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Goeze, Johann August Ephraim: Zeitvertreib und Unterricht für Kinder vom dritten bis zehnten Jahr in kleinen Geschichten. Bd. 2. Leipzig, 1783.

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lich, und sagte: Nun, du wirst es wohl recht
gut bey unserm Sohn gehabt haben. Er
wollte antworten, konnte aber nichts weiter
herausbringen, als dieses: O Gott! welcher
Sohn! Da rührte ihn der Schlag, und er
fiel todt zur Erde.


XXVI.
Das mitleidige und gutherzige
Kind.

Vater.

So gefällt euch denn die Geschichte von dem
gutherzigen und mitleidigen Wilhelm
so sehr, die in Campens Sittenbüchlein
steht?

Karl. Ach allerliebst, ganz allerliebst.
Den möcht' ich zum Bruder haben. So lieb
hab' ich ihn.

Vater.

lich, und ſagte: Nun, du wirſt es wohl recht
gut bey unſerm Sohn gehabt haben. Er
wollte antworten, konnte aber nichts weiter
herausbringen, als dieſes: O Gott! welcher
Sohn! Da ruͤhrte ihn der Schlag, und er
fiel todt zur Erde.


XXVI.
Das mitleidige und gutherzige
Kind.

Vater.

So gefaͤllt euch denn die Geſchichte von dem
gutherzigen und mitleidigen Wilhelm
ſo ſehr, die in Campens Sittenbuͤchlein
ſteht?

Karl. Ach allerliebſt, ganz allerliebſt.
Den moͤcht’ ich zum Bruder haben. So lieb
hab’ ich ihn.

Vater.
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[128/0150] lich, und ſagte: Nun, du wirſt es wohl recht gut bey unſerm Sohn gehabt haben. Er wollte antworten, konnte aber nichts weiter herausbringen, als dieſes: O Gott! welcher Sohn! Da ruͤhrte ihn der Schlag, und er fiel todt zur Erde. XXVI. Das mitleidige und gutherzige Kind. Vater. So gefaͤllt euch denn die Geſchichte von dem gutherzigen und mitleidigen Wilhelm ſo ſehr, die in Campens Sittenbuͤchlein ſteht? Karl. Ach allerliebſt, ganz allerliebſt. Den moͤcht’ ich zum Bruder haben. So lieb hab’ ich ihn. Vater.

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Zitationshilfe: Goeze, Johann August Ephraim: Zeitvertreib und Unterricht für Kinder vom dritten bis zehnten Jahr in kleinen Geschichten. Bd. 2. Leipzig, 1783, S. 128. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/goetze_zeitvertreib02_1783/150>, abgerufen am 09.08.2020.