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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 18, Hamburg, 31. Januar 1801.

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[Spaltenumbruch] licher Art nach bescheinigen, sub praejudicio semel pro sem-
per comminato,
daß gesammte latitirende Gläubiger, und
zwar -- so viel die an obbenannte verkaufte Lehngüter Wose-
rin und Schloeve, cum pertinentiis, Ansprüche zu machen-
den betrifft -- mit ihren Forderungen und Ansprüchen für stets
präcludiret und abgewiesen zu werden, so viel dagegen diejeni-
gen aus dem Landrath von Pritzbuer zugehörigen Gute Din-
nies zu fordern habenden betrifft -- die Nachsetzung gegen das
Kloster Dobbertin, wegen der für die von Bülowschen Lehns-
ansprüche vom Verkäuser versprochenen Sicherheit, gewärtigen
sollen.

Jedoch bedarf es von Seiten

a) des engern Ausschusses, wegen aller und jeder Contri-
buendorum;

b) des Predigers und Küsters zu Woserin und zu Techen-
tin, sowohl wegen aller und jeder Praestandorum, als insbe-
sondre wegen des der Woserinschen Kirche zugehörigen Kirchen-
Capitals von 500 Gulden,

c) des Hofes Borckow, wegen des Mahlzwangs von Wo-
serin;

d) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen in dem bey
Unserer Lehnkammer in Schwerin über die Güter Woserin,
Dinnies und Schloeve niedergelegten Hypothekenbuche einge-
tragen sind, wovon indessen zwey Capitalien von resp. 400 und
440 Rth[l]r. 43 ßl. N. Zweydrittel, aus zweyen von dem Land-
rath von Pritzbuer an die unverehelichte von Linstow zu Mal-
chow und den itzigen Legationsrath von Neumann hieselbst aus-
gestellten, von diesem Termino Antonii 1792 an die unver-
ehelichte Dorothea Louisa von Wüllen zu Hannover cedirten
und nach deren Absterben auf deren Schwester, die Landmei-
sterin Buning daselbst, verebten, selbiger Termino Antonii
1800 zwar bezahlten, von ihr aber nicht ausgelieferten, sondern
angeblich einem dritten versetzten, Pag. 12 des erwähnten Hy-
pothekenbuchs eingetragenen Obligationen, nicht anerkannt
werden;
und endlich

e) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen auf dem un-
ter Unserm Hof- und Landgerichts-Jnsiegel ihnen vorzuzeigen-
den Postenzettel sich verzeichnet befinden, keiner Meldung, we-
nigstens werden dafür keine Liquidationskosten erstartet werden.
Wornach man sich zu richten.


(L. S.) Ad Mandatarium Serenissimi proprium,
Vt.

C. v. Holstein.
J. H. Wulffleff.



Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des verstorbenen
Schäfer-Knechts Johann Heinrich Brumm hieselbst, aus Erb-
recht, Schuld, oder sonst Ansprache machen wollen, sind ad
profitendum et liquidandum
auf den 3ten März d. J. sub
poena praeclusi
vor das hiesige Gericht geladen.


Gericht daselbst.
A. T. Verner,
Adv.

p. t. Just.



Lüneburg.

Alle, die an den Bürger und Viehschreiber Jür-
gen Heinrich Dürkop aus [i]rgend einem Grunde Ansprüche zu
haben vermeynen, sind den 2ten Februar, Morgens um 10 Uhr,
peremtorie et snb poena praeclusi im hiesigen Gerichte
citiret.




E. E. Rath des Städtchens Vergedorff hat der Hochwohl-
gebohrne Herr Senator von Brocks zu Lübeck, als Erbbesitzer
des in der Kirche zu Bergedorff befindlichen Wiebekingschen
Erbbegräbnisses, durch seinen Anwald implorando angezeigt,
daß er dieses Erbbegräbniß, welches dem weyland Herrn Amts-
Verwalter Laurenz Wiebeking zu Bergedorff im Jahre 1721 im
Monate October im Bergedorffschen Stadtbuche erb- und eigen-
thümlich zugeschrieben stehet, zu verkaufen willens sey, und des
Endes um Erlassung eines öffentlichen Proclamatis gebeten.
E. E. Rath des Städtchens Bergedorff heischet und ladet des-
halb hiemit alle diejenigen, welche an dem vorerwähnten Erb-
begräbnisse einige Gerechtsame und Ansprüche zu haben, oder
dessen Veräußerung, Um- und Zuschreibung zu verhindern be-
fugt zu seyn vermeynen, daß selbige solche ihre Gerechtsame,
[Spaltenumbruch] Ansprüche oder Befugnisse spätestens bis zum 17ten März 1801,
als dem angesetzten Termino peremtorio et praeclusivo,
allhier vor E. E. Rathe entweder persönlich oder durch einen
hiesigen bevollmächtigten Anwald angeben und auf Erfordern
justificiren, widrigenfalls sie zu gewärtigen haben, daß sie nach-
her nicht weiter damit gehöret, sondern präcludirer und ihnen
ein ewiges Stillschweigen auferlegt, hingegen der S. T. Herr
Jmplorant solches Erbbegräbniß rechtlicher Weise zu veräußern
und dem neuen Eigenthümer im Stadtbuche zusc[h]reiben zu las-
sen befugt werden solle.


(L. S.)
Bürgermeister und Rath des Städtchens
Bergedorff.



Anzeige.

Ein dem Krankenhofe zugehöriges und hinter den Gebäu-
den des Hofes belegenes Stück Landes, nach der Vermessung
932 Quadrat-Ruthen groß, soll von Primo May d. J. an auf
15 Jahre verpachtet werden. Die Bedingungen der Verpach-
tung können bey dem unterzeichneten Provisor und bey dem
Oeconomo, Herrn Neumann, auf dem Krankenhofe eingesehen
werden, an den man sich auch zu wenden hat, um das Land
zu besehen.

Die Pacht-Liebhaber werden ersucht, ihre Erklärung späte-
stens vor Ende Februars d. J. bey dem unterzeichneten Pro-
visor einzugeben, da sodann mit einem der annehmlich Bieten-
den der Pacht-Contract abgeschlossen werden soll.


Johan Ludwig Fürstenau,
d. Z. Provisor des Krankenhofes.



E. Wohllöbl. Niedergerichte hat Sr. Joachim Claessen,
unter der Firma von Claessen und Comp. per Procuratorem
abermals implorando zu vernehmen gegeben, wie Jmplo-
rant vom Jahre 1793 an bis zu Ende Februars des 1797sten
Jahrs in seiner schon zuvor unter der Firma von Claessen und
Comp. hieselbst etablirt gewesenen Handlung den Sr. Gustav
Kieckhoever zum Compagnon gehabt hätte, solche Firma von
Claessen und Comp. aber mit Ausgang Februars des besagten
1797sten Jahrs ohne Extrahirung eines derzeitigen Proclamatis
aufgehoben worden, und daß seitdem die Firma Claessen, Kieck-
höfer und Comp. gelautet hätte. Diese so eben benannte So-
cietät von Claessen, Kieckhöfer und Comp. wäre nun zwar Ul-
timo Aprils vorigen 1800sten Jahrs gleichfalls aufgehoben, auch
das des Endes erforderlich gewesene Procloma bereits extra-
hirt und darauf die Präclusiv-Sentenz bekanntlich jüngst abge-
geben worden. Weil aber ratione der von 1793 an bis zu
Ende Februars des 1797sten Jahrs unter der Firma von Claes-
sen und Comp. bestandenen und gleichfalls aufgehobenen Socie-
täts-Handlung noch kein Proclama ergangen wäre, Jmplorant
indessen nunmehro, wiewohl für seine alleinige Rechnung, die
vorige Firma von Claessen und Comp. wieder angenommen
hätte und solche in Zukunft beyzubehalten entschlossen wäre;
so hielte Jmplorant, nachdem er solches zur Verhütung alles
Mißverständnisses in seinen abgelassenen Circular-Briefen an-
gezeigt, sich auch zu seiner Sicherstellurg wegen der von ihm
für seine alleinige Rechnung nunmehro wieder angenommenen
Firma von Claessen und Comp. gemüßiget, diese Einrichtung
hier öffentlich bekannt zu machen und zugleich nach Ab-
lauf des ersten, um Erkennung eines behufigen zweyten
Proclamatis dahin zu bitten: Daß alle und jede, welche
an die vom Jahre 1793 an bis zu Ende Februars des
1797sten Jahrs vom Jmploranten, Sr. Joachim Claessen,
mit Sr. Gustav Kieckhoefer, unter der Firma Claessen und Co.
geführte Societäts-Handlung wider alles Vermuthen annoch
eine rechtsbegründete Ansprache und Forderung, aus welchem
Grunde solche auch herrührte, zu haben vermeynten, in einem
von Gerichtswegen anzuberahmenden peremtorischen Termin
bey Strafe des ewigen Stillsehweigens und bey Verlust aller
Ansprüche im Gericht hieselbst in Person, Auswärtige aber
per Procuratorem ad acta constitutum sich anzugeben und
ihre etwanige Forderung zu justificiren schuldig seyn sollten.
Diesem Petito 2di Proclamatis ist alles Jnhalts deferiret und
der 27ste Februar d. J. 1801 pro termino peremtorio
denuo
anberaumet worden; welches hiedurch bekannt gemacht
wird.


[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] licher Art nach beſcheinigen, ſub præjudicio ſemel pro ſem-
per comminato,
daß geſammte latitirende Gläubiger, und
zwar — ſo viel die an obbenannte verkaufte Lehngüter Woſe-
rin und Schloeve, cum pertinentiis, Anſprüche zu machen-
den betrifft — mit ihren Forderungen und Anſprüchen für ſtets
präcludiret und abgewieſen zu werden, ſo viel dagegen diejeni-
gen aus dem Landrath von Pritzbuer zugehörigen Gute Din-
nies zu fordern habenden betrifft — die Nachſetzung gegen das
Kloſter Dobbertin, wegen der für die von Bülowſchen Lehns-
anſprüche vom Verkäuſer verſprochenen Sicherheit, gewärtigen
ſollen.

Jedoch bedarf es von Seiten

a) des engern Ausſchuſſes, wegen aller und jeder Contri-
buendorum;

b) des Predigers und Küſters zu Woſerin und zu Techen-
tin, ſowohl wegen aller und jeder Præſtandorum, als insbe-
ſondre wegen des der Woſerinſchen Kirche zugehörigen Kirchen-
Capitals von 500 Gulden,

c) des Hofes Borckow, wegen des Mahlzwangs von Wo-
ſerin;

d) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen in dem bey
Unſerer Lehnkammer in Schwerin über die Güter Woſerin,
Dinnies und Schloeve niedergelegten Hypothekenbuche einge-
tragen ſind, wovon indeſſen zwey Capitalien von reſp. 400 und
440 Rth[l]r. 43 ßl. N. Zweydrittel, aus zweyen von dem Land-
rath von Pritzbuer an die unverehelichte von Linſtow zu Mal-
chow und den itzigen Legationsrath von Neumann hieſelbſt aus-
geſtellten, von dieſem Termino Antonii 1792 an die unver-
ehelichte Dorothea Louiſa von Wüllen zu Hannover cedirten
und nach deren Abſterben auf deren Schweſter, die Landmei-
ſterin Buning daſelbſt, verebten, ſelbiger Termino Antonii
1800 zwar bezahlten, von ihr aber nicht ausgelieferten, ſondern
angeblich einem dritten verſetzten, Pag. 12 des erwähnten Hy-
pothekenbuchs eingetragenen Obligationen, nicht anerkannt
werden;
und endlich

e) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen auf dem un-
ter Unſerm Hof- und Landgerichts-Jnſiegel ihnen vorzuzeigen-
den Poſtenzettel ſich verzeichnet befinden, keiner Meldung, we-
nigſtens werden dafür keine Liquidationskoſten erſtartet werden.
Wornach man ſich zu richten.


(L. S.) Ad Mandatarium Sereniſſimi proprium,
Vt.

C. v. Holſtein.
J. H. Wulffleff.



Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des verſtorbenen
Schäfer-Knechts Johann Heinrich Brumm hieſelbſt, aus Erb-
recht, Schuld, oder ſonſt Anſprache machen wollen, ſind ad
profitendum et liquidandum
auf den 3ten März d. J. ſub
pœna præcluſi
vor das hieſige Gericht geladen.


Gericht daſelbſt.
A. T. Verner,
Adv.

p. t. Juſt.



Lüneburg.

Alle, die an den Bürger und Viehſchreiber Jür-
gen Heinrich Dürkop aus [i]rgend einem Grunde Anſprüche zu
haben vermeynen, ſind den 2ten Februar, Morgens um 10 Uhr,
peremtorie et ſnb pœna præcluſi im hieſigen Gerichte
citiret.




E. E. Rath des Städtchens Vergedorff hat der Hochwohl-
gebohrne Herr Senator von Brocks zu Lübeck, als Erbbeſitzer
des in der Kirche zu Bergedorff befindlichen Wiebekingſchen
Erbbegräbniſſes, durch ſeinen Anwald implorando angezeigt,
daß er dieſes Erbbegräbniß, welches dem weyland Herrn Amts-
Verwalter Laurenz Wiebeking zu Bergedorff im Jahre 1721 im
Monate October im Bergedorffſchen Stadtbuche erb- und eigen-
thümlich zugeſchrieben ſtehet, zu verkaufen willens ſey, und des
Endes um Erlaſſung eines öffentlichen Proclamatis gebeten.
E. E. Rath des Städtchens Bergedorff heiſchet und ladet des-
halb hiemit alle diejenigen, welche an dem vorerwähnten Erb-
begräbniſſe einige Gerechtſame und Anſprüche zu haben, oder
deſſen Veräußerung, Um- und Zuſchreibung zu verhindern be-
fugt zu ſeyn vermeynen, daß ſelbige ſolche ihre Gerechtſame,
[Spaltenumbruch] Anſprüche oder Befugniſſe ſpäteſtens bis zum 17ten März 1801,
als dem angeſetzten Termino peremtorio et præcluſivo,
allhier vor E. E. Rathe entweder perſönlich oder durch einen
hieſigen bevollmächtigten Anwald angeben und auf Erfordern
juſtificiren, widrigenfalls ſie zu gewärtigen haben, daß ſie nach-
her nicht weiter damit gehöret, ſondern präcludirer und ihnen
ein ewiges Stillſchweigen auferlegt, hingegen der S. T. Herr
Jmplorant ſolches Erbbegräbniß rechtlicher Weiſe zu veräußern
und dem neuen Eigenthümer im Stadtbuche zuſc[h]reiben zu laſ-
ſen befugt werden ſolle.


(L. S.)
Bürgermeiſter und Rath des Städtchens
Bergedorff.



Anzeige.

Ein dem Krankenhofe zugehöriges und hinter den Gebäu-
den des Hofes belegenes Stück Landes, nach der Vermeſſung
932 Quadrat-Ruthen groß, ſoll von Primo May d. J. an auf
15 Jahre verpachtet werden. Die Bedingungen der Verpach-
tung können bey dem unterzeichneten Proviſor und bey dem
Oeconomo, Herrn Neumann, auf dem Krankenhofe eingeſehen
werden, an den man ſich auch zu wenden hat, um das Land
zu beſehen.

Die Pacht-Liebhaber werden erſucht, ihre Erklärung ſpäte-
ſtens vor Ende Februars d. J. bey dem unterzeichneten Pro-
viſor einzugeben, da ſodann mit einem der annehmlich Bieten-
den der Pacht-Contract abgeſchloſſen werden ſoll.


Johan Ludwig Fürſtenau,
d. Z. Proviſor des Krankenhofes.



E. Wohllöbl. Niedergerichte hat Sr. Joachim Claeſſen,
unter der Firma von Claeſſen und Comp. per Procuratorem
abermals implorando zu vernehmen gegeben, wie Jmplo-
rant vom Jahre 1793 an bis zu Ende Februars des 1797ſten
Jahrs in ſeiner ſchon zuvor unter der Firma von Claeſſen und
Comp. hieſelbſt etablirt geweſenen Handlung den Sr. Guſtav
Kieckhoever zum Compagnon gehabt hätte, ſolche Firma von
Claeſſen und Comp. aber mit Ausgang Februars des beſagten
1797ſten Jahrs ohne Extrahirung eines derzeitigen Proclamatis
aufgehoben worden, und daß ſeitdem die Firma Claeſſen, Kieck-
höfer und Comp. gelautet hätte. Dieſe ſo eben benannte So-
cietät von Claeſſen, Kieckhöfer und Comp. wäre nun zwar Ul-
timo Aprils vorigen 1800ſten Jahrs gleichfalls aufgehoben, auch
das des Endes erforderlich geweſene Procloma bereits extra-
hirt und darauf die Präcluſiv-Sentenz bekanntlich jüngſt abge-
geben worden. Weil aber ratione der von 1793 an bis zu
Ende Februars des 1797ſten Jahrs unter der Firma von Claeſ-
ſen und Comp. beſtandenen und gleichfalls aufgehobenen Socie-
täts-Handlung noch kein Proclama ergangen wäre, Jmplorant
indeſſen nunmehro, wiewohl für ſeine alleinige Rechnung, die
vorige Firma von Claeſſen und Comp. wieder angenommen
hätte und ſolche in Zukunft beyzubehalten entſchloſſen wäre;
ſo hielte Jmplorant, nachdem er ſolches zur Verhütung alles
Mißverſtändniſſes in ſeinen abgelaſſenen Circular-Briefen an-
gezeigt, ſich auch zu ſeiner Sicherſtellurg wegen der von ihm
für ſeine alleinige Rechnung nunmehro wieder angenommenen
Firma von Claeſſen und Comp. gemüßiget, dieſe Einrichtung
hier öffentlich bekannt zu machen und zugleich nach Ab-
lauf des erſten, um Erkennung eines behufigen zweyten
Proclamatis dahin zu bitten: Daß alle und jede, welche
an die vom Jahre 1793 an bis zu Ende Februars des
1797ſten Jahrs vom Jmploranten, Sr. Joachim Claeſſen,
mit Sr. Guſtav Kieckhoefer, unter der Firma Claeſſen und Co.
geführte Societäts-Handlung wider alles Vermuthen annoch
eine rechtsbegründete Anſprache und Forderung, aus welchem
Grunde ſolche auch herrührte, zu haben vermeynten, in einem
von Gerichtswegen anzuberahmenden peremtoriſchen Termin
bey Strafe des ewigen Stillſehweigens und bey Verluſt aller
Anſprüche im Gericht hieſelbſt in Perſon, Auswärtige aber
per Procuratorem ad acta conſtitutum ſich anzugeben und
ihre etwanige Forderung zu juſtificiren ſchuldig ſeyn ſollten.
Dieſem Petito 2di Proclamatis iſt alles Jnhalts deferiret und
der 27ſte Februar d. J. 1801 pro termino peremtorio
denuo
anberaumet worden; welches hiedurch bekannt gemacht
wird.


[Ende Spaltensatz]
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&#x017F;terin Buning                                                   da&#x017F;elb&#x017F;t, verebten, &#x017F;elbiger <hi rendition="#aq">Termino Antonii</hi><lb/>
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Oeconomo, Herrn Neumann,                                             auf dem Krankenhofe einge&#x017F;ehen<lb/>
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[[12]/0012] licher Art nach beſcheinigen, ſub præjudicio ſemel pro ſem- per comminato, daß geſammte latitirende Gläubiger, und zwar — ſo viel die an obbenannte verkaufte Lehngüter Woſe- rin und Schloeve, cum pertinentiis, Anſprüche zu machen- den betrifft — mit ihren Forderungen und Anſprüchen für ſtets präcludiret und abgewieſen zu werden, ſo viel dagegen diejeni- gen aus dem Landrath von Pritzbuer zugehörigen Gute Din- nies zu fordern habenden betrifft — die Nachſetzung gegen das Kloſter Dobbertin, wegen der für die von Bülowſchen Lehns- anſprüche vom Verkäuſer verſprochenen Sicherheit, gewärtigen ſollen. Jedoch bedarf es von Seiten a) des engern Ausſchuſſes, wegen aller und jeder Contri- buendorum; b) des Predigers und Küſters zu Woſerin und zu Techen- tin, ſowohl wegen aller und jeder Præſtandorum, als insbe- ſondre wegen des der Woſerinſchen Kirche zugehörigen Kirchen- Capitals von 500 Gulden, c) des Hofes Borckow, wegen des Mahlzwangs von Wo- ſerin; d) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen in dem bey Unſerer Lehnkammer in Schwerin über die Güter Woſerin, Dinnies und Schloeve niedergelegten Hypothekenbuche einge- tragen ſind, wovon indeſſen zwey Capitalien von reſp. 400 und 440 Rthlr. 43 ßl. N. Zweydrittel, aus zweyen von dem Land- rath von Pritzbuer an die unverehelichte von Linſtow zu Mal- chow und den itzigen Legationsrath von Neumann hieſelbſt aus- geſtellten, von dieſem Termino Antonii 1792 an die unver- ehelichte Dorothea Louiſa von Wüllen zu Hannover cedirten und nach deren Abſterben auf deren Schweſter, die Landmei- ſterin Buning daſelbſt, verebten, ſelbiger Termino Antonii 1800 zwar bezahlten, von ihr aber nicht ausgelieferten, ſondern angeblich einem dritten verſetzten, Pag. 12 des erwähnten Hy- pothekenbuchs eingetragenen Obligationen, nicht anerkannt werden; und endlich e) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen auf dem un- ter Unſerm Hof- und Landgerichts-Jnſiegel ihnen vorzuzeigen- den Poſtenzettel ſich verzeichnet befinden, keiner Meldung, we- nigſtens werden dafür keine Liquidationskoſten erſtartet werden. Wornach man ſich zu richten. Gegeben Güſtrow, den 9ten Januar 1801. (L. S.) Ad Mandatarium Sereniſſimi proprium, Vt. C. v. Holſtein. J. H. Wulffleff. Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des verſtorbenen Schäfer-Knechts Johann Heinrich Brumm hieſelbſt, aus Erb- recht, Schuld, oder ſonſt Anſprache machen wollen, ſind ad profitendum et liquidandum auf den 3ten März d. J. ſub pœna præcluſi vor das hieſige Gericht geladen. Neuhoff, Amts Wittenburg im Mecklenburgiſchen, den 10ten Januar 1801. Gericht daſelbſt. A. T. Verner, Adv. p. t. Juſt. Lüneburg. Alle, die an den Bürger und Viehſchreiber Jür- gen Heinrich Dürkop aus irgend einem Grunde Anſprüche zu haben vermeynen, ſind den 2ten Februar, Morgens um 10 Uhr, peremtorie et ſnb pœna præcluſi im hieſigen Gerichte citiret. E. E. Rath des Städtchens Vergedorff hat der Hochwohl- gebohrne Herr Senator von Brocks zu Lübeck, als Erbbeſitzer des in der Kirche zu Bergedorff befindlichen Wiebekingſchen Erbbegräbniſſes, durch ſeinen Anwald implorando angezeigt, daß er dieſes Erbbegräbniß, welches dem weyland Herrn Amts- Verwalter Laurenz Wiebeking zu Bergedorff im Jahre 1721 im Monate October im Bergedorffſchen Stadtbuche erb- und eigen- thümlich zugeſchrieben ſtehet, zu verkaufen willens ſey, und des Endes um Erlaſſung eines öffentlichen Proclamatis gebeten. E. E. Rath des Städtchens Bergedorff heiſchet und ladet des- halb hiemit alle diejenigen, welche an dem vorerwähnten Erb- begräbniſſe einige Gerechtſame und Anſprüche zu haben, oder deſſen Veräußerung, Um- und Zuſchreibung zu verhindern be- fugt zu ſeyn vermeynen, daß ſelbige ſolche ihre Gerechtſame, Anſprüche oder Befugniſſe ſpäteſtens bis zum 17ten März 1801, als dem angeſetzten Termino peremtorio et præcluſivo, allhier vor E. E. Rathe entweder perſönlich oder durch einen hieſigen bevollmächtigten Anwald angeben und auf Erfordern juſtificiren, widrigenfalls ſie zu gewärtigen haben, daß ſie nach- her nicht weiter damit gehöret, ſondern präcludirer und ihnen ein ewiges Stillſchweigen auferlegt, hingegen der S. T. Herr Jmplorant ſolches Erbbegräbniß rechtlicher Weiſe zu veräußern und dem neuen Eigenthümer im Stadtbuche zuſchreiben zu laſ- ſen befugt werden ſolle. Bergedorff, den 16ten December 1800. (L. S.) Bürgermeiſter und Rath des Städtchens Bergedorff. Anzeige. Ein dem Krankenhofe zugehöriges und hinter den Gebäu- den des Hofes belegenes Stück Landes, nach der Vermeſſung 932 Quadrat-Ruthen groß, ſoll von Primo May d. J. an auf 15 Jahre verpachtet werden. Die Bedingungen der Verpach- tung können bey dem unterzeichneten Proviſor und bey dem Oeconomo, Herrn Neumann, auf dem Krankenhofe eingeſehen werden, an den man ſich auch zu wenden hat, um das Land zu beſehen. Die Pacht-Liebhaber werden erſucht, ihre Erklärung ſpäte- ſtens vor Ende Februars d. J. bey dem unterzeichneten Pro- viſor einzugeben, da ſodann mit einem der annehmlich Bieten- den der Pacht-Contract abgeſchloſſen werden ſoll. Hamburg, den 26ſten Januar 1801. Johan Ludwig Fürſtenau, d. Z. Proviſor des Krankenhofes. E. Wohllöbl. Niedergerichte hat Sr. Joachim Claeſſen, unter der Firma von Claeſſen und Comp. per Procuratorem abermals implorando zu vernehmen gegeben, wie Jmplo- rant vom Jahre 1793 an bis zu Ende Februars des 1797ſten Jahrs in ſeiner ſchon zuvor unter der Firma von Claeſſen und Comp. hieſelbſt etablirt geweſenen Handlung den Sr. Guſtav Kieckhoever zum Compagnon gehabt hätte, ſolche Firma von Claeſſen und Comp. aber mit Ausgang Februars des beſagten 1797ſten Jahrs ohne Extrahirung eines derzeitigen Proclamatis aufgehoben worden, und daß ſeitdem die Firma Claeſſen, Kieck- höfer und Comp. gelautet hätte. Dieſe ſo eben benannte So- cietät von Claeſſen, Kieckhöfer und Comp. wäre nun zwar Ul- timo Aprils vorigen 1800ſten Jahrs gleichfalls aufgehoben, auch das des Endes erforderlich geweſene Procloma bereits extra- hirt und darauf die Präcluſiv-Sentenz bekanntlich jüngſt abge- geben worden. Weil aber ratione der von 1793 an bis zu Ende Februars des 1797ſten Jahrs unter der Firma von Claeſ- ſen und Comp. beſtandenen und gleichfalls aufgehobenen Socie- täts-Handlung noch kein Proclama ergangen wäre, Jmplorant indeſſen nunmehro, wiewohl für ſeine alleinige Rechnung, die vorige Firma von Claeſſen und Comp. wieder angenommen hätte und ſolche in Zukunft beyzubehalten entſchloſſen wäre; ſo hielte Jmplorant, nachdem er ſolches zur Verhütung alles Mißverſtändniſſes in ſeinen abgelaſſenen Circular-Briefen an- gezeigt, ſich auch zu ſeiner Sicherſtellurg wegen der von ihm für ſeine alleinige Rechnung nunmehro wieder angenommenen Firma von Claeſſen und Comp. gemüßiget, dieſe Einrichtung hier öffentlich bekannt zu machen und zugleich nach Ab- lauf des erſten, um Erkennung eines behufigen zweyten Proclamatis dahin zu bitten: Daß alle und jede, welche an die vom Jahre 1793 an bis zu Ende Februars des 1797ſten Jahrs vom Jmploranten, Sr. Joachim Claeſſen, mit Sr. Guſtav Kieckhoefer, unter der Firma Claeſſen und Co. geführte Societäts-Handlung wider alles Vermuthen annoch eine rechtsbegründete Anſprache und Forderung, aus welchem Grunde ſolche auch herrührte, zu haben vermeynten, in einem von Gerichtswegen anzuberahmenden peremtoriſchen Termin bey Strafe des ewigen Stillſehweigens und bey Verluſt aller Anſprüche im Gericht hieſelbſt in Perſon, Auswärtige aber per Procuratorem ad acta conſtitutum ſich anzugeben und ihre etwanige Forderung zu juſtificiren ſchuldig ſeyn ſollten. Dieſem Petito 2di Proclamatis iſt alles Jnhalts deferiret und der 27ſte Februar d. J. 1801 pro termino peremtorio denuo anberaumet worden; welches hiedurch bekannt gemacht wird. Hamburg 1801.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 18, Hamburg, 31. Januar 1801, S. [12]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_183101_1801/12>, abgerufen am 23.09.2020.