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Eckarth, Friedrich: Chronica, Oder Historische Beschreibung Des Dorffs Hartau bey Zittau. 1734.

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etwan einen Büchsen-Schuß von Hartau gegen das Gebürge liegende Häuser sind, unter obiger Anzahl mit begriffen) so aber das Bier beym Richter nehmen muß.

X. Annales. Ao. 1424 brante der Hußitische Ketzer Botzko die Harte, darinnen er sein Lager hatte, gantz ab, nachdem er mit 700 Pferden und 8 Trabanten über das Gebürge, der Gäbler genannt, herüber gekommen, und die Zittauer, so ihm entgegen gezogen, geschlagen hatte. Conf. Carpzov. Annal. Zitt.

Ao. 1466 fielen Königs Georgij Leute, Hr. Zarda von Utzke, Felix von Sckale, Benesch von Michelsberg, Heinrich von der Daube, und sein Sohn Jaroßlau etc. ins Zittauische Land, die lagen zur Hartau, und branten das Dorf an Mariä Geburt aus. Carpzov. Annal. Zitt. 5 Theil, cap. 1. fol. 213.

Ao. 1562 hat E. E. Rath von Thomä Cramers Erben 3 verwüstete Teichlein bey der Hartau gelegen für 80 Mr. baar Geld gekauft. Frentzel p. 583.

Ao. 1580 den 15 Dec. ist ein Töpfer-Gesell von Melchior Gisus, Müllern zur Hartau, auf dem Böhmischen Graben vorm Böhmischen Thore zur Zittau gestochen worden mit einem Messer, daß er an dem dritten Tage gestorben. Der flüchtige Thäter ward in die Acht erkläret, endlich aber auch vertragen. Frentzel. Er blieb Müller zur Harte biß er starb. Benennte Schlägerey geschahe den 13 Nov. mit 2 Töpfer Gesellen. Annal. MS.

Ao. 1611 den 28 Jun. zündet des Raths Wildschützen einer, so Weyd-Aschen gebrannt, den Wald hinter der Harte, beym Schoßhübel hinter den Kiefer-Grunde, an, und thät das Feuer auf 400 Zm. Schaden, der Schütze ward flüchtig. Es haben 11 Gemeinden von des Raths-Dörffern diesen Brand gelöschet, doch mit grosser Mühe. Frentzel.

Ao. 1614 den 12 Aug. erschlug des Wetter zu Hartau einen Mäder, dem andern aber, so neben ihm arbeitete, wiederfuhr nichts. Frentzel. Frantze im Anhange des Prophetischen Danckseufzers. Der Erschlagene war aus dem Eichgraben. Mönch Annal.

Ao. 1626 ward zur Harte, wie auch an andern Orten, die Pest verspüret, derohalben aus dem Dorffe niemand in Zittau eingelassen wurde. Frentzel. Carpzov. 5 Theil, fol. 309.

Anno 1631 den 24 Octobr. qvartirten sich allhier und zu Olbersdorff 18 Cornet Chur-Sächsische Reuter ein. Carpzov.

Anno 1632 den 3 Aug. kam zur Hartau bey dem jungen Großer Feuer aus, davon ihm der gantze Hof abgebrannt. Frentzel.

etwan einen Büchsen-Schuß von Hartau gegen das Gebürge liegende Häuser sind, unter obiger Anzahl mit begriffen) so aber das Bier beym Richter nehmen muß.

X. Annales. Ao. 1424 brante der Hußitische Ketzer Botzko die Harte, darinnen er sein Lager hatte, gantz ab, nachdem er mit 700 Pferden und 8 Trabanten über das Gebürge, der Gäbler genannt, herüber gekommen, und die Zittauer, so ihm entgegen gezogen, geschlagen hatte. Conf. Carpzov. Annal. Zitt.

Ao. 1466 fielen Königs Georgij Leute, Hr. Zarda von Utzke, Felix von Sckale, Benesch von Michelsberg, Heinrich von der Daube, und sein Sohn Jaroßlau etc. ins Zittauische Land, die lagen zur Hartau, und branten das Dorf an Mariä Geburt aus. Carpzov. Annal. Zitt. 5 Theil, cap. 1. fol. 213.

Ao. 1562 hat E. E. Rath von Thomä Cramers Erben 3 verwüstete Teichlein bey der Hartau gelegen für 80 Mr. baar Geld gekauft. Frentzel p. 583.

Ao. 1580 den 15 Dec. ist ein Töpfer-Gesell von Melchior Gisus, Müllern zur Hartau, auf dem Böhmischen Graben vorm Böhmischen Thore zur Zittau gestochen worden mit einem Messer, daß er an dem dritten Tage gestorben. Der flüchtige Thäter ward in die Acht erkläret, endlich aber auch vertragen. Frentzel. Er blieb Müller zur Harte biß er starb. Benennte Schlägerey geschahe den 13 Nov. mit 2 Töpfer Gesellen. Annal. MS.

Ao. 1611 den 28 Jun. zündet des Raths Wildschützen einer, so Weyd-Aschen gebrannt, den Wald hinter der Harte, beym Schoßhübel hinter den Kiefer-Grunde, an, und thät das Feuer auf 400 Zm. Schaden, der Schütze ward flüchtig. Es haben 11 Gemeinden von des Raths-Dörffern diesen Brand gelöschet, doch mit grosser Mühe. Frentzel.

Ao. 1614 den 12 Aug. erschlug des Wetter zu Hartau einen Mäder, dem andern aber, so neben ihm arbeitete, wiederfuhr nichts. Frentzel. Frantze im Anhange des Prophetischen Danckseufzers. Der Erschlagene war aus dem Eichgraben. Mönch Annal.

Ao. 1626 ward zur Harte, wie auch an andern Orten, die Pest verspüret, derohalben aus dem Dorffe niemand in Zittau eingelassen wurde. Frentzel. Carpzov. 5 Theil, fol. 309.

Anno 1631 den 24 Octobr. qvartirten sich allhier und zu Olbersdorff 18 Cornet Chur-Sächsische Reuter ein. Carpzov.

Anno 1632 den 3 Aug. kam zur Hartau bey dem jungen Großer Feuer aus, davon ihm der gantze Hof abgebrannt. Frentzel.

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Zitationshilfe: Eckarth, Friedrich: Chronica, Oder Historische Beschreibung Des Dorffs Hartau bey Zittau. 1734, S. . In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/eckarth_chronica_1734/7>, abgerufen am 16.07.2018.