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François, Louise von: Die letzte Reckenburgerin. Bd. 2. Berlin, 1871.

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Flur gehalten hat. Ich thue es ohne bedingende
Clausel, denn ich bin der Herzen meiner Kinder in
ihrem Amte gewiß.

So sei denn dieses Vermächtniß die Krone über
dem Werke des abgestorbenen Geschlechts. Sein
Wahrspruch walte in dem jungen Stamm unter den
umwandelnden Strömungen der Zeit, und der Geist
der Gottesgemeinschaft wirke und wachse zum Segen
von Kind auf Kindeskind.


Mitternacht war vorüber, als dieses Schlußwort
verhallte. Mit erhobenen Händen knieten Ludwig und
Hardine vor dem Bilde der letzten Reckenburgerin zu
einem erneuerten, heiligen Verspruch. Und bis heute
sind sie ihrem Gelöbniß treu geblieben.

Ende.

Flur gehalten hat. Ich thue es ohne bedingende
Clauſel, denn ich bin der Herzen meiner Kinder in
ihrem Amte gewiß.

So ſei denn dieſes Vermächtniß die Krone über
dem Werke des abgeſtorbenen Geſchlechts. Sein
Wahrſpruch walte in dem jungen Stamm unter den
umwandelnden Strömungen der Zeit, und der Geiſt
der Gottesgemeinſchaft wirke und wachſe zum Segen
von Kind auf Kindeskind.


Mitternacht war vorüber, als dieſes Schlußwort
verhallte. Mit erhobenen Händen knieten Ludwig und
Hardine vor dem Bilde der letzten Reckenburgerin zu
einem erneuerten, heiligen Verſpruch. Und bis heute
ſind ſie ihrem Gelöbniß treu geblieben.

Ende.

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[266/0270] Flur gehalten hat. Ich thue es ohne bedingende Clauſel, denn ich bin der Herzen meiner Kinder in ihrem Amte gewiß. So ſei denn dieſes Vermächtniß die Krone über dem Werke des abgeſtorbenen Geſchlechts. Sein Wahrſpruch walte in dem jungen Stamm unter den umwandelnden Strömungen der Zeit, und der Geiſt der Gottesgemeinſchaft wirke und wachſe zum Segen von Kind auf Kindeskind. Mitternacht war vorüber, als dieſes Schlußwort verhallte. Mit erhobenen Händen knieten Ludwig und Hardine vor dem Bilde der letzten Reckenburgerin zu einem erneuerten, heiligen Verſpruch. Und bis heute ſind ſie ihrem Gelöbniß treu geblieben. Ende.

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Zitationshilfe: François, Louise von: Die letzte Reckenburgerin. Bd. 2. Berlin, 1871, S. 266. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/francois_reckenburgerin02_1871/270>, abgerufen am 30.09.2020.