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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 136, Hamburg, 26. August 1789.

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[Spaltenumbruch] zu melden, solche gehörig in duplo zu verificiren, widrigen-
falls derjenige, der diesem angesetzten präclusivischen Termin
verabsäumen wird, es sich selber beyzumessen hat, wenn er
nicht weiter gehöret, noch mit seiner Forderung hieselbst zu-
gelassen werden kann. Wornach ein jeder, dem es angehet,
sich gebührend zu richten hat.


C. G. v. Barunoff, Kreyßrichter.
(L. S.)    B. Brehm, Secrs.   
in fidem copiae:    Braisch, Archvrs.



Da das Königl. Amt Poel auf Trinitatis des künftigen
1790sten Jahres aus der Pacht fällt, und den 3ten des nächst-
kommenden September-Monats im Königl. Gouvernements-
Hause allhier wiederum öffentlich dem Meistbietenden, und
zwar auf die alternative Art, verpachtet werden soll, daß ent-
weder beyde Amtshöfe zusammen, oder ein jeder derselben
einzeln zum Aufbot gelangen; so wird solches dem Publico
hiemit gebührend angezeiget.

Nach einer neulichst beschafften Vermessung besteht der
Superficial-Jnhalt des größern Amtshofes an Aeckern, Wiesen,
Weiden, Möhren, Söllen, Hofgarten, etc. etc. in 217665 #R.
und derjenige des kleinern, oder sogenannten Oertzenhofes,
unter gleichen Rubriken, nebst einer ansehnlichen Vorwer-
bung, in 125035 # R.' Die näheren Umstände hievon, so
wie die Pachtbedingungen, können 14 Tage vor dem Termin
in der Königl. Gouvernements-Kanzley inspiciret werden.
Der Zuschlag für den annehmlichst Meistbietenden soll nach
Bewandniß der Sache entweder sofort, oder höchstens binnen
8 Tagen nach vollbrachter Licitation, erfolgen.




Wann Johann Ludwig Hartwig Schütt, ein Sohn des
gewesenen und vorstorbenen Mitpächters Schütt hieselbst,
vor einiger Zeit, ohne Leibeserben zu hinterlassen, verstor-
ben; so werden alle und jede, welche an die Verlassenschaft
desselben aus Erbrecht, wegen Schuld oder sonst aus irgend
einem andern Grunde Ansprache haben oder zu haben ver-
meynen, hiedurch vorgeladen, sich am 9ten September dieses
Jahrs, Vormittags um 10 Uhr, vor dem hiesigen Gerichte
persönlich oder durch hinlänglich Bevollmächtigte einzufinden,
und ihre Ansprache sodann anzugeben und rechtlicher Art nach
zu bewahrheiten, unter dem Nachtheil, daß diejenigen,
welche dieses nicht leisten, mit ihren Forderungen und An-
sprüchen ausgeschlossen und zum ewigen Stillschweigen ver-
wiesen werden sollen.


von Holsteinsches Gericht hieselbst.



Wir Friedrich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratze-
burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und
Stargard Herr, etc. etc.

Thun hiemit zu wissen, wie Wir auf unterthänigste Bitte
des Doctoris Beckmann, als communis mandatarii von
Wangelin Alt-Schwerinscher Gläubigere, die unten näher
beschriebene Güter Alt-Schwerin, Mönckbusch, Jürgenshof
und Werder zum öffentlichen constitutionsmäßigen Verkauf
bestimmet, und des Endes drey nacheinander folgende Ter-
mine, als

den 31sten August zum ersten,

den 12ten October zum zweyten, und

den 24sten November zum dritten Termin

berahmet haben.

Laden demnach alle diejenigen, welche vorgenannte Güter
zu kaufen geneigt seyn möchten, hiedurch gnädigst und wol-
len, daß selbige an obbemeldeten Tagen, Morgens um zehn
Uhr, auf Unserm Hof- und Landgericht hieselbst erscheinen,
ihren Both und Gegenboth zum Protocoll abgeben, und dar-
auf gewärtigen, daß unter Vorbehalt Landeslehnsherrlicher
Competenz dem Meistbietenden im ersten oder zweyten Ter-
min auf die in selbigem vorher zu verlesenden Bedingungen,
(welche in Unserer Hof- und Landgerichts-Registratur, und,
nebst der Charte und dem Feld-Register, bey obgedachtem
communi mandatario einzusehen sind) der Zuschlag mehr be-
sagter Grundstücke zwar nur sub lege addictionis in diem, in
dem dritten und letzten Termin aber dem constitutionsmäßig
Meistbietenden pure geschehen soll.


[Spaltenumbruch]

Es bleibt jedoch den jüngern bey dem letzten Bot mit ihrer
Forderung, oder einen Theil derselben leer ausgehenden Cre-
ditoren, so wie einem jeden, cujus interest, das exercitium
des juris idem offerendi, und eventualiter unter sich allein
und mit dem letzten Käufer des juris plus licitandi, in einem
demnächst constitutionsmäßig anzuberohmenden Termin vor-
behalten, und können übrigens oftgedachte Güter denen Kauf-
Liebhabern auch durch den dazu beorderten Holzwärter Heid-
mann,
zu Alt-Schwerin, vorgewiesen werden. Wornach
man sich zu richten.


(L. S.)   Ad Mandatum Serenissimi proprium
Vt
C. G. Warnemünde.   
J. H. Wulffleff.



Beschreibung
des Lehnguths Alten-Schwerin, cum pertinentiis.

Der Superficial-Jnhalt des ganzen Gutes cum pertinen-
tiis
beträgt 2072057 #R. und es stehet zur steuerbaren Hälfte,
bis auf 6 Scheffel nach, in 11 Hufen.

Alten-Schwerin an und für sich liegt in Communition mit
den Bauren in 3 Binnen- und 4 Außenschlägen. Einer von
den Binnenschlägen hält 2 Last Rogken, die beyden andern
aber 1 ein halb Last Rogken kleine Maße Einfall; die Außen-
Schläge halten im Durchschnitt jeder eine halbe Last Aussaat.
Außerdem ist noch daselbst eine Koppel von 3 Drömt, und
3 kleine Koppeln, zusammen von 16 [Scheffel] Einfall.

Die Pertinenz Jürgenshof liegt in 10 Schlägen, a 1 Last
Aussaat.

Der Hof Mönckbusch liegt in 4 Binnen- und 7 Außen-
Schlägen. Jm Durchschnitt gerechnet halten die ersteren je-
der 2 Last 2 Drömt, und die letzteren jeder 1 Last 2 Drömt
Aussaat.

Der Werder, im Plauer See belegen, liegt in 3 Schlägen,
welche im Durchschnitt jeder 1 ein halb Last Einfall halten.

Für gesammte Höfe werden jährlich 120 bis 130 Fuder
Heu geworden. Die zum Werder gelegten Wiesen betragen
etwa 13 Fuder Heu.

Bey dem Gute befinden sich 6 in gutem Stande befindliche
Bauren mit den benöthigten Hofwehren, welche täglich mit
zwey Gespann zu Hofe dienen. Einlieger sind daselbst 22,
wovon jeder für die Wohnung, etc. 78 Tage jährlich durch
seine Frau Hofdienste leistet, so wie auch einige Wittwen,
wovon jede jährlich 30 Tage zu Hofe dienet.

Den Acker kann man im Durchschnitt als gut annehmen,
so daß bey veränderten Schlägen jährlich eine Last Waizen
gesäet werden kann.

Auf dem Werder ist ein großer Vorrath von schönen Bü-
chen; es befinden sich auch eine ziemliche Tannen-Heide, auch
Tannen-Zuschläge, besonders bey der Pertinenz Mönckbusch,
so wie auch die Nothdurft an Eichen und Weich-Hölzung,
imgleichen Torf vorhanden ist.

Die Rohrwerbung ist sehr beträchtlich, und es kann jährlich
im Durchschnitt 200 Fimm Rohr geworben werden.

Die Fischerey ist ansehnlich, und kann [zährlichjährlich] zu 400
Rthlr. genutzet werden.

Das Guth hat seine eigene Kirche, deren Patronatrecht zu
Zweydrittheilen bey dem Hauptgute ist, so wie auch die be-
nöthigten Kirchenstühle daselbst vorhanden sind.

Außerdem hat das Gut einen Kalk Ofen, eine Windmühle,
eine Schmiede, eine Holländerey, die bis zu 70 Kühen gebracht
werden kann, eine Schäferey von 7 bis 800 Schaafen, und
diese Unterpächte nebst den Krügen, können zu einem Ertrag
von etwa 1000 Rthlr genutzt werden.

Sämmtliche Hofgebäude befinden sich in gutem Stande,
und die Dorfgebäude bedürfen größtentheils keiner beträcht-
lichen Reparatur.




Es ist ein sehr schönes Mahagony fünfoctaviges Cla-
vier, vom berühmten Hasse verfertigt, wie auch eine
überaus kostbare Guitharre, woran alle mögliche Zier-
rathen verschwendet worden, zu verkaufen. Nähere
Nachricht hievon ist in der Königsstraße im Hause
No. 237. zu haben.

[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] zu melden, ſolche gehoͤrig in duplo zu verificiren, widrigen-
falls derjenige, der dieſem angeſetzten praͤcluſiviſchen Termin
verabſaͤumen wird, es ſich ſelber beyzumeſſen hat, wenn er
nicht weiter gehoͤret, noch mit ſeiner Forderung hieſelbſt zu-
gelaſſen werden kann. Wornach ein jeder, dem es angehet,
ſich gebuͤhrend zu richten hat.


C. G. v. Barunoff, Kreyßrichter.
(L. S.)    B. Brehm, Secrs.   
in fidem copiæ:    Braiſch, Archvrs.



Da das Königl. Amt Poel auf Trinitatis des künftigen
1790ſten Jahres aus der Pacht fällt, und den 3ten des nächſt-
kommenden September-Monats im Königl. Gouvernements-
Hauſe allhier wiederum öffentlich dem Meiſtbietenden, und
zwar auf die alternative Art, verpachtet werden ſoll, daß ent-
weder beyde Amtshöfe zuſammen, oder ein jeder derſelben
einzeln zum Aufbot gelangen; ſo wird ſolches dem Publico
hiemit gebührend angezeiget.

Nach einer neulichſt beſchafften Vermeſſung beſteht der
Superficial-Jnhalt des größern Amtshofes an Aeckern, Wieſen,
Weiden, Möhren, Söllen, Hofgarten, ꝛc. ꝛc. in 217665 □R.
und derjenige des kleinern, oder ſogenannten Oertzenhofes,
unter gleichen Rubriken, nebſt einer anſehnlichen Vorwer-
bung, in 125035 □ R.’ Die näheren Umſtände hievon, ſo
wie die Pachtbedingungen, können 14 Tage vor dem Termin
in der Königl. Gouvernements-Kanzley inſpiciret werden.
Der Zuſchlag für den annehmlichſt Meiſtbietenden ſoll nach
Bewandniß der Sache entweder ſofort, oder höchſtens binnen
8 Tagen nach vollbrachter Licitation, erfolgen.




Wann Johann Ludwig Hartwig Schütt, ein Sohn des
geweſenen und vorſtorbenen Mitpächters Schütt hieſelbſt,
vor einiger Zeit, ohne Leibeserben zu hinterlaſſen, verſtor-
ben; ſo werden alle und jede, welche an die Verlaſſenſchaft
deſſelben aus Erbrecht, wegen Schuld oder ſonſt aus irgend
einem andern Grunde Anſprache haben oder zu haben ver-
meynen, hiedurch vorgeladen, ſich am 9ten September dieſes
Jahrs, Vormittags um 10 Uhr, vor dem hieſigen Gerichte
perſönlich oder durch hinlänglich Bevollmächtigte einzufinden,
und ihre Anſprache ſodann anzugeben und rechtlicher Art nach
zu bewahrheiten, unter dem Nachtheil, daß diejenigen,
welche dieſes nicht leiſten, mit ihren Forderungen und An-
ſprüchen ausgeſchloſſen und zum ewigen Stillſchweigen ver-
wieſen werden ſollen.


von Holſteinſches Gericht hieſelbſt.



Wir Friedrich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fuͤrſt zu Wenden, Schwerin und Ratze-
burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und
Stargard Herr, ꝛc. ꝛc.

Thun hiemit zu wiſſen, wie Wir auf unterthaͤnigſte Bitte
des Doctoris Beckmann, als communis mandatarii von
Wangelin Alt-Schwerinſcher Glaͤubigere, die unten naͤher
beſchriebene Guͤter Alt-Schwerin, Moͤnckbuſch, Juͤrgenshof
und Werder zum oͤffentlichen conſtitutionsmaͤßigen Verkauf
beſtimmet, und des Endes drey nacheinander folgende Ter-
mine, als

den 31ſten Auguſt zum erſten,

den 12ten October zum zweyten, und

den 24ſten November zum dritten Termin

berahmet haben.

Laden demnach alle diejenigen, welche vorgenannte Guͤter
zu kaufen geneigt ſeyn moͤchten, hiedurch gnaͤdigſt und wol-
len, daß ſelbige an obbemeldeten Tagen, Morgens um zehn
Uhr, auf Unſerm Hof- und Landgericht hieſelbſt erſcheinen,
ihren Both und Gegenboth zum Protocoll abgeben, und dar-
auf gewaͤrtigen, daß unter Vorbehalt Landeslehnsherrlicher
Competenz dem Meiſtbietenden im erſten oder zweyten Ter-
min auf die in ſelbigem vorher zu verleſenden Bedingungen,
(welche in Unſerer Hof- und Landgerichts-Regiſtratur, und,
nebſt der Charte und dem Feld-Regiſter, bey obgedachtem
communi mandatario einzuſehen ſind) der Zuſchlag mehr be-
ſagter Grundſtuͤcke zwar nur ſub lege addictionis in diem, in
dem dritten und letzten Termin aber dem conſtitutionsmaͤßig
Meiſtbietenden pure geſchehen ſoll.


[Spaltenumbruch]

Es bleibt jedoch den juͤngern bey dem letzten Bot mit ihrer
Forderung, oder einen Theil derſelben leer ausgehenden Cre-
ditoren, ſo wie einem jeden, cujus intereſt, das exercitium
des juris idem offerendi, und eventualiter unter ſich allein
und mit dem letzten Kaͤufer des juris plus licitandi, in einem
demnaͤchſt conſtitutionsmaͤßig anzuberohmenden Termin vor-
behalten, und koͤnnen uͤbrigens oftgedachte Guͤter denen Kauf-
Liebhabern auch durch den dazu beorderten Holzwaͤrter Heid-
mann,
zu Alt-Schwerin, vorgewieſen werden. Wornach
man ſich zu richten.


(L. S.)   Ad Mandatum Sereniſſimi proprium
Vt
C. G. Warnemnde.   
J. H. Wulffleff.



Beſchreibung
des Lehnguths Alten-Schwerin, cum pertinentiis.

Der Superficial-Jnhalt des ganzen Gutes cum pertinen-
tiis
betraͤgt 2072057 □R. und es ſtehet zur ſteuerbaren Haͤlfte,
bis auf 6 Scheffel nach, in 11 Hufen.

Alten-Schwerin an und fuͤr ſich liegt in Communition mit
den Bauren in 3 Binnen- und 4 Außenſchlaͤgen. Einer von
den Binnenſchlaͤgen haͤlt 2 Laſt Rogken, die beyden andern
aber 1 ein halb Laſt Rogken kleine Maße Einfall; die Außen-
Schlaͤge halten im Durchſchnitt jeder eine halbe Laſt Ausſaat.
Außerdem iſt noch daſelbſt eine Koppel von 3 Droͤmt, und
3 kleine Koppeln, zuſammen von 16 [Scheffel] Einfall.

Die Pertinenz Juͤrgenshof liegt in 10 Schlaͤgen, à 1 Laſt
Ausſaat.

Der Hof Moͤnckbuſch liegt in 4 Binnen- und 7 Außen-
Schlaͤgen. Jm Durchſchnitt gerechnet halten die erſteren je-
der 2 Laſt 2 Droͤmt, und die letzteren jeder 1 Laſt 2 Droͤmt
Ausſaat.

Der Werder, im Plauer See belegen, liegt in 3 Schlaͤgen,
welche im Durchſchnitt jeder 1 ein halb Laſt Einfall halten.

Fuͤr geſammte Hoͤfe werden jaͤhrlich 120 bis 130 Fuder
Heu geworden. Die zum Werder gelegten Wieſen betragen
etwa 13 Fuder Heu.

Bey dem Gute befinden ſich 6 in gutem Stande befindliche
Bauren mit den benoͤthigten Hofwehren, welche taͤglich mit
zwey Geſpann zu Hofe dienen. Einlieger ſind daſelbſt 22,
wovon jeder fuͤr die Wohnung, ꝛc. 78 Tage jaͤhrlich durch
ſeine Frau Hofdienſte leiſtet, ſo wie auch einige Wittwen,
wovon jede jaͤhrlich 30 Tage zu Hofe dienet.

Den Acker kann man im Durchſchnitt als gut annehmen,
ſo daß bey veraͤnderten Schlaͤgen jaͤhrlich eine Laſt Waizen
geſaͤet werden kann.

Auf dem Werder iſt ein großer Vorrath von ſchoͤnen Buͤ-
chen; es befinden ſich auch eine ziemliche Tannen-Heide, auch
Tannen-Zuſchlaͤge, beſonders bey der Pertinenz Moͤnckbuſch,
ſo wie auch die Nothdurft an Eichen und Weich-Hoͤlzung,
imgleichen Torf vorhanden iſt.

Die Rohrwerbung iſt ſehr betraͤchtlich, und es kann jaͤhrlich
im Durchſchnitt 200 Fimm Rohr geworben werden.

Die Fiſcherey iſt anſehnlich, und kann [zaͤhrlichjaͤhrlich] zu 400
Rthlr. genutzet werden.

Das Guth hat ſeine eigene Kirche, deren Patronatrecht zu
Zweydrittheilen bey dem Hauptgute iſt, ſo wie auch die be-
noͤthigten Kirchenſtuͤhle daſelbſt vorhanden ſind.

Außerdem hat das Gut einen Kalk Ofen, eine Windmuͤhle,
eine Schmiede, eine Hollaͤnderey, die bis zu 70 Kuͤhen gebracht
werden kann, eine Schaͤferey von 7 bis 800 Schaafen, und
dieſe Unterpaͤchte nebſt den Kruͤgen, koͤnnen zu einem Ertrag
von etwa 1000 Rthlr genutzt werden.

Saͤmmtliche Hofgebaͤude befinden ſich in gutem Stande,
und die Dorfgebaͤude beduͤrfen groͤßtentheils keiner betraͤcht-
lichen Reparatur.




Es iſt ein ſehr ſchoͤnes Mahagony fuͤnfoctaviges Cla-
vier, vom beruͤhmten Haſſe verfertigt, wie auch eine
uͤberaus koſtbare Guitharre, woran alle moͤgliche Zier-
rathen verſchwendet worden, zu verkaufen. Naͤhere
Nachricht hievon iſt in der Koͤnigsſtraße im Hauſe
No. 237. zu haben.

[Ende Spaltensatz]
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zwey
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[[6]/0006] zu melden, ſolche gehoͤrig in duplo zu verificiren, widrigen- falls derjenige, der dieſem angeſetzten praͤcluſiviſchen Termin verabſaͤumen wird, es ſich ſelber beyzumeſſen hat, wenn er nicht weiter gehoͤret, noch mit ſeiner Forderung hieſelbſt zu- gelaſſen werden kann. Wornach ein jeder, dem es angehet, ſich gebuͤhrend zu richten hat. Gegeben in Jhro Kayſerl. Majeſtaͤt Revalſchem Kreyßgerichte zu Reval, am 31ſten Ja- nuar 1789. C. G. v. Barunoff, Kreyßrichter. (L. S.) B. Brehm, Secrs. in fidem copiæ: Braiſch, Archvrs. Da das Königl. Amt Poel auf Trinitatis des künftigen 1790ſten Jahres aus der Pacht fällt, und den 3ten des nächſt- kommenden September-Monats im Königl. Gouvernements- Hauſe allhier wiederum öffentlich dem Meiſtbietenden, und zwar auf die alternative Art, verpachtet werden ſoll, daß ent- weder beyde Amtshöfe zuſammen, oder ein jeder derſelben einzeln zum Aufbot gelangen; ſo wird ſolches dem Publico hiemit gebührend angezeiget. Nach einer neulichſt beſchafften Vermeſſung beſteht der Superficial-Jnhalt des größern Amtshofes an Aeckern, Wieſen, Weiden, Möhren, Söllen, Hofgarten, ꝛc. ꝛc. in 217665 □R. und derjenige des kleinern, oder ſogenannten Oertzenhofes, unter gleichen Rubriken, nebſt einer anſehnlichen Vorwer- bung, in 125035 □ R.’ Die näheren Umſtände hievon, ſo wie die Pachtbedingungen, können 14 Tage vor dem Termin in der Königl. Gouvernements-Kanzley inſpiciret werden. Der Zuſchlag für den annehmlichſt Meiſtbietenden ſoll nach Bewandniß der Sache entweder ſofort, oder höchſtens binnen 8 Tagen nach vollbrachter Licitation, erfolgen. Aus der Kön. Gouvernements-Kanzley zu Wismar, den 4ten Aug. 1789. Wann Johann Ludwig Hartwig Schütt, ein Sohn des geweſenen und vorſtorbenen Mitpächters Schütt hieſelbſt, vor einiger Zeit, ohne Leibeserben zu hinterlaſſen, verſtor- ben; ſo werden alle und jede, welche an die Verlaſſenſchaft deſſelben aus Erbrecht, wegen Schuld oder ſonſt aus irgend einem andern Grunde Anſprache haben oder zu haben ver- meynen, hiedurch vorgeladen, ſich am 9ten September dieſes Jahrs, Vormittags um 10 Uhr, vor dem hieſigen Gerichte perſönlich oder durch hinlänglich Bevollmächtigte einzufinden, und ihre Anſprache ſodann anzugeben und rechtlicher Art nach zu bewahrheiten, unter dem Nachtheil, daß diejenigen, welche dieſes nicht leiſten, mit ihren Forderungen und An- ſprüchen ausgeſchloſſen und zum ewigen Stillſchweigen ver- wieſen werden ſollen. Großen Lukow, unweit Penzlin, am 4ten Julius 1789. von Holſteinſches Gericht hieſelbſt. Wir Friedrich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu Mecklenburg, Fuͤrſt zu Wenden, Schwerin und Ratze- burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und Stargard Herr, ꝛc. ꝛc. Thun hiemit zu wiſſen, wie Wir auf unterthaͤnigſte Bitte des Doctoris Beckmann, als communis mandatarii von Wangelin Alt-Schwerinſcher Glaͤubigere, die unten naͤher beſchriebene Guͤter Alt-Schwerin, Moͤnckbuſch, Juͤrgenshof und Werder zum oͤffentlichen conſtitutionsmaͤßigen Verkauf beſtimmet, und des Endes drey nacheinander folgende Ter- mine, als den 31ſten Auguſt zum erſten, den 12ten October zum zweyten, und den 24ſten November zum dritten Termin berahmet haben. Laden demnach alle diejenigen, welche vorgenannte Guͤter zu kaufen geneigt ſeyn moͤchten, hiedurch gnaͤdigſt und wol- len, daß ſelbige an obbemeldeten Tagen, Morgens um zehn Uhr, auf Unſerm Hof- und Landgericht hieſelbſt erſcheinen, ihren Both und Gegenboth zum Protocoll abgeben, und dar- auf gewaͤrtigen, daß unter Vorbehalt Landeslehnsherrlicher Competenz dem Meiſtbietenden im erſten oder zweyten Ter- min auf die in ſelbigem vorher zu verleſenden Bedingungen, (welche in Unſerer Hof- und Landgerichts-Regiſtratur, und, nebſt der Charte und dem Feld-Regiſter, bey obgedachtem communi mandatario einzuſehen ſind) der Zuſchlag mehr be- ſagter Grundſtuͤcke zwar nur ſub lege addictionis in diem, in dem dritten und letzten Termin aber dem conſtitutionsmaͤßig Meiſtbietenden pure geſchehen ſoll. Es bleibt jedoch den juͤngern bey dem letzten Bot mit ihrer Forderung, oder einen Theil derſelben leer ausgehenden Cre- ditoren, ſo wie einem jeden, cujus intereſt, das exercitium des juris idem offerendi, und eventualiter unter ſich allein und mit dem letzten Kaͤufer des juris plus licitandi, in einem demnaͤchſt conſtitutionsmaͤßig anzuberohmenden Termin vor- behalten, und koͤnnen uͤbrigens oftgedachte Guͤter denen Kauf- Liebhabern auch durch den dazu beorderten Holzwaͤrter Heid- mann, zu Alt-Schwerin, vorgewieſen werden. Wornach man ſich zu richten. Gegeben Guͤſtrow, den 16ten Julii 1789. (L. S.) Ad Mandatum Sereniſſimi proprium Vt C. G. Warnemuͤnde. J. H. Wulffleff. Beſchreibung des Lehnguths Alten-Schwerin, cum pertinentiis. Der Superficial-Jnhalt des ganzen Gutes cum pertinen- tiis betraͤgt 2072057 □R. und es ſtehet zur ſteuerbaren Haͤlfte, bis auf 6 Scheffel nach, in 11 Hufen. Alten-Schwerin an und fuͤr ſich liegt in Communition mit den Bauren in 3 Binnen- und 4 Außenſchlaͤgen. Einer von den Binnenſchlaͤgen haͤlt 2 Laſt Rogken, die beyden andern aber 1 ein halb Laſt Rogken kleine Maße Einfall; die Außen- Schlaͤge halten im Durchſchnitt jeder eine halbe Laſt Ausſaat. Außerdem iſt noch daſelbſt eine Koppel von 3 Droͤmt, und 3 kleine Koppeln, zuſammen von 16 Scheffel Einfall. Die Pertinenz Juͤrgenshof liegt in 10 Schlaͤgen, à 1 Laſt Ausſaat. Der Hof Moͤnckbuſch liegt in 4 Binnen- und 7 Außen- Schlaͤgen. Jm Durchſchnitt gerechnet halten die erſteren je- der 2 Laſt 2 Droͤmt, und die letzteren jeder 1 Laſt 2 Droͤmt Ausſaat. Der Werder, im Plauer See belegen, liegt in 3 Schlaͤgen, welche im Durchſchnitt jeder 1 ein halb Laſt Einfall halten. Fuͤr geſammte Hoͤfe werden jaͤhrlich 120 bis 130 Fuder Heu geworden. Die zum Werder gelegten Wieſen betragen etwa 13 Fuder Heu. Bey dem Gute befinden ſich 6 in gutem Stande befindliche Bauren mit den benoͤthigten Hofwehren, welche taͤglich mit zwey Geſpann zu Hofe dienen. Einlieger ſind daſelbſt 22, wovon jeder fuͤr die Wohnung, ꝛc. 78 Tage jaͤhrlich durch ſeine Frau Hofdienſte leiſtet, ſo wie auch einige Wittwen, wovon jede jaͤhrlich 30 Tage zu Hofe dienet. Den Acker kann man im Durchſchnitt als gut annehmen, ſo daß bey veraͤnderten Schlaͤgen jaͤhrlich eine Laſt Waizen geſaͤet werden kann. Auf dem Werder iſt ein großer Vorrath von ſchoͤnen Buͤ- chen; es befinden ſich auch eine ziemliche Tannen-Heide, auch Tannen-Zuſchlaͤge, beſonders bey der Pertinenz Moͤnckbuſch, ſo wie auch die Nothdurft an Eichen und Weich-Hoͤlzung, imgleichen Torf vorhanden iſt. Die Rohrwerbung iſt ſehr betraͤchtlich, und es kann jaͤhrlich im Durchſchnitt 200 Fimm Rohr geworben werden. Die Fiſcherey iſt anſehnlich, und kann zaͤhrlichjaͤhrlich zu 400 Rthlr. genutzet werden. Das Guth hat ſeine eigene Kirche, deren Patronatrecht zu Zweydrittheilen bey dem Hauptgute iſt, ſo wie auch die be- noͤthigten Kirchenſtuͤhle daſelbſt vorhanden ſind. Außerdem hat das Gut einen Kalk Ofen, eine Windmuͤhle, eine Schmiede, eine Hollaͤnderey, die bis zu 70 Kuͤhen gebracht werden kann, eine Schaͤferey von 7 bis 800 Schaafen, und dieſe Unterpaͤchte nebſt den Kruͤgen, koͤnnen zu einem Ertrag von etwa 1000 Rthlr genutzt werden. Saͤmmtliche Hofgebaͤude befinden ſich in gutem Stande, und die Dorfgebaͤude beduͤrfen groͤßtentheils keiner betraͤcht- lichen Reparatur. Es iſt ein ſehr ſchoͤnes Mahagony fuͤnfoctaviges Cla- vier, vom beruͤhmten Haſſe verfertigt, wie auch eine uͤberaus koſtbare Guitharre, woran alle moͤgliche Zier- rathen verſchwendet worden, zu verkaufen. Naͤhere Nachricht hievon iſt in der Koͤnigsſtraße im Hauſe No. 237. zu haben.

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Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-07-07T10:32:49Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 136, Hamburg, 26. August 1789, S. [6]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1362608_1789/7>, abgerufen am 24.11.2020.