Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Cancrin, Franz Ludwig von: Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke. Frankfurt (Main), 1767.

Bild:
<< vorherige Seite
Das sechszehnte Stük von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eisen-
8. Den Adolpfsstollen, der gegen Morgen an dem Fastenberg aus-, und bis
in das Erzenglergebirg gehet, bei 800 Lachter lang ist, und 40 Lachter Teu-
fe einbringet; und
9. Den Eleonorerstollen, welcher an dem Schieferbächlein aus-, und bis in
das Erzenglergebirg gehet, wo er aber noch nicht ganz hin getrieben, doch
bei 900 Lachter lang ist, und ohngefähr 60 Lachter Teufe einbringet:
II. Jn dem Guglergebirg:
1. Den Hennebergerstollen, welcher von Morgen nach Abend getrieben-, bei
900 Lachter lang ist, und 40 Lachter Teufe einbringt:
III. Jn dem Rabenberg:
1. Den Wallsgotterstollen, der auf diesem Gebirg ausgehet, 150 Lachter lang
ist, und 20 Lachter Teufe einbringet.

Jn diesem, in dem lezteren Gebirge, sind schon verschiedene tiefe Stollen ange-
fangen worden, sie sind aber allemal wieder liegen geblieben.

§. 16.

Die mehreste Pochwerke, die zu diesen Gruben gehören, liegen an der Breitenbach,
einige aber auch gleich an ihren Zechen, wo sie von denen wenigen Wassern betrieben
werden, die in dem Gebirg zusammenlaufen. An der Zahl sind ihrer ein und zwanzig:
Fünfzehn Silber- und sechs Zinnpochwerke. Man trift auser diesem in dieser Gegend
nur eine Zinnhütte an, die an dem Guglerwasser liegt.

§. 17.

Mit dem Holz und denen Kohlen verhält es sich, wie ich §. 7. gemeldet habe.

Der vierte Tittel
von der oberirdischen Lage, und der äusern Beschaffenheit der um die
Bergstadt Schneeberg gelegenen Bergwerke.
§. 18.

Die Entdekkung dieser Bergwerke komt in noch ältere Zeiten, als die sind, worinnen
die Bergwerke zu Annaberg, Marienberg und Johanngeorgenstadt rege gemacht
worden sind: Denn sie sind in dem Jahr 1470 fündig worden. Jn dem ersten Jahr-
hundert ihrer Bearbeitung waren sie weit ergiebiger an Silber, als wie izzo, da man in

grose
Das ſechszehnte Stuͤk von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eiſen-
8. Den Adolpfsſtollen, der gegen Morgen an dem Faſtenberg aus-, und bis
in das Erzenglergebirg gehet, bei 800 Lachter lang iſt, und 40 Lachter Teu-
fe einbringet; und
9. Den Eleonorerſtollen, welcher an dem Schieferbaͤchlein aus-, und bis in
das Erzenglergebirg gehet, wo er aber noch nicht ganz hin getrieben, doch
bei 900 Lachter lang iſt, und ohngefaͤhr 60 Lachter Teufe einbringet:
II. Jn dem Guglergebirg:
1. Den Hennebergerſtollen, welcher von Morgen nach Abend getrieben-, bei
900 Lachter lang iſt, und 40 Lachter Teufe einbringt:
III. Jn dem Rabenberg:
1. Den Wallsgotterſtollen, der auf dieſem Gebirg ausgehet, 150 Lachter lang
iſt, und 20 Lachter Teufe einbringet.

Jn dieſem, in dem lezteren Gebirge, ſind ſchon verſchiedene tiefe Stollen ange-
fangen worden, ſie ſind aber allemal wieder liegen geblieben.

§. 16.

Die mehreſte Pochwerke, die zu dieſen Gruben gehoͤren, liegen an der Breitenbach,
einige aber auch gleich an ihren Zechen, wo ſie von denen wenigen Waſſern betrieben
werden, die in dem Gebirg zuſammenlaufen. An der Zahl ſind ihrer ein und zwanzig:
Fuͤnfzehn Silber- und ſechs Zinnpochwerke. Man trift auſer dieſem in dieſer Gegend
nur eine Zinnhuͤtte an, die an dem Guglerwaſſer liegt.

§. 17.

Mit dem Holz und denen Kohlen verhaͤlt es ſich, wie ich §. 7. gemeldet habe.

Der vierte Tittel
von der oberirdiſchen Lage, und der aͤuſern Beſchaffenheit der um die
Bergſtadt Schneeberg gelegenen Bergwerke.
§. 18.

Die Entdekkung dieſer Bergwerke komt in noch aͤltere Zeiten, als die ſind, worinnen
die Bergwerke zu Annaberg, Marienberg und Johanngeorgenſtadt rege gemacht
worden ſind: Denn ſie ſind in dem Jahr 1470 fuͤndig worden. Jn dem erſten Jahr-
hundert ihrer Bearbeitung waren ſie weit ergiebiger an Silber, als wie izzo, da man in

groſe
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <div n="5">
                <pb facs="#f0346" n="326"/>
                <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">Das &#x017F;echszehnte Stu&#x0364;k von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Ei&#x017F;en-</hi> </fw><lb/>
                <list>
                  <item>8. Den <hi rendition="#fr">Adolpfs&#x017F;tollen,</hi> der gegen Morgen an dem Fa&#x017F;tenberg aus-, und bis<lb/>
in das Erzenglergebirg gehet, bei 800 Lachter lang i&#x017F;t, und 40 Lachter Teu-<lb/>
fe einbringet; und</item><lb/>
                  <item>9. Den <hi rendition="#fr">Eleonorer&#x017F;tollen,</hi> welcher an dem Schieferba&#x0364;chlein aus-, und bis in<lb/>
das Erzenglergebirg gehet, wo er aber noch nicht ganz hin getrieben, doch<lb/>
bei 900 Lachter lang i&#x017F;t, und ohngefa&#x0364;hr 60 Lachter Teufe einbringet:</item><lb/>
                  <item><hi rendition="#aq">II.</hi> Jn dem Guglergebirg:</item><lb/>
                  <item>1. Den <hi rendition="#fr">Henneberger&#x017F;tollen,</hi> welcher von Morgen nach Abend getrieben-, bei<lb/>
900 Lachter lang i&#x017F;t, und 40 Lachter Teufe einbringt:</item><lb/>
                  <item><hi rendition="#aq">III.</hi> Jn dem Rabenberg:</item><lb/>
                  <item>1. Den <hi rendition="#fr">Wallsgotter&#x017F;tollen,</hi> der auf die&#x017F;em Gebirg ausgehet, 150 Lachter lang<lb/>
i&#x017F;t, und 20 Lachter Teufe einbringet.</item>
                </list><lb/>
                <p>Jn die&#x017F;em, in dem lezteren Gebirge, &#x017F;ind &#x017F;chon ver&#x017F;chiedene tiefe Stollen ange-<lb/>
fangen worden, &#x017F;ie &#x017F;ind aber allemal wieder liegen geblieben.</p>
              </div><lb/>
              <div n="5">
                <head>§. 16.</head><lb/>
                <p>Die mehre&#x017F;te Pochwerke, die zu die&#x017F;en Gruben geho&#x0364;ren, liegen an der Breitenbach,<lb/>
einige aber auch gleich an ihren Zechen, wo &#x017F;ie von denen wenigen Wa&#x017F;&#x017F;ern betrieben<lb/>
werden, die in dem Gebirg zu&#x017F;ammenlaufen. An der Zahl &#x017F;ind ihrer ein und zwanzig:<lb/>
Fu&#x0364;nfzehn Silber- und &#x017F;echs Zinnpochwerke. Man trift au&#x017F;er die&#x017F;em in die&#x017F;er Gegend<lb/>
nur eine Zinnhu&#x0364;tte an, die an dem Guglerwa&#x017F;&#x017F;er liegt.</p>
              </div><lb/>
              <div n="5">
                <head>§. 17.</head><lb/>
                <p>Mit dem Holz und denen Kohlen verha&#x0364;lt es &#x017F;ich, wie ich §. 7. gemeldet habe.</p>
              </div>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head><hi rendition="#fr"><hi rendition="#g">Der vierte Tittel</hi></hi><lb/>
von der oberirdi&#x017F;chen Lage, und der a&#x0364;u&#x017F;ern Be&#x017F;chaffenheit der um die<lb/>
Berg&#x017F;tadt Schneeberg gelegenen Bergwerke.</head><lb/>
              <div n="5">
                <head>§. 18.</head><lb/>
                <p><hi rendition="#in">D</hi>ie Entdekkung die&#x017F;er Bergwerke komt in noch a&#x0364;ltere Zeiten, als die &#x017F;ind, worinnen<lb/>
die Bergwerke zu Annaberg, Marienberg und Johanngeorgen&#x017F;tadt rege gemacht<lb/>
worden &#x017F;ind: Denn &#x017F;ie &#x017F;ind in dem Jahr 1470 fu&#x0364;ndig worden. Jn dem er&#x017F;ten Jahr-<lb/>
hundert ihrer Bearbeitung waren &#x017F;ie weit ergiebiger an Silber, als wie izzo, da man in<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">gro&#x017F;e</fw><lb/></p>
              </div>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[326/0346] Das ſechszehnte Stuͤk von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eiſen- 8. Den Adolpfsſtollen, der gegen Morgen an dem Faſtenberg aus-, und bis in das Erzenglergebirg gehet, bei 800 Lachter lang iſt, und 40 Lachter Teu- fe einbringet; und 9. Den Eleonorerſtollen, welcher an dem Schieferbaͤchlein aus-, und bis in das Erzenglergebirg gehet, wo er aber noch nicht ganz hin getrieben, doch bei 900 Lachter lang iſt, und ohngefaͤhr 60 Lachter Teufe einbringet: II. Jn dem Guglergebirg: 1. Den Hennebergerſtollen, welcher von Morgen nach Abend getrieben-, bei 900 Lachter lang iſt, und 40 Lachter Teufe einbringt: III. Jn dem Rabenberg: 1. Den Wallsgotterſtollen, der auf dieſem Gebirg ausgehet, 150 Lachter lang iſt, und 20 Lachter Teufe einbringet. Jn dieſem, in dem lezteren Gebirge, ſind ſchon verſchiedene tiefe Stollen ange- fangen worden, ſie ſind aber allemal wieder liegen geblieben. §. 16. Die mehreſte Pochwerke, die zu dieſen Gruben gehoͤren, liegen an der Breitenbach, einige aber auch gleich an ihren Zechen, wo ſie von denen wenigen Waſſern betrieben werden, die in dem Gebirg zuſammenlaufen. An der Zahl ſind ihrer ein und zwanzig: Fuͤnfzehn Silber- und ſechs Zinnpochwerke. Man trift auſer dieſem in dieſer Gegend nur eine Zinnhuͤtte an, die an dem Guglerwaſſer liegt. §. 17. Mit dem Holz und denen Kohlen verhaͤlt es ſich, wie ich §. 7. gemeldet habe. Der vierte Tittel von der oberirdiſchen Lage, und der aͤuſern Beſchaffenheit der um die Bergſtadt Schneeberg gelegenen Bergwerke. §. 18. Die Entdekkung dieſer Bergwerke komt in noch aͤltere Zeiten, als die ſind, worinnen die Bergwerke zu Annaberg, Marienberg und Johanngeorgenſtadt rege gemacht worden ſind: Denn ſie ſind in dem Jahr 1470 fuͤndig worden. Jn dem erſten Jahr- hundert ihrer Bearbeitung waren ſie weit ergiebiger an Silber, als wie izzo, da man in groſe

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/cancrin_beschreibung_1767
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/cancrin_beschreibung_1767/346
Zitationshilfe: Cancrin, Franz Ludwig von: Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke. Frankfurt (Main), 1767, S. 326. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/cancrin_beschreibung_1767/346>, abgerufen am 14.10.2019.