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Haeckel, Ernst: Die Welträthsel. Bonn, 1899.

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Erstes Kapitel.
Stellung der Welträthsel.

Allgemeines Kulturbild des neunzehnten Jahrhunderts.
Der Kampf der Weltanschauungen.
Monismus und Dualismus.



"Freudig war, seit vielen Jahren,
Eifrig so der Geist bestrebt,
Zu erforschen, zu erfahren,
Wie Natur im Schaffen lebt.
Und es ist das ewig Eine,
Das sich vielfach offenbart;
Klein das Große, groß das Kleine,
Alles nach der eig'nen Art.
Immer wechselnd, fest sich haltend,
Nah und fern, und fern und nah;
So gestaltend, umgestaltend --
Zum Erstaunen bin ich da."

Goethe.

Haeckel, Welträthsel. 1
Erſtes Kapitel.
Stellung der Welträthſel.

Allgemeines Kulturbild des neunzehnten Jahrhunderts.
Der Kampf der Weltanſchauungen.
Monismus und Dualismus.



„Freudig war, ſeit vielen Jahren,
Eifrig ſo der Geiſt beſtrebt,
Zu erforſchen, zu erfahren,
Wie Natur im Schaffen lebt.
Und es iſt das ewig Eine,
Das ſich vielfach offenbart;
Klein das Große, groß das Kleine,
Alles nach der eig'nen Art.
Immer wechſelnd, feſt ſich haltend,
Nah und fern, und fern und nah;
So geſtaltend, umgeſtaltend —
Zum Erſtaunen bin ich da.“

Goethe.

Haeckel, Welträthſel. 1
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[[1]/0017] Erſtes Kapitel. Stellung der Welträthſel. Allgemeines Kulturbild des neunzehnten Jahrhunderts. Der Kampf der Weltanſchauungen. Monismus und Dualismus. „Freudig war, ſeit vielen Jahren, Eifrig ſo der Geiſt beſtrebt, Zu erforſchen, zu erfahren, Wie Natur im Schaffen lebt. Und es iſt das ewig Eine, Das ſich vielfach offenbart; Klein das Große, groß das Kleine, Alles nach der eig'nen Art. Immer wechſelnd, feſt ſich haltend, Nah und fern, und fern und nah; So geſtaltend, umgeſtaltend — Zum Erſtaunen bin ich da.“ Goethe. Haeckel, Welträthſel. 1

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Zitationshilfe: Haeckel, Ernst: Die Welträthsel. Bonn, 1899, S. [1]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/haeckel_weltraethsel_1899/17>, abgerufen am 16.10.2019.