Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757.

Bild:
<< vorherige Seite

binen, oder immen.
der fisch-geier, sperber, das sprenzgen oder die
schmerl, der baum-falke, der rittel-geier, die horn-
und stein-äule, der heier oder marcolph, die älster
oder azel, die kolk-raben, die schwarze krähen, die
krähen, die rücken, die krick-älster, oder krick-azel,
die dolen, Döbels jäger-practica I s. 29 fgg.

Achtzehentes haubtstück
von den binen oder immen.
§ 1290

Unter die nüzlichen insecten gehören die binenwas die bi-
nen sind?
und deren
gattungen.

und seiden-würmer. Die binen sind eine
gesellschaft starker flügen, die unter einer weibli-
chen regirung honig und wachs machen. Sie
sind entweder zame, oder wilde. Die zamen
sind bei den Teutschen bereits lange gehäget wor-
den, wie dann ehedem die kaiser daraus ein regale
gemachet haben, von Eccard ad legem Sali-
cam
tit. VIIII leg. I-VII, Köhler de castro
imperii forestali Brunn.
s. 39, Scheurl von
Dessersdorf
de iure mellicidii, Schwarz de
butigulariis Norimbergensibus.
Die wilden
in den wäldern gehören dem eigentümer desselben,
oder dem forst-herrn, Stissers forst- und jagt-
histori der Teutschen cap. VI § 33 s. 187, der
ausgabe vom jare 1754, Fritsch de iure horto-
rum
§ 44, F. H. Casselische greben-ordnung
tit. 23 § 12 s. 52, F. H. Darmstädtische forst-
ordnung § 77. Von den zeidelgütern soll unten
gehandelt werden.

§ 1291

Die zamen binen sind bräunlich-gelbe; hinge-der binen
äusserliche
beschaffen-

gen die wilden raucher, schwarzer und dicker,

auch
L l 3

binen, oder immen.
der fiſch-geier, ſperber, das ſprenzgen oder die
ſchmerl, der baum-falke, der rittel-geier, die horn-
und ſtein-aͤule, der heier oder marcolph, die aͤlſter
oder azel, die kolk-raben, die ſchwarze kraͤhen, die
kraͤhen, die ruͤcken, die krick-aͤlſter, oder krick-azel,
die dolen, Doͤbels jaͤger-practica I ſ. 29 fgg.

Achtzehentes haubtſtuͤck
von den binen oder immen.
§ 1290

Unter die nuͤzlichen inſecten gehoͤren die binenwas die bi-
nen ſind?
und deren
gattungen.

und ſeiden-wuͤrmer. Die binen ſind eine
geſellſchaft ſtarker fluͤgen, die unter einer weibli-
chen regirung honig und wachs machen. Sie
ſind entweder zame, oder wilde. Die zamen
ſind bei den Teutſchen bereits lange gehaͤget wor-
den, wie dann ehedem die kaiſer daraus ein regale
gemachet haben, von Eccard ad legem Sali-
cam
tit. VIIII leg. I-VII, Koͤhler de caſtro
imperii foreſtali Brunn.
ſ. 39, Scheurl von
Deſſersdorf
de iure mellicidii, Schwarz de
butigulariis Norimbergenſibus.
Die wilden
in den waͤldern gehoͤren dem eigentuͤmer deſſelben,
oder dem forſt-herrn, Stiſſers forſt- und jagt-
hiſtori der Teutſchen cap. VI § 33 ſ. 187, der
ausgabe vom jare 1754, Fritſch de iure horto-
rum
§ 44, F. H. Caſſeliſche greben-ordnung
tit. 23 § 12 ſ. 52, F. H. Darmſtaͤdtiſche forſt-
ordnung § 77. Von den zeidelguͤtern ſoll unten
gehandelt werden.

§ 1291

Die zamen binen ſind braͤunlich-gelbe; hinge-der binen
aͤuſſerliche
beſchaffen-

gen die wilden raucher, ſchwarzer und dicker,

auch
L l 3
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0545" n="533"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">binen, oder immen.</hi></fw><lb/>
der fi&#x017F;ch-geier, &#x017F;perber, das &#x017F;prenzgen oder die<lb/>
&#x017F;chmerl, der baum-falke, der rittel-geier, die horn-<lb/>
und &#x017F;tein-a&#x0364;ule, der heier oder marcolph, die a&#x0364;l&#x017F;ter<lb/>
oder azel, die kolk-raben, die &#x017F;chwarze kra&#x0364;hen, die<lb/>
kra&#x0364;hen, die ru&#x0364;cken, die krick-a&#x0364;l&#x017F;ter, oder krick-azel,<lb/>
die dolen, <hi rendition="#fr">Do&#x0364;bels</hi> ja&#x0364;ger-practica <hi rendition="#aq">I</hi> &#x017F;. 29 fgg.</p>
          </div>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Achtzehentes haubt&#x017F;tu&#x0364;ck<lb/>
von den binen oder immen.</hi> </head><lb/>
          <div n="3">
            <head>§ 1290</head><lb/>
            <p><hi rendition="#in">U</hi>nter die nu&#x0364;zlichen in&#x017F;ecten geho&#x0364;ren die binen<note place="right">was die bi-<lb/>
nen &#x017F;ind?<lb/>
und deren<lb/>
gattungen.</note><lb/>
und &#x017F;eiden-wu&#x0364;rmer. Die binen &#x017F;ind eine<lb/>
ge&#x017F;ell&#x017F;chaft &#x017F;tarker flu&#x0364;gen, die unter einer weibli-<lb/>
chen regirung honig und wachs machen. Sie<lb/>
&#x017F;ind entweder zame, oder wilde. Die zamen<lb/>
&#x017F;ind bei den Teut&#x017F;chen bereits lange geha&#x0364;get wor-<lb/>
den, wie dann ehedem die kai&#x017F;er daraus ein regale<lb/>
gemachet haben, <hi rendition="#fr">von Eccard</hi> <hi rendition="#aq">ad legem Sali-<lb/>
cam</hi> tit. <hi rendition="#aq">VIIII leg. I-VII,</hi> <hi rendition="#fr">Ko&#x0364;hler</hi> <hi rendition="#aq">de ca&#x017F;tro<lb/>
imperii fore&#x017F;tali Brunn.</hi> &#x017F;. 39, <hi rendition="#fr">Scheurl von<lb/>
De&#x017F;&#x017F;ersdorf</hi> <hi rendition="#aq">de iure mellicidii,</hi> <hi rendition="#fr">Schwarz</hi> <hi rendition="#aq">de<lb/>
butigulariis Norimbergen&#x017F;ibus.</hi> Die wilden<lb/>
in den wa&#x0364;ldern geho&#x0364;ren dem eigentu&#x0364;mer de&#x017F;&#x017F;elben,<lb/>
oder dem for&#x017F;t-herrn, <hi rendition="#fr">Sti&#x017F;&#x017F;ers</hi> for&#x017F;t- und jagt-<lb/>
hi&#x017F;tori der Teut&#x017F;chen cap. <hi rendition="#aq">VI</hi> § 33 &#x017F;. 187, der<lb/>
ausgabe vom jare 1754, <hi rendition="#fr">Frit&#x017F;ch</hi> <hi rendition="#aq">de iure horto-<lb/>
rum</hi> § 44, F. H. Ca&#x017F;&#x017F;eli&#x017F;che greben-ordnung<lb/>
tit. 23 § 12 &#x017F;. 52, F. H. Darm&#x017F;ta&#x0364;dti&#x017F;che for&#x017F;t-<lb/>
ordnung § 77. Von den zeidelgu&#x0364;tern &#x017F;oll unten<lb/>
gehandelt werden.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§ 1291</head><lb/>
            <p>Die zamen binen &#x017F;ind bra&#x0364;unlich-gelbe; hinge-<note place="right">der binen<lb/>
a&#x0364;u&#x017F;&#x017F;erliche<lb/>
be&#x017F;chaffen-</note><lb/>
gen die wilden raucher, &#x017F;chwarzer und dicker,<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">L l 3</fw><fw place="bottom" type="catch">auch</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[533/0545] binen, oder immen. der fiſch-geier, ſperber, das ſprenzgen oder die ſchmerl, der baum-falke, der rittel-geier, die horn- und ſtein-aͤule, der heier oder marcolph, die aͤlſter oder azel, die kolk-raben, die ſchwarze kraͤhen, die kraͤhen, die ruͤcken, die krick-aͤlſter, oder krick-azel, die dolen, Doͤbels jaͤger-practica I ſ. 29 fgg. Achtzehentes haubtſtuͤck von den binen oder immen. § 1290 Unter die nuͤzlichen inſecten gehoͤren die binen und ſeiden-wuͤrmer. Die binen ſind eine geſellſchaft ſtarker fluͤgen, die unter einer weibli- chen regirung honig und wachs machen. Sie ſind entweder zame, oder wilde. Die zamen ſind bei den Teutſchen bereits lange gehaͤget wor- den, wie dann ehedem die kaiſer daraus ein regale gemachet haben, von Eccard ad legem Sali- cam tit. VIIII leg. I-VII, Koͤhler de caſtro imperii foreſtali Brunn. ſ. 39, Scheurl von Deſſersdorf de iure mellicidii, Schwarz de butigulariis Norimbergenſibus. Die wilden in den waͤldern gehoͤren dem eigentuͤmer deſſelben, oder dem forſt-herrn, Stiſſers forſt- und jagt- hiſtori der Teutſchen cap. VI § 33 ſ. 187, der ausgabe vom jare 1754, Fritſch de iure horto- rum § 44, F. H. Caſſeliſche greben-ordnung tit. 23 § 12 ſ. 52, F. H. Darmſtaͤdtiſche forſt- ordnung § 77. Von den zeidelguͤtern ſoll unten gehandelt werden. was die bi- nen ſind? und deren gattungen. § 1291 Die zamen binen ſind braͤunlich-gelbe; hinge- gen die wilden raucher, ſchwarzer und dicker, auch der binen aͤuſſerliche beſchaffen- L l 3

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/545
Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 533. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/545>, abgerufen am 23.02.2019.