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Furttenbach, Josef: Mannhaffter Kunst-Spiegel. Augsburg, 1663.

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Mechanica.
chinam ruhen/ der vernünfftige Mechanicus wird dero hohe Nutzbarkeiten von Tag zu Tag besser er-
kennen/ vnd dises für das Oberhaupt/ vnder allen Mechanischen Instrumenten halten.

Die ander
Mechani-sche Figur.
Die ander Mechanische Figur.
Der Steinmetzenzug.

In gegenwertiger andern Mechanischen Figur/ so wird der Steinmetzenzug/ gar aigentlichen vor
Augen gestellt. Dann bey

Der stein-
metzenzug.

A. solle sein vorderer Schwöllen 18. Schuch lang/ vnd 3/4. Schuch dick gelegt/ darauff vnd bey

B. die 17. Schuch hoche Saul gesetzt/ alsdann bey

C. der 10. Schuch lange obere Schwöllen eingezäpfft werden. Bey

D. so wird das Trettrad/ von fünff Schuch breit (darinnen dann 2. Mann also nebeneinander gehn
können [ - 1 Zeichen fehlt] vnd 14. Schuch im Diameter hoch/ neben seinem Wellbaum

^. von 1 1/3 . Schuch an seiner dicke/ gesehen/ dann

E. ist der 18. Schuch (über das Gestell hinauff) hohe/ vnd 11/2. Schuch dicke/ Mastbaum. Bey

Vnd wie
derselbige
zuerbawen
seye.

F. so wird der 16. Schuch lange Schnabel verordnet. Wie aber bey

G. der zuvor angedeute Mastbaum/ in seiner Pfannen vnden/ durch einen eysern Stefft/ gar ring
zubewögen/ vnd solcher gestallt in der Pfannen spilen/ auch hierdurch neben dem Trettrad/ lincks oder
rechts/ auff dise/ oder aber auff jene Seiten vmbgewendet kan werden/ das gibt diser Abriß zur gnüge
zuerkennen. Bey

K. mag durch die eyserne Zangen/ ein ansehnliches Quatterstuckstein/ in

H. gefasset/ ergriffen/ alsdann zween Mann im Rad gegangen/ so wird sich das Seil

. (welches zwey. Zoll dick von gutem Hauff solle gemacht werden) vmb den Wellbaum so 11/2.
Schuch dick ist. Bey

. winden/ das Gewicht hinauff ziehen vnd erhöben/ hernach vnd durch die vmbwändung deß Mast-
baums/ mit hilff deß Schnabels ernanntes Quatterstuck/ wohin man es nun jmmer begehrt/ gelegt/
versetzt/ oder aber widerumben abgehebt werden. Dannenhero der jetzt vorgebildete Steinmetzenzug/
nicht allein zu den Quatterstucken/ sonder auch andere Läst mehr darmit zuerheben vnd auffzuziehen
sehr nutzlich ist/ sonderlichen aber bey Erbawung deß Berghauses/ (hiervon dann in gegenwertigem
Tractat bey dem Kupfferblatt No: 25. hernach weitläuffiger solle geschrieben werden) damit die Quat-
terstuck in Auffrichtung deß Gubernators Pallast auffzusetzen/ neben andern Baw materialien, ange-
höriges Orth zubringen/ wie auch nicht weniger/ das grobe Geschütz/ auff die ander Vöste/ durch disen
Steinmetzenzug/ jedoch am ersten allein das Rohr/ alsdann auch den Schafft darzu/ gar behänd hin-
auff zuheben/ vnd sich also in gar vil-hochnothwendigen occasionen, desselben zubedienen/ massen dann
der verständige Mechanicus ohne weiters replicieren/ ihme solchen wird zu Nutzen zumachen/ auch
hierdurch vil Zeit vnd Vnkosten zuersparen wissen.

Dz Kupf-
ferblattNo: 15.
Das Kupfferbl. No: 15. Die dritte Mechanische Figur.
Der Lochzug/ wie er bey seinem vordern Joch/ also

Die dritte
Figur.
vorwarts gesialtet ist.

Erstlichen so wird das vordere Joch bey. I. K. L. M. dargestellt/ dann eben im mittel dises Jochs/
vnd bey o. sein eysern 21/2. Zoll dicker Zapffen/ von deß Kumpffs Wellbaum/ (welcher sonsten eines
Werckschuchs am Holtz dick sein solle) vffligt/ allda er dann/ durch berührten seinen eysern Stefft o.
spilet vnd vmbgehn thut. Der

Cran- oder das Trettrad/ ist im Diametro, von P. biß in Q. jedoch ohne die Holtzdicke/ 14. Schuch
Der Loch-
zug wie er
vornen an-
zusehen ist.
im Liecht inwendig weit/ dessen aussere breite aber 5. Schuch beträgt/ in welchem Trettrad dann/ auch
2. Männer nebeneinander gehn/ also tretten/ vnd hierdurch eine/ von 30. Centner schwere Glocken/
nicht weniger ein Stuck Geschütz/ sowohlen ein Quatterstuck/ Item ein Zimmerrholtz/ oder anders/
was man nun begehrt/ auff 300. Werckschuch hoch/ an einem 2. Zoll dicken Seil/ durch das 6. Schuch
weite Gewölsloch R. R. R. R. hinauff ziehen/ das Seil aber über deß Kampffrades 11/2. Schuch dicken
Wellbaum bey z. kan gewunden werden. Bey

t. vornen an berührtem Wellbaum deß Kampffrades (sowohlen auch bey . hinder dem gedachten
Kampffrad) daselbsten so werden 2. eyserne/ voller Zähn habende Rädlin/ sampt der darzu gehörigen
Sperrstangen bey V. V. gesehen. Dergestallt/ auch in wehrendem herauff ziehen deß Gewichts/ so

thut er-

Mechanica.
chinam ruhen/ der vernuͤnfftige Mechanicus wird dero hohe Nutzbarkeiten von Tag zu Tag beſſer er-
kennen/ vnd diſes fuͤr das Oberhaupt/ vnder allen Mechaniſchen Inſtrumenten halten.

Die ander
Mechani-ſche Figur.
Die ander Mechaniſche Figur.
Der Steinmetzenzug.

In gegenwertiger andern Mechaniſchen Figur/ ſo wird der Steinmetzenzug/ gar aigentlichen vor
Augen geſtellt. Dann bey

Der ſtein-
metzenzug.

A. ſolle ſein vorderer Schwoͤllen 18. Schuch lang/ vnd ¾. Schuch dick gelegt/ darauff vnd bey

B. die 17. Schuch hoche Saul geſetzt/ alsdann bey

C. der 10. Schuch lange obere Schwoͤllen eingezaͤpfft werden. Bey

D. ſo wird das Trettrad/ von fuͤnff Schuch breit (darinnen dann 2. Mann alſo nebeneinander gehn
koͤnnen [ – 1 Zeichen fehlt] vnd 14. Schuch im Diameter hoch/ neben ſeinem Wellbaum

△. von 1⅓. Schuch an ſeiner dicke/ geſehen/ dann

E. iſt der 18. Schuch (uͤber das Geſtell hinauff) hohe/ vnd 1½. Schuch dicke/ Maſtbaum. Bey

Vnd wie
derſelbige
zuerbawen
ſeye.

F. ſo wird der 16. Schuch lange Schnabel verordnet. Wie aber bey

G. der zuvor angedeute Maſtbaum/ in ſeiner Pfannen vnden/ durch einen eyſern Stefft/ gar ring
zubewoͤgen/ vnd ſolcher geſtallt in der Pfannen ſpilen/ auch hierdurch neben dem Trettrad/ lincks oder
rechts/ auff diſe/ oder aber auff jene Seiten vmbgewendet kan werden/ das gibt diſer Abriß zur gnuͤge
zuerkennen. Bey

K. mag durch die eyſerne Zangen/ ein anſehnliches Quatterſtuckſtein/ in

H. gefaſſet/ ergriffen/ alsdann zween Mann im Rad gegangen/ ſo wird ſich das Seil

✶. (welches zwey. Zoll dick von gutem Hauff ſolle gemacht werden) vmb den Wellbaum ſo 1½.
Schuch dick iſt. Bey

◻. winden/ das Gewicht hinauff ziehen vnd erhoͤben/ hernach vnd durch die vmbwaͤndung deß Maſt-
baums/ mit hilff deß Schnabels ernanntes Quatterſtuck/ wohin man es nun jmmer begehrt/ gelegt/
verſetzt/ oder aber widerumben abgehebt werden. Dannenhero der jetzt vorgebildete Steinmetzenzug/
nicht allein zu den Quatterſtucken/ ſonder auch andere Laͤſt mehr darmit zuerheben vnd auffzuziehen
ſehr nutzlich iſt/ ſonderlichen aber bey Erbawung deß Berghauſes/ (hiervon dann in gegenwertigem
Tractat bey dem Kupfferblatt No: 25. hernach weitlaͤuffiger ſolle geſchrieben werden) damit die Quat-
terſtuck in Auffrichtung deß Gubernators Pallaſt auffzuſetzen/ neben andern Baw materialien, ange-
hoͤriges Orth zubringen/ wie auch nicht weniger/ das grobe Geſchuͤtz/ auff die ander Voͤſte/ durch diſen
Steinmetzenzug/ jedoch am erſten allein das Rohr/ alsdann auch den Schafft darzu/ gar behaͤnd hin-
auff zuheben/ vnd ſich alſo in gar vil-hochnothwendigen occaſionen, deſſelben zubedienen/ maſſen dann
der verſtaͤndige Mechanicus ohne weiters replicieren/ ihme ſolchen wird zu Nutzen zumachen/ auch
hierdurch vil Zeit vnd Vnkoſten zuerſparen wiſſen.

Dz Kupf-
ferblattNo: 15.
Das Kupfferbl. No: 15. Die dritte Mechaniſche Figur.
Der Lochzug/ wie er bey ſeinem vordern Joch/ alſo

Die dritte
Figur.
vorwarts geſialtet iſt.

Erſtlichen ſo wird das vordere Joch bey. I. K. L. M. dargeſtellt/ dann eben im mittel diſes Jochs/
vnd bey o. ſein eyſern 2½. Zoll dicker Zapffen/ von deß Kumpffs Wellbaum/ (welcher ſonſten eines
Werckſchuchs am Holtz dick ſein ſolle) vffligt/ allda er dann/ durch beruͤhrten ſeinen eyſern Stefft o.
ſpilet vnd vmbgehn thut. Der

Cran- oder das Trettrad/ iſt im Diametro, von P. biß in Q. jedoch ohne die Holtzdicke/ 14. Schuch
Der Loch-
zug wie er
vornen an-
zuſehen iſt.
im Liecht inwendig weit/ deſſen auſſere breite aber 5. Schuch betraͤgt/ in welchem Trettrad dann/ auch
2. Maͤnner nebeneinander gehn/ alſo tretten/ vnd hierdurch eine/ von 30. Centner ſchwere Glocken/
nicht weniger ein Stuck Geſchuͤtz/ ſowohlen ein Quatterſtuck/ Item ein Zimmerrholtz/ oder anders/
was man nun begehrt/ auff 300. Werckſchuch hoch/ an einem 2. Zoll dicken Seil/ durch das 6. Schuch
weite Gewoͤlsloch R. R. R. R. hinauff ziehen/ das Seil aber uͤber deß Kampffrades 1½. Schuch dicken
Wellbaum bey z. kan gewunden werden. Bey

t. vornen an beruͤhrtem Wellbaum deß Kampffrades (ſowohlen auch bey ☌. hinder dem gedachten
Kampffrad) daſelbſten ſo werden 2. eyſerne/ voller Zaͤhn habende Raͤdlin/ ſampt der darzu gehoͤrigen
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thut er-
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[140/0202] Mechanica. chinam ruhen/ der vernuͤnfftige Mechanicus wird dero hohe Nutzbarkeiten von Tag zu Tag beſſer er- kennen/ vnd diſes fuͤr das Oberhaupt/ vnder allen Mechaniſchen Inſtrumenten halten. Die ander Mechaniſche Figur. Der Steinmetzenzug. In gegenwertiger andern Mechaniſchen Figur/ ſo wird der Steinmetzenzug/ gar aigentlichen vor Augen geſtellt. Dann bey A. ſolle ſein vorderer Schwoͤllen 18. Schuch lang/ vnd ¾. Schuch dick gelegt/ darauff vnd bey B. die 17. Schuch hoche Saul geſetzt/ alsdann bey C. der 10. Schuch lange obere Schwoͤllen eingezaͤpfft werden. Bey D. ſo wird das Trettrad/ von fuͤnff Schuch breit (darinnen dann 2. Mann alſo nebeneinander gehn koͤnnen _ vnd 14. Schuch im Diameter hoch/ neben ſeinem Wellbaum △. von 1⅓. Schuch an ſeiner dicke/ geſehen/ dann E. iſt der 18. Schuch (uͤber das Geſtell hinauff) hohe/ vnd 1½. Schuch dicke/ Maſtbaum. Bey F. ſo wird der 16. Schuch lange Schnabel verordnet. Wie aber bey G. der zuvor angedeute Maſtbaum/ in ſeiner Pfannen vnden/ durch einen eyſern Stefft/ gar ring zubewoͤgen/ vnd ſolcher geſtallt in der Pfannen ſpilen/ auch hierdurch neben dem Trettrad/ lincks oder rechts/ auff diſe/ oder aber auff jene Seiten vmbgewendet kan werden/ das gibt diſer Abriß zur gnuͤge zuerkennen. Bey K. mag durch die eyſerne Zangen/ ein anſehnliches Quatterſtuckſtein/ in H. gefaſſet/ ergriffen/ alsdann zween Mann im Rad gegangen/ ſo wird ſich das Seil ✶. (welches zwey. Zoll dick von gutem Hauff ſolle gemacht werden) vmb den Wellbaum ſo 1½. Schuch dick iſt. Bey ◻. winden/ das Gewicht hinauff ziehen vnd erhoͤben/ hernach vnd durch die vmbwaͤndung deß Maſt- baums/ mit hilff deß Schnabels ernanntes Quatterſtuck/ wohin man es nun jmmer begehrt/ gelegt/ verſetzt/ oder aber widerumben abgehebt werden. Dannenhero der jetzt vorgebildete Steinmetzenzug/ nicht allein zu den Quatterſtucken/ ſonder auch andere Laͤſt mehr darmit zuerheben vnd auffzuziehen ſehr nutzlich iſt/ ſonderlichen aber bey Erbawung deß Berghauſes/ (hiervon dann in gegenwertigem Tractat bey dem Kupfferblatt No: 25. hernach weitlaͤuffiger ſolle geſchrieben werden) damit die Quat- terſtuck in Auffrichtung deß Gubernators Pallaſt auffzuſetzen/ neben andern Baw materialien, ange- hoͤriges Orth zubringen/ wie auch nicht weniger/ das grobe Geſchuͤtz/ auff die ander Voͤſte/ durch diſen Steinmetzenzug/ jedoch am erſten allein das Rohr/ alsdann auch den Schafft darzu/ gar behaͤnd hin- auff zuheben/ vnd ſich alſo in gar vil-hochnothwendigen occaſionen, deſſelben zubedienen/ maſſen dann der verſtaͤndige Mechanicus ohne weiters replicieren/ ihme ſolchen wird zu Nutzen zumachen/ auch hierdurch vil Zeit vnd Vnkoſten zuerſparen wiſſen. Das Kupfferbl. No: 15. Die dritte Mechaniſche Figur. Der Lochzug/ wie er bey ſeinem vordern Joch/ alſo vorwarts geſialtet iſt. Erſtlichen ſo wird das vordere Joch bey. I. K. L. M. dargeſtellt/ dann eben im mittel diſes Jochs/ vnd bey o. ſein eyſern 2½. Zoll dicker Zapffen/ von deß Kumpffs Wellbaum/ (welcher ſonſten eines Werckſchuchs am Holtz dick ſein ſolle) vffligt/ allda er dann/ durch beruͤhrten ſeinen eyſern Stefft o. ſpilet vnd vmbgehn thut. Der Cran- oder das Trettrad/ iſt im Diametro, von P. biß in Q. jedoch ohne die Holtzdicke/ 14. Schuch im Liecht inwendig weit/ deſſen auſſere breite aber 5. Schuch betraͤgt/ in welchem Trettrad dann/ auch 2. Maͤnner nebeneinander gehn/ alſo tretten/ vnd hierdurch eine/ von 30. Centner ſchwere Glocken/ nicht weniger ein Stuck Geſchuͤtz/ ſowohlen ein Quatterſtuck/ Item ein Zimmerrholtz/ oder anders/ was man nun begehrt/ auff 300. Werckſchuch hoch/ an einem 2. Zoll dicken Seil/ durch das 6. Schuch weite Gewoͤlsloch R. R. R. R. hinauff ziehen/ das Seil aber uͤber deß Kampffrades 1½. Schuch dicken Wellbaum bey z. kan gewunden werden. Bey Der Loch- zug wie er vornen an- zuſehen iſt. t. vornen an beruͤhrtem Wellbaum deß Kampffrades (ſowohlen auch bey ☌. hinder dem gedachten Kampffrad) daſelbſten ſo werden 2. eyſerne/ voller Zaͤhn habende Raͤdlin/ ſampt der darzu gehoͤrigen Sperrſtangen bey V. V. geſehen. Dergeſtallt/ auch in wehrendem herauff ziehen deß Gewichts/ ſo thut er-

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In der Ausgabe fehlt das Blatt 1, das Frontispiz … [mehr]

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Zitationshilfe: Furttenbach, Josef: Mannhaffter Kunst-Spiegel. Augsburg, 1663, S. 140. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/furttenbach_kunstspiegel_1663/202>, abgerufen am 21.02.2019.