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Guts Muths, Johann Christoph Friedrich: Spiele zur Übung und Erholung des Körpers und Geistes. Schnepfenthal, 1796.

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verbesserten Gestalt dieses Spiels machen können.
Dergleichen Bewegungen lassen sich auf man-
cherley Art abändern. Diess macht Vergnü-
gen und zur Uebung und Bildung des Körpers
sind sie vortrefflich. Die für jedes Fach bestimm-
ten Sprünge werden bloss gemacht, indem man
sich zu dem Fache begibt, wo der Stein liegt;
von hier schnellt man den Stein entweder mit
einem Fusse hüpfend, vor sich hin nach und nach
heraus, oder man legt ihn auf den Fuss und
schleudert ihn beym Aufsprunge fort, oder man
fasst ihn zwischen beyde Füsse und springt damit
aus der Figur heraus. Die Gesetze über den
Verlust eines Ganges, wird jeder leicht, nach den
oben gegebenen, für diess neue Spiel bilden
können.


16. Das Steinspiel.

Man gebraucht zu diesem Spiele nichts, als
Steine, daher gebe ich ihm diesen Namen, ob
es gleich in Deutschland und in der Schweiz un-
ter manchen andern Namen bekannt ist. Der
Boden des Platzes sey eben und fest und man
bezeichne hier den Spielraum auf folgende

verbeſſerten Geſtalt dieſes Spiels machen können.
Dergleichen Bewegungen laſſen ſich auf man-
cherley Art abändern. Dieſs macht Vergnü-
gen und zur Uebung und Bildung des Körpers
ſind ſie vortrefflich. Die für jedes Fach beſtimm-
ten Sprünge werden bloſs gemacht, indem man
ſich zu dem Fache begibt, wo der Stein liegt;
von hier ſchnellt man den Stein entweder mit
einem Fuſse hüpfend, vor ſich hin nach und nach
heraus, oder man legt ihn auf den Fuſs und
ſchleudert ihn beym Aufſprunge fort, oder man
faſst ihn zwiſchen beyde Füſse und ſpringt damit
aus der Figur heraus. Die Geſetze über den
Verluſt eines Ganges, wird jeder leicht, nach den
oben gegebenen, für dieſs neue Spiel bilden
können.


16. Das Steinſpiel.

Man gebraucht zu dieſem Spiele nichts, als
Steine, daher gebe ich ihm dieſen Namen, ob
es gleich in Deutſchland und in der Schweiz un-
ter manchen andern Namen bekannt iſt. Der
Boden des Platzes ſey eben und feſt und man
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[134/0166] verbeſſerten Geſtalt dieſes Spiels machen können. Dergleichen Bewegungen laſſen ſich auf man- cherley Art abändern. Dieſs macht Vergnü- gen und zur Uebung und Bildung des Körpers ſind ſie vortrefflich. Die für jedes Fach beſtimm- ten Sprünge werden bloſs gemacht, indem man ſich zu dem Fache begibt, wo der Stein liegt; von hier ſchnellt man den Stein entweder mit einem Fuſse hüpfend, vor ſich hin nach und nach heraus, oder man legt ihn auf den Fuſs und ſchleudert ihn beym Aufſprunge fort, oder man faſst ihn zwiſchen beyde Füſse und ſpringt damit aus der Figur heraus. Die Geſetze über den Verluſt eines Ganges, wird jeder leicht, nach den oben gegebenen, für dieſs neue Spiel bilden können. 16. Das Steinſpiel. Man gebraucht zu dieſem Spiele nichts, als Steine, daher gebe ich ihm dieſen Namen, ob es gleich in Deutſchland und in der Schweiz un- ter manchen andern Namen bekannt iſt. Der Boden des Platzes ſey eben und feſt und man bezeichne hier den Spielraum auf folgende

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Zitationshilfe: Guts Muths, Johann Christoph Friedrich: Spiele zur Übung und Erholung des Körpers und Geistes. Schnepfenthal, 1796, S. 134. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/gutsmuths_spiele_1796/166>, abgerufen am 14.12.2018.