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Ebeling, Johann Justus: Andächtige Betrachtungen aus dem Buche der Natur und Schrift. Bd. 4. Hildesheim, 1747.

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GOtt ist die Liebe.
GOtt ist die Liebe.
Wenn ich den grossen GOtt, mir in Ge-
danken bilde,

Die Eigenschaften seh, die unbegreif-
lich sind;

So wird mein Geist vertieft, und
mein Verstand ganz blind,

Jch finde nichts an ihm als eine lautre Milde;
Kaum wird die Denkungs-Kraft der Seele wieder
wach:

Und hebt sich zu dem Licht der Gottheit allgemach.
So öfnet sich der Mund durch die erregten Triebe,
Und spricht: Jch spüre klar, daß GOtt ein Geist
voll Liebe.


Ge-
GOtt iſt die Liebe.
GOtt iſt die Liebe.
Wenn ich den groſſen GOtt, mir in Ge-
danken bilde,

Die Eigenſchaften ſeh, die unbegreif-
lich ſind;

So wird mein Geiſt vertieft, und
mein Verſtand ganz blind,

Jch finde nichts an ihm als eine lautre Milde;
Kaum wird die Denkungs-Kraft der Seele wieder
wach:

Und hebt ſich zu dem Licht der Gottheit allgemach.
So oͤfnet ſich der Mund durch die erregten Triebe,
Und ſpricht: Jch ſpuͤre klar, daß GOtt ein Geiſt
voll Liebe.


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[304/0320] GOtt iſt die Liebe. GOtt iſt die Liebe. Wenn ich den groſſen GOtt, mir in Ge- danken bilde, Die Eigenſchaften ſeh, die unbegreif- lich ſind; So wird mein Geiſt vertieft, und mein Verſtand ganz blind, Jch finde nichts an ihm als eine lautre Milde; Kaum wird die Denkungs-Kraft der Seele wieder wach: Und hebt ſich zu dem Licht der Gottheit allgemach. So oͤfnet ſich der Mund durch die erregten Triebe, Und ſpricht: Jch ſpuͤre klar, daß GOtt ein Geiſt voll Liebe. Ge-

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Zitationshilfe: Ebeling, Johann Justus: Andächtige Betrachtungen aus dem Buche der Natur und Schrift. Bd. 4. Hildesheim, 1747, S. 304. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/ebeling_betrachtungen04_1747/320>, abgerufen am 23.07.2019.