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Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757.

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von den wald- und holzungen etc.
und holz-ordnung s. 22 s. 28, greben-ordnung s.herrschaft-
lichen wald,
roden.

52 § 14 s. 207, gestalt dann auch zu besserer er-
haltung des holzes den untertanen kraft viler
Teutscher landes-gesäze verboten ist, die wälder
und hölzer abzutreiben, abzuräumen und auszu-
stöcken, Lüneburgische holz-ordnung § 76-78,
Mecklenburgische policei-ordnung, Gothaische
forst-ordnung, F. H. Darmstädtische forst- und
wald-ordnung im IIten teile § 18 s. 16, Hert de
superioritate territoriali § 50, repertorium iu-
ris priuati I
ster teil s. 53 und s. 371 unter den wor-
ten: abraum und ausstöcken. Vom absterben
und andern zufällen, oder schädlichen krankheiten
der bäume sihe den von Carlowiz am a. o. cap. 5
s. 45 fgg., von Göchhausen am a. o. s. 191 fgg.

§ 1785

Es stehen aber die wälder, hölzer, büsche ent-was der ei-
gentümer
des waldes
für nuzun-
gen daraus
hat?

weder dem landesherrn, den gemeinden, oder an-
dern personen zu. Demjenigen, welchem des wal-
des grund und boden zugehöret, gebüren auch die
nuzungen. Dise sind entweder haubt- oder neben-
nuzungen. Die haubt-nuzungen betreffen haubt-
sächlich die holzungen. Derjenige, welcher eigen-
tümer des waldes, oder holzes ist, benuzet die
bäume, und die auf denselben wachsenden früchte,
das gras, hut und weide, wenn solche ein ande-
rer nicht hergebracht hat. Imgleichen kan er das
harz sammlen, die schalen von den bäumen zur
lohe andern überlassen, wie bald mit mererem bei
dem jagt- und forst-regal gezeiget werden soll. Er
kan die baum-mast an eicheln, bucheckern, und
wilden obste andern darin verstatten, verkaufen,
verpachten, und one erlaubnis darf nimand die
eicheln oder das wilde obst auflesen, brechen und
entwenden, F. H. Casselische forst- und holz-ord-
nung s. 31, Beck von der forstlichen oberkeit

s. 139
Z z

von den wald- und holzungen ꝛc.
und holz-ordnung ſ. 22 ſ. 28, greben-ordnung ſ.herrſchaft-
lichen wald,
roden.

52 § 14 ſ. 207, geſtalt dann auch zu beſſerer er-
haltung des holzes den untertanen kraft viler
Teutſcher landes-geſaͤze verboten iſt, die waͤlder
und hoͤlzer abzutreiben, abzuraͤumen und auszu-
ſtoͤcken, Luͤneburgiſche holz-ordnung § 76-78,
Mecklenburgiſche policei-ordnung, Gothaiſche
forſt-ordnung, F. H. Darmſtaͤdtiſche forſt- und
wald-ordnung im IIten teile § 18 ſ. 16, Hert de
ſuperioritate territoriali § 50, repertorium iu-
ris priuati I
ſter teil ſ. 53 und ſ. 371 unter den wor-
ten: abraum und ausſtoͤcken. Vom abſterben
und andern zufaͤllen, oder ſchaͤdlichen krankheiten
der baͤume ſihe den von Carlowiz am a. o. cap. 5
ſ. 45 fgg., von Goͤchhauſen am a. o. ſ. 191 fgg.

§ 1785

Es ſtehen aber die waͤlder, hoͤlzer, buͤſche ent-was der ei-
gentuͤmer
des waldes
fuͤr nuzun-
gen daraus
hat?

weder dem landesherrn, den gemeinden, oder an-
dern perſonen zu. Demjenigen, welchem des wal-
des grund und boden zugehoͤret, gebuͤren auch die
nuzungen. Diſe ſind entweder haubt- oder neben-
nuzungen. Die haubt-nuzungen betreffen haubt-
ſaͤchlich die holzungen. Derjenige, welcher eigen-
tuͤmer des waldes, oder holzes iſt, benuzet die
baͤume, und die auf denſelben wachſenden fruͤchte,
das gras, hut und weide, wenn ſolche ein ande-
rer nicht hergebracht hat. Imgleichen kan er das
harz ſammlen, die ſchalen von den baͤumen zur
lohe andern uͤberlaſſen, wie bald mit mererem bei
dem jagt- und forſt-regal gezeiget werden ſoll. Er
kan die baum-maſt an eicheln, bucheckern, und
wilden obſte andern darin verſtatten, verkaufen,
verpachten, und one erlaubnis darf nimand die
eicheln oder das wilde obſt aufleſen, brechen und
entwenden, F. H. Caſſeliſche forſt- und holz-ord-
nung ſ. 31, Beck von der forſtlichen oberkeit

ſ. 139
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[721/0733] von den wald- und holzungen ꝛc. und holz-ordnung ſ. 22 ſ. 28, greben-ordnung ſ. 52 § 14 ſ. 207, geſtalt dann auch zu beſſerer er- haltung des holzes den untertanen kraft viler Teutſcher landes-geſaͤze verboten iſt, die waͤlder und hoͤlzer abzutreiben, abzuraͤumen und auszu- ſtoͤcken, Luͤneburgiſche holz-ordnung § 76-78, Mecklenburgiſche policei-ordnung, Gothaiſche forſt-ordnung, F. H. Darmſtaͤdtiſche forſt- und wald-ordnung im IIten teile § 18 ſ. 16, Hert de ſuperioritate territoriali § 50, repertorium iu- ris priuati Iſter teil ſ. 53 und ſ. 371 unter den wor- ten: abraum und ausſtoͤcken. Vom abſterben und andern zufaͤllen, oder ſchaͤdlichen krankheiten der baͤume ſihe den von Carlowiz am a. o. cap. 5 ſ. 45 fgg., von Goͤchhauſen am a. o. ſ. 191 fgg. herrſchaft- lichen wald, roden. § 1785 Es ſtehen aber die waͤlder, hoͤlzer, buͤſche ent- weder dem landesherrn, den gemeinden, oder an- dern perſonen zu. Demjenigen, welchem des wal- des grund und boden zugehoͤret, gebuͤren auch die nuzungen. Diſe ſind entweder haubt- oder neben- nuzungen. Die haubt-nuzungen betreffen haubt- ſaͤchlich die holzungen. Derjenige, welcher eigen- tuͤmer des waldes, oder holzes iſt, benuzet die baͤume, und die auf denſelben wachſenden fruͤchte, das gras, hut und weide, wenn ſolche ein ande- rer nicht hergebracht hat. Imgleichen kan er das harz ſammlen, die ſchalen von den baͤumen zur lohe andern uͤberlaſſen, wie bald mit mererem bei dem jagt- und forſt-regal gezeiget werden ſoll. Er kan die baum-maſt an eicheln, bucheckern, und wilden obſte andern darin verſtatten, verkaufen, verpachten, und one erlaubnis darf nimand die eicheln oder das wilde obſt aufleſen, brechen und entwenden, F. H. Caſſeliſche forſt- und holz-ord- nung ſ. 31, Beck von der forſtlichen oberkeit ſ. 139 was der ei- gentuͤmer des waldes fuͤr nuzun- gen daraus hat? Z z

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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 721. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/733>, abgerufen am 22.02.2019.