Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Goeze, Johann August Ephraim: Zeitvertreib und Unterricht für Kinder vom dritten bis zehnten Jahr in kleinen Geschichten. Bd. 2. Leipzig, 1783.

Bild:
<< vorherige Seite

Vater. Bravo! das war schön. Aber
wir sind mit dem Leben des alten Mannes
noch nicht fertig. Mich soll doch wundern,
ob von seiner Jugend nichts gesagt ist. Denn
wer sich in seiner Kindheit und Jugendjahren
verdirbt, oder ungesund macht, der kann im
Alter nicht gesund seyn.


LXVIII.
Fortsetzung des siebenundsechzigsten
Stücks.

Georg. "In seiner Jugend schlief er
nie über sechs Stunden, und in
seinem Alter nie über acht Stun-
den."

Vater. Das wird eben nichts für euch
seyn, Jacob und Minchen. Ihr schlaft gar
zu gern. Glaubt doch aber ja nicht, daß das
zu viele und lange Schlafen gesund sey. Der

alte
Y 3

Vater. Bravo! das war ſchoͤn. Aber
wir ſind mit dem Leben des alten Mannes
noch nicht fertig. Mich ſoll doch wundern,
ob von ſeiner Jugend nichts geſagt iſt. Denn
wer ſich in ſeiner Kindheit und Jugendjahren
verdirbt, oder ungeſund macht, der kann im
Alter nicht geſund ſeyn.


LXVIII.
Fortſetzung des ſiebenundſechzigſten
Stuͤcks.

Georg. „In ſeiner Jugend ſchlief er
nie uͤber ſechs Stunden, und in
ſeinem Alter nie uͤber acht Stun-
den.“

Vater. Das wird eben nichts fuͤr euch
ſeyn, Jacob und Minchen. Ihr ſchlaft gar
zu gern. Glaubt doch aber ja nicht, daß das
zu viele und lange Schlafen geſund ſey. Der

alte
Y 3
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0363" n="341"/>
        <p><hi rendition="#fr">Vater</hi>. Bravo! das war &#x017F;cho&#x0364;n. Aber<lb/>
wir &#x017F;ind mit dem Leben des alten Mannes<lb/>
noch nicht fertig. Mich &#x017F;oll doch wundern,<lb/>
ob von &#x017F;einer <hi rendition="#fr">Jugend</hi> nichts ge&#x017F;agt i&#x017F;t. Denn<lb/>
wer &#x017F;ich in &#x017F;einer Kindheit und Jugendjahren<lb/>
verdirbt, oder unge&#x017F;und macht, der kann im<lb/>
Alter nicht ge&#x017F;und &#x017F;eyn.</p>
      </div><lb/>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
      <div n="1">
        <head><hi rendition="#aq">LXVIII.</hi><lb/>
Fort&#x017F;etzung des <hi rendition="#fr">&#x017F;iebenund&#x017F;echzig&#x017F;ten</hi><lb/>
Stu&#x0364;cks.</head><lb/>
        <p> <hi rendition="#et"><hi rendition="#fr">Georg</hi>. &#x201E;<hi rendition="#in">I</hi>n &#x017F;einer <hi rendition="#fr">Jugend</hi> &#x017F;chlief er<lb/>
nie u&#x0364;ber <hi rendition="#fr">&#x017F;echs</hi> Stunden, und in<lb/>
&#x017F;einem <hi rendition="#fr">Alter</hi> nie u&#x0364;ber <hi rendition="#fr">acht</hi> Stun-<lb/>
den.&#x201C;</hi> </p><lb/>
        <p><hi rendition="#fr">Vater</hi>. Das wird eben nichts fu&#x0364;r euch<lb/>
&#x017F;eyn, Jacob und Minchen. Ihr &#x017F;chlaft gar<lb/>
zu gern. Glaubt doch aber ja nicht, daß das<lb/>
zu viele und lange Schlafen ge&#x017F;und &#x017F;ey. Der<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">Y 3</fw><fw place="bottom" type="catch">alte</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[341/0363] Vater. Bravo! das war ſchoͤn. Aber wir ſind mit dem Leben des alten Mannes noch nicht fertig. Mich ſoll doch wundern, ob von ſeiner Jugend nichts geſagt iſt. Denn wer ſich in ſeiner Kindheit und Jugendjahren verdirbt, oder ungeſund macht, der kann im Alter nicht geſund ſeyn. LXVIII. Fortſetzung des ſiebenundſechzigſten Stuͤcks. Georg. „In ſeiner Jugend ſchlief er nie uͤber ſechs Stunden, und in ſeinem Alter nie uͤber acht Stun- den.“ Vater. Das wird eben nichts fuͤr euch ſeyn, Jacob und Minchen. Ihr ſchlaft gar zu gern. Glaubt doch aber ja nicht, daß das zu viele und lange Schlafen geſund ſey. Der alte Y 3

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/goetze_zeitvertreib02_1783
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/goetze_zeitvertreib02_1783/363
Zitationshilfe: Goeze, Johann August Ephraim: Zeitvertreib und Unterricht für Kinder vom dritten bis zehnten Jahr in kleinen Geschichten. Bd. 2. Leipzig, 1783, S. 341. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/goetze_zeitvertreib02_1783/363>, abgerufen am 12.12.2018.