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Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757.

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XLVIIII haubtstück
§ 1936
güter der
leibeigenen,

XII) Güter der leibeigenen, a) der Ravens-
bergischen, davon die verordnung bei dem Ludolff
vol. II obs. stehet; b) erbmeierstättische der graf-
schaft Ravensberg. Dise werden nicht beerbtei-
let. c) Osnabrückische eigen-behör-güter, da-
von die ordnung bei dem Ludolff stehet. d) der
hausgenossen des meierhofes Westrum, dem dom-
kapitel zu osnabrük gehörig. e) der Westenbur-
gischen leibeigenen, f) der hofs-leute zu Eitel in
der grafschaft Mark, g) hobs- (hofs-) güter zu
Hessen, welche von einem adelichen gute an die
bauern abgegeben worden sind.

§ 1937
häger-gü-
ter,

XIII) Hägergüter weilen deren besizer für
dem hage (gericht) des herrn erscheinen müssen,
von Buri s. 961, von Göbel de iure et iudic.
rust
s. 218 und de singular. quibusd. praediis
rust.
§ 15, 16. Sie erlegen darnebst den häge-
rischen junkern, oder den herren den hägerzinß,
und müssen auch wohl das beste haubt taidigen.
Das mauzen-gericht zu Ober-Eisenhausen in Hes-
sen und die landgräflichen, auch adeliche breiten-
bachischen etc. leibeigenen, welche alle 7 jare da-
vor erscheinen müssen, gehören in gewisser maßen
hiher. Estor in den analectis Hass. des Ku-
chenbeckers.

§ 1938
haves-hobs-
huben-güter
etc.

XIIII) Haves-güter, des stiftes Eslingen,
von Buri s. 1085, XV) Hobs, huben,
hufen-güter
s. 971 s. 1085.

§ 1939
huben-gü-
ter,

XVI) Huben-güter, huba, hobonna, und
haftnua, hoba, hof, hob, zeiget ein bauer-gut
von 30 morgen landes an, Schannat am a. o.
s. 323. Huba regalis war ein freies gut, darü-

ber
XLVIIII haubtſtuͤck
§ 1936
guͤter der
leibeigenen,

XII) Guͤter der leibeigenen, a) der Ravens-
bergiſchen, davon die verordnung bei dem Ludolff
vol. II obſ. ſtehet; b) erbmeierſtaͤttiſche der graf-
ſchaft Ravensberg. Diſe werden nicht beerbtei-
let. c) Osnabruͤckiſche eigen-behoͤr-guͤter, da-
von die ordnung bei dem Ludolff ſtehet. d) der
hausgenoſſen des meierhofes Weſtrum, dem dom-
kapitel zu osnabruͤk gehoͤrig. e) der Weſtenbur-
giſchen leibeigenen, f) der hofs-leute zu Eitel in
der grafſchaft Mark, g) hobs- (hofs-) guͤter zu
Heſſen, welche von einem adelichen gute an die
bauern abgegeben worden ſind.

§ 1937
haͤger-guͤ-
ter,

XIII) Haͤgerguͤter weilen deren beſizer fuͤr
dem hage (gericht) des herrn erſcheinen muͤſſen,
von Buri ſ. 961, von Goͤbel de iure et iudic.
ruſt
ſ. 218 und de ſingular. quibusd. praediis
ruſt.
§ 15, 16. Sie erlegen darnebſt den haͤge-
riſchen junkern, oder den herren den haͤgerzinß,
und muͤſſen auch wohl das beſte haubt taidigen.
Das mauzen-gericht zu Ober-Eiſenhauſen in Heſ-
ſen und die landgraͤflichen, auch adeliche breiten-
bachiſchen ꝛc. leibeigenen, welche alle 7 jare da-
vor erſcheinen muͤſſen, gehoͤren in gewiſſer maßen
hiher. Eſtor in den analectis Haſſ. des Ku-
chenbeckers.

§ 1938
haves-hobs-
huben-guͤter
ꝛc.

XIIII) Haves-guͤter, des ſtiftes Eslingen,
von Buri ſ. 1085, XV) Hobs, huben,
hufen-guͤter
ſ. 971 ſ. 1085.

§ 1939
huben-guͤ-
ter,

XVI) Huben-guͤter, huba, hobonna, und
haftnua, hoba, hof, hob, zeiget ein bauer-gut
von 30 morgen landes an, Schannat am a. o.
ſ. 323. Huba regalis war ein freies gut, daruͤ-

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[786/0798] XLVIIII haubtſtuͤck § 1936 XII) Guͤter der leibeigenen, a) der Ravens- bergiſchen, davon die verordnung bei dem Ludolff vol. II obſ. ſtehet; b) erbmeierſtaͤttiſche der graf- ſchaft Ravensberg. Diſe werden nicht beerbtei- let. c) Osnabruͤckiſche eigen-behoͤr-guͤter, da- von die ordnung bei dem Ludolff ſtehet. d) der hausgenoſſen des meierhofes Weſtrum, dem dom- kapitel zu osnabruͤk gehoͤrig. e) der Weſtenbur- giſchen leibeigenen, f) der hofs-leute zu Eitel in der grafſchaft Mark, g) hobs- (hofs-) guͤter zu Heſſen, welche von einem adelichen gute an die bauern abgegeben worden ſind. § 1937 XIII) Haͤgerguͤter weilen deren beſizer fuͤr dem hage (gericht) des herrn erſcheinen muͤſſen, von Buri ſ. 961, von Goͤbel de iure et iudic. ruſt ſ. 218 und de ſingular. quibusd. praediis ruſt. § 15, 16. Sie erlegen darnebſt den haͤge- riſchen junkern, oder den herren den haͤgerzinß, und muͤſſen auch wohl das beſte haubt taidigen. Das mauzen-gericht zu Ober-Eiſenhauſen in Heſ- ſen und die landgraͤflichen, auch adeliche breiten- bachiſchen ꝛc. leibeigenen, welche alle 7 jare da- vor erſcheinen muͤſſen, gehoͤren in gewiſſer maßen hiher. Eſtor in den analectis Haſſ. des Ku- chenbeckers. § 1938 XIIII) Haves-guͤter, des ſtiftes Eslingen, von Buri ſ. 1085, XV) Hobs, huben, hufen-guͤter ſ. 971 ſ. 1085. § 1939 XVI) Huben-guͤter, huba, hobonna, und haftnua, hoba, hof, hob, zeiget ein bauer-gut von 30 morgen landes an, Schannat am a. o. ſ. 323. Huba regalis war ein freies gut, daruͤ- ber

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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 786. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/798>, abgerufen am 19.02.2019.