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Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913.

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Königsberg. Jm Jahre 1890 trat er
in den preußischen Seminardienst
über, wurde Seminarlehrer in Ortels-
burg, 1894 Oberlehrer am Seminar
in Preuß. Eylau, am 1. Januar 1898
in gleicher Eigenschaft nach Raguit
und am 1. Januar 1900 nach Ortels-
burg versetzt, verließ aber im Herbst
1904 den Seminardienst und nahm
eine Stelle als Oberlehrer am Gym-
nasium in Graudenz an, an welchem
er einige J., und zwar seit 1905 als
Professor, wirkte, bis er an das Gym-
nasium in Strasburg (Westpreußen)
versetzt ward. Am 1. April 1910 trat
er in den Ruhestand.

S:

Am Meer
(Ep. D.), 1887. - Alija, die Sänge-
rin (Ep. D.), 1888. - Martyrium
(E.), 1908.

*Ziemssen, Ludwig,

wurde am
29. September 1823 zu Greifswald
als zweiter Sohn des Geh. Justiz-
und Hofgerichtsrats Z. geboren, er-
hielt seine Bildung auf dem dortigen
Gymnasium und seit 1843 auf der
Universität daselbst, wo er sich den
historisch-philosophischen Studien
widmete. Da der Vater schon 1842
gestorben war und wohl mehrere
Kinder, aber kein Vermögen hinter-
lassen hatte, so mußte Ludwig Z. schon
als Student an den Erwerb denken,
und besonders in Berlin, wohin er
1846 zur Beendigung seiner Studien
gegangen war, hat er durch Unter-
richten an Privatschulen einen großen
Teil seines Unterhalts erwerben müs-
sen. Nachdem er in Berlin und Greifs-
wald die philologischen Prüfungen
abgelegt hatte, war er etliche Jahre
Hauslehrer in Neu-Placht bei Prenz-
lau, danach auf dem Rittergut Ban-
kau bei Danzig u. begann 1850 seine
öffentliche Lehrertätigkeit am Gym-
nasium in Greifswald. Von hier
wurde er im Frühling 1853 an das
Gymnasium zu Stargard i. Pommern
versetzt, wo er ununterbrochen 19
Jahre lang wirkte u. während dieser
Zeit die ihm vom Amt verbleibende
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Muße zu umfassenden historischen [u.]
ästhetischen Studien verwendete. Sei[t]
1872 Oberlehrer am Gymnasium z[u]
Neustettin, trat er 1882 in den Ruhe[-]
stand und siedelte nach Berlin übe[r,]
wo er als Schriftsteller und lang[e]
Jahre als Schatzmeister des deutsche[n]
Schriftstellerverbandes tätig wa[r.]
Auch war er bis wenige Jahre vo[r]
seinem Tode Redakteur der Berline[r]
Mode- und Familienzeitschrift "De[r]
Bazar", in welchem er auch vie[le]
seiner Arbeiten zuerst zum Abdru[ck]
brachte. Er starb zu Friedenau b[ei]
Berlin am 3. Januar 1895. Auß[er]
einer Reihe historischer Schriften, w[ie]
"Friedrich, Deutscher Kaiser u. Kön[ig]
von Preußen" (1888); "Vor hunde[rt]
Jahren. Szenen aus d. französische[n]
Revolution" (1891); "Die Zeit N[a-]
poleons" (III, 1891-92); "Deutsc[h-]
land nach den Befreiungskriege[n"]
(III, 1893-94) und den kunstgeschich[t-]
lichen Monographien "Ernst Rie[t-]
schel. Deutsches Künstlerleben" (189[2)]
und "H. G. W. Knobelsdorff, d[er]
Baumeister Friedrichs des Große[n"]
(1893) veröffentlichte er

S:

Verga[n-]
gene Tage (Kulturhist. Nn.); II,
1862-63 (Jnhalt: I. Väterliche Just[iz]
- II. Verschlungene Lebenspfade. [-]
III. Das Spiel zu Bahn). - Fürst[u.]
Weidmann (Hist. N.), 1869. - H[ei-]
mat und Fremde (N.), 1870. - U[um-]
wege zum Glück (R.), 1883. - Nov[el-]
len, 1872. - Novellenbuch für d[as]
deutsche Haus; IV, 1874 (Jnha[lt:]
Die Schülerin des Euklid. - Die E[mi-]
granten. - Der Weiberfeind. - Wa[n-]
derglück. - Ein anonymer Brief). [-]
Leidvoll und freudvoll (Nn.), 187[9.]
2. A. 1886 (Jnhalt: Eros und A[n-]
teros. - Ein Kuß in effigie). - Z[um]
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III, 1884. - Jm Sonnenschein (N[n.),]
1886. - Hans Sachs (Hist. E.), 18[89.]
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1889. - Schön Elslin (Hist. E.), 18[90.]
- Franz von Sickingen (Hist. E.), 18[90.]
- Die Teufelsgeige (Operntext), 18[92.]

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Königsberg. Jm Jahre 1890 trat er
in den preußiſchen Seminardienſt
über, wurde Seminarlehrer in Ortels-
burg, 1894 Oberlehrer am Seminar
in Preuß. Eylau, am 1. Januar 1898
in gleicher Eigenſchaft nach Raguit
und am 1. Januar 1900 nach Ortels-
burg verſetzt, verließ aber im Herbſt
1904 den Seminardienſt und nahm
eine Stelle als Oberlehrer am Gym-
naſium in Graudenz an, an welchem
er einige J., und zwar ſeit 1905 als
Profeſſor, wirkte, bis er an das Gym-
naſium in Strasburg (Weſtpreußen)
verſetzt ward. Am 1. April 1910 trat
er in den Ruheſtand.

S:

Am Meer
(Ep. D.), 1887. – Alija, die Sänge-
rin (Ep. D.), 1888. – Martyrium
(E.), 1908.

*Ziemſſen, Ludwig,

wurde am
29. September 1823 zu Greifswald
als zweiter Sohn des Geh. Juſtiz-
und Hofgerichtsrats Z. geboren, er-
hielt ſeine Bildung auf dem dortigen
Gymnaſium und ſeit 1843 auf der
Univerſität daſelbſt, wo er ſich den
hiſtoriſch-philoſophiſchen Studien
widmete. Da der Vater ſchon 1842
geſtorben war und wohl mehrere
Kinder, aber kein Vermögen hinter-
laſſen hatte, ſo mußte Ludwig Z. ſchon
als Student an den Erwerb denken,
und beſonders in Berlin, wohin er
1846 zur Beendigung ſeiner Studien
gegangen war, hat er durch Unter-
richten an Privatſchulen einen großen
Teil ſeines Unterhalts erwerben müſ-
ſen. Nachdem er in Berlin und Greifs-
wald die philologiſchen Prüfungen
abgelegt hatte, war er etliche Jahre
Hauslehrer in Neu-Placht bei Prenz-
lau, danach auf dem Rittergut Ban-
kau bei Danzig u. begann 1850 ſeine
öffentliche Lehrertätigkeit am Gym-
naſium in Greifswald. Von hier
wurde er im Frühling 1853 an das
Gymnaſium zu Stargard i. Pommern
verſetzt, wo er ununterbrochen 19
Jahre lang wirkte u. während dieſer
Zeit die ihm vom Amt verbleibende
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Muße zu umfaſſenden hiſtoriſchen [u.]
äſthetiſchen Studien verwendete. Sei[t]
1872 Oberlehrer am Gymnaſium z[u]
Neuſtettin, trat er 1882 in den Ruhe[-]
ſtand und ſiedelte nach Berlin übe[r,]
wo er als Schriftſteller und lang[e]
Jahre als Schatzmeiſter des deutſche[n]
Schriftſtellerverbandes tätig wa[r.]
Auch war er bis wenige Jahre vo[r]
ſeinem Tode Redakteur der Berline[r]
Mode- und Familienzeitſchrift „De[r]
Bazar“, in welchem er auch vie[le]
ſeiner Arbeiten zuerſt zum Abdru[ck]
brachte. Er ſtarb zu Friedenau b[ei]
Berlin am 3. Januar 1895. Auß[er]
einer Reihe hiſtoriſcher Schriften, w[ie]
„Friedrich, Deutſcher Kaiſer u. Kön[ig]
von Preußen“ (1888); „Vor hunde[rt]
Jahren. Szenen aus d. franzöſiſche[n]
Revolution“ (1891); „Die Zeit N[a-]
poleons“ (III, 1891–92); „Deutſc[h-]
land nach den Befreiungskriege[n“]
(III, 1893–94) und den kunſtgeſchich[t-]
lichen Monographien „Ernſt Rie[t-]
ſchel. Deutſches Künſtlerleben“ (189[2)]
und „H. G. W. Knobelsdorff, d[er]
Baumeiſter Friedrichs des Große[n“]
(1893) veröffentlichte er

S:

Verga[n-]
gene Tage (Kulturhiſt. Nn.); II,
1862–63 (Jnhalt: I. Väterliche Juſt[iz]
II. Verſchlungene Lebenspfade. [-]
III. Das Spiel zu Bahn). – Fürſt[u.]
Weidmann (Hiſt. N.), 1869. – H[ei-]
mat und Fremde (N.), 1870. – U[um-]
wege zum Glück (R.), 1883. – Nov[el-]
len, 1872. – Novellenbuch für d[as]
deutſche Haus; IV, 1874 (Jnha[lt:]
Die Schülerin des Euklid. – Die E[mi-]
granten. – Der Weiberfeind. – Wa[n-]
derglück. – Ein anonymer Brief). [–]
Leidvoll und freudvoll (Nn.), 187[9.]
2. A. 1886 (Jnhalt: Eros und A[n-]
teros. – Ein Kuß in effigie). – Z[um]
Tagesſchluß (Neues Novellenbuc[h);]
III, 1884. – Jm Sonnenſchein (N[n.),]
1886. – Hans Sachs (Hiſt. E.), 18[89.]
– Johann Sebaſtian Bach (Hiſt. [E.),]
1889. – Schön Elslin (Hiſt. E.), 18[90.]
– Franz von Sickingen (Hiſt. E.), 18[90.]
– Die Teufelsgeige (Operntext), 18[92.]

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[92/0096] Zie Zie Königsberg. Jm Jahre 1890 trat er in den preußiſchen Seminardienſt über, wurde Seminarlehrer in Ortels- burg, 1894 Oberlehrer am Seminar in Preuß. Eylau, am 1. Januar 1898 in gleicher Eigenſchaft nach Raguit und am 1. Januar 1900 nach Ortels- burg verſetzt, verließ aber im Herbſt 1904 den Seminardienſt und nahm eine Stelle als Oberlehrer am Gym- naſium in Graudenz an, an welchem er einige J., und zwar ſeit 1905 als Profeſſor, wirkte, bis er an das Gym- naſium in Strasburg (Weſtpreußen) verſetzt ward. Am 1. April 1910 trat er in den Ruheſtand. S: Am Meer (Ep. D.), 1887. – Alija, die Sänge- rin (Ep. D.), 1888. – Martyrium (E.), 1908. *Ziemſſen, Ludwig, wurde am 29. September 1823 zu Greifswald als zweiter Sohn des Geh. Juſtiz- und Hofgerichtsrats Z. geboren, er- hielt ſeine Bildung auf dem dortigen Gymnaſium und ſeit 1843 auf der Univerſität daſelbſt, wo er ſich den hiſtoriſch-philoſophiſchen Studien widmete. Da der Vater ſchon 1842 geſtorben war und wohl mehrere Kinder, aber kein Vermögen hinter- laſſen hatte, ſo mußte Ludwig Z. ſchon als Student an den Erwerb denken, und beſonders in Berlin, wohin er 1846 zur Beendigung ſeiner Studien gegangen war, hat er durch Unter- richten an Privatſchulen einen großen Teil ſeines Unterhalts erwerben müſ- ſen. Nachdem er in Berlin und Greifs- wald die philologiſchen Prüfungen abgelegt hatte, war er etliche Jahre Hauslehrer in Neu-Placht bei Prenz- lau, danach auf dem Rittergut Ban- kau bei Danzig u. begann 1850 ſeine öffentliche Lehrertätigkeit am Gym- naſium in Greifswald. Von hier wurde er im Frühling 1853 an das Gymnaſium zu Stargard i. Pommern verſetzt, wo er ununterbrochen 19 Jahre lang wirkte u. während dieſer Zeit die ihm vom Amt verbleibende Muße zu umfaſſenden hiſtoriſchen u. äſthetiſchen Studien verwendete. Seit 1872 Oberlehrer am Gymnaſium zu Neuſtettin, trat er 1882 in den Ruhe- ſtand und ſiedelte nach Berlin über, wo er als Schriftſteller und lange Jahre als Schatzmeiſter des deutſchen Schriftſtellerverbandes tätig war. Auch war er bis wenige Jahre vor ſeinem Tode Redakteur der Berliner Mode- und Familienzeitſchrift „Der Bazar“, in welchem er auch viele ſeiner Arbeiten zuerſt zum Abdruck brachte. Er ſtarb zu Friedenau bei Berlin am 3. Januar 1895. Außer einer Reihe hiſtoriſcher Schriften, wie „Friedrich, Deutſcher Kaiſer u. König von Preußen“ (1888); „Vor hundert Jahren. Szenen aus d. franzöſiſchen Revolution“ (1891); „Die Zeit Na- poleons“ (III, 1891–92); „Deutſch- land nach den Befreiungskriegen“ (III, 1893–94) und den kunſtgeſchicht- lichen Monographien „Ernſt Riet- ſchel. Deutſches Künſtlerleben“ (1892) und „H. G. W. Knobelsdorff, der Baumeiſter Friedrichs des Großen“ (1893) veröffentlichte er S: Vergan- gene Tage (Kulturhiſt. Nn.); II, 1862–63 (Jnhalt: I. Väterliche Juſtiz – II. Verſchlungene Lebenspfade. - III. Das Spiel zu Bahn). – Fürſtu. Weidmann (Hiſt. N.), 1869. – Hei- mat und Fremde (N.), 1870. – Uum- wege zum Glück (R.), 1883. – Novel- len, 1872. – Novellenbuch für das deutſche Haus; IV, 1874 (Jnhalt: Die Schülerin des Euklid. – Die Emi- granten. – Der Weiberfeind. – Wan- derglück. – Ein anonymer Brief). – Leidvoll und freudvoll (Nn.), 1879. 2. A. 1886 (Jnhalt: Eros und An- teros. – Ein Kuß in effigie). – Zum Tagesſchluß (Neues Novellenbuch); III, 1884. – Jm Sonnenſchein (Nn.), 1886. – Hans Sachs (Hiſt. E.), 1889. – Johann Sebaſtian Bach (Hiſt. E.), 1889. – Schön Elslin (Hiſt. E.), 1890. – Franz von Sickingen (Hiſt. E.), 1890. – Die Teufelsgeige (Operntext), 1892. *

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Zitationshilfe: Brümmer, Franz: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 8. 6. Aufl. Leipzig, 1913. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/bruemmer_lexikon08_1913/96>, S. 92, abgerufen am 21.09.2017.