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Cancrin, Franz Ludwig von: Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke. Frankfurt (Main), 1767.

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Das sechszehnte Stük von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eisen-
die Röhren c. b bohret man endlich verschiedene Löcher, damit der Wind, vermittelst
der Bewegung des Wassers, in diese Röhre hinein, und bis unten in das Faß strö-
men möge, welcher dann, da der leere Teil des Fasses beständig mit Luft angefült ist,
durch den Fall des Wassers ausgedehnt und beweget, und durch die Röhren d. e und
e. f an den bestimten Ort getrieben wird. Nicht alle Löcher, die man in die Röhre b. c
bohret, fangen bei alle diesem die Wetter: Man muß es daher durch die Flamme des
Lichts erfahren, ob sie die Absicht erfüllen, welches geschiehet, wann diese Flamme nach
der Höhlung der Röhre ziehet.

§. 53.

Obschon die Erze so spahrsam brechen: So unterlässet man iedoch auch hier nicht,
öftere Feld- und Versuchörter zu treiben, weil die Erze von der edelsten und besten Art
sind.

Der zweete Tittel
von dem Grubenbau an und vor sich bei den annabergischen
Bergwerken.
§. 54.

Was ich §. 49. zuvor erinnert habe, das findet auch hier statt. Jch will also die
Gruben an diesem Ort gleich unter ihre Klassen bringen. Sie sind folgende.

A. Zechen und Stollen, welche Ausbeute und wieder erstatteten Verlag geben,
sind von dem Quartal Crucis 1763:
1. Der St. Andreas hinter dem Hospital; und
2. Der Marcusröhlingstollen an dem Schrekkenberg, welche in dem nahen
Revier liegen, und vierteliährlich auf eine Kuxe, einen Speciesthaler, oder
32 Gutegroschen Ausbeute gegeben haben:
B. Zechen und Stollen, die sich frei und durch sich selbst bauen, und allein von
Gewerken getrieben werden, sind:
A. Bei der Stadt und in dem nahen Revier:
1. Die galiläische Wirthschaft, und das eisern Schaaf, an dem Schrek-
kenberg;
2. Der Kippenhainerstollen an dem Schrekkenberg;
3. Der Kippenhain und Zehntausendritter, gemeinschaftlich Feld an dem
Schrekkenberg;
B. Jn dem auswärtigen Revier, ist allein der Stamm Asar und das grauler
Vitriolwerk,
in dem raschauer gemeinen Wald:
C. Zechen

Das ſechszehnte Stuͤk von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eiſen-
die Roͤhren c. b bohret man endlich verſchiedene Loͤcher, damit der Wind, vermittelſt
der Bewegung des Waſſers, in dieſe Roͤhre hinein, und bis unten in das Faß ſtroͤ-
men moͤge, welcher dann, da der leere Teil des Faſſes beſtaͤndig mit Luft angefuͤlt iſt,
durch den Fall des Waſſers ausgedehnt und beweget, und durch die Roͤhren d. e und
e. f an den beſtimten Ort getrieben wird. Nicht alle Loͤcher, die man in die Roͤhre b. c
bohret, fangen bei alle dieſem die Wetter: Man muß es daher durch die Flamme des
Lichts erfahren, ob ſie die Abſicht erfuͤllen, welches geſchiehet, wann dieſe Flamme nach
der Hoͤhlung der Roͤhre ziehet.

§. 53.

Obſchon die Erze ſo ſpahrſam brechen: So unterlaͤſſet man iedoch auch hier nicht,
oͤftere Feld- und Verſuchoͤrter zu treiben, weil die Erze von der edelſten und beſten Art
ſind.

Der zweete Tittel
von dem Grubenbau an und vor ſich bei den annabergiſchen
Bergwerken.
§. 54.

Was ich §. 49. zuvor erinnert habe, das findet auch hier ſtatt. Jch will alſo die
Gruben an dieſem Ort gleich unter ihre Klaſſen bringen. Sie ſind folgende.

A. Zechen und Stollen, welche Ausbeute und wieder erſtatteten Verlag geben,
ſind von dem Quartal Crucis 1763:
1. Der St. Andreas hinter dem Hospital; und
2. Der Marcusroͤhlingſtollen an dem Schrekkenberg, welche in dem nahen
Revier liegen, und vierteliaͤhrlich auf eine Kuxe, einen Speciesthaler, oder
32 Gutegroſchen Ausbeute gegeben haben:
B. Zechen und Stollen, die ſich frei und durch ſich ſelbſt bauen, und allein von
Gewerken getrieben werden, ſind:
A. Bei der Stadt und in dem nahen Revier:
1. Die galilaͤiſche Wirthſchaft, und das eiſern Schaaf, an dem Schrek-
kenberg;
2. Der Kippenhainerſtollen an dem Schrekkenberg;
3. Der Kippenhain und Zehntauſendritter, gemeinſchaftlich Feld an dem
Schrekkenberg;
B. Jn dem auswaͤrtigen Revier, iſt allein der Stamm Aſar und das grauler
Vitriolwerk,
in dem raſchauer gemeinen Wald:
C. Zechen
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[354/0374] Das ſechszehnte Stuͤk von denen Silber-Kupfer-Zinn-Blei-Eiſen- die Roͤhren c. b bohret man endlich verſchiedene Loͤcher, damit der Wind, vermittelſt der Bewegung des Waſſers, in dieſe Roͤhre hinein, und bis unten in das Faß ſtroͤ- men moͤge, welcher dann, da der leere Teil des Faſſes beſtaͤndig mit Luft angefuͤlt iſt, durch den Fall des Waſſers ausgedehnt und beweget, und durch die Roͤhren d. e und e. f an den beſtimten Ort getrieben wird. Nicht alle Loͤcher, die man in die Roͤhre b. c bohret, fangen bei alle dieſem die Wetter: Man muß es daher durch die Flamme des Lichts erfahren, ob ſie die Abſicht erfuͤllen, welches geſchiehet, wann dieſe Flamme nach der Hoͤhlung der Roͤhre ziehet. §. 53. Obſchon die Erze ſo ſpahrſam brechen: So unterlaͤſſet man iedoch auch hier nicht, oͤftere Feld- und Verſuchoͤrter zu treiben, weil die Erze von der edelſten und beſten Art ſind. Der zweete Tittel von dem Grubenbau an und vor ſich bei den annabergiſchen Bergwerken. §. 54. Was ich §. 49. zuvor erinnert habe, das findet auch hier ſtatt. Jch will alſo die Gruben an dieſem Ort gleich unter ihre Klaſſen bringen. Sie ſind folgende. A. Zechen und Stollen, welche Ausbeute und wieder erſtatteten Verlag geben, ſind von dem Quartal Crucis 1763: 1. Der St. Andreas hinter dem Hospital; und 2. Der Marcusroͤhlingſtollen an dem Schrekkenberg, welche in dem nahen Revier liegen, und vierteliaͤhrlich auf eine Kuxe, einen Speciesthaler, oder 32 Gutegroſchen Ausbeute gegeben haben: B. Zechen und Stollen, die ſich frei und durch ſich ſelbſt bauen, und allein von Gewerken getrieben werden, ſind: A. Bei der Stadt und in dem nahen Revier: 1. Die galilaͤiſche Wirthſchaft, und das eiſern Schaaf, an dem Schrek- kenberg; 2. Der Kippenhainerſtollen an dem Schrekkenberg; 3. Der Kippenhain und Zehntauſendritter, gemeinſchaftlich Feld an dem Schrekkenberg; B. Jn dem auswaͤrtigen Revier, iſt allein der Stamm Aſar und das grauler Vitriolwerk, in dem raſchauer gemeinen Wald: C. Zechen

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Zitationshilfe: Cancrin, Franz Ludwig von: Beschreibung der vorzüglichsten Bergwerke. Frankfurt (Main), 1767, S. 354. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/cancrin_beschreibung_1767/374>, abgerufen am 23.10.2019.