Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Staats- und Gelehrte Zeitung Des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 121, Hamburg, 30. Julii 1771.

Bild:
<< vorherige Seite
letzte Seite

der Parabeln, in welchen unser Heiland das Volk gekeh-
ret, und welche den Inhalt unserer meisten sogenannten
Sonntags-Evangelien ausmachen, nicht fehlet; so sind
diese geistlichen Reden des Herrn Bourns doch mit so
vieler Einsicht geschrieben, daß Leser, denen es um den
wahren eigentlichen und ungekünstelten Verstand dieser
Gleichnisse zu thun ist, selbige zu ihrer großen Erbauung
lesen, und dem Herrn Professor Dusch für die besorgte
Ausgabe derselben vielen Dank wissen werden. Es ist
bekannt, wie sehr und auf welche verschiedene Art sich
der Witz mancher Prediger an diesen Gleichnissen geübet
hat, die, zuweilen auch da, wo der Heiland selbst die
Erklärung davon gegeben, solche Deutungen heraus-
gebracht haben, wozu ihnen weder die Worte, noch die
Absicht des himmlischen Lehrers, noch die Gelegenheit
und Umstande, unter welchen sie ausgesprochen worden,
Anlaß geben. Dergleichen weit hergeholte Deutun-
gen und Erklärungen wird man in den gegenwärtigen
Reden gewiß nicht antreffen. Der Verfasser erklärt die
Parabeln kurz, und streut allenthalben Betrachtungen
ein, die für den Zuhörer oder Leser eben so nützlich sind,
als sie von des Redners Einsicht und großen Kenntniß
des menschlichen Herzens einen Beweis abgeben. Die
Art, unter Fabeln, Allegorien oder Parabeln zu lehren,
scheint zu allen Zeiten in großer Achtung, und nicht nur
geringen Leuten, sondern auch Personen von der besten
Erziehung und dem feinsten Geschmacke angenehm ge-
wesen zu seyn. Unser Heiland aber hat, nach dem Ge-
ständnisse unsers Verfassers, alle Lehrer dieser Art weit
übertroffen, wenn man auf die eigenthümlichen Eigen-
schaften seiner Parabeln sehen will, wodurch sie sich von
allen andern Fabeln, Allegorien,etc. unterscheiden. Seine
handelnden Personen sind nicht geringere Geschöpfe,
sondern Menschen. Die Gleichnisse zeichnen sich in
nachdrücklicher Kürze, Mannichfaltigkeit und Deutlich-
keit vor andern aus. -- Oefters wird in selbigen sein
eigener Charakter, als die Hauptfigur, und in so man-
nichfaltigen wichtigen und bedeutenden Augpunkten,
eingeführet. -- Er sagte diese Parabeln, gerade wie
sich ihm in dem ordentlichen Verfolg seiner Unter-
redung mit andern, und seines Unterrichts die Gelegen-
heiten anboten.

Der erste Theil dieses Bandes enthält 7 Reden über
die Parabeln im 13ten Kapitel Matthäi: Von dem auf
die Oberfläche gesäeten Saamen, von der Erndte, oder
der Absonderung des Unkrauts von dem Waizen. Von
dem Netze, welches von allerley Gattung fieng, oder vom
Fischfang und der Auswahl der Fische. Von dem im
Felde verborgenen Schatz und der kostbaren Perle. Von
dem Senfkorn, welches zur größten Staude wurde, und
dem Sauerteig, der sich unter den übrigen Teig mischte.
Der zweyte Theil enthält 9 Reden über die Parabeln
im 15ten und 16ten Kapitel Lucä. Von dem sorgsa-
men Hirten. Von dem verlohrnen Sohn und seinem
erbarmenden Vater. Von dem verschlagenen Haus-
halter, oder verhärteten Betrüger. Von dem lieblo-
sen reichen Juden und seinen Brüdern. Die letzte Rede
handelt von dem, wie unser Heiland den Aposteln ihre
Eitelkeit verweiset.




Da die allgemeine Handlungs-Compagnie zu Copen-
hagen von nun an alle die Schiffe, welche bishero jähr-
lich mit ihren Ladungen von Platfisch und andern Is-
ländischen Producten aus Island auf die Elbe destini-
ret gewesen, directe hier auf Copenhagen bestimmet hat;
folglich diese Art Waaren nach diesem hieselbst, und an
[Spaltenumbruch] keinem andern Orte, aus der ersten Hand zu bekommen
sind: So wird solches jedermänniglich zur beliebigen
Nachricht bekannt gemacht, um sich desfalls an dero
hiesigen Freunde addreßiren zu können. Ueberdem wird
man die Preise gleichfalls nach geschehener Ankunft
der Schiffe publique bekannt machen.


Direction der allgemeinen Handlungs-
Compagnie daselbst.



In dem General-Lotterie-Comtoir zu Hamburg
auf Kaysers Hof werden für folgende Zahlen-Lotterien
Billets ausgegeben:

1) Für die Königl. Dänische, deren 6te Ziehung
Donnerstags den 1sten August in Altona vor sich
gehet, bis zur spätesten Schlußzeit.
2) Die Anspacher und Friedberger bis den 31sten
Julii.
3) Die Dillinger bis den 1sten August.
4) Die Maynzer bis den 2ten August, Morgens ge-
gen 10 Uhr; und die Stralsunder bis Abends, und
5) Die Gothaer bis den 3ten August.




Zu der dritten Classe der dritten extraordinairen
Hannöverischen Geld-Lotterie,
als auch zu der zwey-
ten Classe
der 18ten Braunschweigischen Geld-Lot-
terie
sind noch einige ganze und Viertel-Loose, und
zwar unter dem im Plan bestimmten Einsatz zu erhalten.
Die Plane davon sind gratis abzulangen. Beliebige
Einsätze zu unterschiedlichen hier gangbaren Zahlen-
Lotterien können bey mir gemacht werden.


Daniel Richter,
wohnhaft bey Hn. Lüders in der großen Beckerstraße.



In der 57sten Ziehung der Reichsstadt Augsburgischen
Zahlen-Lotterie, welche den 20sten dieses mit bekannter
Accuratesse vollzogen worden, sind folgende 5 Nummern
zum Vorschein gekommen, als:

51.65.70.41.90.
Alle hieher gefallene sehr beträchtliche Gewinnste wer-
den nun, wie jederzeit, alsogleich gegen Einlieferung
der gewonnenen Original-Billets prompt ausbezahlt.
Die 58ste Ziehung dieser sehr vortheilhaften Lotterie
geschiehet den 9ten August. Der Schluß allhier ist den
nämlichen Tag, Abends um 8 Uhr.


J. C. Seyferth,
Commissaire des Reichsstadt-Augsburgischen Lotto.



Da am 10ten des bevorstehenden August-Monats die
zu Neuendorf unweit Elmshorn befindliche und mit
beträchtlichen Emolumentis versehene Korn-Windmühle
anderweit auf zehen Jahre, so May-Tag 1772. ihren
Anfang nehmen, verhäuert werden soll: Als werden
die etwanigen Liebhaber dieses Pachtstücks zu der zu so-
thanem Endzweck besagten Tages, früh um 10 Uhr,
hieselbst vorzunehmenden Licitation hiedurch eingeladen.


L. F. Zimmermann.



Der seit 18 Jahren abwesende Caspar Gottfried
Schwarzenberg
wird ad instantiam seiner Intestat-
Erben edicaliter und sub poena, daß er im Außenblei-
bungsfall Pro mortuo werde declariret werden, vor die
Fürstl. Quedlinburgische Stifts-Regierung adcitiret.


[Ende Spaltensatz]

der Parabeln, in welchen unſer Heiland das Volk gekeh-
ret, und welche den Inhalt unſerer meiſten ſogenannten
Sonntags-Evangelien ausmachen, nicht fehlet; ſo ſind
dieſe geiſtlichen Reden des Herrn Bourns doch mit ſo
vieler Einſicht geſchrieben, daß Leſer, denen es um den
wahren eigentlichen und ungekuͤnſtelten Verſtand dieſer
Gleichniſſe zu thun iſt, ſelbige zu ihrer großen Erbauung
leſen, und dem Herrn Profeſſor Duſch fuͤr die beſorgte
Ausgabe derſelben vielen Dank wiſſen werden. Es iſt
bekannt, wie ſehr und auf welche verſchiedene Art ſich
der Witz mancher Prediger an dieſen Gleichniſſen geuͤbet
hat, die, zuweilen auch da, wo der Heiland ſelbſt die
Erklaͤrung davon gegeben, ſolche Deutungen heraus-
gebracht haben, wozu ihnen weder die Worte, noch die
Abſicht des himmliſchen Lehrers, noch die Gelegenheit
und Umſtande, unter welchen ſie ausgeſprochen worden,
Anlaß geben. Dergleichen weit hergeholte Deutun-
gen und Erklaͤrungen wird man in den gegenwaͤrtigen
Reden gewiß nicht antreffen. Der Verfaſſer erklaͤrt die
Parabeln kurz, und ſtreut allenthalben Betrachtungen
ein, die fuͤr den Zuhoͤrer oder Leſer eben ſo nuͤtzlich ſind,
als ſie von des Redners Einſicht und großen Kenntniß
des menſchlichen Herzens einen Beweis abgeben. Die
Art, unter Fabeln, Allegorien oder Parabeln zu lehren,
ſcheint zu allen Zeiten in großer Achtung, und nicht nur
geringen Leuten, ſondern auch Perſonen von der beſten
Erziehung und dem feinſten Geſchmacke angenehm ge-
weſen zu ſeyn. Unſer Heiland aber hat, nach dem Ge-
ſtaͤndniſſe unſers Verfaſſers, alle Lehrer dieſer Art weit
uͤbertroffen, wenn man auf die eigenthuͤmlichen Eigen-
ſchaften ſeiner Parabeln ſehen will, wodurch ſie ſich von
allen andern Fabeln, Allegorien,ꝛc. unterſcheiden. Seine
handelnden Perſonen ſind nicht geringere Geſchoͤpfe,
ſondern Menſchen. Die Gleichniſſe zeichnen ſich in
nachdruͤcklicher Kuͤrze, Mannichfaltigkeit und Deutlich-
keit vor andern aus. — Oefters wird in ſelbigen ſein
eigener Charakter, als die Hauptfigur, und in ſo man-
nichfaltigen wichtigen und bedeutenden Augpunkten,
eingefuͤhret. — Er ſagte dieſe Parabeln, gerade wie
ſich ihm in dem ordentlichen Verfolg ſeiner Unter-
redung mit andern, und ſeines Unterrichts die Gelegen-
heiten anboten.

Der erſte Theil dieſes Bandes enthaͤlt 7 Reden uͤber
die Parabeln im 13ten Kapitel Matthaͤi: Von dem auf
die Oberflaͤche geſaͤeten Saamen, von der Erndte, oder
der Abſonderung des Unkrauts von dem Waizen. Von
dem Netze, welches von allerley Gattung fieng, oder vom
Fiſchfang und der Auswahl der Fiſche. Von dem im
Felde verborgenen Schatz und der koſtbaren Perle. Von
dem Senfkorn, welches zur groͤßten Staude wurde, und
dem Sauerteig, der ſich unter den uͤbrigen Teig miſchte.
Der zweyte Theil enthaͤlt 9 Reden uͤber die Parabeln
im 15ten und 16ten Kapitel Lucaͤ. Von dem ſorgſa-
men Hirten. Von dem verlohrnen Sohn und ſeinem
erbarmenden Vater. Von dem verſchlagenen Haus-
halter, oder verhaͤrteten Betruͤger. Von dem lieblo-
ſen reichen Juden und ſeinen Bruͤdern. Die letzte Rede
handelt von dem, wie unſer Heiland den Apoſteln ihre
Eitelkeit verweiſet.




Da die allgemeine Handlungs-Compagnie zu Copen-
hagen von nun an alle die Schiffe, welche bishero jaͤhr-
lich mit ihren Ladungen von Platfiſch und andern Is-
laͤndiſchen Producten aus Island auf die Elbe deſtini-
ret geweſen, directe hier auf Copenhagen beſtimmet hat;
folglich dieſe Art Waaren nach dieſem hieſelbſt, und an
[Spaltenumbruch] keinem andern Orte, aus der erſten Hand zu bekommen
ſind: So wird ſolches jedermaͤnniglich zur beliebigen
Nachricht bekannt gemacht, um ſich desfalls an dero
hieſigen Freunde addreßiren zu koͤnnen. Ueberdem wird
man die Preiſe gleichfalls nach geſchehener Ankunft
der Schiffe publique bekannt machen.


Direction der allgemeinen Handlungs-
Compagnie daſelbſt.



In dem General-Lotterie-Comtoir zu Hamburg
auf Kayſers Hof werden fuͤr folgende Zahlen-Lotterien
Billets ausgegeben:

1) Fuͤr die Koͤnigl. Daͤniſche, deren 6te Ziehung
Donnerſtags den 1ſten Auguſt in Altona vor ſich
gehet, bis zur ſpaͤteſten Schlußzeit.
2) Die Anſpacher und Friedberger bis den 31ſten
Julii.
3) Die Dillinger bis den 1ſten Auguſt.
4) Die Maynzer bis den 2ten Auguſt, Morgens ge-
gen 10 Uhr; und die Stralſunder bis Abends, und
5) Die Gothaer bis den 3ten Auguſt.




Zu der dritten Claſſe der dritten extraordinairen
Hannoͤveriſchen Geld-Lotterie,
als auch zu der zwey-
ten Claſſe
der 18ten Braunſchweigiſchen Geld-Lot-
terie
ſind noch einige ganze und Viertel-Looſe, und
zwar unter dem im Plan beſtimmten Einſatz zu erhalten.
Die Plane davon ſind gratis abzulangen. Beliebige
Einſaͤtze zu unterſchiedlichen hier gangbaren Zahlen-
Lotterien koͤnnen bey mir gemacht werden.


Daniel Richter,
wohnhaft bey Hn. Luͤders in der großen Beckerſtraße.



In der 57ſten Ziehung der Reichsſtadt Augsburgiſchen
Zahlen-Lotterie, welche den 20ſten dieſes mit bekannter
Accurateſſe vollzogen worden, ſind folgende 5 Nummern
zum Vorſchein gekommen, als:

51.65.70.41.90.
Alle hieher gefallene ſehr betraͤchtliche Gewinnſte wer-
den nun, wie jederzeit, alſogleich gegen Einlieferung
der gewonnenen Original-Billets prompt ausbezahlt.
Die 58ſte Ziehung dieſer ſehr vortheilhaften Lotterie
geſchiehet den 9ten Auguſt. Der Schluß allhier iſt den
naͤmlichen Tag, Abends um 8 Uhr.


J. C. Seyferth,
Commiſſaire des Reichsſtadt-Augsburgiſchen Lotto.



Da am 10ten des bevorſtehenden Auguſt-Monats die
zu Neuendorf unweit Elmshorn befindliche und mit
betraͤchtlichen Emolumentis verſehene Korn-Windmuͤhle
anderweit auf zehen Jahre, ſo May-Tag 1772. ihren
Anfang nehmen, verhaͤuert werden ſoll: Als werden
die etwanigen Liebhaber dieſes Pachtſtuͤcks zu der zu ſo-
thanem Endzweck beſagten Tages, fruͤh um 10 Uhr,
hieſelbſt vorzunehmenden Licitation hiedurch eingeladen.


L. F. Zimmermann.



Der ſeit 18 Jahren abweſende Caſpar Gottfried
Schwarzenberg
wird ad inſtantiam ſeiner Inteſtat-
Erben edicaliter und ſub poena, daß er im Außenblei-
bungsfall Pro mortuo werde declariret werden, vor die
Fuͤrſtl. Quedlinburgiſche Stifts-Regierung adcitiret.


[Ende Spaltensatz]
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="jFeuilleton">
        <div type="jArticle">
          <p><pb facs="#f0004" n="[4]"/>
der                   Parabeln, in welchen un&#x017F;er Heiland das Volk gekeh-<lb/>
ret, und welche den Inhalt                   un&#x017F;erer mei&#x017F;ten &#x017F;ogenannten<lb/>
Sonntags-Evangelien ausmachen, nicht fehlet; &#x017F;o                   &#x017F;ind<lb/>
die&#x017F;e gei&#x017F;tlichen Reden des Herrn <hi rendition="#fr">Bourns</hi> doch                   mit &#x017F;o<lb/>
vieler Ein&#x017F;icht ge&#x017F;chrieben, daß Le&#x017F;er, denen es um den<lb/>
wahren                   eigentlichen und ungeku&#x0364;n&#x017F;telten Ver&#x017F;tand die&#x017F;er<lb/>
Gleichni&#x017F;&#x017F;e zu thun i&#x017F;t,                   &#x017F;elbige zu ihrer großen Erbauung<lb/>
le&#x017F;en, und dem Herrn Profe&#x017F;&#x017F;or <hi rendition="#fr">Du&#x017F;ch</hi> fu&#x0364;r die be&#x017F;orgte<lb/>
Ausgabe der&#x017F;elben vielen Dank                   wi&#x017F;&#x017F;en werden. Es i&#x017F;t<lb/>
bekannt, wie &#x017F;ehr und auf welche ver&#x017F;chiedene Art                   &#x017F;ich<lb/>
der Witz mancher Prediger an die&#x017F;en Gleichni&#x017F;&#x017F;en geu&#x0364;bet<lb/>
hat, die,                   zuweilen auch da, wo der Heiland &#x017F;elb&#x017F;t die<lb/>
Erkla&#x0364;rung davon gegeben, &#x017F;olche                   Deutungen heraus-<lb/>
gebracht haben, wozu ihnen weder die Worte, noch                   die<lb/>
Ab&#x017F;icht des himmli&#x017F;chen Lehrers, noch die Gelegenheit<lb/>
und Um&#x017F;tande,                   unter welchen &#x017F;ie ausge&#x017F;prochen worden,<lb/>
Anlaß geben. Dergleichen weit                   hergeholte Deutun-<lb/>
gen und Erkla&#x0364;rungen wird man in den                   gegenwa&#x0364;rtigen<lb/>
Reden gewiß nicht antreffen. Der Verfa&#x017F;&#x017F;er erkla&#x0364;rt                   die<lb/>
Parabeln kurz, und &#x017F;treut allenthalben Betrachtungen<lb/>
ein, die fu&#x0364;r den                   Zuho&#x0364;rer oder Le&#x017F;er eben &#x017F;o nu&#x0364;tzlich &#x017F;ind,<lb/>
als &#x017F;ie von des Redners Ein&#x017F;icht                   und großen Kenntniß<lb/>
des men&#x017F;chlichen Herzens einen Beweis abgeben.                   Die<lb/>
Art, unter Fabeln, Allegorien oder Parabeln zu lehren,<lb/>
&#x017F;cheint zu                   allen Zeiten in großer Achtung, und nicht nur<lb/>
geringen Leuten, &#x017F;ondern auch                   Per&#x017F;onen von der be&#x017F;ten<lb/>
Erziehung und dem fein&#x017F;ten Ge&#x017F;chmacke angenehm                   ge-<lb/>
we&#x017F;en zu &#x017F;eyn. Un&#x017F;er Heiland aber hat, nach dem Ge-<lb/>
&#x017F;ta&#x0364;ndni&#x017F;&#x017F;e un&#x017F;ers                   Verfa&#x017F;&#x017F;ers, alle Lehrer die&#x017F;er Art weit<lb/>
u&#x0364;bertroffen, wenn man auf die                   eigenthu&#x0364;mlichen Eigen-<lb/>
&#x017F;chaften &#x017F;einer Parabeln &#x017F;ehen will, wodurch &#x017F;ie &#x017F;ich                   von<lb/>
allen andern Fabeln, Allegorien,&#xA75B;c. unter&#x017F;cheiden.                   Seine<lb/>
handelnden Per&#x017F;onen &#x017F;ind nicht geringere Ge&#x017F;cho&#x0364;pfe,<lb/>
&#x017F;ondern <hi rendition="#fr">Men&#x017F;chen</hi>. Die Gleichni&#x017F;&#x017F;e zeichnen &#x017F;ich                   in<lb/>
nachdru&#x0364;cklicher Ku&#x0364;rze, Mannichfaltigkeit und Deutlich-<lb/>
keit vor                   andern aus. &#x2014; Oefters wird in &#x017F;elbigen &#x017F;ein<lb/>
eigener Charakter, als die                   Hauptfigur, und in &#x017F;o man-<lb/>
nichfaltigen wichtigen und bedeutenden                   Augpunkten,<lb/>
eingefu&#x0364;hret. &#x2014; Er &#x017F;agte die&#x017F;e Parabeln, gerade wie<lb/>
&#x017F;ich ihm                   in dem ordentlichen Verfolg &#x017F;einer Unter-<lb/>
redung mit andern, und &#x017F;eines                   Unterrichts die Gelegen-<lb/>
heiten anboten.</p><lb/>
          <p>Der er&#x017F;te Theil die&#x017F;es Bandes entha&#x0364;lt 7 Reden u&#x0364;ber<lb/>
die Parabeln im 13ten                   Kapitel Mattha&#x0364;i: Von dem auf<lb/>
die Oberfla&#x0364;che ge&#x017F;a&#x0364;eten Saamen, von der                   Erndte, oder<lb/>
der Ab&#x017F;onderung des Unkrauts von dem Waizen. Von<lb/>
dem Netze,                   welches von allerley Gattung fieng, oder vom<lb/>
Fi&#x017F;chfang und der Auswahl der                   Fi&#x017F;che. Von dem im<lb/>
Felde verborgenen Schatz und der ko&#x017F;tbaren Perle.                   Von<lb/>
dem Senfkorn, welches zur gro&#x0364;ßten Staude wurde, und<lb/>
dem Sauerteig,                   der &#x017F;ich unter den u&#x0364;brigen Teig mi&#x017F;chte.<lb/>
Der zweyte Theil entha&#x0364;lt 9 Reden                   u&#x0364;ber die Parabeln<lb/>
im 15ten und 16ten Kapitel Luca&#x0364;. Von dem &#x017F;org&#x017F;a-<lb/>
men                   Hirten. Von dem verlohrnen Sohn und &#x017F;einem<lb/>
erbarmenden Vater. Von dem                   ver&#x017F;chlagenen Haus-<lb/>
halter, oder verha&#x0364;rteten Betru&#x0364;ger. Von dem                   lieblo-<lb/>
&#x017F;en reichen Juden und &#x017F;einen Bru&#x0364;dern. Die letzte Rede<lb/>
handelt von                   dem, wie un&#x017F;er Heiland den Apo&#x017F;teln ihre<lb/>
Eitelkeit verwei&#x017F;et.</p>
        </div><lb/>
      </div>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
      <div type="jAnnouncements">
        <div type="jAn">
          <p>Da die allgemeine Handlungs-Compagnie zu Copen-<lb/>
hagen von nun an alle die                   Schiffe, welche bishero ja&#x0364;hr-<lb/>
lich mit ihren Ladungen von Platfi&#x017F;ch und                   andern Is-<lb/>
la&#x0364;ndi&#x017F;chen Producten aus Island auf die Elbe de&#x017F;tini-<lb/>
ret                   gewe&#x017F;en, directe hier auf Copenhagen be&#x017F;timmet hat;<lb/>
folglich die&#x017F;e Art Waaren                   nach die&#x017F;em hie&#x017F;elb&#x017F;t, und an<lb/><cb/>
keinem andern Orte, aus der er&#x017F;ten Hand zu                   bekommen<lb/>
&#x017F;ind: So wird &#x017F;olches jederma&#x0364;nniglich zur beliebigen<lb/>
Nachricht                   bekannt gemacht, um &#x017F;ich desfalls an dero<lb/>
hie&#x017F;igen Freunde addreßiren zu                   ko&#x0364;nnen. Ueberdem wird<lb/>
man die Prei&#x017F;e gleichfalls nach ge&#x017F;chehener                   Ankunft<lb/>
der Schiffe <hi rendition="#aq">publique</hi> bekannt machen.</p>
          <closer>
            <dateline>Copenhagen, den<lb/>
9ten Julii, 1771.</dateline><lb/>
            <signed> <hi rendition="#fr #right"> Direction der allgemeinen                         Handlungs-<lb/>
Compagnie da&#x017F;elb&#x017F;t.</hi> </signed>
          </closer>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div type="jAn">
          <p>In dem <hi rendition="#fr">General-Lotterie-Comtoir</hi> zu Hamburg<lb/>
auf                   Kay&#x017F;ers Hof werden fu&#x0364;r folgende Zahlen-Lotterien<lb/>
Billets ausgegeben:<lb/><list><item>1) Fu&#x0364;r die <hi rendition="#fr">Ko&#x0364;nigl. Da&#x0364;ni&#x017F;che</hi>, deren 6te                         Ziehung<lb/>
Donner&#x017F;tags den 1&#x017F;ten Augu&#x017F;t in Altona vor &#x017F;ich<lb/>
gehet, bis                         zur &#x017F;pa&#x0364;te&#x017F;ten Schlußzeit.</item><item>2) Die <hi rendition="#fr">An&#x017F;pacher</hi> und <hi rendition="#fr">Friedberger</hi> bis den 31&#x017F;ten<lb/>
Julii.</item><item>3) Die <hi rendition="#fr">Dillinger</hi> bis den 1&#x017F;ten Augu&#x017F;t.<lb/>
4)                         Die <hi rendition="#fr">Maynzer</hi> bis den 2ten Augu&#x017F;t, Morgens                         ge-<lb/>
gen 10 Uhr; und die <hi rendition="#fr">Stral&#x017F;under</hi> bis Abends,                         und</item><item>5) Die <hi rendition="#fr">Gothaer</hi> bis den 3ten Augu&#x017F;t.</item></list></p>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div type="jAn">
          <p>Zu der <hi rendition="#fr">dritten Cla&#x017F;&#x017F;e</hi> der dritten <hi rendition="#fr">extraordinairen<lb/>
Hanno&#x0364;veri&#x017F;chen Geld-Lotterie,</hi> als auch zu der <hi rendition="#fr">zwey-<lb/>
ten Cla&#x017F;&#x017F;e</hi> der 18ten <hi rendition="#fr">Braun&#x017F;chweigi&#x017F;chen Geld-Lot-<lb/>
terie</hi> &#x017F;ind noch einige ganze und                   Viertel-Loo&#x017F;e, und<lb/>
zwar unter dem im Plan be&#x017F;timmten Ein&#x017F;atz zu                   erhalten.<lb/>
Die Plane davon &#x017F;ind gratis abzulangen. Beliebige<lb/>
Ein&#x017F;a&#x0364;tze zu                   unter&#x017F;chiedlichen hier gangbaren Zahlen-<lb/>
Lotterien ko&#x0364;nnen bey mir gemacht                   werden.</p>
          <closer>
            <dateline>Hamburg,<lb/>
den 29&#x017F;ten Julii, 1771.</dateline><lb/>
            <signed> <hi rendition="#right"> <hi rendition="#fr"> Daniel Richter,<lb/>
wohnhaft bey Hn. Lu&#x0364;ders in der großen                         Becker&#x017F;traße.</hi> </hi> </signed>
          </closer>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div type="jAn">
          <p>In der 57&#x017F;ten Ziehung der Reichs&#x017F;tadt Augsburgi&#x017F;chen<lb/>
Zahlen-Lotterie, welche                   den 20&#x017F;ten die&#x017F;es mit bekannter<lb/>
Accurate&#x017F;&#x017F;e vollzogen worden, &#x017F;ind folgende 5                   Nummern<lb/>
zum Vor&#x017F;chein gekommen, als: <table><row><cell>51.</cell><cell>65.</cell><cell>70.</cell><cell>41.</cell><cell>90.</cell></row></table>Alle hieher gefallene &#x017F;ehr betra&#x0364;chtliche Gewinn&#x017F;te wer-<lb/>
den nun, wie                   jederzeit, al&#x017F;ogleich gegen Einlieferung<lb/>
der gewonnenen Original-Billets                   prompt ausbezahlt.<lb/>
Die 58&#x017F;te Ziehung die&#x017F;er &#x017F;ehr vortheilhaften                   Lotterie<lb/>
ge&#x017F;chiehet den 9ten Augu&#x017F;t. Der Schluß allhier i&#x017F;t den<lb/>
na&#x0364;mlichen                   Tag, Abends um 8 Uhr.</p>
          <closer>
            <dateline>Hamburg, den<lb/>
29&#x017F;ten Julii, 1771.</dateline><lb/>
            <signed> <hi rendition="#right"> <hi rendition="#fr">J. C. Seyferth,<lb/>
Commi&#x017F;&#x017F;aire                            des Reichs&#x017F;tadt-Augsburgi&#x017F;chen Lotto.</hi> </hi> </signed>
          </closer>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div type="jAn">
          <p>Da am 10ten des bevor&#x017F;tehenden Augu&#x017F;t-Monats die<lb/>
zu Neuendorf unweit Elmshorn                   befindliche und mit<lb/>
betra&#x0364;chtlichen <hi rendition="#aq">Emolumentis</hi> ver&#x017F;ehene Korn-Windmu&#x0364;hle<lb/>
anderweit auf zehen Jahre, &#x017F;o May-Tag 1772.                   ihren<lb/>
Anfang nehmen, verha&#x0364;uert werden &#x017F;oll: Als werden<lb/>
die etwanigen                   Liebhaber die&#x017F;es Pacht&#x017F;tu&#x0364;cks zu der zu &#x017F;o-<lb/>
thanem Endzweck be&#x017F;agten Tages,                   fru&#x0364;h um 10 Uhr,<lb/>
hie&#x017F;elb&#x017F;t vorzunehmenden Licitation hiedurch eingeladen.</p><lb/>
          <closer>
            <dateline>O&#x017F;terhof, den 25&#x017F;ten Julii, 1771.</dateline><lb/>
            <signed> <hi rendition="#fr #right">L. F. Zimmermann.</hi> </signed>
          </closer>
        </div><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div type="jAn">
          <p>Der &#x017F;eit 18 Jahren abwe&#x017F;ende <hi rendition="#fr">Ca&#x017F;par                      Gottfried<lb/>
Schwarzenberg</hi> wird <hi rendition="#aq">ad in&#x017F;tantiam</hi> &#x017F;einer Inte&#x017F;tat-<lb/>
Erben <hi rendition="#aq">edicaliter</hi> und <hi rendition="#aq">&#x017F;ub poena</hi>, daß er im Außenblei-<lb/>
bungsfall <hi rendition="#aq">Pro mortuo</hi> werde declariret werden, vor die<lb/>
Fu&#x0364;r&#x017F;tl.                   Quedlinburgi&#x017F;che Stifts-Regierung adcitiret.</p><lb/>
          <closer>
            <dateline>Quedlinburg, den 19ten Julii, 1771.</dateline>
          </closer>
        </div><lb/>
      </div>
      <cb type="end"/>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[4]/0004] der Parabeln, in welchen unſer Heiland das Volk gekeh- ret, und welche den Inhalt unſerer meiſten ſogenannten Sonntags-Evangelien ausmachen, nicht fehlet; ſo ſind dieſe geiſtlichen Reden des Herrn Bourns doch mit ſo vieler Einſicht geſchrieben, daß Leſer, denen es um den wahren eigentlichen und ungekuͤnſtelten Verſtand dieſer Gleichniſſe zu thun iſt, ſelbige zu ihrer großen Erbauung leſen, und dem Herrn Profeſſor Duſch fuͤr die beſorgte Ausgabe derſelben vielen Dank wiſſen werden. Es iſt bekannt, wie ſehr und auf welche verſchiedene Art ſich der Witz mancher Prediger an dieſen Gleichniſſen geuͤbet hat, die, zuweilen auch da, wo der Heiland ſelbſt die Erklaͤrung davon gegeben, ſolche Deutungen heraus- gebracht haben, wozu ihnen weder die Worte, noch die Abſicht des himmliſchen Lehrers, noch die Gelegenheit und Umſtande, unter welchen ſie ausgeſprochen worden, Anlaß geben. Dergleichen weit hergeholte Deutun- gen und Erklaͤrungen wird man in den gegenwaͤrtigen Reden gewiß nicht antreffen. Der Verfaſſer erklaͤrt die Parabeln kurz, und ſtreut allenthalben Betrachtungen ein, die fuͤr den Zuhoͤrer oder Leſer eben ſo nuͤtzlich ſind, als ſie von des Redners Einſicht und großen Kenntniß des menſchlichen Herzens einen Beweis abgeben. Die Art, unter Fabeln, Allegorien oder Parabeln zu lehren, ſcheint zu allen Zeiten in großer Achtung, und nicht nur geringen Leuten, ſondern auch Perſonen von der beſten Erziehung und dem feinſten Geſchmacke angenehm ge- weſen zu ſeyn. Unſer Heiland aber hat, nach dem Ge- ſtaͤndniſſe unſers Verfaſſers, alle Lehrer dieſer Art weit uͤbertroffen, wenn man auf die eigenthuͤmlichen Eigen- ſchaften ſeiner Parabeln ſehen will, wodurch ſie ſich von allen andern Fabeln, Allegorien,ꝛc. unterſcheiden. Seine handelnden Perſonen ſind nicht geringere Geſchoͤpfe, ſondern Menſchen. Die Gleichniſſe zeichnen ſich in nachdruͤcklicher Kuͤrze, Mannichfaltigkeit und Deutlich- keit vor andern aus. — Oefters wird in ſelbigen ſein eigener Charakter, als die Hauptfigur, und in ſo man- nichfaltigen wichtigen und bedeutenden Augpunkten, eingefuͤhret. — Er ſagte dieſe Parabeln, gerade wie ſich ihm in dem ordentlichen Verfolg ſeiner Unter- redung mit andern, und ſeines Unterrichts die Gelegen- heiten anboten. Der erſte Theil dieſes Bandes enthaͤlt 7 Reden uͤber die Parabeln im 13ten Kapitel Matthaͤi: Von dem auf die Oberflaͤche geſaͤeten Saamen, von der Erndte, oder der Abſonderung des Unkrauts von dem Waizen. Von dem Netze, welches von allerley Gattung fieng, oder vom Fiſchfang und der Auswahl der Fiſche. Von dem im Felde verborgenen Schatz und der koſtbaren Perle. Von dem Senfkorn, welches zur groͤßten Staude wurde, und dem Sauerteig, der ſich unter den uͤbrigen Teig miſchte. Der zweyte Theil enthaͤlt 9 Reden uͤber die Parabeln im 15ten und 16ten Kapitel Lucaͤ. Von dem ſorgſa- men Hirten. Von dem verlohrnen Sohn und ſeinem erbarmenden Vater. Von dem verſchlagenen Haus- halter, oder verhaͤrteten Betruͤger. Von dem lieblo- ſen reichen Juden und ſeinen Bruͤdern. Die letzte Rede handelt von dem, wie unſer Heiland den Apoſteln ihre Eitelkeit verweiſet. Da die allgemeine Handlungs-Compagnie zu Copen- hagen von nun an alle die Schiffe, welche bishero jaͤhr- lich mit ihren Ladungen von Platfiſch und andern Is- laͤndiſchen Producten aus Island auf die Elbe deſtini- ret geweſen, directe hier auf Copenhagen beſtimmet hat; folglich dieſe Art Waaren nach dieſem hieſelbſt, und an keinem andern Orte, aus der erſten Hand zu bekommen ſind: So wird ſolches jedermaͤnniglich zur beliebigen Nachricht bekannt gemacht, um ſich desfalls an dero hieſigen Freunde addreßiren zu koͤnnen. Ueberdem wird man die Preiſe gleichfalls nach geſchehener Ankunft der Schiffe publique bekannt machen. Copenhagen, den 9ten Julii, 1771. Direction der allgemeinen Handlungs- Compagnie daſelbſt. In dem General-Lotterie-Comtoir zu Hamburg auf Kayſers Hof werden fuͤr folgende Zahlen-Lotterien Billets ausgegeben: 1) Fuͤr die Koͤnigl. Daͤniſche, deren 6te Ziehung Donnerſtags den 1ſten Auguſt in Altona vor ſich gehet, bis zur ſpaͤteſten Schlußzeit. 2) Die Anſpacher und Friedberger bis den 31ſten Julii. 3) Die Dillinger bis den 1ſten Auguſt. 4) Die Maynzer bis den 2ten Auguſt, Morgens ge- gen 10 Uhr; und die Stralſunder bis Abends, und 5) Die Gothaer bis den 3ten Auguſt. Zu der dritten Claſſe der dritten extraordinairen Hannoͤveriſchen Geld-Lotterie, als auch zu der zwey- ten Claſſe der 18ten Braunſchweigiſchen Geld-Lot- terie ſind noch einige ganze und Viertel-Looſe, und zwar unter dem im Plan beſtimmten Einſatz zu erhalten. Die Plane davon ſind gratis abzulangen. Beliebige Einſaͤtze zu unterſchiedlichen hier gangbaren Zahlen- Lotterien koͤnnen bey mir gemacht werden. Hamburg, den 29ſten Julii, 1771. Daniel Richter, wohnhaft bey Hn. Luͤders in der großen Beckerſtraße. In der 57ſten Ziehung der Reichsſtadt Augsburgiſchen Zahlen-Lotterie, welche den 20ſten dieſes mit bekannter Accurateſſe vollzogen worden, ſind folgende 5 Nummern zum Vorſchein gekommen, als: 51. 65. 70. 41. 90. Alle hieher gefallene ſehr betraͤchtliche Gewinnſte wer- den nun, wie jederzeit, alſogleich gegen Einlieferung der gewonnenen Original-Billets prompt ausbezahlt. Die 58ſte Ziehung dieſer ſehr vortheilhaften Lotterie geſchiehet den 9ten Auguſt. Der Schluß allhier iſt den naͤmlichen Tag, Abends um 8 Uhr. Hamburg, den 29ſten Julii, 1771. J. C. Seyferth, Commiſſaire des Reichsſtadt-Augsburgiſchen Lotto. Da am 10ten des bevorſtehenden Auguſt-Monats die zu Neuendorf unweit Elmshorn befindliche und mit betraͤchtlichen Emolumentis verſehene Korn-Windmuͤhle anderweit auf zehen Jahre, ſo May-Tag 1772. ihren Anfang nehmen, verhaͤuert werden ſoll: Als werden die etwanigen Liebhaber dieſes Pachtſtuͤcks zu der zu ſo- thanem Endzweck beſagten Tages, fruͤh um 10 Uhr, hieſelbſt vorzunehmenden Licitation hiedurch eingeladen. Oſterhof, den 25ſten Julii, 1771. L. F. Zimmermann. Der ſeit 18 Jahren abweſende Caſpar Gottfried Schwarzenberg wird ad inſtantiam ſeiner Inteſtat- Erben edicaliter und ſub poena, daß er im Außenblei- bungsfall Pro mortuo werde declariret werden, vor die Fuͤrſtl. Quedlinburgiſche Stifts-Regierung adcitiret. Quedlinburg, den 19ten Julii, 1771.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz, Fabienne Wollny: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-07-07T12:30:46Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

Weitere Informationen:

Die Transkription erfolgte nach den unter http://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat formulierten Richtlinien.

Verfahren der Texterfassung: manuell (einfach erfasst).

I/J in Fraktur: Lautwert transkribiert




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1213007_1771
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1213007_1771/4
Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung Des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 121, Hamburg, 30. Julii 1771, S. [4]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1213007_1771/4>, abgerufen am 06.08.2020.