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Brunner, Heinrich: Deutsche Rechtsgeschichte. Bd. 1. Leipzig, 1887.

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§ 14. Die Stände.
Vereinzelte Funktionen der Sippe haben später namentlich auf dem
Boden des städtischen Lebens freiwillige Genossenschaften, die Gilden,
übernommen61.

§ 14. Die Stände.

Grimm, RA S 265. Walter, DRG § 384 ff. Waitz, VG I 149 ff. Gaupp,
Ansiedelungen S 96 ff. Konrad Maurer, Über angels. Rechtsverhältnisse, KrÜ
I 405, II 30. 388. Munch-Claussen, Die nordisch-germ. Völker S 140. Hüll-
mann
, Gesch. des Ursprungs der Stände in Deutschland, 1830. Roth, Feudalität
und Unterthanverband, 1863, S 280 ff. Thonissen, L'organisation judiciaire ...
de la loi salique, 1882. Guerard, Polyptique de l'abbe Irminon ... avec des
prolegomenes pour servir a l'histoire de la condition des personnes et des terres I,
1844. Potgiesser, De statu servorum, 1736. Jastrow, Zur strafrechtl. Stellung
der Sklaven bei Deutschen u. Angelsachsen, 1878 in Gierkes Unters. II. Brandt,
Forelaesninger I 65. Gjessing, Traeldom i Norge, Ann. f. Nord. Oldkynd. 1862.
Konrad Maurer, Die Freigelassenen nach altnorwegischem Rechte, Sitzungsber.
der Münchener Akad. 1878 S 21 ff. A. Stock, Die Freilassungen im Zeitalter der
Volksrechte, 1881. Fournier, Essai sur les formes et les effets de l'affranchisse-
ment dans le droit gallo-franc, 1885. Schupfer, Aldi, Liti e Romani, Encicl. giur.
ital. 1887. Boos, Die Liten und Aldionen, 1874. v. Savigny, Beitrag zur RG
des Adels im neueren Europa, Vermischte Schriften IV 1 ff. Konrad Maurer,
Über das Wesen des ältesten Adels der deutschen Stämme, 1846.

Das Ständewesen wurde durch die Gegensätze der Rechtsfähigkeit
und der Rechtlosigkeit, der Freiheit und der Unfreiheit bestimmt.
Rechtlosigkeit und Unfreiheit decken sich nicht. Nur wer in Knecht-
schaft lebt ist zugleich unfrei und rechtlos. Andrerseits giebt es aber
einen Stand, welcher zwar der Freiheit darbt, aber die Rechtsfähigkeit
geniesst, den Stand der Liten. Die freie Bevölkerung bildet rechtlich
nur einen Stand, den der Freien; jedoch lassen sich in ihr auf Grund
thatsächlicher Momente zwei Bevölkerungsklassen, die vornehmere der
Adeligen und die minder vornehme der Freien schlechtweg oder
Gemeinfreien unterscheiden. Der Stand der Freien, Freihälse, Fri-
linge1, im Gegensatz zum Unfreien einerseits, zum Edelfreien andrer-
seits auch Kärle, Kerle2 genannt, bildete die breite Masse des Volkes.

61 Wilda, Das Gildenwesen im Mittelalter, 1831. Hartwig, Untersuchungen
über die ersten Anfänge des Gildewesens, Forsch. I 133. Pappenheim a. O.
Gierke, Genossenschaftsrecht I 222.
1 Frei, ags. freo; freihals, ags. freols, nord. frials = liber. Grimm, RA S 282.
Noch bei Neocorus I 465 frie helse. Got. freihals, ahd. freihalsi, fries. frihals, frihelse
(Richthofen, WB S 765) die Freiheit. -- Freiling ist für Sachsen durch Nithard,
für die Friesen durch die fries. Rechtsquellen bezeugt. Richthofen, WB S 766.
2 Ahd. charal (Karl), nord. karl (im Reigsmal Grimm a. O.), nd. kerl, ags.
ceorl. "Der Name kam wohl ursprünglich dem freien Manne zu, wie ein Titel

§ 14. Die Stände.
Vereinzelte Funktionen der Sippe haben später namentlich auf dem
Boden des städtischen Lebens freiwillige Genossenschaften, die Gilden,
übernommen61.

§ 14. Die Stände.

Grimm, RA S 265. Walter, DRG § 384 ff. Waitz, VG I 149 ff. Gaupp,
Ansiedelungen S 96 ff. Konrad Maurer, Über angels. Rechtsverhältnisse, KrÜ
I 405, II 30. 388. Munch-Clauſsen, Die nordisch-germ. Völker S 140. Hüll-
mann
, Gesch. des Ursprungs der Stände in Deutschland, 1830. Roth, Feudalität
und Unterthanverband, 1863, S 280 ff. Thonissen, L’organisation judiciaire …
de la loi salique, 1882. Guérard, Polyptique de l’abbé Irminon … avec des
prolégomènes pour servir à l’histoire de la condition des personnes et des terres I,
1844. Potgieſser, De statu servorum, 1736. Jastrow, Zur strafrechtl. Stellung
der Sklaven bei Deutschen u. Angelsachsen, 1878 in Gierkes Unters. II. Brandt,
Forelæsninger I 65. Gjessing, Trældom i Norge, Ann. f. Nord. Oldkynd. 1862.
Konrad Maurer, Die Freigelassenen nach altnorwegischem Rechte, Sitzungsber.
der Münchener Akad. 1878 S 21 ff. A. Stock, Die Freilassungen im Zeitalter der
Volksrechte, 1881. Fournier, Essai sur les formes et les effets de l’affranchisse-
ment dans le droit gallo-franc, 1885. Schupfer, Aldi, Liti e Romani, Encicl. giur.
ital. 1887. Boos, Die Liten und Aldionen, 1874. v. Savigny, Beitrag zur RG
des Adels im neueren Europa, Vermischte Schriften IV 1 ff. Konrad Maurer,
Über das Wesen des ältesten Adels der deutschen Stämme, 1846.

Das Ständewesen wurde durch die Gegensätze der Rechtsfähigkeit
und der Rechtlosigkeit, der Freiheit und der Unfreiheit bestimmt.
Rechtlosigkeit und Unfreiheit decken sich nicht. Nur wer in Knecht-
schaft lebt ist zugleich unfrei und rechtlos. Andrerseits giebt es aber
einen Stand, welcher zwar der Freiheit darbt, aber die Rechtsfähigkeit
genieſst, den Stand der Liten. Die freie Bevölkerung bildet rechtlich
nur einen Stand, den der Freien; jedoch lassen sich in ihr auf Grund
thatsächlicher Momente zwei Bevölkerungsklassen, die vornehmere der
Adeligen und die minder vornehme der Freien schlechtweg oder
Gemeinfreien unterscheiden. Der Stand der Freien, Freihälse, Fri-
linge1, im Gegensatz zum Unfreien einerseits, zum Edelfreien andrer-
seits auch Kärle, Kerle2 genannt, bildete die breite Masse des Volkes.

61 Wilda, Das Gildenwesen im Mittelalter, 1831. Hartwig, Untersuchungen
über die ersten Anfänge des Gildewesens, Forsch. I 133. Pappenheim a. O.
Gierke, Genossenschaftsrecht I 222.
1 Frî, ags. freó; frîhals, ags. freóls, nord. friâls = liber. Grimm, RA S 282.
Noch bei Neocorus I 465 frie helse. Got. freihals, ahd. frîhalsi, fries. frihals, frihelse
(Richthofen, WB S 765) die Freiheit. — Frîling ist für Sachsen durch Nithard,
für die Friesen durch die fries. Rechtsquellen bezeugt. Richthofen, WB S 766.
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ceorl. „Der Name kam wohl ursprünglich dem freien Manne zu, wie ein Titel
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[95/0113] § 14. Die Stände. Vereinzelte Funktionen der Sippe haben später namentlich auf dem Boden des städtischen Lebens freiwillige Genossenschaften, die Gilden, übernommen 61. § 14. Die Stände. Grimm, RA S 265. Walter, DRG § 384 ff. Waitz, VG I 149 ff. Gaupp, Ansiedelungen S 96 ff. Konrad Maurer, Über angels. Rechtsverhältnisse, KrÜ I 405, II 30. 388. Munch-Clauſsen, Die nordisch-germ. Völker S 140. Hüll- mann, Gesch. des Ursprungs der Stände in Deutschland, 1830. Roth, Feudalität und Unterthanverband, 1863, S 280 ff. Thonissen, L’organisation judiciaire … de la loi salique, 1882. Guérard, Polyptique de l’abbé Irminon … avec des prolégomènes pour servir à l’histoire de la condition des personnes et des terres I, 1844. Potgieſser, De statu servorum, 1736. Jastrow, Zur strafrechtl. Stellung der Sklaven bei Deutschen u. Angelsachsen, 1878 in Gierkes Unters. II. Brandt, Forelæsninger I 65. Gjessing, Trældom i Norge, Ann. f. Nord. Oldkynd. 1862. Konrad Maurer, Die Freigelassenen nach altnorwegischem Rechte, Sitzungsber. der Münchener Akad. 1878 S 21 ff. A. Stock, Die Freilassungen im Zeitalter der Volksrechte, 1881. Fournier, Essai sur les formes et les effets de l’affranchisse- ment dans le droit gallo-franc, 1885. Schupfer, Aldi, Liti e Romani, Encicl. giur. ital. 1887. Boos, Die Liten und Aldionen, 1874. v. Savigny, Beitrag zur RG des Adels im neueren Europa, Vermischte Schriften IV 1 ff. Konrad Maurer, Über das Wesen des ältesten Adels der deutschen Stämme, 1846. Das Ständewesen wurde durch die Gegensätze der Rechtsfähigkeit und der Rechtlosigkeit, der Freiheit und der Unfreiheit bestimmt. Rechtlosigkeit und Unfreiheit decken sich nicht. Nur wer in Knecht- schaft lebt ist zugleich unfrei und rechtlos. Andrerseits giebt es aber einen Stand, welcher zwar der Freiheit darbt, aber die Rechtsfähigkeit genieſst, den Stand der Liten. Die freie Bevölkerung bildet rechtlich nur einen Stand, den der Freien; jedoch lassen sich in ihr auf Grund thatsächlicher Momente zwei Bevölkerungsklassen, die vornehmere der Adeligen und die minder vornehme der Freien schlechtweg oder Gemeinfreien unterscheiden. Der Stand der Freien, Freihälse, Fri- linge 1, im Gegensatz zum Unfreien einerseits, zum Edelfreien andrer- seits auch Kärle, Kerle 2 genannt, bildete die breite Masse des Volkes. 61 Wilda, Das Gildenwesen im Mittelalter, 1831. Hartwig, Untersuchungen über die ersten Anfänge des Gildewesens, Forsch. I 133. Pappenheim a. O. Gierke, Genossenschaftsrecht I 222. 1 Frî, ags. freó; frîhals, ags. freóls, nord. friâls = liber. Grimm, RA S 282. Noch bei Neocorus I 465 frie helse. Got. freihals, ahd. frîhalsi, fries. frihals, frihelse (Richthofen, WB S 765) die Freiheit. — Frîling ist für Sachsen durch Nithard, für die Friesen durch die fries. Rechtsquellen bezeugt. Richthofen, WB S 766. 2 Ahd. charal (Karl), nord. karl (im Rîgsmâl Grimm a. O.), nd. kerl, ags. ceorl. „Der Name kam wohl ursprünglich dem freien Manne zu, wie ein Titel

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Zitationshilfe: Brunner, Heinrich: Deutsche Rechtsgeschichte. Bd. 1. Leipzig, 1887. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/brunner_rechtsgeschichte01_1887/113>, S. 95, abgerufen am 20.11.2017.