Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 139, Hamburg, 1. September 1789.

Bild:
<< vorherige Seite
[Ende Spaltensatz]
Beylage
zu
Nr. 139. des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten.


Am Dienstage, den 1 September 1789.


[Beginn Spaltensatz]

Gestern Nachmittag lief beym Vareler Siel ein
kleines Schiff unter Englischer Flagge ein. Am Bord
desselben befanden sich der Herr Graf William Bentink,
und der Herr Hawkins, E[unleserliches Material]quire, beyde See-Capt-
tains in Königl. Großbritannischen Diensten. Das
Schiff ist von vorzüglicher Bauart, hat in der Länge
14 Fuß, in der größten Breite 8 Fuß, und führet zwey
Masten. Wie man vernimmt, werden die beyden
Herren noch eine Reise in die Ostsee machen.


Nun ist auch hier ein Brief aus Carlskrona mit der
Nachricht von dem am 26sten des vorigen Monats
vorgefallenen Seetreffen durch den Druck bekannt ge-
macht. Es erhellet aus selbigem, daß der Contre-
Admiral L[il]jehorn an diesem Tage wirklich 16 Signale
erhalten, die er auch wiederholt hat, denen er aber
nicht gefolgt ist. Die Rußische Flotte bestand aus
22 Linienschiffen und 6 Fregatten, von der Schwedi-
schen Flotte aber konnten, eben des obengedachten Vor-
falls wegen, nur 12 Linienschiffe und 4 Fregatten ge-
braucht werden. Das Schwedische Großadmiralsschiff
mit seinen beyden Secundanten paßirten 7 feindliche
Schiffe, und beschädigten das Schiff des Admirals
Spiridow ansehnlich, so daß es sich retiriren mußte.
Auf dem Schwedischen Schiffe, Dreistigkeit, von 60
Kanonen, sprang eine Kanone, wodurch 2 Mann ge-
tödtet und 3 verwundet wurden. Wir haben nur
wenig Todte auf unserer Flotte gehabt, worunter sich
der Capitain Hökenflyger befindet.

Wegen des Sieges bey Parkumaki, welchen der Ge-
neral Major von Stedingk erhalten, ist ein Te Deum
in allen Kirchen abgesungen, und ein eignes Dankge-
bet abgelen worden.


Jhro Königl. Hoheit, die Kronprinzeßinn, werden
dem Vernehmen nach mit Jhrem Durchl. Gemahl
während dem Campement von Augustenburg nach
Schleswig gehen, und sich einige Tage daselbst aufhal-
ten. Das Campement wird den 1sten September sei-
nen Anfang nehmen, und es heißt, es werde nicht be-
ständig an einem Orte bleiben, sondern wandelbar
seyn. Außer den Regimentern, welche diesen Sommer
schon in den Herzogthümern cantonnirt haben, sind
noch das Aalborgsche Nieborgsche und Jütsche Jnfan-
terie-Regiment befehliget, aus ihren Standquartieren in
Jütland nach den Herzogthümern aufzubrechen, und
die näheren Befehle des Prinzen Carls von Hessen zu
erwarten. Wenn diese 3 Regimenter zu denen stoßen,
aus welchen das Campement bestehen wird, so werden
9 Jnfanterie, 3 Cavallerie Regimenter, nebst der Ar-
tillerie und dem Schleswigschen Jäger-Corps, in allen
18000 Mann beysammen seyn.


[Spaltenumbruch]

Die Flotte wird dem Vernehmen nach den 1sten
September in den Baum legen.

Der Großbritannische Minister, Herr Elliot, hatte
gestern das Unglück, in einer Allee vor der Stadt mit
dem Pferde zu stürzen, und den einen Arm an zwey
Stellen zu zerbrechen.




Von gelehrten Sachen.
Bibliotheca Roloffiana, Pars I. II. Berolini 1789.
43 Bogen in 8.

Diese aus mehr denn 5000 Bänden bestehende
Bibliothek des verstorbenen Predigers Roloff hat eine
derselben würdige Bestimmung dadurch erhalten, daß
sie von Sr. Preußischen Majestät für eine ansehnliche
Summe gekauft, und der öffentlichen Königl. Bibliothek
einverleibt worden. Sie unterscheidet sich durch viele
Schriften, die in den ersten Zeiten der Buchdruckerey
erschienen sind, so wie durch eine Menge anderer der
seltensten und merkwürdigsten Bücher. So z. E. ein
speculum humanae salvationis, die erste Ausgabe des
Julius Cäsar zu Rom 1475, und mehrere Original-
Editionen claßischer Autoren; die ächten Ausgaben von
Serveti dialogis und de tria. erroribus, eine große
Anzahl seltener Bibeln, theologischer und historischer
Werke, wie auch einige Handschriften, z. E. des Bodini
colloquium heptoplomeres,
u. s. f. Das in sechszehn
Abschnitte eingetheilte räsonnirende Verzeichniß ist
vom Herrn Jnspector Augustin und Herrn Prediger
Schweid sorgfältigst ausgearbeitet, und durch überall
angebrachte litterarische Bemerkungen brauchbar ge-
macht worden. Auch ist die typographische Gestalt
des Buches so, wie man sie von der berühmten Un-
gerschen
Officin erwarten kann. Jn der schön ge-
schriebenen Lateinischen Vorrede des Herrn Jnspectors
Augustin wird gemeldet, daß der ehemals am Berliner
Hofe gestandene Kayserl. Gesandte, Graf von Re-
wyitzky,
diese Bibliothek mehrmals in Augenschein ge-
nommen, und den Besitzer ermuntert habe, ein Ver-
zeichniß von den Seltenheiten derselben herauszugeben,
welcher Beyfall eines so competenten Richters für die
Empfehlung derselben sehr wichtig ist. Der Catalogus
ist in der Voßischen Buchhandlung zu Berlin, wie
auch in der nächsten Michaelis-Messe zu Leipzig auf
Schreibpapier für 1 Rthlr. 12 Gr. und auf Druck-
papier für 1 Rthlr. zu haben.




Hamburg.

Vorigen Mittewochen erhielt Herr
Enslen, durch Auffliegung seiner ärostatischen Luft-
jagd, von dem zahlreich versammelten Publicum den
allgemeinen Beyfall. Der Hirsch, welchen 2 Hunde
verfolgten, ließ sich auf dem Felde bey Gleen, 2 Meilen
von hier, nieder. Den Bauern flog der Hirsch, als
sie die Hunde losgerissen hatten, wieder davon, wor-
über sie so erschracken, daß einige sich die Augen zu,

[Ende Spaltensatz]
Beylage
zu
Nr. 139. des Hamburgiſchen unpartheyiſchen Correſpondenten.


Am Dienſtage, den 1 September 1789.


[Beginn Spaltensatz]

Geſtern Nachmittag lief beym Vareler Siel ein
kleines Schiff unter Engliſcher Flagge ein. Am Bord
deſſelben befanden ſich der Herr Graf William Bentink,
und der Herr Hawkins, E[unleserliches Material]quire, beyde See-Capt-
tains in Koͤnigl. Großbritanniſchen Dienſten. Das
Schiff iſt von vorzuͤglicher Bauart, hat in der Laͤnge
14 Fuß, in der groͤßten Breite 8 Fuß, und fuͤhret zwey
Maſten. Wie man vernimmt, werden die beyden
Herren noch eine Reiſe in die Oſtſee machen.


Nun iſt auch hier ein Brief aus Carlskrona mit der
Nachricht von dem am 26ſten des vorigen Monats
vorgefallenen Seetreffen durch den Druck bekannt ge-
macht. Es erhellet aus ſelbigem, daß der Contre-
Admiral L[il]jehorn an dieſem Tage wirklich 16 Signale
erhalten, die er auch wiederholt hat, denen er aber
nicht gefolgt iſt. Die Rußiſche Flotte beſtand aus
22 Linienſchiffen und 6 Fregatten, von der Schwedi-
ſchen Flotte aber konnten, eben des obengedachten Vor-
falls wegen, nur 12 Linienſchiffe und 4 Fregatten ge-
braucht werden. Das Schwediſche Großadmiralsſchiff
mit ſeinen beyden Secundanten paßirten 7 feindliche
Schiffe, und beſchaͤdigten das Schiff des Admirals
Spiridow anſehnlich, ſo daß es ſich retiriren mußte.
Auf dem Schwediſchen Schiffe, Dreiſtigkeit, von 60
Kanonen, ſprang eine Kanone, wodurch 2 Mann ge-
toͤdtet und 3 verwundet wurden. Wir haben nur
wenig Todte auf unſerer Flotte gehabt, worunter ſich
der Capitain Hoͤkenflyger befindet.

Wegen des Sieges bey Parkumaki, welchen der Ge-
neral Major von Stedingk erhalten, iſt ein Te Deum
in allen Kirchen abgeſungen, und ein eignes Dankge-
bet abgelen worden.


Jhro Koͤnigl. Hoheit, die Kronprinzeßinn, werden
dem Vernehmen nach mit Jhrem Durchl. Gemahl
waͤhrend dem Campement von Auguſtenburg nach
Schleswig gehen, und ſich einige Tage daſelbſt aufhal-
ten. Das Campement wird den 1ſten September ſei-
nen Anfang nehmen, und es heißt, es werde nicht be-
ſtaͤndig an einem Orte bleiben, ſondern wandelbar
ſeyn. Außer den Regimentern, welche dieſen Sommer
ſchon in den Herzogthuͤmern cantonnirt haben, ſind
noch das Aalborgſche Nieborgſche und Juͤtſche Jnfan-
terie-Regiment befehliget, aus ihren Standquartieren in
Juͤtland nach den Herzogthuͤmern aufzubrechen, und
die naͤheren Befehle des Prinzen Carls von Heſſen zu
erwarten. Wenn dieſe 3 Regimenter zu denen ſtoßen,
aus welchen das Campement beſtehen wird, ſo werden
9 Jnfanterie, 3 Cavallerie Regimenter, nebſt der Ar-
tillerie und dem Schleswigſchen Jaͤger-Corps, in allen
18000 Mann beyſammen ſeyn.


[Spaltenumbruch]

Die Flotte wird dem Vernehmen nach den 1ſten
September in den Baum legen.

Der Großbritanniſche Miniſter, Herr Elliot, hatte
geſtern das Ungluͤck, in einer Allee vor der Stadt mit
dem Pferde zu ſtuͤrzen, und den einen Arm an zwey
Stellen zu zerbrechen.




Von gelehrten Sachen.
Bibliotheca Roloffiana, Pars I. II. Berolini 1789.
43 Bogen in 8.

Dieſe aus mehr denn 5000 Baͤnden beſtehende
Bibliothek des verſtorbenen Predigers Roloff hat eine
derſelben wuͤrdige Beſtimmung dadurch erhalten, daß
ſie von Sr. Preußiſchen Majeſtaͤt fuͤr eine anſehnliche
Summe gekauft, und der oͤffentlichen Koͤnigl. Bibliothek
einverleibt worden. Sie unterſcheidet ſich durch viele
Schriften, die in den erſten Zeiten der Buchdruckerey
erſchienen ſind, ſo wie durch eine Menge anderer der
ſeltenſten und merkwuͤrdigſten Buͤcher. So z. E. ein
ſpeculum humanæ ſalvationis, die erſte Ausgabe des
Julius Caͤſar zu Rom 1475, und mehrere Original-
Editionen claßiſcher Autoren; die aͤchten Ausgaben von
Serveti dialogis und de tria. erroribus, eine große
Anzahl ſeltener Bibeln, theologiſcher und hiſtoriſcher
Werke, wie auch einige Handſchriften, z. E. des Bodini
colloquium heptoplomeres,
u. ſ. f. Das in ſechszehn
Abſchnitte eingetheilte raͤſonnirende Verzeichniß iſt
vom Herrn Jnſpector Auguſtin und Herrn Prediger
Schweid ſorgfaͤltigſt ausgearbeitet, und durch uͤberall
angebrachte litterariſche Bemerkungen brauchbar ge-
macht worden. Auch iſt die typographiſche Geſtalt
des Buches ſo, wie man ſie von der beruͤhmten Un-
gerſchen
Officin erwarten kann. Jn der ſchoͤn ge-
ſchriebenen Lateiniſchen Vorrede des Herrn Jnſpectors
Auguſtin wird gemeldet, daß der ehemals am Berliner
Hofe geſtandene Kayſerl. Geſandte, Graf von Re-
wyitzky,
dieſe Bibliothek mehrmals in Augenſchein ge-
nommen, und den Beſitzer ermuntert habe, ein Ver-
zeichniß von den Seltenheiten derſelben herauszugeben,
welcher Beyfall eines ſo competenten Richters fuͤr die
Empfehlung derſelben ſehr wichtig iſt. Der Catalogus
iſt in der Voßiſchen Buchhandlung zu Berlin, wie
auch in der naͤchſten Michaelis-Meſſe zu Leipzig auf
Schreibpapier fuͤr 1 Rthlr. 12 Gr. und auf Druck-
papier fuͤr 1 Rthlr. zu haben.




Hamburg.

Vorigen Mittewochen erhielt Herr
Enslen, durch Auffliegung ſeiner aͤroſtatiſchen Luft-
jagd, von dem zahlreich verſammelten Publicum den
allgemeinen Beyfall. Der Hirſch, welchen 2 Hunde
verfolgten, ließ ſich auf dem Felde bey Gleen, 2 Meilen
von hier, nieder. Den Bauern flog der Hirſch, als
ſie die Hunde losgeriſſen hatten, wieder davon, wor-
uͤber ſie ſo erſchracken, daß einige ſich die Augen zu,

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div type="jPoliticalNews">
          <div type="jArticle">
            <pb facs="#f0005" n="[5]"/>
            <cb type="end"/>
          </div>
        </div>
      </div>
      <div>
        <floatingText>
          <front>
            <titlePage type="main">
              <docTitle>
                <titlePart type="main"> <hi rendition="#b"> <hi rendition="#g"> <hi rendition="#c">Beylage</hi> </hi> </hi><lb/> <hi rendition="#c">zu<lb/><hi rendition="#b"><hi rendition="#c">Nr. 139. des Hamburgi&#x017F;chen unpartheyi&#x017F;chen
                                                 Corre&#x017F;pondenten.</hi></hi></hi><lb/>
                </titlePart>
              </docTitle><lb/>
              <docDate> <hi rendition="#c">Am Dien&#x017F;tage, den 1 September 1789.</hi> </docDate><lb/>
            </titlePage>
            <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
          </front>
          <body>
            <cb type="start"/>
            <div type="jPoliticalNews">
              <div type="jArticle">
                <dateline> <hi rendition="#c"><hi rendition="#b">Aus dem Oldenburgi&#x017F;chen,</hi> vom 14
                         Augu&#x017F;t.</hi> </dateline><lb/>
                <p>Ge&#x017F;tern Nachmittag lief beym Vareler Siel ein<lb/>
kleines Schiff unter
                         Engli&#x017F;cher Flagge ein. Am Bord<lb/>
de&#x017F;&#x017F;elben befanden
                         &#x017F;ich der Herr Graf William Bentink,<lb/>
und der Herr Hawkins,
                         E<gap reason="illegible"/>quire, beyde See-Capt-<lb/>
tains in Ko&#x0364;nigl.
                         Großbritanni&#x017F;chen Dien&#x017F;ten. Das<lb/>
Schiff i&#x017F;t von
                         vorzu&#x0364;glicher Bauart, hat in der La&#x0364;nge<lb/>
14 Fuß, in der
                         gro&#x0364;ßten Breite 8 Fuß, und fu&#x0364;hret zwey<lb/>
Ma&#x017F;ten. Wie
                         man vernimmt, werden die beyden<lb/>
Herren noch eine Rei&#x017F;e in die
                         O&#x017F;t&#x017F;ee machen.</p>
              </div><lb/>
              <div type="jArticle">
                <dateline> <hi rendition="#c"><hi rendition="#fr">Schreiben aus Stockholm,</hi> vom 21
                         Augu&#x017F;t.</hi> </dateline><lb/>
                <p>Nun i&#x017F;t auch hier ein Brief aus Carlskrona mit der<lb/>
Nachricht von
                                     dem am 26&#x017F;ten des vorigen Monats<lb/>
vorgefallenen
                                     Seetreffen durch den Druck bekannt ge-<lb/>
macht. Es erhellet
                                     aus &#x017F;elbigem, daß der Contre-<lb/>
Admiral L<supplied cert="low">il</supplied>jehorn an die&#x017F;em Tage
                                     wirklich 16 Signale<lb/>
erhalten, die er auch wiederholt hat,
                                     denen er aber<lb/>
nicht gefolgt i&#x017F;t. Die Rußi&#x017F;che
                                     Flotte be&#x017F;tand aus<lb/>
22 Linien&#x017F;chiffen und 6
                                     Fregatten, von der Schwedi-<lb/>
&#x017F;chen Flotte aber
                                     konnten, eben des obengedachten Vor-<lb/>
falls wegen, nur 12
                                     Linien&#x017F;chiffe und 4 Fregatten ge-<lb/>
braucht werden. Das
                                     Schwedi&#x017F;che Großadmirals&#x017F;chiff<lb/>
mit
                                     &#x017F;einen beyden Secundanten paßirten 7
                                     feindliche<lb/>
Schiffe, und be&#x017F;cha&#x0364;digten das
                                     Schiff des Admirals<lb/>
Spiridow an&#x017F;ehnlich, &#x017F;o
                                     daß es &#x017F;ich retiriren mußte.<lb/>
Auf dem
                                     Schwedi&#x017F;chen Schiffe, Drei&#x017F;tigkeit, von
                                     60<lb/>
Kanonen, &#x017F;prang eine Kanone, wodurch 2 Mann
                                     ge-<lb/>
to&#x0364;dtet und 3 verwundet wurden. Wir haben
                                     nur<lb/>
wenig Todte auf un&#x017F;erer Flotte gehabt, worunter
                                     &#x017F;ich<lb/>
der Capitain Ho&#x0364;kenflyger befindet.</p><lb/>
                <p>Wegen des Sieges bey Parkumaki, welchen der Ge-<lb/>
neral Major von Stedingk
                         erhalten, i&#x017F;t ein <hi rendition="#aq">Te Deum</hi><lb/>
in allen
                         Kirchen abge&#x017F;ungen, und ein eignes Dankge-<lb/>
bet abgelen
                         worden.</p>
              </div><lb/>
              <div type="jArticle">
                <dateline> <hi rendition="#c"><hi rendition="#fr">Copenhagen,</hi> den 25
                                         Augu&#x017F;t.</hi> </dateline><lb/>
                <p>Jhro Ko&#x0364;nigl. Hoheit, die Kronprinzeßinn, werden<lb/>
dem
                                     Vernehmen nach mit Jhrem Durchl. Gemahl<lb/>
wa&#x0364;hrend dem
                                     Campement von Augu&#x017F;tenburg nach<lb/>
Schleswig gehen, und
                                     &#x017F;ich einige Tage da&#x017F;elb&#x017F;t aufhal-<lb/>
ten.
                                     Das Campement wird den 1&#x017F;ten September
                                     &#x017F;ei-<lb/>
nen Anfang nehmen, und es heißt, es werde nicht
                                     be-<lb/>
&#x017F;ta&#x0364;ndig an einem Orte bleiben,
                                     &#x017F;ondern wandelbar<lb/>
&#x017F;eyn. Außer den Regimentern,
                                     welche die&#x017F;en Sommer<lb/>
&#x017F;chon in den
                                     Herzogthu&#x0364;mern cantonnirt haben, &#x017F;ind<lb/>
noch das
                                     Aalborg&#x017F;che Nieborg&#x017F;che und Ju&#x0364;t&#x017F;che
                                     Jnfan-<lb/>
terie-Regiment befehliget, aus ihren Standquartieren
                                     in<lb/>
Ju&#x0364;tland nach den Herzogthu&#x0364;mern
                                     aufzubrechen, und<lb/>
die na&#x0364;heren Befehle des Prinzen
                                     Carls von He&#x017F;&#x017F;en zu<lb/>
erwarten. Wenn
                                     die&#x017F;e 3 Regimenter zu denen &#x017F;toßen,<lb/>
aus
                                     welchen das Campement be&#x017F;tehen wird, &#x017F;o
                                     werden<lb/>
9 Jnfanterie, 3 Cavallerie Regimenter, neb&#x017F;t
                                     der Ar-<lb/>
tillerie und dem Schleswig&#x017F;chen
                                     Ja&#x0364;ger-Corps, in allen<lb/>
18000 Mann bey&#x017F;ammen
                                     &#x017F;eyn.</p><lb/>
                <cb/>
                <p>Die Flotte wird dem Vernehmen nach den 1&#x017F;ten<lb/>
September
                                     in den Baum legen.</p><lb/>
                <p>Der Großbritanni&#x017F;che Mini&#x017F;ter, Herr Elliot,
                                     hatte<lb/>
ge&#x017F;tern das Unglu&#x0364;ck, in einer Allee vor
                                     der Stadt mit<lb/>
dem Pferde zu &#x017F;tu&#x0364;rzen, und den
                                     einen Arm an zwey<lb/>
Stellen zu zerbrechen.</p>
              </div>
            </div><lb/>
            <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
            <div type="jFeuilleton">
              <head> <hi rendition="#c"> <hi rendition="#b">Von gelehrten Sachen.</hi> </hi> </head><lb/>
              <div type="jArticle">
                <head><hi rendition="#aq">Bibliotheca Roloffiana, Pars I. II.
                                         Berolini</hi> 1789.<lb/>
43 Bogen in 8.</head><lb/>
                <p>Die&#x017F;e aus mehr denn 5000 Ba&#x0364;nden
                                     be&#x017F;tehende<lb/>
Bibliothek des ver&#x017F;torbenen
                                     Predigers <hi rendition="#fr">Roloff</hi> hat
                                     eine<lb/>
der&#x017F;elben wu&#x0364;rdige Be&#x017F;timmung
                                     dadurch erhalten, daß<lb/>
&#x017F;ie von Sr. Preußi&#x017F;chen
                                     Maje&#x017F;ta&#x0364;t fu&#x0364;r eine
                                     an&#x017F;ehnliche<lb/>
Summe gekauft, und der
                                     o&#x0364;ffentlichen Ko&#x0364;nigl. Bibliothek<lb/>
einverleibt
                                     worden. Sie unter&#x017F;cheidet &#x017F;ich durch
                                     viele<lb/>
Schriften, die in den er&#x017F;ten Zeiten der
                                     Buchdruckerey<lb/>
er&#x017F;chienen &#x017F;ind, &#x017F;o wie
                                     durch eine Menge anderer der<lb/>
&#x017F;elten&#x017F;ten und
                                     merkwu&#x0364;rdig&#x017F;ten Bu&#x0364;cher. So z. E.
                                         ein<lb/><hi rendition="#aq">&#x017F;peculum humanæ
                                         &#x017F;alvationis,</hi> die er&#x017F;te Ausgabe
                                         des<lb/><hi rendition="#fr">Julius Ca&#x0364;&#x017F;ar</hi> zu Rom 1475, und mehrere Original-<lb/>
Editionen
                                     claßi&#x017F;cher Autoren; die a&#x0364;chten Ausgaben
                                         von<lb/><hi rendition="#aq">Serveti dialogis</hi> und <hi rendition="#aq">de tria. erroribus,</hi> eine
                                     große<lb/>
Anzahl &#x017F;eltener Bibeln, theologi&#x017F;cher
                                     und hi&#x017F;tori&#x017F;cher<lb/>
Werke, wie auch einige
                                     Hand&#x017F;chriften, z. E. des <hi rendition="#aq">Bodini<lb/>
colloquium heptoplomeres,</hi> u. &#x017F;. f.
                                     Das in &#x017F;echszehn<lb/><hi rendition="#fr">Ab&#x017F;chnitte eingetheilte</hi> ra&#x0364;&#x017F;onnirende Verzeichniß i&#x017F;t<lb/>
vom Herrn
                                     Jn&#x017F;pector Augu&#x017F;tin und Herrn Prediger<lb/><hi rendition="#fr">Schweid</hi> &#x017F;orgfa&#x0364;ltig&#x017F;t ausgearbeitet, und durch
                                     u&#x0364;berall<lb/>
angebrachte litterari&#x017F;che Bemerkungen
                                     brauchbar ge-<lb/>
macht worden. Auch i&#x017F;t die
                                     typographi&#x017F;che Ge&#x017F;talt<lb/>
des Buches &#x017F;o,
                                     wie man &#x017F;ie von der beru&#x0364;hmten <hi rendition="#fr">Un-<lb/>
ger&#x017F;chen</hi> Officin erwarten kann. Jn der
                                     &#x017F;cho&#x0364;n ge-<lb/>
&#x017F;chriebenen
                                     Lateini&#x017F;chen Vorrede des Herrn Jn&#x017F;pectors<lb/><hi rendition="#fr">Augu&#x017F;tin</hi> wird gemeldet, daß der
                                     ehemals am Berliner<lb/>
Hofe ge&#x017F;tandene Kay&#x017F;erl.
                                     Ge&#x017F;andte, Graf <hi rendition="#fr">von
                                         Re-<lb/>
wyitzky,</hi> die&#x017F;e Bibliothek mehrmals in
                                     Augen&#x017F;chein ge-<lb/>
nommen, und den Be&#x017F;itzer
                                     ermuntert habe, ein Ver-<lb/>
zeichniß von den Seltenheiten
                                     der&#x017F;elben herauszugeben,<lb/>
welcher Beyfall eines
                                     &#x017F;o competenten Richters fu&#x0364;r die<lb/>
Empfehlung
                                     der&#x017F;elben &#x017F;ehr wichtig i&#x017F;t. Der
                                     Catalogus<lb/>
i&#x017F;t in der <hi rendition="#fr">Voßi&#x017F;chen</hi> Buchhandlung zu Berlin, wie<lb/>
auch
                                     in der na&#x0364;ch&#x017F;ten Michaelis-Me&#x017F;&#x017F;e zu
                                     Leipzig auf<lb/>
Schreibpapier fu&#x0364;r 1 Rthlr. 12 Gr. und
                                     auf Druck-<lb/>
papier fu&#x0364;r 1 Rthlr. zu haben.</p>
              </div><lb/>
              <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
              <div type="jArticle">
                <head> <hi rendition="#fr">Hamburg.</hi> </head>
                <p> Vorigen Mittewochen erhielt Herr<lb/><hi rendition="#fr">Enslen,</hi> durch Auffliegung
                                     &#x017F;einer a&#x0364;ro&#x017F;tati&#x017F;chen
                                     Luft-<lb/>
jagd, von dem zahlreich ver&#x017F;ammelten Publicum
                                     den<lb/>
allgemeinen Beyfall. Der Hir&#x017F;ch, welchen 2
                                     Hunde<lb/>
verfolgten, ließ &#x017F;ich auf dem Felde bey Gleen,
                                     2 Meilen<lb/>
von hier, nieder. Den Bauern flog der
                                     Hir&#x017F;ch, als<lb/>
&#x017F;ie die Hunde
                                     losgeri&#x017F;&#x017F;en hatten, wieder davon,
                                     wor-<lb/>
u&#x0364;ber &#x017F;ie &#x017F;o er&#x017F;chracken,
                                     daß einige &#x017F;ich die Augen zu,<lb/></p>
              </div>
            </div>
          </body>
        </floatingText>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[5]/0005] Beylage zu Nr. 139. des Hamburgiſchen unpartheyiſchen Correſpondenten. Am Dienſtage, den 1 September 1789. Aus dem Oldenburgiſchen, vom 14 Auguſt. Geſtern Nachmittag lief beym Vareler Siel ein kleines Schiff unter Engliſcher Flagge ein. Am Bord deſſelben befanden ſich der Herr Graf William Bentink, und der Herr Hawkins, E_ quire, beyde See-Capt- tains in Koͤnigl. Großbritanniſchen Dienſten. Das Schiff iſt von vorzuͤglicher Bauart, hat in der Laͤnge 14 Fuß, in der groͤßten Breite 8 Fuß, und fuͤhret zwey Maſten. Wie man vernimmt, werden die beyden Herren noch eine Reiſe in die Oſtſee machen. Schreiben aus Stockholm, vom 21 Auguſt. Nun iſt auch hier ein Brief aus Carlskrona mit der Nachricht von dem am 26ſten des vorigen Monats vorgefallenen Seetreffen durch den Druck bekannt ge- macht. Es erhellet aus ſelbigem, daß der Contre- Admiral Liljehorn an dieſem Tage wirklich 16 Signale erhalten, die er auch wiederholt hat, denen er aber nicht gefolgt iſt. Die Rußiſche Flotte beſtand aus 22 Linienſchiffen und 6 Fregatten, von der Schwedi- ſchen Flotte aber konnten, eben des obengedachten Vor- falls wegen, nur 12 Linienſchiffe und 4 Fregatten ge- braucht werden. Das Schwediſche Großadmiralsſchiff mit ſeinen beyden Secundanten paßirten 7 feindliche Schiffe, und beſchaͤdigten das Schiff des Admirals Spiridow anſehnlich, ſo daß es ſich retiriren mußte. Auf dem Schwediſchen Schiffe, Dreiſtigkeit, von 60 Kanonen, ſprang eine Kanone, wodurch 2 Mann ge- toͤdtet und 3 verwundet wurden. Wir haben nur wenig Todte auf unſerer Flotte gehabt, worunter ſich der Capitain Hoͤkenflyger befindet. Wegen des Sieges bey Parkumaki, welchen der Ge- neral Major von Stedingk erhalten, iſt ein Te Deum in allen Kirchen abgeſungen, und ein eignes Dankge- bet abgelen worden. Copenhagen, den 25 Auguſt. Jhro Koͤnigl. Hoheit, die Kronprinzeßinn, werden dem Vernehmen nach mit Jhrem Durchl. Gemahl waͤhrend dem Campement von Auguſtenburg nach Schleswig gehen, und ſich einige Tage daſelbſt aufhal- ten. Das Campement wird den 1ſten September ſei- nen Anfang nehmen, und es heißt, es werde nicht be- ſtaͤndig an einem Orte bleiben, ſondern wandelbar ſeyn. Außer den Regimentern, welche dieſen Sommer ſchon in den Herzogthuͤmern cantonnirt haben, ſind noch das Aalborgſche Nieborgſche und Juͤtſche Jnfan- terie-Regiment befehliget, aus ihren Standquartieren in Juͤtland nach den Herzogthuͤmern aufzubrechen, und die naͤheren Befehle des Prinzen Carls von Heſſen zu erwarten. Wenn dieſe 3 Regimenter zu denen ſtoßen, aus welchen das Campement beſtehen wird, ſo werden 9 Jnfanterie, 3 Cavallerie Regimenter, nebſt der Ar- tillerie und dem Schleswigſchen Jaͤger-Corps, in allen 18000 Mann beyſammen ſeyn. Die Flotte wird dem Vernehmen nach den 1ſten September in den Baum legen. Der Großbritanniſche Miniſter, Herr Elliot, hatte geſtern das Ungluͤck, in einer Allee vor der Stadt mit dem Pferde zu ſtuͤrzen, und den einen Arm an zwey Stellen zu zerbrechen. Von gelehrten Sachen. Bibliotheca Roloffiana, Pars I. II. Berolini 1789. 43 Bogen in 8. Dieſe aus mehr denn 5000 Baͤnden beſtehende Bibliothek des verſtorbenen Predigers Roloff hat eine derſelben wuͤrdige Beſtimmung dadurch erhalten, daß ſie von Sr. Preußiſchen Majeſtaͤt fuͤr eine anſehnliche Summe gekauft, und der oͤffentlichen Koͤnigl. Bibliothek einverleibt worden. Sie unterſcheidet ſich durch viele Schriften, die in den erſten Zeiten der Buchdruckerey erſchienen ſind, ſo wie durch eine Menge anderer der ſeltenſten und merkwuͤrdigſten Buͤcher. So z. E. ein ſpeculum humanæ ſalvationis, die erſte Ausgabe des Julius Caͤſar zu Rom 1475, und mehrere Original- Editionen claßiſcher Autoren; die aͤchten Ausgaben von Serveti dialogis und de tria. erroribus, eine große Anzahl ſeltener Bibeln, theologiſcher und hiſtoriſcher Werke, wie auch einige Handſchriften, z. E. des Bodini colloquium heptoplomeres, u. ſ. f. Das in ſechszehn Abſchnitte eingetheilte raͤſonnirende Verzeichniß iſt vom Herrn Jnſpector Auguſtin und Herrn Prediger Schweid ſorgfaͤltigſt ausgearbeitet, und durch uͤberall angebrachte litterariſche Bemerkungen brauchbar ge- macht worden. Auch iſt die typographiſche Geſtalt des Buches ſo, wie man ſie von der beruͤhmten Un- gerſchen Officin erwarten kann. Jn der ſchoͤn ge- ſchriebenen Lateiniſchen Vorrede des Herrn Jnſpectors Auguſtin wird gemeldet, daß der ehemals am Berliner Hofe geſtandene Kayſerl. Geſandte, Graf von Re- wyitzky, dieſe Bibliothek mehrmals in Augenſchein ge- nommen, und den Beſitzer ermuntert habe, ein Ver- zeichniß von den Seltenheiten derſelben herauszugeben, welcher Beyfall eines ſo competenten Richters fuͤr die Empfehlung derſelben ſehr wichtig iſt. Der Catalogus iſt in der Voßiſchen Buchhandlung zu Berlin, wie auch in der naͤchſten Michaelis-Meſſe zu Leipzig auf Schreibpapier fuͤr 1 Rthlr. 12 Gr. und auf Druck- papier fuͤr 1 Rthlr. zu haben. Hamburg. Vorigen Mittewochen erhielt Herr Enslen, durch Auffliegung ſeiner aͤroſtatiſchen Luft- jagd, von dem zahlreich verſammelten Publicum den allgemeinen Beyfall. Der Hirſch, welchen 2 Hunde verfolgten, ließ ſich auf dem Felde bey Gleen, 2 Meilen von hier, nieder. Den Bauern flog der Hirſch, als ſie die Hunde losgeriſſen hatten, wieder davon, wor- uͤber ſie ſo erſchracken, daß einige ſich die Augen zu,

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-07-07T10:32:49Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

Weitere Informationen:

Die Transkription erfolgte nach den unter http://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat formulierten Richtlinien.

Verfahren der Texterfassung: manuell (doppelt erfasst).

Bogensignaturen: keine Angabe; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: wie Vorlage; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage; i/j in Fraktur: wie Vorlage; I/J in Fraktur: wie Vorlage; Kolumnentitel: keine Angabe; Kustoden: keine Angabe; langes s (ſ): wie Vorlage; Normalisierungen: dokumentiert; rundes r (&#xa75b;): wie Vorlage; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: wie Vorlage; u/v bzw. U/V: wie Vorlage; Vokale mit übergest. e: wie Vorlage; Vollständigkeit: vollständig erfasst; Zeichensetzung: wie Vorlage; Zeilenumbrüche markiert: ja;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1390109_1789
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1390109_1789/5
Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 139, Hamburg, 1. September 1789, S. [5]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_1390109_1789/5>, abgerufen am 23.09.2020.