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Cancrin, Franz Ludwig von: Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke. Frankfurt (Main), 1767.

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Das sechszehnte Stük von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eisen-
B. Quarz, von einer rauhen und auch von einer weisen und sehr feinen Art,
wovon sich der leztere sehr gut zu der blauen Farbe gebrauchen lässet, und
die Mutter von dem Kobolt heiset (§. 41.);
C. Kneist; und
D. Das Hangende und das Liegende (§. 41.).
Die 1. Anmerkung.

Das Gold und das Silber findet man am mehresten, Kupfer schon seltener, Zinn, Blei,
und Eisen aber wenig oder fast gar nicht gediegen. Wenn man erweget, daß die leztere Metalle
gar vielen Zerstörungen und Veränderungen unterworfen sind, und daß sie sich gar gern auflösen
lassen: So kan man auch leicht einsehen, warum man dieselbe nicht bald gediegen oder gewach-
sen antrift.

Die 2. Anmerkung.

Es kan da, wo ich in dieser Abhandlung das äusere Ansehen und die Merkmale der Minera-
lien nicht angegeben habe, der 14. §. in dem 15. St. nachgelesen werden.

Die dritte Abhandlung
von dem Grubenbau.
Das erste Kapittel
von dem Grubenbau an und vor sich selbst.
Der erste Tittel
von diesem Bau bei den marienbergischen Bergwerken.
§. 49.

Der Grubenbau an diesem Ort ist aus den Ursachen, die ich schon §. 15. im 15. St. ge-
meldet habe, nicht gar zu kostbar und beschwerlich, ia er ist fast noch leichter, wie der in
Freiberg, weil man bei diesen schmahlen Gängen wenig Strossenarbeit vorrichtet. Jch
will der mir einmal vorgesezten Ordnung folgen, und erst die Nahmen der Gruben
hierher sezzen, damit man ihren Umfang, und auf was Art sie gebauet werden, überse-
hen könne. Sie lassen sich unter gewisse Klassen bringen, und die sind diese.

A. Zechen und Stollen, die Ausbeute und wieder erstatteten Verlag geben, sind
allein die St. Georgenfundgrube an dem Stadtberg in dem nahen Revier,
welche
Das ſechszehnte Stuͤk von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eiſen-
B. Quarz, von einer rauhen und auch von einer weiſen und ſehr feinen Art,
wovon ſich der leztere ſehr gut zu der blauen Farbe gebrauchen laͤſſet, und
die Mutter von dem Kobolt heiſet (§. 41.);
C. Kneiſt; und
D. Das Hangende und das Liegende (§. 41.).
Die 1. Anmerkung.

Das Gold und das Silber findet man am mehreſten, Kupfer ſchon ſeltener, Zinn, Blei,
und Eiſen aber wenig oder faſt gar nicht gediegen. Wenn man erweget, daß die leztere Metalle
gar vielen Zerſtoͤrungen und Veraͤnderungen unterworfen ſind, und daß ſie ſich gar gern aufloͤſen
laſſen: So kan man auch leicht einſehen, warum man dieſelbe nicht bald gediegen oder gewach-
ſen antrift.

Die 2. Anmerkung.

Es kan da, wo ich in dieſer Abhandlung das aͤuſere Anſehen und die Merkmale der Minera-
lien nicht angegeben habe, der 14. §. in dem 15. St. nachgeleſen werden.

Die dritte Abhandlung
von dem Grubenbau.
Das erſte Kapittel
von dem Grubenbau an und vor ſich ſelbſt.
Der erſte Tittel
von dieſem Bau bei den marienbergiſchen Bergwerken.
§. 49.

Der Grubenbau an dieſem Ort iſt aus den Urſachen, die ich ſchon §. 15. im 15. St. ge-
meldet habe, nicht gar zu koſtbar und beſchwerlich, ia er iſt faſt noch leichter, wie der in
Freiberg, weil man bei dieſen ſchmahlen Gaͤngen wenig Stroſſenarbeit vorrichtet. Jch
will der mir einmal vorgeſezten Ordnung folgen, und erſt die Nahmen der Gruben
hierher ſezzen, damit man ihren Umfang, und auf was Art ſie gebauet werden, uͤberſe-
hen koͤnne. Sie laſſen ſich unter gewiſſe Klaſſen bringen, und die ſind dieſe.

A. Zechen und Stollen, die Ausbeute und wieder erſtatteten Verlag geben, ſind
allein die St. Georgenfundgrube an dem Stadtberg in dem nahen Revier,
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[348/0368] Das ſechszehnte Stuͤk von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eiſen- B. Quarz, von einer rauhen und auch von einer weiſen und ſehr feinen Art, wovon ſich der leztere ſehr gut zu der blauen Farbe gebrauchen laͤſſet, und die Mutter von dem Kobolt heiſet (§. 41.); C. Kneiſt; und D. Das Hangende und das Liegende (§. 41.). Die 1. Anmerkung. Das Gold und das Silber findet man am mehreſten, Kupfer ſchon ſeltener, Zinn, Blei, und Eiſen aber wenig oder faſt gar nicht gediegen. Wenn man erweget, daß die leztere Metalle gar vielen Zerſtoͤrungen und Veraͤnderungen unterworfen ſind, und daß ſie ſich gar gern aufloͤſen laſſen: So kan man auch leicht einſehen, warum man dieſelbe nicht bald gediegen oder gewach- ſen antrift. Die 2. Anmerkung. Es kan da, wo ich in dieſer Abhandlung das aͤuſere Anſehen und die Merkmale der Minera- lien nicht angegeben habe, der 14. §. in dem 15. St. nachgeleſen werden. Die dritte Abhandlung von dem Grubenbau. Das erſte Kapittel von dem Grubenbau an und vor ſich ſelbſt. Der erſte Tittel von dieſem Bau bei den marienbergiſchen Bergwerken. §. 49. Der Grubenbau an dieſem Ort iſt aus den Urſachen, die ich ſchon §. 15. im 15. St. ge- meldet habe, nicht gar zu koſtbar und beſchwerlich, ia er iſt faſt noch leichter, wie der in Freiberg, weil man bei dieſen ſchmahlen Gaͤngen wenig Stroſſenarbeit vorrichtet. Jch will der mir einmal vorgeſezten Ordnung folgen, und erſt die Nahmen der Gruben hierher ſezzen, damit man ihren Umfang, und auf was Art ſie gebauet werden, uͤberſe- hen koͤnne. Sie laſſen ſich unter gewiſſe Klaſſen bringen, und die ſind dieſe. A. Zechen und Stollen, die Ausbeute und wieder erſtatteten Verlag geben, ſind allein die St. Georgenfundgrube an dem Stadtberg in dem nahen Revier, welche

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Zitationshilfe: Cancrin, Franz Ludwig von: Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke. Frankfurt (Main), 1767, S. 348. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/cancrin_beschreibung_1767/368>, abgerufen am 28.01.2020.