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Fischer, Hermann: Die Werkzeugmaschinen. Bd. 1: Die Metallbearbeitungs-Maschinen. [Textband]. Berlin, 1900.

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Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung.
zum Ausrichten des Werkstückes. An der rechtsseitigen Plattenhälfte f
sitzt das Obergesenk m. Man lässt es mit Hilfe des in c spielenden Kolbens
[Abbildung] Fig. 1270.
nach unten sinken, wobei es jenseits
und diesseits von k und l die Blech-
ränder nach unten biegt und dann
das Blech festhält. Nunmehr wird
der in h steckende Kolben i, Fig. 1270,
gehoben, welcher die nach oben ge-
richtete Krämpe der Sattelplatte bildet.
Der Gesenkklotz l stützt sich hierbei
gegen den an p festgeschraubten
Winkel o. Man lässt hierauf den
Gesenkklotz l wieder sinken, bildet
gegenüber dem Obergesenk m die Zipfel x des Werkstücks aus, lässt m
steigen und nimmt das in Fig. 1269 gestrichelt gezeichnete fertige Werk-
stück mit Hilfe geeigneter Hebel von den Gesenkklötzen k und l ab.

D. Allmählich wirkende Maschinen.

Ueber derartige Krämpmaschinen habe ich S. 700 bereits einige
Quellen gegeben, eine Kümpmaschine möge abgebildet werden1). In
Fig. 1271 bezeichnet a eine Art liegender Planscheibe. Auf sie ist das
erhitzte Blech gelegt und wird hier durch die Platte b und die kräftige

[Abbildung] Fig. 1271.
Druckschraube c festgehalten, so dass es an den Drehungen von a theil-
nehmen muss. Links von a ist eine Rolle d so gelagert, dass sie mittels
der Schraube f allmählich aufgerichtet und durch das Spillrad g der Plan-
scheibe genähert werden kann. Bei der ersten Drehung von a liegt d
ziemlich flach und drückt deshalb fast senkrecht von oben nach unten auf
den überstehenden Blechrand, diesen leicht aus der Blechebene abbiegend.

1) American Machinist, 27. Febr. 1890, S. 1, mit Schaubild. Zeitschr. d. Vereins
deutscher Ingen. 1890, S. 1347, mit Abb.

Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung.
zum Ausrichten des Werkstückes. An der rechtsseitigen Plattenhälfte f
sitzt das Obergesenk m. Man lässt es mit Hilfe des in c spielenden Kolbens
[Abbildung] Fig. 1270.
nach unten sinken, wobei es jenseits
und diesseits von k und l die Blech-
ränder nach unten biegt und dann
das Blech festhält. Nunmehr wird
der in h steckende Kolben i, Fig. 1270,
gehoben, welcher die nach oben ge-
richtete Krämpe der Sattelplatte bildet.
Der Gesenkklotz l stützt sich hierbei
gegen den an p festgeschraubten
Winkel o. Man lässt hierauf den
Gesenkklotz l wieder sinken, bildet
gegenüber dem Obergesenk m die Zipfel x des Werkstücks aus, lässt m
steigen und nimmt das in Fig. 1269 gestrichelt gezeichnete fertige Werk-
stück mit Hilfe geeigneter Hebel von den Gesenkklötzen k und l ab.

D. Allmählich wirkende Maschinen.

Ueber derartige Krämpmaschinen habe ich S. 700 bereits einige
Quellen gegeben, eine Kümpmaschine möge abgebildet werden1). In
Fig. 1271 bezeichnet a eine Art liegender Planscheibe. Auf sie ist das
erhitzte Blech gelegt und wird hier durch die Platte b und die kräftige

[Abbildung] Fig. 1271.
Druckschraube c festgehalten, so dass es an den Drehungen von a theil-
nehmen muss. Links von a ist eine Rolle d so gelagert, dass sie mittels
der Schraube f allmählich aufgerichtet und durch das Spillrad g der Plan-
scheibe genähert werden kann. Bei der ersten Drehung von a liegt d
ziemlich flach und drückt deshalb fast senkrecht von oben nach unten auf
den überstehenden Blechrand, diesen leicht aus der Blechebene abbiegend.

1) American Machinist, 27. Febr. 1890, S. 1, mit Schaubild. Zeitschr. d. Vereins
deutscher Ingen. 1890, S. 1347, mit Abb.
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[706/0726] Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung. zum Ausrichten des Werkstückes. An der rechtsseitigen Plattenhälfte f sitzt das Obergesenk m. Man lässt es mit Hilfe des in c spielenden Kolbens [Abbildung Fig. 1270.] nach unten sinken, wobei es jenseits und diesseits von k und l die Blech- ränder nach unten biegt und dann das Blech festhält. Nunmehr wird der in h steckende Kolben i, Fig. 1270, gehoben, welcher die nach oben ge- richtete Krämpe der Sattelplatte bildet. Der Gesenkklotz l stützt sich hierbei gegen den an p festgeschraubten Winkel o. Man lässt hierauf den Gesenkklotz l wieder sinken, bildet gegenüber dem Obergesenk m die Zipfel x des Werkstücks aus, lässt m steigen und nimmt das in Fig. 1269 gestrichelt gezeichnete fertige Werk- stück mit Hilfe geeigneter Hebel von den Gesenkklötzen k und l ab. D. Allmählich wirkende Maschinen. Ueber derartige Krämpmaschinen habe ich S. 700 bereits einige Quellen gegeben, eine Kümpmaschine möge abgebildet werden 1). In Fig. 1271 bezeichnet a eine Art liegender Planscheibe. Auf sie ist das erhitzte Blech gelegt und wird hier durch die Platte b und die kräftige [Abbildung Fig. 1271.] Druckschraube c festgehalten, so dass es an den Drehungen von a theil- nehmen muss. Links von a ist eine Rolle d so gelagert, dass sie mittels der Schraube f allmählich aufgerichtet und durch das Spillrad g der Plan- scheibe genähert werden kann. Bei der ersten Drehung von a liegt d ziemlich flach und drückt deshalb fast senkrecht von oben nach unten auf den überstehenden Blechrand, diesen leicht aus der Blechebene abbiegend. 1) American Machinist, 27. Febr. 1890, S. 1, mit Schaubild. Zeitschr. d. Vereins deutscher Ingen. 1890, S. 1347, mit Abb.

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Zitationshilfe: Fischer, Hermann: Die Werkzeugmaschinen. Bd. 1: Die Metallbearbeitungs-Maschinen. [Textband]. Berlin, 1900, S. 706. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/fischer_werkzeugmaschinen01_1900/726>, abgerufen am 20.03.2019.