenden Beruf und war dann auf Grund ſei- ner ſchon vorher erworbenen kauf- männiſchen Kenntniſſe und beſonders ſeiner Leiſtungen auf fremdſprach- lichem Gebiete längere Zeit als Kor- reſpondent bei großen kommerziellen Jnſtituten tätig. Seine Freiſtunden gehörten der Jagd ſowohl in gründ- lichem theoretiſchen Studium wie auch in praktiſcher Ausübung, und ſo wurde ſchließlich die Jagdſchrift- ſtellerei ſein ausſchließlicher Lebens- beruf. Um ihm bequem nachgehen zu können, lebt Z. ſeit vielen Jahren auf dem Lande, erſt in Wildermieming in Tirol und ſeit 1908 in Barwies bei Telfs (Tirol). Seine wertvollen Fachartikel über die wiſſenſchaftliche u. praktiſche Seite der Jagd erſchienen in erſtklaſſigen deutſchen, öſterreich. und ausländiſchen Zeitſchriften. S: Die Niederjagd in Verſen, 1898. – Jäger- und Wilderergeſchichten aus Berg und Tal, 1900. – Jagdgeſchich- ten, 1903. – Jägerleben (Heiteres u. Ernſtes a. d. Jägerleben), 1903. – Der Vierzehnender und andere Jagd- humoresken, 1904. – Weidmannsheil! (Ge.), 1904. – Wald-, Wild- u. Jagd- geſchichten, 1905. – Der „Gams-Veſtl“ (R. a. d. Wilderer- und Schmuggler- leben), 1910. – Luſtige Jagdgeſchich- ten, 1910. *Zeitz, Johannes Chriſtoph, wurde am 20. April 1820 zu Sal- zungen im Herzogtum Sachſen-Mei- ningen als der Sohn eines Amts- dieners geboren. Der Vater war von der fixen Jdee beherrſcht, daß der Sohn nach Erreichung des geeigneten Alters ihn in ſeinem Amte unterſtützen müſſe, und ſo mußte der letztere, als er die Volksſchule abſolviert, die amt- lichen Schreibereien des Vaters be- ſorgen. Auch ſetzte dieſer jeder pri- vaten Weiterbildung des Sohnes aus Furcht, er könne zu einem ande- ren Lebensberufe übergehen, die größten Hinderniſſe entgegen, ſo daß der Sohn eine ziemlich freudloſe Ju- gend zu durchleben hatte. Jm 20. Jahre endlich ſchüttelte dieſer ſein Joch ab und trat im Oktober 1840 in das Lehrerſeminar zu Hildburg- hauſen, das er zu Oſtern 1843 abſol- vierte. Nachdem er bis Oſtern 1846 zwei und ein halbes Jahr eine Haus- lehrerſtelle in einem adligen Hauſe zu Meiningen bekleidet hatte und ein halbes Jahr in einem dortigen Pri- vatinſtitut tätig geweſen war, kam er als Lehrer nach Kamburg und war daſelbſt, zuletzt als Oberlehrer, bis zu ſeinem Tode, 29. Juli 1890, tätig. Seit Oktober 1879 verſah er auch die Funktionen eines Amtsanwaltes beim dortigen Amtsgericht. S: Wan- derjahre eines deutſchen Handwerks- burſchen (Volksſchr.), 1847. – Harm- loſe Blätter, 1847 (enthält auch das Lſp.: Der letzte Korb). – Die Stan- darte (Poet. u. proſ. Vorträge; ent- hält auch das Dr.: Der Götter Wal- ten), 1848. – Das Chamäleon (Geſch. eines Preisrätſels), 1857. – Die Laterne (Lſp.), 1869. – Die gefährliche Maske (Lſp.), 1870. – Kriegsfahrten eines Ziviliſten, 1871. – Die Weihe der Genien (Feſtſp.), 1875. Zelau, Kurt v., Pſeud. für Kon- rad Ritter von Zdekauer; ſ. d.! *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/83>, S. 79, abgerufen am 21.09.2017.