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Duras, Claire de Durfort de: Urika, die Negerin. Übers. v. [Ehrenfried Stöber]. Frankfurt (Main), 1824.

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Urika.


Jch wurde in einem Alter von zwei Jah-
ren, durch den Herrn Chevalier von B., aus
Senegal, wo derselbe Gouverneur war, mitge-
bracht. Er erbarmte sich meiner eines Tages,
als er Sclaven auf einem Negerfahrzeuge ein-
schiffen sah, welches bald den Hafen verlassen
sollte. Meine Mutter war todt, und man brachte
mich, ohngeachtet meines Schreiens, zu Schiffe.
Herr von B. kaufte mich, und bei seiner Ankunft
in Frankreich, übergab er mich der Marschallin

Urika.


Jch wurde in einem Alter von zwei Jah-
ren, durch den Herrn Chevalier von B., aus
Senegal, wo derſelbe Gouverneur war, mitge-
bracht. Er erbarmte ſich meiner eines Tages,
als er Sclaven auf einem Negerfahrzeuge ein-
ſchiffen ſah, welches bald den Hafen verlaſſen
ſollte. Meine Mutter war todt, und man brachte
mich, ohngeachtet meines Schreiens, zu Schiffe.
Herr von B. kaufte mich, und bei ſeiner Ankunft
in Frankreich, übergab er mich der Marſchallin

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[[13]/0019] Urika. Jch wurde in einem Alter von zwei Jah- ren, durch den Herrn Chevalier von B., aus Senegal, wo derſelbe Gouverneur war, mitge- bracht. Er erbarmte ſich meiner eines Tages, als er Sclaven auf einem Negerfahrzeuge ein- ſchiffen ſah, welches bald den Hafen verlaſſen ſollte. Meine Mutter war todt, und man brachte mich, ohngeachtet meines Schreiens, zu Schiffe. Herr von B. kaufte mich, und bei ſeiner Ankunft in Frankreich, übergab er mich der Marſchallin

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Zitationshilfe: Duras, Claire de Durfort de: Urika, die Negerin. Übers. v. [Ehrenfried Stöber]. Frankfurt (Main), 1824, S. [13]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/duras_urika_1824/19>, abgerufen am 20.02.2019.