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Fabricius, Johann Andreas: Philosophische Oratorie. Leipzig, 1724.

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von dem stilo
sen staats- und hofleuten aber nicht bey schul-
füchsen, lebendige exempel findet) daß er seine
begierde zu wissen nicht zu weit treibe, daß er
mehr in der ausübung als in der theorie seine
gute erkänntniß zeige, und endlich daß er nie-
manden für so gar schlimm ansehe, daß er auch
das gute an ihm nicht estimiren solte. Jch
weiß nicht ob ich in diesen stücken recht gedacht.
Dero künftige zeilen werden mich deßfalls
besser unterrichten, welche ich mit verlangen er-
warte als

Dero
ergebenster Diener.
Exempl. III. Da ein unstreitiger satz mit sei-
nem argumento realiter connectiret.
Propositio: Studia sunt necessaria.
Aetiologia: Suntenim ex bonis relatiuis praestantissi-
mum, & ad obtinendum summum satis accommo-
datum medium.

Elabor: Si quid vmquam, homini bene
nato & educato, vtile est & necessarium, il-
lud bonarum artium, litterarum, humanita-
tisque studium esse, firmissime mihi persua-
deo. Studiis parantur verae illaeopes ani-
mi, quae non furto eripi, non incendio ab-
sumi, non naufragio absorberi possunt, quae-
quae certam rectamque viam commonstrant
ad persequendum id bonum quo cetera
omnia continentur.


Exempl.

von dem ſtilo
ſen ſtaats- und hofleuten aber nicht bey ſchul-
fuͤchſen, lebendige exempel findet) daß er ſeine
begierde zu wiſſen nicht zu weit treibe, daß er
mehr in der ausuͤbung als in der theorie ſeine
gute erkaͤnntniß zeige, und endlich daß er nie-
manden fuͤr ſo gar ſchlimm anſehe, daß er auch
das gute an ihm nicht eſtimiren ſolte. Jch
weiß nicht ob ich in dieſen ſtuͤcken recht gedacht.
Dero kuͤnftige zeilen werden mich deßfalls
beſſer unterrichten, welche ich mit verlangen er-
warte als

Dero
ergebenſter Diener.
Exempl. III. Da ein unſtreitiger ſatz mit ſei-
nem argumento realiter connectiret.
Propoſitio: Studia ſunt neceſſaria.
Aetiologia: Suntenim ex bonis relatiuis praeſtantiſſi-
mum, & ad obtinendum ſummum ſatis accommo-
datum medium.

Elabor: Si quid vmquam, homini bene
nato & educato, vtile eſt & neceſſarium, il-
lud bonarum artium, litterarum, humanita-
tisque ſtudium eſſe, firmiſſime mihi perſua-
deo. Studiis parantur verae illaeopes ani-
mi, quae non furto eripi, non incendio ab-
ſumi, non naufragio abſorberi poſſunt, quae-
quae certam rectamque viam commonſtrant
ad perſequendum id bonum quo cetera
omnia continentur.


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[218/0236] von dem ſtilo ſen ſtaats- und hofleuten aber nicht bey ſchul- fuͤchſen, lebendige exempel findet) daß er ſeine begierde zu wiſſen nicht zu weit treibe, daß er mehr in der ausuͤbung als in der theorie ſeine gute erkaͤnntniß zeige, und endlich daß er nie- manden fuͤr ſo gar ſchlimm anſehe, daß er auch das gute an ihm nicht eſtimiren ſolte. Jch weiß nicht ob ich in dieſen ſtuͤcken recht gedacht. Dero kuͤnftige zeilen werden mich deßfalls beſſer unterrichten, welche ich mit verlangen er- warte als Dero ergebenſter Diener. Exempl. III. Da ein unſtreitiger ſatz mit ſei- nem argumento realiter connectiret. Propoſitio: Studia ſunt neceſſaria. Aetiologia: Suntenim ex bonis relatiuis praeſtantiſſi- mum, & ad obtinendum ſummum ſatis accommo- datum medium. Elabor: Si quid vmquam, homini bene nato & educato, vtile eſt & neceſſarium, il- lud bonarum artium, litterarum, humanita- tisque ſtudium eſſe, firmiſſime mihi perſua- deo. Studiis parantur verae illaeopes ani- mi, quae non furto eripi, non incendio ab- ſumi, non naufragio abſorberi poſſunt, quae- quae certam rectamque viam commonſtrant ad perſequendum id bonum quo cetera omnia continentur. Exempl.

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Zitationshilfe: Fabricius, Johann Andreas: Philosophische Oratorie. Leipzig, 1724, S. 218. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/fabricius_oratorie_1724/236>, abgerufen am 23.02.2019.