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Gerstner, Franz Joseph von: Handbuch der Mechanik. Bd. 3: Beschreibung und Berechnung grösserer Maschinenanlagen. Wien, 1834.

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Bemerkungen.
§. 186.

Herr Eytelwein bemerkt noch in seinem Handbuche der Mechanik und Hydraulik,
dass er statt der kupfernen Windungen eine hölzerne Schlange herstellen liess.
Dieselbe hatte 7 Windungen, jede 2 Zoll weit und 2 Zoll hoch, der Durchmesser der
Windungen mit Inbegriff der Windungsweite war 2 Fuss gross, und die ganze Schlange
auf ähnliche Art ausgeführt, wie die Tab. 85, Fig. 1 dargestellte Wasserschnecke, nur
dass hiebei keine massive Welle nöthig war. Diese Schlange hatte die Gestalt eines, an
seinem Umfange bekleideten oberschlächtigen Wasserrades, bei der Einmündung war
statt des Hornes eine Erweiterung von Blech angebracht, und die letzte Windung en-
digte sich mittelst einer metallenen Röhre in einen Windkessel, an dessen Obertheile
die Steigröhre erst angebracht war. Die Verbindung zwischen dem letzten Windungsrohre
und dem Windkessel war ebenfalls luft- und wasserdicht hergestellt. Bei dem Gebrau-
che zeigte sich die Maschine so vortheilhaft, dass der Verfertigung hölzerner Schlan-
gen bei übrigens genauer Arbeit nach der Meinung des Herrn Eytelwein nichts im
Wege steht.

Es ist zu bedauern, dass auch von der Spiralpumpe bisher noch keine genauen
Versuche bekannt gemacht wurden, womit die Theorie verglichen und so über die An-
wendbarkeit dieser Maschine im Grossen ein bestimmtes Urtheil gefällt werden könnte.


Bemerkungen.
§. 186.

Herr Eytelwein bemerkt noch in seinem Handbuche der Mechanik und Hydraulik,
dass er statt der kupfernen Windungen eine hölzerne Schlange herstellen liess.
Dieselbe hatte 7 Windungen, jede 2 Zoll weit und 2 Zoll hoch, der Durchmesser der
Windungen mit Inbegriff der Windungsweite war 2 Fuss gross, und die ganze Schlange
auf ähnliche Art ausgeführt, wie die Tab. 85, Fig. 1 dargestellte Wasserschnecke, nur
dass hiebei keine massive Welle nöthig war. Diese Schlange hatte die Gestalt eines, an
seinem Umfange bekleideten oberschlächtigen Wasserrades, bei der Einmündung war
statt des Hornes eine Erweiterung von Blech angebracht, und die letzte Windung en-
digte sich mittelst einer metallenen Röhre in einen Windkessel, an dessen Obertheile
die Steigröhre erst angebracht war. Die Verbindung zwischen dem letzten Windungsrohre
und dem Windkessel war ebenfalls luft- und wasserdicht hergestellt. Bei dem Gebrau-
che zeigte sich die Maschine so vortheilhaft, dass der Verfertigung hölzerner Schlan-
gen bei übrigens genauer Arbeit nach der Meinung des Herrn Eytelwein nichts im
Wege steht.

Es ist zu bedauern, dass auch von der Spiralpumpe bisher noch keine genauen
Versuche bekannt gemacht wurden, womit die Theorie verglichen und so über die An-
wendbarkeit dieser Maschine im Grossen ein bestimmtes Urtheil gefällt werden könnte.


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[262/0298] Bemerkungen. §. 186. Herr Eytelwein bemerkt noch in seinem Handbuche der Mechanik und Hydraulik, dass er statt der kupfernen Windungen eine hölzerne Schlange herstellen liess. Dieselbe hatte 7 Windungen, jede 2 Zoll weit und 2 Zoll hoch, der Durchmesser der Windungen mit Inbegriff der Windungsweite war 2 Fuss gross, und die ganze Schlange auf ähnliche Art ausgeführt, wie die Tab. 85, Fig. 1 dargestellte Wasserschnecke, nur dass hiebei keine massive Welle nöthig war. Diese Schlange hatte die Gestalt eines, an seinem Umfange bekleideten oberschlächtigen Wasserrades, bei der Einmündung war statt des Hornes eine Erweiterung von Blech angebracht, und die letzte Windung en- digte sich mittelst einer metallenen Röhre in einen Windkessel, an dessen Obertheile die Steigröhre erst angebracht war. Die Verbindung zwischen dem letzten Windungsrohre und dem Windkessel war ebenfalls luft- und wasserdicht hergestellt. Bei dem Gebrau- che zeigte sich die Maschine so vortheilhaft, dass der Verfertigung hölzerner Schlan- gen bei übrigens genauer Arbeit nach der Meinung des Herrn Eytelwein nichts im Wege steht. Es ist zu bedauern, dass auch von der Spiralpumpe bisher noch keine genauen Versuche bekannt gemacht wurden, womit die Theorie verglichen und so über die An- wendbarkeit dieser Maschine im Grossen ein bestimmtes Urtheil gefällt werden könnte.

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Zitationshilfe: Gerstner, Franz Joseph von: Handbuch der Mechanik. Bd. 3: Beschreibung und Berechnung grösserer Maschinenanlagen. Wien, 1834, S. 262. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/gerstner_mechanik03_1834/298>, abgerufen am 21.07.2019.