Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Gerstner, Franz Joseph von: Handbuch der Mechanik. Bd. 3: Beschreibung und Berechnung grösserer Maschinenanlagen. Wien, 1834.

Bild:
<< vorherige Seite

Zacken, Schlackenabzugsrohr, Zeugbehälter.
Formzacken, der an sie anstossende, gegenüber der Vorheerdplatte heisst der Hinter-Tab.
102.
und
104.

zacken, und jener welcher der Form gegenübersteht, der Gichtzacken.

Am Vorheerd ist keine Platte, weil dieser Raum stets mit Kohlenlösche (feuchten Koh-
lenstaub) angefüllt ist, diese nicht nur die Platte ersetzt, sondern auch das Aufbrechen des
geschmolzenen Eisens wegen der durch sie gebildeten Böschung erleichtert. Diese Platten oder
Zacken sind ohne alle andere Verbindung dicht neben einander gestellt, sie stützen sich ge-
genseitig, und werden bloss mittelst einiger eiserner Keile in der gehörigen Spannung und
unverrückten Stellung erhalten. Auf die Gichtplatte stellt man fast immer ein vorräthiges Am-
bosslager, welches zum Theil auf der Heerdsohle aufliegend, ihren Umsturz verhindert, zu-
gleich aber auch die hier in Vorrath liegenden Kohlen von dem Feuer absondert. Der Hinter-
zacken ist gewöhnlich 2 Fuss hoch, oder man stellt zwei Platten auf einander, damit die im
Hintertheil des Heerdes herabfallenden Funken oder Russ vom Feuer abgehalten werden.

Im Vorheerde unter der Vorheerdplatte und an der Bodenplatte ist eine 8 Zoll hohe, 71/2
Zoll breite Oeffnung, durch welche die im Eisen befindliche Schlacke abgelassen und heraus-
gezogen wird. Zur Sicherung des hier aus Lehm ausgeführten Ziegelmauerwerkes ist es mit
dem Schlackenabzugsrohr versehen. Letzteres ist Fig. 8, Tab. 104 in der Vorder-
ansicht und Längendurchschnitt im doppelten Mass abgebildet, hat 3/4 Zoll Eisenstärke, die
sich an den Seitenwänden nach unten bis auf 1/2 Zoll verringert, und wird an dem gegen das
Feuer gerichteten Ende schmäler und niedriger. Durch diese trichterförmige Gestalt wollte
man bloss die äussere Oeffnung wegen besserer Handhabung des Schlackenspiesses beim Ab-
lassen der Schlacke erweitern.

In der Ausmauerung ober der obern Vorheerdplatte sind zwei ovale, 6 Zoll tiefe Scha-
len eingemauert, welche man die Zeugbehälter nennt, weil in ihnen die kleinen Requi-
siten der Arbeiter, als Handschlägel, eine Art Hebel zur bequemern Umdrehung der Anlauf-
stange u. dgl. verwahrt werden. Ein solcher Zeugbehälter ist Fig. 9 im doppelten Maass
abgebildet; er ist 3/4 Zoll im Eisen stark, welche Eisenstärke jedoch an den Seitenwänden
nach vorne bis auf 1/2 Zoll abnimmt, und das leichte Herausfallen desselben verhindert.

Etwas höher in den Feuerwänden, gerade ober den Säulen sind ebenfalls zwei 6 Zoll
lange, gegossene Anlegeisen eingemauert, die an der Aussenseite zwei 2 Zoll tiefe Einschnitte
haben, Fig. 6, Tab. 104. Sie sind dazu bestimmt, um die Brech- und Anlaufstangen, dann
Schlackenspiesse an die Feuerwände anlehnen zu können, deren Umsturz sie verhindern.
Weil diese Requisiten, mit denen der Hammerschmied in dem Feuer arbeitet, an ihrem Ende
glühend werden, so sind zur Erzielung einer baldigen Abkühlung, senkrecht unter den Stü-
tzen 10 Zoll im Quadrat grosse, 5 Zoll tiefe Schalen t' von Gusseisen in die Hüttensohle
eingegraben, die mit Wasser angefüllt sind, und in welche die Brechstangen mit ihren En-
den gestellt werden.

§. 373.

Ein wichtiger Theil des Frischheerdes ist die Form, welche den Wind dem flüssigen
Eisen zuführt, durch den das Roheisen in gefrischtes oder Schmiedeisen verwandelt wird. Die
hier gebräuchlichen Formen sind von Kupfer, 1 Fuss 3 Zoll lang, vorn beim engen Ende, dem
Formrüssel, in der lichten Oeffnung 1 Zoll im Quadrat; im Metall 3/8 Zoll, hinten 3/8 Zoll
dick, wovon gewöhnlich ein Stück 12 Pfund wiegt. Ihre Gestalt ist aus Fig. 10, Tab. 104 zu er-
sehen und man hat hier, nicht wie beim Hochofen, die Oeffnung halbrund, sondern viereckig als

Zacken, Schlackenabzugsrohr, Zeugbehälter.
Formzacken, der an sie anstossende, gegenüber der Vorheerdplatte heisst der Hinter-Tab.
102.
und
104.

zacken, und jener welcher der Form gegenübersteht, der Gichtzacken.

Am Vorheerd ist keine Platte, weil dieser Raum stets mit Kohlenlösche (feuchten Koh-
lenstaub) angefüllt ist, diese nicht nur die Platte ersetzt, sondern auch das Aufbrechen des
geschmolzenen Eisens wegen der durch sie gebildeten Böschung erleichtert. Diese Platten oder
Zacken sind ohne alle andere Verbindung dicht neben einander gestellt, sie stützen sich ge-
genseitig, und werden bloss mittelst einiger eiserner Keile in der gehörigen Spannung und
unverrückten Stellung erhalten. Auf die Gichtplatte stellt man fast immer ein vorräthiges Am-
bosslager, welches zum Theil auf der Heerdsohle aufliegend, ihren Umsturz verhindert, zu-
gleich aber auch die hier in Vorrath liegenden Kohlen von dem Feuer absondert. Der Hinter-
zacken ist gewöhnlich 2 Fuss hoch, oder man stellt zwei Platten auf einander, damit die im
Hintertheil des Heerdes herabfallenden Funken oder Russ vom Feuer abgehalten werden.

Im Vorheerde unter der Vorheerdplatte und an der Bodenplatte ist eine 8 Zoll hohe, 7½
Zoll breite Oeffnung, durch welche die im Eisen befindliche Schlacke abgelassen und heraus-
gezogen wird. Zur Sicherung des hier aus Lehm ausgeführten Ziegelmauerwerkes ist es mit
dem Schlackenabzugsrohr versehen. Letzteres ist Fig. 8, Tab. 104 in der Vorder-
ansicht und Längendurchschnitt im doppelten Mass abgebildet, hat ¾ Zoll Eisenstärke, die
sich an den Seitenwänden nach unten bis auf ½ Zoll verringert, und wird an dem gegen das
Feuer gerichteten Ende schmäler und niedriger. Durch diese trichterförmige Gestalt wollte
man bloss die äussere Oeffnung wegen besserer Handhabung des Schlackenspiesses beim Ab-
lassen der Schlacke erweitern.

In der Ausmauerung ober der obern Vorheerdplatte sind zwei ovale, 6 Zoll tiefe Scha-
len eingemauert, welche man die Zeugbehälter nennt, weil in ihnen die kleinen Requi-
siten der Arbeiter, als Handschlägel, eine Art Hebel zur bequemern Umdrehung der Anlauf-
stange u. dgl. verwahrt werden. Ein solcher Zeugbehälter ist Fig. 9 im doppelten Maass
abgebildet; er ist ¾ Zoll im Eisen stark, welche Eisenstärke jedoch an den Seitenwänden
nach vorne bis auf ½ Zoll abnimmt, und das leichte Herausfallen desselben verhindert.

Etwas höher in den Feuerwänden, gerade ober den Säulen sind ebenfalls zwei 6 Zoll
lange, gegossene Anlegeisen eingemauert, die an der Aussenseite zwei 2 Zoll tiefe Einschnitte
haben, Fig. 6, Tab. 104. Sie sind dazu bestimmt, um die Brech- und Anlaufstangen, dann
Schlackenspiesse an die Feuerwände anlehnen zu können, deren Umsturz sie verhindern.
Weil diese Requisiten, mit denen der Hammerschmied in dem Feuer arbeitet, an ihrem Ende
glühend werden, so sind zur Erzielung einer baldigen Abkühlung, senkrecht unter den Stü-
tzen 10 Zoll im Quadrat grosse, 5 Zoll tiefe Schalen t' von Gusseisen in die Hüttensohle
eingegraben, die mit Wasser angefüllt sind, und in welche die Brechstangen mit ihren En-
den gestellt werden.

§. 373.

Ein wichtiger Theil des Frischheerdes ist die Form, welche den Wind dem flüssigen
Eisen zuführt, durch den das Roheisen in gefrischtes oder Schmiedeisen verwandelt wird. Die
hier gebräuchlichen Formen sind von Kupfer, 1 Fuss 3 Zoll lang, vorn beim engen Ende, dem
Formrüssel, in der lichten Oeffnung 1 Zoll im Quadrat; im Metall ⅜ Zoll, hinten ⅜ Zoll
dick, wovon gewöhnlich ein Stück 12 Pfund wiegt. Ihre Gestalt ist aus Fig. 10, Tab. 104 zu er-
sehen und man hat hier, nicht wie beim Hochofen, die Oeffnung halbrund, sondern viereckig als

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0555" n="519"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#i">Zacken, Schlackenabzugsrohr, Zeugbehälter.</hi></fw><lb/><hi rendition="#g">Formzacken</hi>, der an sie anstossende, gegenüber der Vorheerdplatte heisst der <hi rendition="#g">Hinter-</hi><note place="right">Tab.<lb/>
102.<lb/>
und<lb/>
104.</note><lb/><hi rendition="#g">zacken</hi>, und jener welcher der Form gegenübersteht, der <hi rendition="#g">Gichtzacken</hi>.</p><lb/>
            <p>Am Vorheerd ist keine Platte, weil dieser Raum stets mit Kohlenlösche (feuchten Koh-<lb/>
lenstaub) angefüllt ist, diese nicht nur die Platte ersetzt, sondern auch das Aufbrechen des<lb/>
geschmolzenen Eisens wegen der durch sie gebildeten Böschung erleichtert. Diese Platten oder<lb/>
Zacken sind ohne alle andere Verbindung dicht neben einander gestellt, sie stützen sich ge-<lb/>
genseitig, und werden bloss mittelst einiger eiserner Keile in der gehörigen Spannung und<lb/>
unverrückten Stellung erhalten. Auf die Gichtplatte stellt man fast immer ein vorräthiges Am-<lb/>
bosslager, welches zum Theil auf der Heerdsohle aufliegend, ihren Umsturz verhindert, zu-<lb/>
gleich aber auch die hier in Vorrath liegenden Kohlen von dem Feuer absondert. Der Hinter-<lb/>
zacken ist gewöhnlich 2 Fuss hoch, oder man stellt zwei Platten auf einander, damit die im<lb/>
Hintertheil des Heerdes herabfallenden Funken oder Russ vom Feuer abgehalten werden.</p><lb/>
            <p>Im Vorheerde unter der Vorheerdplatte und an der Bodenplatte ist eine 8 Zoll hohe, 7½<lb/>
Zoll breite Oeffnung, durch welche die im Eisen befindliche Schlacke abgelassen und heraus-<lb/>
gezogen wird. Zur Sicherung des hier aus Lehm ausgeführten Ziegelmauerwerkes ist es mit<lb/>
dem <hi rendition="#g">Schlackenabzugsrohr</hi> versehen. Letzteres ist Fig. 8, Tab. 104 in der Vorder-<lb/>
ansicht und Längendurchschnitt im doppelten Mass abgebildet, hat ¾ Zoll Eisenstärke, die<lb/>
sich an den Seitenwänden nach unten bis auf ½ Zoll verringert, und wird an dem gegen das<lb/>
Feuer gerichteten Ende schmäler und niedriger. Durch diese trichterförmige Gestalt wollte<lb/>
man bloss die äussere Oeffnung wegen besserer Handhabung des Schlackenspiesses beim Ab-<lb/>
lassen der Schlacke erweitern.</p><lb/>
            <p>In der Ausmauerung ober der obern Vorheerdplatte sind zwei ovale, 6 Zoll tiefe Scha-<lb/>
len eingemauert, welche man die <hi rendition="#g">Zeugbehälter</hi> nennt, weil in ihnen die kleinen Requi-<lb/>
siten der Arbeiter, als Handschlägel, eine Art Hebel zur bequemern Umdrehung der Anlauf-<lb/>
stange u. dgl. verwahrt werden. Ein solcher Zeugbehälter ist Fig. 9 im doppelten Maass<lb/>
abgebildet; er ist ¾ Zoll im Eisen stark, welche Eisenstärke jedoch an den Seitenwänden<lb/>
nach vorne bis auf ½ Zoll abnimmt, und das leichte Herausfallen desselben verhindert.</p><lb/>
            <p>Etwas höher in den Feuerwänden, gerade ober den Säulen sind ebenfalls zwei 6 Zoll<lb/>
lange, gegossene <hi rendition="#g">Anlegeisen</hi> eingemauert, die an der Aussenseite zwei 2 Zoll tiefe Einschnitte<lb/>
haben, Fig. 6, Tab. 104. Sie sind dazu bestimmt, um die Brech- und Anlaufstangen, dann<lb/>
Schlackenspiesse an die Feuerwände anlehnen zu können, deren Umsturz sie verhindern.<lb/>
Weil diese Requisiten, mit denen der Hammerschmied in dem Feuer arbeitet, an ihrem Ende<lb/>
glühend werden, so sind zur Erzielung einer baldigen Abkühlung, senkrecht unter den Stü-<lb/>
tzen 10 Zoll im Quadrat grosse, 5 Zoll tiefe <hi rendition="#g">Schalen</hi> t' von Gusseisen in die Hüttensohle<lb/>
eingegraben, die mit Wasser angefüllt sind, und in welche die Brechstangen mit ihren En-<lb/>
den gestellt werden.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 373.</head><lb/>
            <p>Ein wichtiger Theil des Frischheerdes ist die <hi rendition="#g">Form</hi>, welche den Wind dem flüssigen<lb/>
Eisen zuführt, durch den das Roheisen in gefrischtes oder Schmiedeisen verwandelt wird. Die<lb/>
hier gebräuchlichen Formen sind von Kupfer, 1 Fuss 3 Zoll lang, vorn beim engen Ende, dem<lb/><hi rendition="#g">Formrüssel</hi>, in der lichten Oeffnung 1 Zoll im Quadrat; im Metall &#x215C; Zoll, hinten &#x215C; Zoll<lb/>
dick, wovon gewöhnlich ein Stück 12 Pfund wiegt. Ihre Gestalt ist aus Fig. 10, Tab. 104 zu er-<lb/>
sehen und man hat hier, nicht wie beim Hochofen, die Oeffnung halbrund, sondern viereckig als<lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[519/0555] Zacken, Schlackenabzugsrohr, Zeugbehälter. Formzacken, der an sie anstossende, gegenüber der Vorheerdplatte heisst der Hinter- zacken, und jener welcher der Form gegenübersteht, der Gichtzacken. Tab. 102. und 104. Am Vorheerd ist keine Platte, weil dieser Raum stets mit Kohlenlösche (feuchten Koh- lenstaub) angefüllt ist, diese nicht nur die Platte ersetzt, sondern auch das Aufbrechen des geschmolzenen Eisens wegen der durch sie gebildeten Böschung erleichtert. Diese Platten oder Zacken sind ohne alle andere Verbindung dicht neben einander gestellt, sie stützen sich ge- genseitig, und werden bloss mittelst einiger eiserner Keile in der gehörigen Spannung und unverrückten Stellung erhalten. Auf die Gichtplatte stellt man fast immer ein vorräthiges Am- bosslager, welches zum Theil auf der Heerdsohle aufliegend, ihren Umsturz verhindert, zu- gleich aber auch die hier in Vorrath liegenden Kohlen von dem Feuer absondert. Der Hinter- zacken ist gewöhnlich 2 Fuss hoch, oder man stellt zwei Platten auf einander, damit die im Hintertheil des Heerdes herabfallenden Funken oder Russ vom Feuer abgehalten werden. Im Vorheerde unter der Vorheerdplatte und an der Bodenplatte ist eine 8 Zoll hohe, 7½ Zoll breite Oeffnung, durch welche die im Eisen befindliche Schlacke abgelassen und heraus- gezogen wird. Zur Sicherung des hier aus Lehm ausgeführten Ziegelmauerwerkes ist es mit dem Schlackenabzugsrohr versehen. Letzteres ist Fig. 8, Tab. 104 in der Vorder- ansicht und Längendurchschnitt im doppelten Mass abgebildet, hat ¾ Zoll Eisenstärke, die sich an den Seitenwänden nach unten bis auf ½ Zoll verringert, und wird an dem gegen das Feuer gerichteten Ende schmäler und niedriger. Durch diese trichterförmige Gestalt wollte man bloss die äussere Oeffnung wegen besserer Handhabung des Schlackenspiesses beim Ab- lassen der Schlacke erweitern. In der Ausmauerung ober der obern Vorheerdplatte sind zwei ovale, 6 Zoll tiefe Scha- len eingemauert, welche man die Zeugbehälter nennt, weil in ihnen die kleinen Requi- siten der Arbeiter, als Handschlägel, eine Art Hebel zur bequemern Umdrehung der Anlauf- stange u. dgl. verwahrt werden. Ein solcher Zeugbehälter ist Fig. 9 im doppelten Maass abgebildet; er ist ¾ Zoll im Eisen stark, welche Eisenstärke jedoch an den Seitenwänden nach vorne bis auf ½ Zoll abnimmt, und das leichte Herausfallen desselben verhindert. Etwas höher in den Feuerwänden, gerade ober den Säulen sind ebenfalls zwei 6 Zoll lange, gegossene Anlegeisen eingemauert, die an der Aussenseite zwei 2 Zoll tiefe Einschnitte haben, Fig. 6, Tab. 104. Sie sind dazu bestimmt, um die Brech- und Anlaufstangen, dann Schlackenspiesse an die Feuerwände anlehnen zu können, deren Umsturz sie verhindern. Weil diese Requisiten, mit denen der Hammerschmied in dem Feuer arbeitet, an ihrem Ende glühend werden, so sind zur Erzielung einer baldigen Abkühlung, senkrecht unter den Stü- tzen 10 Zoll im Quadrat grosse, 5 Zoll tiefe Schalen t' von Gusseisen in die Hüttensohle eingegraben, die mit Wasser angefüllt sind, und in welche die Brechstangen mit ihren En- den gestellt werden. §. 373. Ein wichtiger Theil des Frischheerdes ist die Form, welche den Wind dem flüssigen Eisen zuführt, durch den das Roheisen in gefrischtes oder Schmiedeisen verwandelt wird. Die hier gebräuchlichen Formen sind von Kupfer, 1 Fuss 3 Zoll lang, vorn beim engen Ende, dem Formrüssel, in der lichten Oeffnung 1 Zoll im Quadrat; im Metall ⅜ Zoll, hinten ⅜ Zoll dick, wovon gewöhnlich ein Stück 12 Pfund wiegt. Ihre Gestalt ist aus Fig. 10, Tab. 104 zu er- sehen und man hat hier, nicht wie beim Hochofen, die Oeffnung halbrund, sondern viereckig als

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/gerstner_mechanik03_1834
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/gerstner_mechanik03_1834/555
Zitationshilfe: Gerstner, Franz Joseph von: Handbuch der Mechanik. Bd. 3: Beschreibung und Berechnung grösserer Maschinenanlagen. Wien, 1834, S. 519. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/gerstner_mechanik03_1834/555>, abgerufen am 18.07.2019.