Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

[Fessler, Ignaz Aurelius]: Eleusinien des neunzehnten Jahrhunderts. Bd. 1. Berlin, 1802

Bild:
<< vorherige Seite

4.
Höhere Grade.


I.

Nach den Stufen der Maurerei, die von St.
J. d. T. den Namen trägt, folgen bei allen Lo-
gen-Systemen (dem Eklektischen ausgenommen)
noch andre von unbestimmter Zahl, welche ge-
wöhnlich im Allgemeinen die höheren Grade
oder (wie bei dem System der str. O.) der hohe
Orden
genannt werden. Sie hüllen sich, mehr
als jene, in ein heiliges Dunkel; die Pforten zu
ihren Tempeln öffnen sich Wenigeren; die Arbei-
ten darinn sind seltner; und jeder Wunsch hofft
von ihnen seine Befriedigung. So fest auch das
Urtheil des denkenden Maurers über Zweck und
Verfassung der Brüderschaft, so berichtigt und gründ-
lich es auch über Symbole, Konstruction, Ten-
denz und Arbeiten der drei unteren Grade seyn
mag: so ungewiß und schwankend ist es doch ge-
wöhnlich in dem Felde der höheren, wo es von
allem verlassen wird, worauf es sicher ruhen könnte


4.
Hoͤhere Grade.


I.

Nach den Stufen der Maurerei, die von St.
J. d. T. den Namen traͤgt, folgen bei allen Lo-
gen-Syſtemen (dem Eklektiſchen ausgenommen)
noch andre von unbeſtimmter Zahl, welche ge-
woͤhnlich im Allgemeinen die hoͤheren Grade
oder (wie bei dem Syſtem der ſtr. O.) der hohe
Orden
genannt werden. Sie huͤllen ſich, mehr
als jene, in ein heiliges Dunkel; die Pforten zu
ihren Tempeln oͤffnen ſich Wenigeren; die Arbei-
ten darinn ſind ſeltner; und jeder Wunſch hofft
von ihnen ſeine Befriedigung. So feſt auch das
Urtheil des denkenden Maurers uͤber Zweck und
Verfaſſung der Bruͤderſchaft, ſo berichtigt und gruͤnd-
lich es auch uͤber Symbole, Konſtruction, Ten-
denz und Arbeiten der drei unteren Grade ſeyn
mag: ſo ungewiß und ſchwankend iſt es doch ge-
woͤhnlich in dem Felde der hoͤheren, wo es von
allem verlaſſen wird, worauf es ſicher ruhen koͤnnte

<TEI>
  <text>
    <body>
      <pb facs="#f0168" n="[150]"/>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
      <div n="1">
        <head> <hi rendition="#b">4.<lb/><hi rendition="#g">Ho&#x0364;here Grade</hi>.</hi> </head><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b"> <hi rendition="#aq">I.</hi> </hi> </head><lb/>
          <p><hi rendition="#in">N</hi>ach den Stufen der Maurerei, die von St.<lb/>
J. d. T. den Namen tra&#x0364;gt, folgen bei allen Lo-<lb/>
gen-Sy&#x017F;temen (dem Eklekti&#x017F;chen ausgenommen)<lb/>
noch andre von unbe&#x017F;timmter Zahl, welche ge-<lb/>
wo&#x0364;hnlich im Allgemeinen die <hi rendition="#g">ho&#x0364;heren Grade</hi><lb/>
oder (wie bei dem Sy&#x017F;tem der &#x017F;tr. O.) der <hi rendition="#g">hohe<lb/>
Orden</hi> genannt werden. Sie hu&#x0364;llen &#x017F;ich, mehr<lb/>
als jene, in ein heiliges Dunkel; die Pforten zu<lb/>
ihren Tempeln o&#x0364;ffnen &#x017F;ich Wenigeren; die Arbei-<lb/>
ten darinn &#x017F;ind &#x017F;eltner; und jeder Wun&#x017F;ch hofft<lb/>
von ihnen &#x017F;eine Befriedigung. So fe&#x017F;t auch das<lb/>
Urtheil des denkenden Maurers u&#x0364;ber Zweck und<lb/>
Verfa&#x017F;&#x017F;ung der Bru&#x0364;der&#x017F;chaft, &#x017F;o berichtigt und gru&#x0364;nd-<lb/>
lich es auch u&#x0364;ber Symbole, Kon&#x017F;truction, Ten-<lb/>
denz und Arbeiten der drei unteren Grade &#x017F;eyn<lb/>
mag: &#x017F;o ungewiß und &#x017F;chwankend i&#x017F;t es doch ge-<lb/>
wo&#x0364;hnlich in dem Felde der ho&#x0364;heren, wo es von<lb/>
allem verla&#x017F;&#x017F;en wird, worauf es &#x017F;icher ruhen ko&#x0364;nnte<lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[150]/0168] 4. Hoͤhere Grade. I. Nach den Stufen der Maurerei, die von St. J. d. T. den Namen traͤgt, folgen bei allen Lo- gen-Syſtemen (dem Eklektiſchen ausgenommen) noch andre von unbeſtimmter Zahl, welche ge- woͤhnlich im Allgemeinen die hoͤheren Grade oder (wie bei dem Syſtem der ſtr. O.) der hohe Orden genannt werden. Sie huͤllen ſich, mehr als jene, in ein heiliges Dunkel; die Pforten zu ihren Tempeln oͤffnen ſich Wenigeren; die Arbei- ten darinn ſind ſeltner; und jeder Wunſch hofft von ihnen ſeine Befriedigung. So feſt auch das Urtheil des denkenden Maurers uͤber Zweck und Verfaſſung der Bruͤderſchaft, ſo berichtigt und gruͤnd- lich es auch uͤber Symbole, Konſtruction, Ten- denz und Arbeiten der drei unteren Grade ſeyn mag: ſo ungewiß und ſchwankend iſt es doch ge- woͤhnlich in dem Felde der hoͤheren, wo es von allem verlaſſen wird, worauf es ſicher ruhen koͤnnte

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/fessler_eleusinien01_1802
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/fessler_eleusinien01_1802/168
Zitationshilfe: [Fessler, Ignaz Aurelius]: Eleusinien des neunzehnten Jahrhunderts. Bd. 1. Berlin, 1802, S. [150]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/fessler_eleusinien01_1802/168>, abgerufen am 20.11.2019.