Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Harsdörffer, Georg Philipp: Poetischer Trichter. Bd. 3. Nürnberg, 1653.

Bild:
<< vorherige Seite

Berühmt seyn.
erschallt auf unsrer Musen Hügel ein wolbenam-
ter Mann/ von viel gepriesnem Lob.

Der Ruhm welcher durch das Studiren
kommet/ wird gemahlt in Gestalt eines Jüng-
lings/ mit Lorbeerlaub bekrantzet und in der
Hand eine Feder/ in der andern ein Buch/ seine
Bekleidung ist purpurfarb.

42. Besudlen.

Beflecken/ beschmützen/ beschmiren/ beschmir-
ben/ verunreinigen/ bespritzen/ bekletten/ beklittern/
vernichten/ zu Schanden machen.

Bescheren largiri; bescheeren von der
Scheer also genennt.

Besehen conspicere, besäen/ seminare.

Behte Gartenbehte/ Bette lectus, Bete
ora.

43. Beten/ Gebet.

Die Besprachung mit Gott/ wann man von
ander Gedanken abgetretten/ deß Hertzens hehrer
Trost der rechte Himmels-Tau/ der unser Hertz
befruchtet. Die Betröstung der betrübten/ der
Schlüssel deß Himmels/ der Herold Göttlicher
Offenbahrung/ die Himmlische Arbeit/ die Wer-
bung deß Göttlichen unter den Menschen etc.

Hiervon ist zu lesen in den Gesprächspielen.
Sonntags-Andachten und Lehr-Gedichten/ wie
auch in H. Arnolds Christenthum.

Das

Beruͤhmt ſeyn.
erſchallt auf unſrer Muſen Huͤgel ein wolbenam-
ter Mann/ von viel geprieſnem Lob.

Der Ruhm welcher durch das Studiren
kommet/ wird gemahlt in Geſtalt eines Juͤng-
lings/ mit Lorbeerlaub bekrantzet und in der
Hand eine Feder/ in der andern ein Buch/ ſeine
Bekleidung iſt purpurfarb.

42. Beſudlen.

Beflecken/ beſchmuͤtzen/ beſchmiren/ beſchmir-
ben/ verunreinigen/ beſpꝛitzen/ bekletten/ beklitteꝛn/
vernichten/ zu Schanden machen.

Beſcheren largiri; beſcheeren von der
Scheer alſo genennt.

Beſehen conſpicere, beſaͤen/ ſeminare.

Behte Gartenbehte/ Bette lectus, Bete
ora.

43. Beten/ Gebet.

Die Beſprachung mit Gott/ wann man von
ander Gedanken abgetretten/ deß Hertzens hehreꝛ
Troſt der rechte Himmels-Tau/ der unſer Hertz
befruchtet. Die Betroͤſtung der betruͤbten/ der
Schluͤſſel deß Himmels/ der Herold Goͤttlicher
Offenbahrung/ die Himmliſche Arbeit/ die Wer-
bung deß Goͤttlichen unter den Menſchen ꝛc.

Hiervon iſt zu leſen in den Geſpraͤchſpielen.
Soñtags-Andachten und Lehr-Gedichten/ wie
auch in H. Arnolds Chriſtenthum.

Das
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0176" n="144"/><fw place="top" type="header">Beru&#x0364;hmt &#x017F;eyn.</fw><lb/>
er&#x017F;challt auf un&#x017F;rer Mu&#x017F;en Hu&#x0364;gel ein wolbenam-<lb/>
ter Mann/ von viel geprie&#x017F;nem Lob.</p><lb/>
            <p>Der <hi rendition="#fr">Ruhm</hi> welcher durch das Studiren<lb/>
kommet/ wird gemahlt in Ge&#x017F;talt eines Ju&#x0364;ng-<lb/>
lings/ mit Lorbeerlaub bekrantzet und in der<lb/>
Hand eine Feder/ in der andern ein Buch/ &#x017F;eine<lb/>
Bekleidung i&#x017F;t purpurfarb.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#fr"> <hi rendition="#b">42. Be&#x017F;udlen.</hi> </hi> </head><lb/>
            <p>Beflecken/ be&#x017F;chmu&#x0364;tzen/ be&#x017F;chmiren/ be&#x017F;chmir-<lb/>
ben/ verunreinigen/ be&#x017F;p&#xA75B;itzen/ bekletten/ beklitte&#xA75B;n/<lb/>
vernichten/ zu Schanden machen.</p><lb/>
            <p><hi rendition="#fr">Be&#x017F;cheren</hi><hi rendition="#aq">largiri;</hi><hi rendition="#fr">be&#x017F;cheeren</hi> von der<lb/>
Scheer al&#x017F;o genennt.</p><lb/>
            <p> <hi rendition="#fr">Be&#x017F;ehen</hi> <hi rendition="#aq">con&#x017F;picere,</hi> <hi rendition="#fr">be&#x017F;a&#x0364;en/</hi> <hi rendition="#aq">&#x017F;eminare.</hi> </p><lb/>
            <p><hi rendition="#fr">Behte</hi> Gartenbehte/ <hi rendition="#fr">Bette</hi> <hi rendition="#aq">lectus,</hi> <hi rendition="#fr">Bete</hi><lb/><hi rendition="#aq">ora.</hi></p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>43. <hi rendition="#b">Beten/ Gebet.</hi></head><lb/>
            <p>Die Be&#x017F;prachung mit Gott/ wann man von<lb/>
ander Gedanken abgetretten/ deß Hertzens hehre&#xA75B;<lb/>
Tro&#x017F;t der rechte Himmels-Tau/ der un&#x017F;er Hertz<lb/>
befruchtet. Die Betro&#x0364;&#x017F;tung der betru&#x0364;bten/ der<lb/>
Schlu&#x0364;&#x017F;&#x017F;el deß Himmels/ der Herold Go&#x0364;ttlicher<lb/>
Offenbahrung/ die Himmli&#x017F;che Arbeit/ die Wer-<lb/>
bung deß Go&#x0364;ttlichen unter den Men&#x017F;chen &#xA75B;c.</p><lb/>
            <p>Hiervon i&#x017F;t zu le&#x017F;en in den Ge&#x017F;pra&#x0364;ch&#x017F;pielen.<lb/>
Soñtags-Andachten und Lehr-Gedichten/ wie<lb/>
auch in H. Arnolds Chri&#x017F;tenthum.</p><lb/>
            <fw place="bottom" type="catch">Das</fw><lb/>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[144/0176] Beruͤhmt ſeyn. erſchallt auf unſrer Muſen Huͤgel ein wolbenam- ter Mann/ von viel geprieſnem Lob. Der Ruhm welcher durch das Studiren kommet/ wird gemahlt in Geſtalt eines Juͤng- lings/ mit Lorbeerlaub bekrantzet und in der Hand eine Feder/ in der andern ein Buch/ ſeine Bekleidung iſt purpurfarb. 42. Beſudlen. Beflecken/ beſchmuͤtzen/ beſchmiren/ beſchmir- ben/ verunreinigen/ beſpꝛitzen/ bekletten/ beklitteꝛn/ vernichten/ zu Schanden machen. Beſcheren largiri; beſcheeren von der Scheer alſo genennt. Beſehen conſpicere, beſaͤen/ ſeminare. Behte Gartenbehte/ Bette lectus, Bete ora. 43. Beten/ Gebet. Die Beſprachung mit Gott/ wann man von ander Gedanken abgetretten/ deß Hertzens hehreꝛ Troſt der rechte Himmels-Tau/ der unſer Hertz befruchtet. Die Betroͤſtung der betruͤbten/ der Schluͤſſel deß Himmels/ der Herold Goͤttlicher Offenbahrung/ die Himmliſche Arbeit/ die Wer- bung deß Goͤttlichen unter den Menſchen ꝛc. Hiervon iſt zu leſen in den Geſpraͤchſpielen. Soñtags-Andachten und Lehr-Gedichten/ wie auch in H. Arnolds Chriſtenthum. Das

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/harsdoerffer_trichter03_1653
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/harsdoerffer_trichter03_1653/176
Zitationshilfe: Harsdörffer, Georg Philipp: Poetischer Trichter. Bd. 3. Nürnberg, 1653, S. 144. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/harsdoerffer_trichter03_1653/176>, abgerufen am 15.10.2019.