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Günther, Karl Gottlob: Europäisches Völkerrecht in Friedenszeiten nach Vernunft, Verträgen und Herkommen mit Anwendung auf die teutschen Reichsstände. Bd. 2. Altenburg, 1792.

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Von den Titeln, Wapen
s. Io. Petr. Ludwig diss. de auspicio regum. Hal.
1701. und nachher unter dem Titel: de iure reges
appellandi. Hal.
1704. und in Opusc. Miscell.
Tom. I. p.
1 -- 120.
Ejusdem Naeniae Pontificis de iure reges appellandi.
Hal.
1702. und in Opusc. cit. Tom. I. p. 129.
auch teutsch: Päpstlicher Unfug wider die Krone
Preussen, welche Clemens XI. in einem den 16.
April 1701. ausgestreuten irrigen Brevi zu Verklei-
nerung aller gekrönten Häupter begangen. Cöln
1702. Dagegen erschienen Joh. Heinr. Imhof
Anmerkungen contra scriptum Päpstlicher Unfug
titulirt. Nürnberg 1702. 8.
Dietr. Herm. Kemmerich diss. de Corona Borussiae.
Lips.
1704.
c] Dies geschah von dem gegenwärtigen Papst Pius VI.
durch Vermittelung des damaligen Staats- und Kabi-
netsminister von Herzberg. s. von Herzberg historische
Nachrichten von dem ehemals von den Päpsten bestrit-
tenen nunmehro aber anerkanten Preussischen Königstitel
in der Berliner Monatsschrift August 1786. S. 101. ff.
Vergl. May 1787. S. 501.
d] Vattel, Real und de Martens a. a. O. Indes glaubt
Köhler in seiner Reichshistorie, daß der Kaiser bey der
preussischen Königswürde sein Recht einigermaassen aus-
geübt habe, indem die Erhebung mit Erlaubnis und
vorherigem Einverständnis desselben geschehen sey.
§. 6.
Eigne Annahme höherer Würden.

So wie die Nazion ursprünglich das Recht hat,
ihrem Souverain eine gewisse Würde beizulegen oder
annehmen zu lassen, so kann es, auch nach den heut-

zutage
Von den Titeln, Wapen
ſ. Io. Petr. Ludwig diſſ. de auſpicio regum. Hal.
1701. und nachher unter dem Titel: de iure reges
appellandi. Hal.
1704. und in Opuſc. Miſcell.
Tom. I. p.
1 — 120.
Ejusdem Naeniae Pontificis de iure reges appellandi.
Hal.
1702. und in Opuſc. cit. Tom. I. p. 129.
auch teutſch: Paͤpſtlicher Unfug wider die Krone
Preuſſen, welche Clemens XI. in einem den 16.
April 1701. ausgeſtreuten irrigen Brevi zu Verklei-
nerung aller gekroͤnten Haͤupter begangen. Coͤln
1702. Dagegen erſchienen Joh. Heinr. Imhof
Anmerkungen contra ſcriptum Paͤpſtlicher Unfug
titulirt. Nuͤrnberg 1702. 8.
Dietr. Herm. Kemmerich diſſ. de Corona Boruſſiae.
Lipſ.
1704.
c] Dies geſchah von dem gegenwaͤrtigen Papſt Pius VI.
durch Vermittelung des damaligen Staats- und Kabi-
netsminiſter von Herzberg. ſ. von Herzberg hiſtoriſche
Nachrichten von dem ehemals von den Paͤpſten beſtrit-
tenen nunmehro aber anerkanten Preuſſiſchen Koͤnigstitel
in der Berliner Monatsſchrift Auguſt 1786. S. 101. ff.
Vergl. May 1787. S. 501.
d] Vattel, Real und de Martens a. a. O. Indes glaubt
Koͤhler in ſeiner Reichshiſtorie, daß der Kaiſer bey der
preuſſiſchen Koͤnigswuͤrde ſein Recht einigermaaſſen aus-
geuͤbt habe, indem die Erhebung mit Erlaubnis und
vorherigem Einverſtaͤndnis deſſelben geſchehen ſey.
§. 6.
Eigne Annahme hoͤherer Wuͤrden.

So wie die Nazion urſpruͤnglich das Recht hat,
ihrem Souverain eine gewiſſe Wuͤrde beizulegen oder
annehmen zu laſſen, ſo kann es, auch nach den heut-

zutage
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[446/0460] Von den Titeln, Wapen b] ſ. Io. Petr. Ludwig diſſ. de auſpicio regum. Hal. 1701. und nachher unter dem Titel: de iure reges appellandi. Hal. 1704. und in Opuſc. Miſcell. Tom. I. p. 1 — 120. Ejusdem Naeniae Pontificis de iure reges appellandi. Hal. 1702. und in Opuſc. cit. Tom. I. p. 129. auch teutſch: Paͤpſtlicher Unfug wider die Krone Preuſſen, welche Clemens XI. in einem den 16. April 1701. ausgeſtreuten irrigen Brevi zu Verklei- nerung aller gekroͤnten Haͤupter begangen. Coͤln 1702. Dagegen erſchienen Joh. Heinr. Imhof Anmerkungen contra ſcriptum Paͤpſtlicher Unfug titulirt. Nuͤrnberg 1702. 8. Dietr. Herm. Kemmerich diſſ. de Corona Boruſſiae. Lipſ. 1704. c] Dies geſchah von dem gegenwaͤrtigen Papſt Pius VI. durch Vermittelung des damaligen Staats- und Kabi- netsminiſter von Herzberg. ſ. von Herzberg hiſtoriſche Nachrichten von dem ehemals von den Paͤpſten beſtrit- tenen nunmehro aber anerkanten Preuſſiſchen Koͤnigstitel in der Berliner Monatsſchrift Auguſt 1786. S. 101. ff. Vergl. May 1787. S. 501. d] Vattel, Real und de Martens a. a. O. Indes glaubt Koͤhler in ſeiner Reichshiſtorie, daß der Kaiſer bey der preuſſiſchen Koͤnigswuͤrde ſein Recht einigermaaſſen aus- geuͤbt habe, indem die Erhebung mit Erlaubnis und vorherigem Einverſtaͤndnis deſſelben geſchehen ſey. §. 6. Eigne Annahme hoͤherer Wuͤrden. So wie die Nazion urſpruͤnglich das Recht hat, ihrem Souverain eine gewiſſe Wuͤrde beizulegen oder annehmen zu laſſen, ſo kann es, auch nach den heut- zutage

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Zitationshilfe: Günther, Karl Gottlob: Europäisches Völkerrecht in Friedenszeiten nach Vernunft, Verträgen und Herkommen mit Anwendung auf die teutschen Reichsstände. Bd. 2. Altenburg, 1792. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/guenther_voelkerrecht02_1792/460>, S. 446, abgerufen am 24.01.2018.