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Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757.

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von den garten-gewächsen.
Mylius im corpore constitut. March. Vten
teile. Von den dresch-mülen sihe die öconomi-
schen sammlungen aus den Breslauer natur- und
kunst-geschichten s. 347 fgg.

Dreisigstes haubtstück
von den garten-gewächsen.
§ 1439

Die policei träget sorge, damit an den küchen-die pflan-
zung der
küchen-
kräuter

kräutern kein mangel erscheine. Darzu
gehören basilicum, borragen, beisse, kardonen,
dill, dragun, endivien, fenchel, garten-kerfel,
grevinne, hopfen, spargel, isop, kohl, kreß,
lactuken, lavendel, löffel-kraut, majoran, melde,
pitersilien, pfeffer-kraut, pimpinelle, portulac,
raute, rukette, salbei, saturei, sauerklee, sauer-
ampf, senf, selleri, spargen, spinat, thymian,
winter-rapunzel, wirsing etc.

§ 1440

Die aufsicht wegen pflanzung diser kräuter istist nötig
und nüzlich.

um so nötiger, ie fürträglicher es ist, dadurch den
menschlichen körper für den hizigen morgenländi-
schen gewürzen zu bewaren, und so vile 1000 thl.
die hirdurch aus dem lande gehen, zu ersparen.

§ 1441

Das garten-gewächse teilet sich in kräuter, wur-deren ein-
teilung:
kräuter,

zeln und früchte. Die kräuter begreifen das ge-
wächs, dessen blätter man haubtsächlich ge-
brauchet.

§ 1442

Unter den wurzeln verstehet man z. e. rüben,wurzeln,
früchte,

mören, rettige etc. Es können auch die zwibeln,
tartuffel etc. hirher gerechnet werden. Die

früchte
O o 5

von den garten-gewaͤchſen.
Mylius im corpore conſtitut. March. Vten
teile. Von den dreſch-muͤlen ſihe die oͤconomi-
ſchen ſammlungen aus den Breslauer natur- und
kunſt-geſchichten ſ. 347 fgg.

Dreiſigſtes haubtſtuͤck
von den garten-gewaͤchſen.
§ 1439

Die policei traͤget ſorge, damit an den kuͤchen-die pflan-
zung der
kuͤchen-
kraͤuter

kraͤutern kein mangel erſcheine. Darzu
gehoͤren baſilicum, borragen, beiſſe, kardonen,
dill, dragun, endivien, fenchel, garten-kerfel,
grevinne, hopfen, ſpargel, iſop, kohl, kreß,
lactuken, lavendel, loͤffel-kraut, majoran, melde,
piterſilien, pfeffer-kraut, pimpinelle, portulac,
raute, rukette, ſalbei, ſaturei, ſauerklee, ſauer-
ampf, ſenf, ſelleri, ſpargen, ſpinat, thymian,
winter-rapunzel, wirſing ꝛc.

§ 1440

Die aufſicht wegen pflanzung diſer kraͤuter iſtiſt noͤtig
und nuͤzlich.

um ſo noͤtiger, ie fuͤrtraͤglicher es iſt, dadurch den
menſchlichen koͤrper fuͤr den hizigen morgenlaͤndi-
ſchen gewuͤrzen zu bewaren, und ſo vile 1000 thl.
die hirdurch aus dem lande gehen, zu erſparen.

§ 1441

Das garten-gewaͤchſe teilet ſich in kraͤuter, wur-deren ein-
teilung:
kraͤuter,

zeln und fruͤchte. Die kraͤuter begreifen das ge-
waͤchs, deſſen blaͤtter man haubtſaͤchlich ge-
brauchet.

§ 1442

Unter den wurzeln verſtehet man z. e. ruͤben,wurzeln,
fruͤchte,

moͤren, rettige ꝛc. Es koͤnnen auch die zwibeln,
tartuffel ꝛc. hirher gerechnet werden. Die

fruͤchte
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[585/0597] von den garten-gewaͤchſen. Mylius im corpore conſtitut. March. Vten teile. Von den dreſch-muͤlen ſihe die oͤconomi- ſchen ſammlungen aus den Breslauer natur- und kunſt-geſchichten ſ. 347 fgg. Dreiſigſtes haubtſtuͤck von den garten-gewaͤchſen. § 1439 Die policei traͤget ſorge, damit an den kuͤchen- kraͤutern kein mangel erſcheine. Darzu gehoͤren baſilicum, borragen, beiſſe, kardonen, dill, dragun, endivien, fenchel, garten-kerfel, grevinne, hopfen, ſpargel, iſop, kohl, kreß, lactuken, lavendel, loͤffel-kraut, majoran, melde, piterſilien, pfeffer-kraut, pimpinelle, portulac, raute, rukette, ſalbei, ſaturei, ſauerklee, ſauer- ampf, ſenf, ſelleri, ſpargen, ſpinat, thymian, winter-rapunzel, wirſing ꝛc. die pflan- zung der kuͤchen- kraͤuter § 1440 Die aufſicht wegen pflanzung diſer kraͤuter iſt um ſo noͤtiger, ie fuͤrtraͤglicher es iſt, dadurch den menſchlichen koͤrper fuͤr den hizigen morgenlaͤndi- ſchen gewuͤrzen zu bewaren, und ſo vile 1000 thl. die hirdurch aus dem lande gehen, zu erſparen. iſt noͤtig und nuͤzlich. § 1441 Das garten-gewaͤchſe teilet ſich in kraͤuter, wur- zeln und fruͤchte. Die kraͤuter begreifen das ge- waͤchs, deſſen blaͤtter man haubtſaͤchlich ge- brauchet. deren ein- teilung: kraͤuter, § 1442 Unter den wurzeln verſtehet man z. e. ruͤben, moͤren, rettige ꝛc. Es koͤnnen auch die zwibeln, tartuffel ꝛc. hirher gerechnet werden. Die fruͤchte wurzeln, fruͤchte, O o 5

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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 585. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/597>, abgerufen am 21.02.2019.