Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Ebeling, Johann Justus: Andächtige Betrachtungen aus dem Buche der Natur und Schrift. Bd. 1. Hildesheim, 1747.

Bild:
<< vorherige Seite
Wie die weise Güte GOttes
Allein zu deiner Ehr, auch werde angewandt;
Wird durch das Sonnenlicht, ein heilig Feur ent-
brannt:
So gib daß die Geschöpf im Unkreis dieser Erden,
Jm freudigen Genus bei uns zum Opfer werden.
Gib, wenn die Zunge HErr! die grosse Güte
schmekt,
Daß unser Hertz dadurch auch werd zum Dank er-
wekt;
Und wenn ein süsser Dunst, in unsre Nasen hau-
chet,
Daß er ein Weihrauch sei, der Dir zu Ehren rau-
chet.


Wie die
weise Güte GOttes
im Brodt zu schmekken.
Ps. CVI. v. 15.
Du schaffest es, daß das Brodt des Men-
schen Herz stärke.

[Abbildung] Nahrungs Brodt Kraft volle Speise,
Wer dich zu des Schöpfers Preise
Mit begierger Lust geneust;
Der kan durch ein sattes Schmek-
ken,
GOttes' Güt darin entdekken,
Die aus Meel und Wasser fleust;
Und
Wie die weiſe Guͤte GOttes
Allein zu deiner Ehr, auch werde angewandt;
Wird durch das Sonnenlicht, ein heilig Feur ent-
brannt:
So gib daß die Geſchoͤpf im Unkreis dieſer Erden,
Jm freudigen Genus bei uns zum Opfer werden.
Gib, wenn die Zunge HErr! die groſſe Guͤte
ſchmekt,
Daß unſer Hertz dadurch auch werd zum Dank er-
wekt;
Und wenn ein ſuͤſſer Dunſt, in unſre Naſen hau-
chet,
Daß er ein Weihrauch ſei, der Dir zu Ehren rau-
chet.


Wie die
weiſe Guͤte GOttes
im Brodt zu ſchmekken.
Pſ. CVI. v. 15.
Du ſchaffeſt es, daß das Brodt des Men-
ſchen Herz ſtaͤrke.

[Abbildung] Nahrungs Brodt Kraft volle Speiſe,
Wer dich zu des Schoͤpfers Preiſe
Mit begierger Luſt geneuſt;
Der kan durch ein ſattes Schmek-
ken,
GOttes’ Guͤt darin entdekken,
Die aus Meel und Waſſer fleuſt;
Und
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <lg type="poem">
          <pb facs="#f0246" n="230"/>
          <fw place="top" type="header">Wie die wei&#x017F;e Gu&#x0364;te GOttes</fw><lb/>
          <l>Allein zu deiner Ehr, auch werde angewandt;</l><lb/>
          <l>Wird durch das Sonnenlicht, ein heilig Feur ent-</l><lb/>
          <l> <hi rendition="#et">brannt:</hi> </l><lb/>
          <l>So gib daß die Ge&#x017F;cho&#x0364;pf im Unkreis die&#x017F;er Erden,</l><lb/>
          <l>Jm freudigen Genus bei uns zum Opfer werden.</l><lb/>
          <l>Gib, wenn die Zunge <hi rendition="#fr">HErr</hi>! die gro&#x017F;&#x017F;e Gu&#x0364;te</l><lb/>
          <l> <hi rendition="#et">&#x017F;chmekt,</hi> </l><lb/>
          <l>Daß un&#x017F;er Hertz dadurch auch werd zum Dank er-</l><lb/>
          <l> <hi rendition="#et">wekt;</hi> </l><lb/>
          <l>Und wenn ein &#x017F;u&#x0364;&#x017F;&#x017F;er Dun&#x017F;t, in un&#x017F;re Na&#x017F;en hau-</l><lb/>
          <l> <hi rendition="#et">chet,</hi> </l><lb/>
          <l>Daß er ein Weihrauch &#x017F;ei, der <hi rendition="#fr">Dir</hi> zu Ehren rau-</l><lb/>
          <l> <hi rendition="#et">chet.</hi> </l>
        </lg>
      </div><lb/>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
      <div n="1">
        <head>Wie die<lb/><hi rendition="#b"><hi rendition="#g">wei&#x017F;e Gu&#x0364;te GOttes</hi><lb/>
im Brodt zu &#x017F;chmekken.</hi></head><lb/>
        <cit>
          <quote> <hi rendition="#c">P&#x017F;. <hi rendition="#aq">CVI.</hi> v. 15.</hi><lb/> <hi rendition="#fr">Du &#x017F;chaffe&#x017F;t es, daß das Brodt des Men-<lb/><hi rendition="#et">&#x017F;chen Herz &#x017F;ta&#x0364;rke.</hi></hi> </quote>
          <bibl/>
        </cit><lb/>
        <lg n="1">
          <l><figure/><hi rendition="#in">N</hi>ahrungs Brodt Kraft volle Spei&#x017F;e,<lb/>
Wer dich zu des Scho&#x0364;pfers Prei&#x017F;e<lb/>
Mit begierger Lu&#x017F;t geneu&#x017F;t;<lb/>
Der kan durch ein &#x017F;attes Schmek-<lb/><hi rendition="#et">ken,</hi><lb/><hi rendition="#fr">GOttes</hi>&#x2019; Gu&#x0364;t darin entdekken,<lb/>
Die aus Meel und Wa&#x017F;&#x017F;er fleu&#x017F;t;<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">Und</fw><lb/></l>
        </lg>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[230/0246] Wie die weiſe Guͤte GOttes Allein zu deiner Ehr, auch werde angewandt; Wird durch das Sonnenlicht, ein heilig Feur ent- brannt: So gib daß die Geſchoͤpf im Unkreis dieſer Erden, Jm freudigen Genus bei uns zum Opfer werden. Gib, wenn die Zunge HErr! die groſſe Guͤte ſchmekt, Daß unſer Hertz dadurch auch werd zum Dank er- wekt; Und wenn ein ſuͤſſer Dunſt, in unſre Naſen hau- chet, Daß er ein Weihrauch ſei, der Dir zu Ehren rau- chet. Wie die weiſe Guͤte GOttes im Brodt zu ſchmekken. Pſ. CVI. v. 15. Du ſchaffeſt es, daß das Brodt des Men- ſchen Herz ſtaͤrke. [Abbildung] Nahrungs Brodt Kraft volle Speiſe, Wer dich zu des Schoͤpfers Preiſe Mit begierger Luſt geneuſt; Der kan durch ein ſattes Schmek- ken, GOttes’ Guͤt darin entdekken, Die aus Meel und Waſſer fleuſt; Und

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/ebeling_betrachtungen01_1747
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/ebeling_betrachtungen01_1747/246
Zitationshilfe: Ebeling, Johann Justus: Andächtige Betrachtungen aus dem Buche der Natur und Schrift. Bd. 1. Hildesheim, 1747, S. 230. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/ebeling_betrachtungen01_1747/246>, abgerufen am 07.08.2020.