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Fischer, Hermann: Die Werkzeugmaschinen. Bd. 1: Die Metallbearbeitungs-Maschinen. [Textband]. Berlin, 1900.

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I. Theil. Die spanabnehmenden Werkzeugmaschinen.
der Planscheibe ein gewisser Spielraum liegt. Fig. 252 ist ein theilweiser
Schnitt durch die Spindel S, deren Bund b und die Nabe F der Planscheibe.
Indem die Hinterseite der Nabe fest gegen den Bund gedrückt ist, sind
die linksseitigen Flächen der in F befindlichen Gewindegänge von den
gegenüberliegenden des Spindelgewindes abgerückt; nur die rechtsseitigen
Flächen der ersteren liegen fest an den Gewindegängen der Spindel, wo-
raus eine gewisse Unsicherheit der Lage von F, gegenüber der Spindel S,
sich ohne weiteres ergiebt. 1) Um die Befestigung zweifelloser zu machen,
[Abbildung] Fig. 252.
[Abbildung] Fig. 253.
[Abbildung] Fig. 254.
ist vorgeschlagen, 2) nach Fig. 253, das Spindelende kegelförmig zu machen
und ihm ein nur seichtes Gewinde zu geben, so dass sich die Bohrung der
Planscheibe F mit breiten, schlank kegelförmigen Flächen auf den Kopf
der Spindel S legt. Nach einem anderen Vorschlag soll die gegensätzliche
Lage der Planscheibe F, Fig. 254, zur Spindel S in erster Linie durch
zwei sehr schlanke Kegelflächen geboten werden, während den zwischen
diesen Kegelflächen befindlichen Gewindegängen nur das Andrücken in
der Axenrichtung zufällt. Eine ähnliche Befestigungsweise ist (vergl.
Fig. 211, S. 108) für Fräser angeführt.

3. Stützung der Werkstücke zwischen Spitzen.

Indem die Spitzen zweier Kegel mit gemeinschaftlicher Axe in ent-
gegengesetzter Richtung in geeignete Vertiefungen des Werkstücks gedrückt
werden, wird letzteres so gehalten, dass es sich nur um diese Axe zu
drehen vermag (vergl. Fig. 161, 162, 166, S. 87 u. 89). Kommt ein Mittel hinzu,

1) Vergl. Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingenieure 1892, S. 577.
2) American machinist, 26. Febr. 1891.

I. Theil. Die spanabnehmenden Werkzeugmaschinen.
der Planscheibe ein gewisser Spielraum liegt. Fig. 252 ist ein theilweiser
Schnitt durch die Spindel S, deren Bund b und die Nabe F der Planscheibe.
Indem die Hinterseite der Nabe fest gegen den Bund gedrückt ist, sind
die linksseitigen Flächen der in F befindlichen Gewindegänge von den
gegenüberliegenden des Spindelgewindes abgerückt; nur die rechtsseitigen
Flächen der ersteren liegen fest an den Gewindegängen der Spindel, wo-
raus eine gewisse Unsicherheit der Lage von F, gegenüber der Spindel S,
sich ohne weiteres ergiebt. 1) Um die Befestigung zweifelloser zu machen,
[Abbildung] Fig. 252.
[Abbildung] Fig. 253.
[Abbildung] Fig. 254.
ist vorgeschlagen, 2) nach Fig. 253, das Spindelende kegelförmig zu machen
und ihm ein nur seichtes Gewinde zu geben, so dass sich die Bohrung der
Planscheibe F mit breiten, schlank kegelförmigen Flächen auf den Kopf
der Spindel S legt. Nach einem anderen Vorschlag soll die gegensätzliche
Lage der Planscheibe F, Fig. 254, zur Spindel S in erster Linie durch
zwei sehr schlanke Kegelflächen geboten werden, während den zwischen
diesen Kegelflächen befindlichen Gewindegängen nur das Andrücken in
der Axenrichtung zufällt. Eine ähnliche Befestigungsweise ist (vergl.
Fig. 211, S. 108) für Fräser angeführt.

3. Stützung der Werkstücke zwischen Spitzen.

Indem die Spitzen zweier Kegel mit gemeinschaftlicher Axe in ent-
gegengesetzter Richtung in geeignete Vertiefungen des Werkstücks gedrückt
werden, wird letzteres so gehalten, dass es sich nur um diese Axe zu
drehen vermag (vergl. Fig. 161, 162, 166, S. 87 u. 89). Kommt ein Mittel hinzu,

1) Vergl. Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingenieure 1892, S. 577.
2) American machinist, 26. Febr. 1891.
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[125/0139] I. Theil. Die spanabnehmenden Werkzeugmaschinen. der Planscheibe ein gewisser Spielraum liegt. Fig. 252 ist ein theilweiser Schnitt durch die Spindel S, deren Bund b und die Nabe F der Planscheibe. Indem die Hinterseite der Nabe fest gegen den Bund gedrückt ist, sind die linksseitigen Flächen der in F befindlichen Gewindegänge von den gegenüberliegenden des Spindelgewindes abgerückt; nur die rechtsseitigen Flächen der ersteren liegen fest an den Gewindegängen der Spindel, wo- raus eine gewisse Unsicherheit der Lage von F, gegenüber der Spindel S, sich ohne weiteres ergiebt. 1) Um die Befestigung zweifelloser zu machen, [Abbildung Fig. 252.] [Abbildung Fig. 253.] [Abbildung Fig. 254.] ist vorgeschlagen, 2) nach Fig. 253, das Spindelende kegelförmig zu machen und ihm ein nur seichtes Gewinde zu geben, so dass sich die Bohrung der Planscheibe F mit breiten, schlank kegelförmigen Flächen auf den Kopf der Spindel S legt. Nach einem anderen Vorschlag soll die gegensätzliche Lage der Planscheibe F, Fig. 254, zur Spindel S in erster Linie durch zwei sehr schlanke Kegelflächen geboten werden, während den zwischen diesen Kegelflächen befindlichen Gewindegängen nur das Andrücken in der Axenrichtung zufällt. Eine ähnliche Befestigungsweise ist (vergl. Fig. 211, S. 108) für Fräser angeführt. 3. Stützung der Werkstücke zwischen Spitzen. Indem die Spitzen zweier Kegel mit gemeinschaftlicher Axe in ent- gegengesetzter Richtung in geeignete Vertiefungen des Werkstücks gedrückt werden, wird letzteres so gehalten, dass es sich nur um diese Axe zu drehen vermag (vergl. Fig. 161, 162, 166, S. 87 u. 89). Kommt ein Mittel hinzu, 1) Vergl. Zeitschr. d. Ver. deutscher Ingenieure 1892, S. 577. 2) American machinist, 26. Febr. 1891.

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Zitationshilfe: Fischer, Hermann: Die Werkzeugmaschinen. Bd. 1: Die Metallbearbeitungs-Maschinen. [Textband]. Berlin, 1900, S. 125. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/fischer_werkzeugmaschinen01_1900/139>, abgerufen am 21.03.2019.