Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Haller, Albrecht von: Anfangsgründe der Phisiologie des menschlichen Körpers. Bd. 4. Berlin, 1768.

Bild:
<< vorherige Seite

Das Gehirn und die Nerven. X. Buch.
dung des Schläfenmuskels [Spaltenumbruch] (a) nach der Kopfscheitel in
die Höhe, und kriecht mit unzähligen Aesten in den Flä-
chen der Stirn, der Scheitel, und eines Theils vom
Hinterkopfe umher.

Endlich steigt die Blutader des Hinterhaupts aus
dem großen Stamme der innern Drosselblutader, bis-
weilen so gleich bei ihrem Ursprunge gegen das Hinter-
haupt, und hinter dem Ohre hinauf. Doch wird sie
öfters in der That von der äußern Drosselblutader, und
entweder von dieser allein, oder, wenn solche mit dem
Aste der innern verbunden ist, erzeugt. Ja man weiß,
daß sie bei anderer Gelegenheit von der innern Kinnbak-
kenader hervorgebracht worden (a*).

§. 33.
Die äußere Drosselblutader.

Ob man gleich an den Aesten dieser Blutader eini-
ge Verschiedenheit bemerket, so haben doch die vornehm-
sten Fortsäzze derselben, gemeiniglich allezeit folgende
Einrichtung: Sie kömmt aus der Schlüsselblutader,
doch etwas mehr nach außen zu, als die innere Drossel-
blutader, mit einer, oder zwo Wurzeln, welche kurz
nach ihrem Ursprunge, wieder eins werden, hervor.
Jch habe sie beständig (b) kleiner, als die innere Dros-
selader, gefunden. Sie steigt unter der Haut in die
Höhe, wirft nicht selten einen Schulter - (c) und Nak-

kenast
(a) [fremdsprachliches Material - 1 Wort fehlt] nennt sie PHILI-
STION
beim RVFVS appell.
T. I.
S. 41. 42.
(a*) EVSTACHIVS angef.
Ort. GAVTIER de la tete T. 2.
(b) FALLOP. S. 121 b. Mit
Unrecht macht sie VESAL. grös-
ser exam. FALLOP. S. 89.
[Spaltenumbruch] Denn die nachfolgenden Männer,
SYLVIVS Isagog. S. 34, und
andre. Jch habe sie bei dem Schafe
und Hunde größer gefunden, und
bei diesen Thieren geht die Kopf-
ader aus diesem Stamme hervor.
(c) FALLOP. S. 122. EV-
STACHIVS
tab. 25. WINS-
LOW
n.
91.

Das Gehirn und die Nerven. X. Buch.
dung des Schlaͤfenmuskels [Spaltenumbruch] (a) nach der Kopfſcheitel in
die Hoͤhe, und kriecht mit unzaͤhligen Aeſten in den Flaͤ-
chen der Stirn, der Scheitel, und eines Theils vom
Hinterkopfe umher.

Endlich ſteigt die Blutader des Hinterhaupts aus
dem großen Stamme der innern Droſſelblutader, bis-
weilen ſo gleich bei ihrem Urſprunge gegen das Hinter-
haupt, und hinter dem Ohre hinauf. Doch wird ſie
oͤfters in der That von der aͤußern Droſſelblutader, und
entweder von dieſer allein, oder, wenn ſolche mit dem
Aſte der innern verbunden iſt, erzeugt. Ja man weiß,
daß ſie bei anderer Gelegenheit von der innern Kinnbak-
kenader hervorgebracht worden (a*).

§. 33.
Die aͤußere Droſſelblutader.

Ob man gleich an den Aeſten dieſer Blutader eini-
ge Verſchiedenheit bemerket, ſo haben doch die vornehm-
ſten Fortſaͤzze derſelben, gemeiniglich allezeit folgende
Einrichtung: Sie koͤmmt aus der Schluͤſſelblutader,
doch etwas mehr nach außen zu, als die innere Droſſel-
blutader, mit einer, oder zwo Wurzeln, welche kurz
nach ihrem Urſprunge, wieder eins werden, hervor.
Jch habe ſie beſtaͤndig (b) kleiner, als die innere Droſ-
ſelader, gefunden. Sie ſteigt unter der Haut in die
Hoͤhe, wirft nicht ſelten einen Schulter - (c) und Nak-

kenaſt
(a) [fremdsprachliches Material – 1 Wort fehlt] nennt ſie PHILI-
STION
beim RVFVS appell.
T. I.
S. 41. 42.
(a*) EVSTACHIVS angef.
Ort. GAVTIER de la tete T. 2.
(b) FALLOP. S. 121 b. Mit
Unrecht macht ſie VESAL. groͤſ-
ſer exam. FALLOP. S. 89.
[Spaltenumbruch] Denn die nachfolgenden Maͤnner,
SYLVIVS Iſagog. S. 34, und
andre. Jch habe ſie bei dem Schafe
und Hunde groͤßer gefunden, und
bei dieſen Thieren geht die Kopf-
ader aus dieſem Stamme hervor.
(c) FALLOP. S. 122. EV-
STACHIVS
tab. 25. WINS-
LOW
n.
91.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0290" n="254"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Das Gehirn und die Nerven. <hi rendition="#aq">X.</hi> Buch.</hi></fw><lb/>
dung des Schla&#x0364;fenmuskels <cb/>
<note place="foot" n="(a)"><gap reason="fm" unit="words" quantity="1"/> nennt &#x017F;ie <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">PHILI-<lb/>
STION</hi></hi> beim <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">RVFVS</hi> appell.<lb/>
T. I.</hi> S. 41. 42.</note> nach der Kopf&#x017F;cheitel in<lb/>
die Ho&#x0364;he, und kriecht mit unza&#x0364;hligen Ae&#x017F;ten in den Fla&#x0364;-<lb/>
chen der Stirn, der Scheitel, und eines Theils vom<lb/>
Hinterkopfe umher.</p><lb/>
            <p>Endlich &#x017F;teigt die Blutader des Hinterhaupts aus<lb/>
dem großen Stamme der innern Dro&#x017F;&#x017F;elblutader, bis-<lb/>
weilen &#x017F;o gleich bei ihrem Ur&#x017F;prunge gegen das Hinter-<lb/>
haupt, und hinter dem Ohre hinauf. Doch wird &#x017F;ie<lb/>
o&#x0364;fters in der That von der a&#x0364;ußern Dro&#x017F;&#x017F;elblutader, und<lb/>
entweder von die&#x017F;er allein, oder, wenn &#x017F;olche mit dem<lb/>
A&#x017F;te der innern verbunden i&#x017F;t, erzeugt. Ja man weiß,<lb/>
daß &#x017F;ie bei anderer Gelegenheit von der innern Kinnbak-<lb/>
kenader hervorgebracht worden <note place="foot" n="(a*)"><hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">EVSTACHIVS</hi></hi> angef.<lb/>
Ort. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">GAVTIER</hi> de la tete T.</hi> 2.</note>.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 33.<lb/>
Die a&#x0364;ußere Dro&#x017F;&#x017F;elblutader.</head><lb/>
            <p>Ob man gleich an den Ae&#x017F;ten die&#x017F;er Blutader eini-<lb/>
ge Ver&#x017F;chiedenheit bemerket, &#x017F;o haben doch die vornehm-<lb/>
&#x017F;ten Fort&#x017F;a&#x0364;zze der&#x017F;elben, gemeiniglich allezeit folgende<lb/>
Einrichtung: Sie ko&#x0364;mmt aus der Schlu&#x0364;&#x017F;&#x017F;elblutader,<lb/>
doch etwas mehr nach außen zu, als die innere Dro&#x017F;&#x017F;el-<lb/>
blutader, mit einer, oder zwo Wurzeln, welche kurz<lb/>
nach ihrem Ur&#x017F;prunge, wieder eins werden, hervor.<lb/>
Jch habe &#x017F;ie be&#x017F;ta&#x0364;ndig <note place="foot" n="(b)"><hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">FALLOP.</hi></hi> S. 121 <hi rendition="#aq">b.</hi> Mit<lb/>
Unrecht macht &#x017F;ie <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">VESAL.</hi></hi> gro&#x0364;&#x017F;-<lb/>
&#x017F;er <hi rendition="#aq">exam. <hi rendition="#g">FALLOP.</hi></hi> S. 89.<lb/><cb/>
Denn die nachfolgenden Ma&#x0364;nner,<lb/><hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">SYLVIVS</hi> I&#x017F;agog.</hi> S. 34, und<lb/>
andre. Jch habe &#x017F;ie bei dem Schafe<lb/>
und Hunde gro&#x0364;ßer gefunden, und<lb/>
bei die&#x017F;en Thieren geht die Kopf-<lb/>
ader aus die&#x017F;em Stamme hervor.</note> kleiner, als die innere Dro&#x017F;-<lb/>
&#x017F;elader, gefunden. Sie &#x017F;teigt unter der Haut in die<lb/>
Ho&#x0364;he, wirft nicht &#x017F;elten einen Schulter - <note place="foot" n="(c)"><hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">FALLOP.</hi></hi> S. 122. <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">EV-<lb/>
STACHIVS</hi> tab. 25. <hi rendition="#g">WINS-<lb/>
LOW</hi> n.</hi> 91.</note> und Nak-<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">kena&#x017F;t</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[254/0290] Das Gehirn und die Nerven. X. Buch. dung des Schlaͤfenmuskels (a) nach der Kopfſcheitel in die Hoͤhe, und kriecht mit unzaͤhligen Aeſten in den Flaͤ- chen der Stirn, der Scheitel, und eines Theils vom Hinterkopfe umher. Endlich ſteigt die Blutader des Hinterhaupts aus dem großen Stamme der innern Droſſelblutader, bis- weilen ſo gleich bei ihrem Urſprunge gegen das Hinter- haupt, und hinter dem Ohre hinauf. Doch wird ſie oͤfters in der That von der aͤußern Droſſelblutader, und entweder von dieſer allein, oder, wenn ſolche mit dem Aſte der innern verbunden iſt, erzeugt. Ja man weiß, daß ſie bei anderer Gelegenheit von der innern Kinnbak- kenader hervorgebracht worden (a*). §. 33. Die aͤußere Droſſelblutader. Ob man gleich an den Aeſten dieſer Blutader eini- ge Verſchiedenheit bemerket, ſo haben doch die vornehm- ſten Fortſaͤzze derſelben, gemeiniglich allezeit folgende Einrichtung: Sie koͤmmt aus der Schluͤſſelblutader, doch etwas mehr nach außen zu, als die innere Droſſel- blutader, mit einer, oder zwo Wurzeln, welche kurz nach ihrem Urſprunge, wieder eins werden, hervor. Jch habe ſie beſtaͤndig (b) kleiner, als die innere Droſ- ſelader, gefunden. Sie ſteigt unter der Haut in die Hoͤhe, wirft nicht ſelten einen Schulter - (c) und Nak- kenaſt (a) _ nennt ſie PHILI- STION beim RVFVS appell. T. I. S. 41. 42. (a*) EVSTACHIVS angef. Ort. GAVTIER de la tete T. 2. (b) FALLOP. S. 121 b. Mit Unrecht macht ſie VESAL. groͤſ- ſer exam. FALLOP. S. 89. Denn die nachfolgenden Maͤnner, SYLVIVS Iſagog. S. 34, und andre. Jch habe ſie bei dem Schafe und Hunde groͤßer gefunden, und bei dieſen Thieren geht die Kopf- ader aus dieſem Stamme hervor. (c) FALLOP. S. 122. EV- STACHIVS tab. 25. WINS- LOW n. 91.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/haller_anfangsgruende04_1768
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/haller_anfangsgruende04_1768/290
Zitationshilfe: Haller, Albrecht von: Anfangsgründe der Phisiologie des menschlichen Körpers. Bd. 4. Berlin, 1768, S. 254. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/haller_anfangsgruende04_1768/290>, abgerufen am 21.10.2019.