Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

[Füchsel, Georg Christian]: Entwurf zu der ältesten Erd- und Menschengeschichte. Frankfurt u. a., 1773.

Bild:
<< vorherige Seite

ist, der blos durch sein Sonnensystem, aber nicht
viel weiter, den Himmelsmessern gewisse Maasen
gestattet.

§. 178.

Wissen wir nun gleich solches Allgemeine von
dieser Seite nicht zu schätzen, noch von da aus zu
sagen, ob dieses nicht zu übersehende Ganze eine
allergröste Hauptnatur, oder die alles in sich be-
greifende Eins sey: so wird man doch so viel ein-
räumen, daß diese Sonnensysteme und noch grös-
sere Himmelreiche wieder für einzelne gelten müs-
fen, die als Hauptnaturen, nach Ursprung und
Auflösung eben sowohl wieder gegen einander,
als die einzelnen unserer Erde abwechseln, doch
jede nach ihrer Art des Bestandes, der freylich
bey ihnen ebenfalls von verschiedener Dauer
seyn muß.

§. 179.

Denn sollen diese grosse Hauptnaturen wirklich
natürliche selbst bestehende Ordnungen seyn, so
müssen sie sowohl ursprünglich, als auch endlich,
und keine dabey sich selbst genug seyn; folglich

ihren

iſt, der blos durch ſein Sonnenſyſtem, aber nicht
viel weiter, den Himmelsmeſſern gewiſſe Maaſen
geſtattet.

§. 178.

Wiſſen wir nun gleich ſolches Allgemeine von
dieſer Seite nicht zu ſchaͤtzen, noch von da aus zu
ſagen, ob dieſes nicht zu uͤberſehende Ganze eine
allergroͤſte Hauptnatur, oder die alles in ſich be-
greifende Eins ſey: ſo wird man doch ſo viel ein-
raͤumen, daß dieſe Sonnenſyſteme und noch groͤſ-
ſere Himmelreiche wieder fuͤr einzelne gelten muͤſ-
fen, die als Hauptnaturen, nach Urſprung und
Aufloͤſung eben ſowohl wieder gegen einander,
als die einzelnen unſerer Erde abwechſeln, doch
jede nach ihrer Art des Beſtandes, der freylich
bey ihnen ebenfalls von verſchiedener Dauer
ſeyn muß.

§. 179.

Denn ſollen dieſe groſſe Hauptnaturen wirklich
natuͤrliche ſelbſt beſtehende Ordnungen ſeyn, ſo
muͤſſen ſie ſowohl urſpruͤnglich, als auch endlich,
und keine dabey ſich ſelbſt genug ſeyn; folglich

ihren
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0144" n="132"/>
i&#x017F;t, der blos durch &#x017F;ein Sonnen&#x017F;y&#x017F;tem, aber nicht<lb/>
viel weiter, den Himmelsme&#x017F;&#x017F;ern gewi&#x017F;&#x017F;e Maa&#x017F;en<lb/>
ge&#x017F;tattet.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head>§. 178.</head><lb/>
          <p>Wi&#x017F;&#x017F;en wir nun gleich &#x017F;olches Allgemeine von<lb/>
die&#x017F;er Seite nicht zu &#x017F;cha&#x0364;tzen, noch von da aus zu<lb/>
&#x017F;agen, ob die&#x017F;es nicht zu u&#x0364;ber&#x017F;ehende Ganze eine<lb/>
allergro&#x0364;&#x017F;te Hauptnatur, oder die alles in &#x017F;ich be-<lb/>
greifende Eins &#x017F;ey: &#x017F;o wird man doch &#x017F;o viel ein-<lb/>
ra&#x0364;umen, daß die&#x017F;e Sonnen&#x017F;y&#x017F;teme und noch gro&#x0364;&#x017F;-<lb/>
&#x017F;ere Himmelreiche wieder fu&#x0364;r einzelne gelten mu&#x0364;&#x017F;-<lb/>
fen, die als Hauptnaturen, nach Ur&#x017F;prung und<lb/>
Auflo&#x0364;&#x017F;ung eben &#x017F;owohl wieder gegen einander,<lb/>
als die einzelnen un&#x017F;erer Erde abwech&#x017F;eln, doch<lb/>
jede nach ihrer Art des Be&#x017F;tandes, der freylich<lb/>
bey ihnen ebenfalls von ver&#x017F;chiedener Dauer<lb/>
&#x017F;eyn muß.</p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head>§. 179.</head><lb/>
          <p>Denn &#x017F;ollen die&#x017F;e gro&#x017F;&#x017F;e Hauptnaturen wirklich<lb/>
natu&#x0364;rliche &#x017F;elb&#x017F;t be&#x017F;tehende Ordnungen &#x017F;eyn, &#x017F;o<lb/>
mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en &#x017F;ie &#x017F;owohl ur&#x017F;pru&#x0364;nglich, als auch endlich,<lb/>
und keine dabey &#x017F;ich &#x017F;elb&#x017F;t genug &#x017F;eyn; folglich<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">ihren</fw><lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[132/0144] iſt, der blos durch ſein Sonnenſyſtem, aber nicht viel weiter, den Himmelsmeſſern gewiſſe Maaſen geſtattet. §. 178. Wiſſen wir nun gleich ſolches Allgemeine von dieſer Seite nicht zu ſchaͤtzen, noch von da aus zu ſagen, ob dieſes nicht zu uͤberſehende Ganze eine allergroͤſte Hauptnatur, oder die alles in ſich be- greifende Eins ſey: ſo wird man doch ſo viel ein- raͤumen, daß dieſe Sonnenſyſteme und noch groͤſ- ſere Himmelreiche wieder fuͤr einzelne gelten muͤſ- fen, die als Hauptnaturen, nach Urſprung und Aufloͤſung eben ſowohl wieder gegen einander, als die einzelnen unſerer Erde abwechſeln, doch jede nach ihrer Art des Beſtandes, der freylich bey ihnen ebenfalls von verſchiedener Dauer ſeyn muß. §. 179. Denn ſollen dieſe groſſe Hauptnaturen wirklich natuͤrliche ſelbſt beſtehende Ordnungen ſeyn, ſo muͤſſen ſie ſowohl urſpruͤnglich, als auch endlich, und keine dabey ſich ſelbſt genug ſeyn; folglich ihren

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/fuechsel_entwurf_1773
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/fuechsel_entwurf_1773/144
Zitationshilfe: [Füchsel, Georg Christian]: Entwurf zu der ältesten Erd- und Menschengeschichte. Frankfurt u. a., 1773, S. 132. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/fuechsel_entwurf_1773/144>, abgerufen am 25.08.2019.