Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Darjes, Joachim Georg: Erste Gründe der Cameral-Wissenschaften. Jena, 1756.

Bild:
<< vorherige Seite
Der Stadt-Wirthschaft 2. Abschnitt
c) bey Wartung des Brandweins
d) bey dem Verfahren und dem Verkauf des
Brandweins
e) bey der Mastung.
Der Gebäude
1) das Brenn-Haus
2) der Mast-Ställ
3) der Keller.
§. 427.
Jn Anse-
hung derEinnahme.

Die Einnahmen bestehen
1) in dem Brandwein
a) des reinen
b) des abgezogenen
2) in dem Verkauf des gemasteten Viehes
Das dritte Kapitel
von der Bereitung des Eßigs.
§. 428.
Absicht die-
ses Kapitels.

Es sind verschiedene Gründe, aus welchen wir
dieß schlüßen können, daß das Eßigmachen ein
sehr wichtiges Stück der Wirthschaft sey. Ein Wirth
kann von diesem nicht nur diejenigen Vortheile ge-
winnen, die das Brauen und Brandweinbrennen
würket; sondern er kann auch hiedurch den Schaden
verhindern, den er empfinden würde, wenn das Bier
umschlägt, oder sauer wird. Wenn er den Wein we-
gen seiner Säure nicht verkaufen kann, u. s. f. Ja,
durch diese Beschäftigung kann er viele Abgänge bey
dem Brauen und Brandweinbrennen merklich nutzbar
machen. Aus diesen Ursachen wollen wir, so weit als
es unsere gegenwärtige Absicht erfodert, diejenigen

Stükke
Der Stadt-Wirthſchaft 2. Abſchnitt
c) bey Wartung des Brandweins
d) bey dem Verfahren und dem Verkauf des
Brandweins
e) bey der Maſtung.
Der Gebaͤude
1) das Brenn-Haus
2) der Maſt-Staͤll
3) der Keller.
§. 427.
Jn Anſe-
hung derEinnahme.

Die Einnahmen beſtehen
1) in dem Brandwein
a) des reinen
b) des abgezogenen
2) in dem Verkauf des gemaſteten Viehes
Das dritte Kapitel
von der Bereitung des Eßigs.
§. 428.
Abſicht die-
ſes Kapitels.

Es ſind verſchiedene Gruͤnde, aus welchen wir
dieß ſchluͤßen koͤnnen, daß das Eßigmachen ein
ſehr wichtiges Stuͤck der Wirthſchaft ſey. Ein Wirth
kann von dieſem nicht nur diejenigen Vortheile ge-
winnen, die das Brauen und Brandweinbrennen
wuͤrket; ſondern er kann auch hiedurch den Schaden
verhindern, den er empfinden wuͤrde, wenn das Bier
umſchlaͤgt, oder ſauer wird. Wenn er den Wein we-
gen ſeiner Saͤure nicht verkaufen kann, u. ſ. f. Ja,
durch dieſe Beſchaͤftigung kann er viele Abgaͤnge bey
dem Brauen und Brandweinbrennen merklich nutzbar
machen. Aus dieſen Urſachen wollen wir, ſo weit als
es unſere gegenwaͤrtige Abſicht erfodert, diejenigen

Stuͤkke
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <div n="4">
              <div n="5">
                <list>
                  <item>
                    <list>
                      <pb facs="#f0308" n="288"/>
                      <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">Der Stadt-Wirth&#x017F;chaft 2. Ab&#x017F;chnitt</hi> </fw><lb/>
                      <item><hi rendition="#aq">c</hi>) bey Wartung des Brandweins</item><lb/>
                      <item><hi rendition="#aq">d</hi>) bey dem Verfahren und dem Verkauf des<lb/>
Brandweins</item><lb/>
                      <item><hi rendition="#aq">e</hi>) bey der Ma&#x017F;tung.</item>
                    </list>
                  </item>
                </list>
              </div><lb/>
              <div n="5">
                <head> <hi rendition="#b">Der Geba&#x0364;ude</hi> </head><lb/>
                <list>
                  <item>1) das Brenn-Haus</item><lb/>
                  <item>2) der Ma&#x017F;t-Sta&#x0364;ll</item><lb/>
                  <item>3) der Keller.</item>
                </list>
              </div>
            </div><lb/>
            <div n="4">
              <head>§. 427.</head><lb/>
              <note place="left">Jn An&#x017F;e-<lb/>
hung derEinnahme.</note><lb/>
              <div n="5">
                <head> <hi rendition="#b">Die Einnahmen be&#x017F;tehen</hi> </head><lb/>
                <list>
                  <item>1) in dem Brandwein<lb/><list><item><hi rendition="#aq">a</hi>) des reinen</item><lb/><item><hi rendition="#aq">b</hi>) des abgezogenen</item></list></item><lb/>
                  <item>2) in dem Verkauf des gema&#x017F;teten Viehes</item>
                </list>
              </div>
            </div>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>Das dritte Kapitel<lb/>
von der Bereitung des Eßigs.</head><lb/>
            <div n="4">
              <head>§. 428.</head><lb/>
              <note place="left">Ab&#x017F;icht die-<lb/>
&#x017F;es Kapitels.</note>
              <p><hi rendition="#in">E</hi>s &#x017F;ind ver&#x017F;chiedene Gru&#x0364;nde, aus welchen wir<lb/>
dieß &#x017F;chlu&#x0364;ßen ko&#x0364;nnen, daß das Eßigmachen ein<lb/>
&#x017F;ehr wichtiges Stu&#x0364;ck der Wirth&#x017F;chaft &#x017F;ey. Ein Wirth<lb/>
kann von die&#x017F;em nicht nur diejenigen Vortheile ge-<lb/>
winnen, die das Brauen und Brandweinbrennen<lb/>
wu&#x0364;rket; &#x017F;ondern er kann auch hiedurch den Schaden<lb/>
verhindern, den er empfinden wu&#x0364;rde, wenn das Bier<lb/>
um&#x017F;chla&#x0364;gt, oder &#x017F;auer wird. Wenn er den Wein we-<lb/>
gen &#x017F;einer Sa&#x0364;ure nicht verkaufen kann, u. &#x017F;. f. Ja,<lb/>
durch die&#x017F;e Be&#x017F;cha&#x0364;ftigung kann er viele Abga&#x0364;nge bey<lb/>
dem Brauen und Brandweinbrennen merklich nutzbar<lb/>
machen. Aus die&#x017F;en Ur&#x017F;achen wollen wir, &#x017F;o weit als<lb/>
es un&#x017F;ere gegenwa&#x0364;rtige Ab&#x017F;icht erfodert, diejenigen<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">Stu&#x0364;kke</fw><lb/></p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[288/0308] Der Stadt-Wirthſchaft 2. Abſchnitt c) bey Wartung des Brandweins d) bey dem Verfahren und dem Verkauf des Brandweins e) bey der Maſtung. Der Gebaͤude 1) das Brenn-Haus 2) der Maſt-Staͤll 3) der Keller. §. 427. Die Einnahmen beſtehen 1) in dem Brandwein a) des reinen b) des abgezogenen 2) in dem Verkauf des gemaſteten Viehes Das dritte Kapitel von der Bereitung des Eßigs. §. 428. Es ſind verſchiedene Gruͤnde, aus welchen wir dieß ſchluͤßen koͤnnen, daß das Eßigmachen ein ſehr wichtiges Stuͤck der Wirthſchaft ſey. Ein Wirth kann von dieſem nicht nur diejenigen Vortheile ge- winnen, die das Brauen und Brandweinbrennen wuͤrket; ſondern er kann auch hiedurch den Schaden verhindern, den er empfinden wuͤrde, wenn das Bier umſchlaͤgt, oder ſauer wird. Wenn er den Wein we- gen ſeiner Saͤure nicht verkaufen kann, u. ſ. f. Ja, durch dieſe Beſchaͤftigung kann er viele Abgaͤnge bey dem Brauen und Brandweinbrennen merklich nutzbar machen. Aus dieſen Urſachen wollen wir, ſo weit als es unſere gegenwaͤrtige Abſicht erfodert, diejenigen Stuͤkke

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/darjes_cameralwissenschaften_1756
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/darjes_cameralwissenschaften_1756/308
Zitationshilfe: Darjes, Joachim Georg: Erste Gründe der Cameral-Wissenschaften. Jena, 1756, S. 288. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/darjes_cameralwissenschaften_1756/308>, abgerufen am 21.10.2019.