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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 20, Hamburg, 4. Februar 1801.

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[Spaltenumbruch] von dem Gute Dinnies dem Gute Schloeve beygelegten Tan-
nenhölzung, Wiesen, auch denen am Repersmühlschen See be-
legenen Gebäuden, so wie an das dem Vater des Supplican-
ten zugehörige, zwar nicht mitverkaufte, jedoch den Käufern
der ebenbenannten Güter, zur Sicherheit für die von Bülow-
schen Lehns-Ansprüche an dieselben, eventualiter mit haften
sollende Lehngut Dinnies cum pertinentiis, ex jure domi-
nii, crediti, hypothecae, vel quocunque alio capite,

dingliche Ansprüche und Forderungen zu haben vermeynen, hie-
mit peremtorie gnädigst und wollen, daß selbige am
25sten März dieses Jahrs,
Morgens um 10 Uhr, auf unserm Hof- und Landgericht erschei-
nen, und ihre Forderungen sodann specifice angeben und recht-
[liche]r Art nach bescheinigen, sub praejudicio semel pro sem-
per comminato,
daß gesammte latitirende Gläubiger, und
zwar -- so viel die an obbenannte verkaufte Lehngüter Wose-
rin und Schloeve, cum pertinentiis, Ansprüche zu machen-
den betrifft -- mit ihren Forderungen und Ansprüchen für stets
präcludiret und abgewiesen zu werden, so viel dagegen diejeni-
gen aus dem Landrath von Pritzbuer zugehörigen Gute Din-
nies zu fordern habenden betrifft -- die Nachsetzung gegen das
Kloster Dobbertin, wegen der für die von Bülowschen Lehns-
ansprüche vom Verkäufer versprochenen Sicherheit, gewärtigen
sollen.

Jedoch bedarf es von Seiten

a) des engern Ausschusses, wegen aller und jeder Contri-
buendorum;
b) des Predigers und Küsters zu Woserin und zu Techen-
tin, sowohl wegen aller und jeder Praestandorum, als insbe-
sondre wegen des der Woserinschen Kirche zugehörigen Kirchen-
Capitals von 500 Gulden,
c) des Hofes Borckow, wegen des Mahlzwangs von Wo-
serin;
d) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen in dem bey
Unserer Lehnkammer in Schwerin über die Güter Woserin,
Dinnies und Schloeve niedergelegten Hypothekenbuche einge-
tragen sind, wovon indessen zwey Capitalien von resp. 400 und
440 Rthlr. 43 ßl. N. Zweydrittel, aus zweyen von dem Land-
rath von Pritzbuer an die unverehelichte von Linstow zu Mal-
chow und den itzigen Legationsrath von Neumann hieselbst aus-
gesiellteu, von diesem Termino Antonii 1792 an die unver-
ehelichte Dorothea Louisa von Wüllen zu Hannover cedirten
und nach deren Absterben auf deren Schwester, die Landmei-
sterin Buning daselbst, verebten, selbiger Termino Antonii
1800 zwar bezahlten, von ihr aber nicht ausgelieferten, sondern
angeblich einem dritten versetzten, Pag. 12 des erwähnten Hy-
pothekenbuchs eingetragenen Obligationen, nicht anerkannt
werden;
und endlich
e) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen auf dem un-
ter Unserm Hof- und Landgerichts-Jnsiegel ihnen vorzuzeigen-
den Postenzettel sich verzeichnet befinden, keiner Meldung, we-
nigstens werden dafür keine Liquidationskosten erstattet werden.
Wornach man sich zu richten.

(L. S.) Ad Mandatarium Serenissimi proprium.
Vt.

C. v. Holstein.
J. H. Wulffleff.



Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des verstorbenen
Schäfer-Knechts Johann Heinrich Brumm hieselbst, aus Erb-
recht, Schuld, oder sonst Ansprache machen wollen, sind ad
prositendum et liquidandum
auf den 3ten März d. J. sub
poena praeclusi
vor das hiesige Gericht geladen.


Gericht daselbst.
A. T. Berner, Adv.
p. t. Just.



Dem Beckergesellen Johann Christian Marquard, welcher
vor reichlich 23 Jahren von hier in die Fremde gegangen ist,
und seit dieser Zeit keine Nachricht von seinem Aufenthalt ge-
geben hat, wird von mir, seiner einzigen Verwandtin und Tante,
das vor ungefähr 3 Jahren erfolgte Ableben seiner Schwester
in Eckernförde, nicht allein angezeigt, sondern er, den ich vor
meinem ebenfalls herannahenden Ende nach gerne einmal zu
sehen und zu sprechen wünschte, auch aufgefordert, sich bald-
[Spaltenumbruch] möglichst bey mir einladen. Zugleich bicke ich jede resp. Be-
hörde und jeden Menschenfreund insbesondre, daß wenn Je-
mandem von dem Aufenthalt, Leben oder Tode des eingangs-
gedachten Beckergesellen Johann Christian Marquard, welcher
gegenwärtig ungefähr einige 30 Jahre alt seyn könne, etwas
bewußt seyn sollte, mir davon gefällige Nachricht zu ertheilen;
mit der Versicherung, daß die desfallsigen Kosten von mir mit
dem verbindlichsten Dank erstattet werden sollen.


Catharina Margareiha Marquard,
verwittwete Jürgensen.



Es hat der Herr Kammerherr Christian Reichsgraf zu
Stolberg, Erbherr zu Windebye, mir angezeiget, daß er seinen
Erbpachtshof zu Tremsbürtel verkauft und sich dabey verbind-
lich gemacht habe, seinem Käufer ein reines Protocoll zu lie-
fern, mit der Bitte, daß alle diejenigen, welche außer denen
im Schuld- und Pfand-Protocoll versicherten Posten einige
Ansprache daran zu haben vermeynten, durch ein gerichtliches
Proclama geladen werden möchten. Da nun dieser Bitte von
mir Statt gegeben worden: so werden hiedurch alle diejeni-
gen, welche an den, von ermeldetem Herrn Kammerherrn
Reichsgrafen zu Stolberg bisher eigenthümlich besessenen Erb-
pachtshoff zu Tremsbüttel, außer denen im dortigen Schuld-
und Pfand-Protocoll versicherten Posten, einige Ansprüche, es
sey aus welchem Grunde es wolle, zu haben vermeynen, hie-
durch geladen, daß sie sich damit, und zwar die Einheimischen
binnen 6, die Auswärtigen aber binnen 12 Wochen a dato
hujus Proclamatis,
bey dem auf der Amtstube zu Trems-
büttel darüber abzuhaltenden Protocoll, unter Bestellung etwa
erforderlicher Procuratur und mit Zurücklassung gehöriger Ab-
schriften von den etwanigen Beweis-Documenten, melden,
demnächst auch am 15ten April dieses Jahr, ist der Mittwoch
nach dem Sonntage Quasimodogeniti, bey der vorgedachten
Amtstube ihre Angaben gehörig rechtfertigen, mit der War-
nung, daß diejenigen, welche hierunter etwas versäumen, mit
ihren Ansprüchen nicht weiter gehöret, und ihnen ein ewiges
Stillschweigen auferlegt werden solle.

Wornach die Beykommenden sich zu achten und für Scha-
den zu hüten haben.


von Hobe.
Pro vera Copia: Martens.



Einem Wohllöblichen Niedergerichte haben Srs. Joh. Be-
renberg, Goßler et Co. implorando angezeigt, da die nach
dem Tode des seligen Johann Hinrich Goßler mit desselben
Wittwe und den derzeitigen Gesellschaftern, unter Beybehal-
tung der Firma: Joh. Berenberg, Goßler et Comp., geschlos-
sene Handlungs-Verbindung mit dem Ende des vorigen Jahrs
abgelaufen, und die Frau Wittwe Elisabeth Goßler, gebohrne
Berenberg, aus solcher Societät geschieden, dahingegen nach
der des ältesten Sohnes bereits vor einigen Jahren gehabten
Theilnahme an solcher Handlung nunmehr auch der zweyet
Sohn in besagte Handlung eingetreten ist, daß die bemeldete
Handlung jetzt von Srs. Johann Nicolaus Goßler, Franz Frie-
derich Kruckenberg, Ludewig Erdwin Seyler und Johann Hin-
rich Goß[l]er unter der alten Firma fortgesetzt werde. Wie nun
Jmplorantes, in rechtsg[e]ziemender Befolgung hiesiger gesetz-
licher Vorschristen dieses respective Ausscheiden aus der Hand-
lung und Eintreten in dieselbe nicht nur zu Jedermanns Wis-
senschaft öffentlich brächten, so ergienge auch an E. Wohllöbl.
Gericht um Erkennung eines öffentlichen Proclamatis deren
Bitte dahin: Daß alle und jede, welche gegen der Wittwe Eli-
sabeth Goßler, gebohrnen Berenberg, Ausscheiden aus der Hand-
lung: Joh. Berenberg, Goßler et Comp., etwas einwenden
wollen, und desfalls, oder aus irgend einer andern Ursache an
die genannte Handlung einige Ansprache und Forderung haben
oder zu haben vermeynen, sich damit in einem von Gerichts-
wegen sub poena praeclusi et perpetui silentii anzusetzen-
den Termin gehörigen Orts zu melden und ersorderlichen Falls
ihre etwanigen Angaben zu justificiren, Auowärtige aber Pro-
curatorem ad acta
zu bestellen schuldig seyn follen. Diesem
Petito Proclamatis ist von Gerichtswegen alles Jnhalts defe-
rirt und der 11te März d. J. pro termino peremtorio an-
berahmet worden, welches hiedurch öffentlich bekannt gemacht
wird.

[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] von dem Gute Dinnies dem Gute Schloeve beygelegten Tan-
nenhölzung, Wieſen, auch denen am Repersmühlſchen See be-
legenen Gebäuden, ſo wie an das dem Vater des Supplican-
ten zugehörige, zwar nicht mitverkaufte, jedoch den Käufern
der ebenbenannten Güter, zur Sicherheit für die von Bülow-
ſchen Lehns-Anſprüche an dieſelben, eventualiter mit haften
ſollende Lehngut Dinnies cum pertinentiis, ex jure domi-
nii, crediti, hypothecæ, vel quocunque alio capite,

dingliche Anſprüche und Forderungen zu haben vermeynen, hie-
mit peremtorie gnädigſt und wollen, daß ſelbige am
25ſten März dieſes Jahrs,
Morgens um 10 Uhr, auf unſerm Hof- und Landgericht erſchei-
nen, und ihre Forderungen ſodann ſpecifice angeben und recht-
[liche]r Art nach beſcheinigen, ſub præjudicio ſemel pro ſem-
per comminato,
daß geſammte latitirende Gläubiger, und
zwar — ſo viel die an obbenannte verkaufte Lehngüter Woſe-
rin und Schloeve, cum pertinentiis, Anſprüche zu machen-
den betrifft — mit ihren Forderungen und Anſprüchen für ſtets
präcludiret und abgewieſen zu werden, ſo viel dagegen diejeni-
gen aus dem Landrath von Pritzbuer zugehörigen Gute Din-
nies zu fordern habenden betrifft — die Nachſetzung gegen das
Kloſter Dobbertin, wegen der für die von Bülowſchen Lehns-
anſprüche vom Verkäufer verſprochenen Sicherheit, gewärtigen
ſollen.

Jedoch bedarf es von Seiten

a) des engern Ausſchuſſes, wegen aller und jeder Contri-
buendorum;
b) des Predigers und Küſters zu Woſerin und zu Techen-
tin, ſowohl wegen aller und jeder Præſtandorum, als insbe-
ſondre wegen des der Woſerinſchen Kirche zugehörigen Kirchen-
Capitals von 500 Gulden,
c) des Hofes Borckow, wegen des Mahlzwangs von Wo-
ſerin;
d) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen in dem bey
Unſerer Lehnkammer in Schwerin über die Güter Woſerin,
Dinnies und Schloeve niedergelegten Hypothekenbuche einge-
tragen ſind, wovon indeſſen zwey Capitalien von reſp. 400 und
440 Rthlr. 43 ßl. N. Zweydrittel, aus zweyen von dem Land-
rath von Pritzbuer an die unverehelichte von Linſtow zu Mal-
chow und den itzigen Legationsrath von Neumann hieſelbſt aus-
geſiellteu, von dieſem Termino Antonii 1792 an die unver-
ehelichte Dorothea Louiſa von Wüllen zu Hannover cedirten
und nach deren Abſterben auf deren Schweſter, die Landmei-
ſterin Buning daſelbſt, verebten, ſelbiger Termino Antonii
1800 zwar bezahlten, von ihr aber nicht ausgelieferten, ſondern
angeblich einem dritten verſetzten, Pag. 12 des erwähnten Hy-
pothekenbuchs eingetragenen Obligationen, nicht anerkannt
werden;
und endlich
e) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen auf dem un-
ter Unſerm Hof- und Landgerichts-Jnſiegel ihnen vorzuzeigen-
den Poſtenzettel ſich verzeichnet befinden, keiner Meldung, we-
nigſtens werden dafür keine Liquidationskoſten erſtattet werden.
Wornach man ſich zu richten.

(L. S.) Ad Mandatarium Sereniſſimi proprium.
Vt.

C. v. Holſtein.
J. H. Wulffleff.



Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des verſtorbenen
Schäfer-Knechts Johann Heinrich Brumm hieſelbſt, aus Erb-
recht, Schuld, oder ſonſt Anſprache machen wollen, ſind ad
proſitendum et liquidandum
auf den 3ten März d. J. ſub
pœna præcluſi
vor das hieſige Gericht geladen.


Gericht daſelbſt.
A. T. Berner, Adv.
p. t. Juſt.



Dem Beckergeſellen Johann Chriſtian Marquard, welcher
vor reichlich 23 Jahren von hier in die Fremde gegangen iſt,
und ſeit dieſer Zeit keine Nachricht von ſeinem Aufenthalt ge-
geben hat, wird von mir, ſeiner einzigen Verwandtin und Tante,
das vor ungefähr 3 Jahren erfolgte Ableben ſeiner Schweſter
in Eckernförde, nicht allein angezeigt, ſondern er, den ich vor
meinem ebenfalls herannahenden Ende nach gerne einmal zu
ſehen und zu ſprechen wünſchte, auch aufgefordert, ſich bald-
[Spaltenumbruch] möglichſt bey mir einladen. Zugleich bicke ich jede reſp. Be-
hörde und jeden Menſchenfreund insbeſondre, daß wenn Je-
mandem von dem Aufenthalt, Leben oder Tode des eingangs-
gedachten Beckergeſellen Johann Chriſtian Marquard, welcher
gegenwärtig ungefähr einige 30 Jahre alt ſeyn könne, etwas
bewußt ſeyn ſollte, mir davon gefällige Nachricht zu ertheilen;
mit der Verſicherung, daß die desfallſigen Koſten von mir mit
dem verbindlichſten Dank erſtattet werden ſollen.


Catharina Margareiha Marquard,
verwittwete Jürgenſen.



Es hat der Herr Kammerherr Chriſtian Reichsgraf zu
Stolberg, Erbherr zu Windebye, mir angezeiget, daß er ſeinen
Erbpachtshof zu Tremsbürtel verkauft und ſich dabey verbind-
lich gemacht habe, ſeinem Käufer ein reines Protocoll zu lie-
fern, mit der Bitte, daß alle diejenigen, welche außer denen
im Schuld- und Pfand-Protocoll verſicherten Poſten einige
Anſprache daran zu haben vermeynten, durch ein gerichtliches
Proclama geladen werden möchten. Da nun dieſer Bitte von
mir Statt gegeben worden: ſo werden hiedurch alle diejeni-
gen, welche an den, von ermeldetem Herrn Kammerherrn
Reichsgrafen zu Stolberg bisher eigenthümlich beſeſſenen Erb-
pachtshoff zu Tremsbüttel, außer denen im dortigen Schuld-
und Pfand-Protocoll verſicherten Poſten, einige Anſprüche, es
ſey aus welchem Grunde es wolle, zu haben vermeynen, hie-
durch geladen, daß ſie ſich damit, und zwar die Einheimiſchen
binnen 6, die Auswärtigen aber binnen 12 Wochen a dato
hujus Proclamatis,
bey dem auf der Amtſtube zu Trems-
büttel darüber abzuhaltenden Protocoll, unter Beſtellung etwa
erforderlicher Procuratur und mit Zurücklaſſung gehöriger Ab-
ſchriften von den etwanigen Beweis-Documenten, melden,
demnächſt auch am 15ten April dieſes Jahr, iſt der Mittwoch
nach dem Sonntage Quaſimodogeniti, bey der vorgedachten
Amtſtube ihre Angaben gehörig rechtfertigen, mit der War-
nung, daß diejenigen, welche hierunter etwas verſäumen, mit
ihren Anſprüchen nicht weiter gehöret, und ihnen ein ewiges
Stillſchweigen auferlegt werden ſolle.

Wornach die Beykommenden ſich zu achten und für Scha-
den zu hüten haben.


von Hobe.
Pro vera Copia: Martens.



Einem Wohllöblichen Niedergerichte haben Srs. Joh. Be-
renberg, Goßler et Co. implorando angezeigt, da die nach
dem Tode des ſeligen Johann Hinrich Goßler mit deſſelben
Wittwe und den derzeitigen Geſellſchaftern, unter Beybehal-
tung der Firma: Joh. Berenberg, Goßler et Comp., geſchloſ-
ſene Handlungs-Verbindung mit dem Ende des vorigen Jahrs
abgelaufen, und die Frau Wittwe Eliſabeth Goßler, gebohrne
Berenberg, aus ſolcher Societät geſchieden, dahingegen nach
der des älteſten Sohnes bereits vor einigen Jahren gehabten
Theilnahme an ſolcher Handlung nunmehr auch der zweyet
Sohn in beſagte Handlung eingetreten iſt, daß die bemeldete
Handlung jetzt von Srs. Johann Nicolaus Goßler, Franz Frie-
derich Kruckenberg, Ludewig Erdwin Seyler und Johann Hin-
rich Goß[l]er unter der alten Firma fortgeſetzt werde. Wie nun
Jmplorantes, in rechtsg[e]ziemender Befolgung hieſiger geſetz-
licher Vorſchriſten dieſes reſpective Ausſcheiden aus der Hand-
lung und Eintreten in dieſelbe nicht nur zu Jedermanns Wiſ-
ſenſchaft öffentlich brächten, ſo ergienge auch an E. Wohllöbl.
Gericht um Erkennung eines öffentlichen Proclamatis deren
Bitte dahin: Daß alle und jede, welche gegen der Wittwe Eli-
ſabeth Goßler, gebohrnen Berenberg, Ausſcheiden aus der Hand-
lung: Joh. Berenberg, Goßler et Comp., etwas einwenden
wollen, und desfalls, oder aus irgend einer andern Urſache an
die genannte Handlung einige Anſprache und Forderung haben
oder zu haben vermeynen, ſich damit in einem von Gerichts-
wegen ſub pœna præcluſi et perpetui ſilentii anzuſetzen-
den Termin gehörigen Orts zu melden und erſorderlichen Falls
ihre etwanigen Angaben zu juſtificiren, Auowärtige aber Pro-
curatorem ad acta
zu beſtellen ſchuldig ſeyn follen. Dieſem
Petito Proclamatis iſt von Gerichtswegen alles Jnhalts defe-
rirt und der 11te März d. J. pro termino peremtorio an-
berahmet worden, welches hiedurch öffentlich bekannt gemacht
wird.

[Ende Spaltensatz]
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Un&#x017F;erer Lehnkammer in Schwerin über                                                 die Güter Wo&#x017F;erin,<lb/>
Dinnies und Schloeve                                                 niedergelegten Hypothekenbuche einge-<lb/>
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rath von Pritzbuer an die unverehelichte                                                 von Lin&#x017F;tow zu Mal-<lb/>
chow und den itzigen                                                 Legationsrath von Neumann hie&#x017F;elb&#x017F;t                                                 aus-<lb/>
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&#x017F;terin Buning                                                 da&#x017F;elb&#x017F;t, verebten, &#x017F;elbiger <hi rendition="#aq">Termino Antonii</hi><lb/>
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Schäfer-Knechts Johann                                             Heinrich Brumm hie&#x017F;elb&#x017F;t, aus                                             Erb-<lb/>
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p&#x0153;na                                                 præclu&#x017F;i</hi> vor das hie&#x017F;ige                                             Gericht geladen.</hi> </p>
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[[12]/0012] von dem Gute Dinnies dem Gute Schloeve beygelegten Tan- nenhölzung, Wieſen, auch denen am Repersmühlſchen See be- legenen Gebäuden, ſo wie an das dem Vater des Supplican- ten zugehörige, zwar nicht mitverkaufte, jedoch den Käufern der ebenbenannten Güter, zur Sicherheit für die von Bülow- ſchen Lehns-Anſprüche an dieſelben, eventualiter mit haften ſollende Lehngut Dinnies cum pertinentiis, ex jure domi- nii, crediti, hypothecæ, vel quocunque alio capite, dingliche Anſprüche und Forderungen zu haben vermeynen, hie- mit peremtorie gnädigſt und wollen, daß ſelbige am 25ſten März dieſes Jahrs, Morgens um 10 Uhr, auf unſerm Hof- und Landgericht erſchei- nen, und ihre Forderungen ſodann ſpecifice angeben und recht- licher Art nach beſcheinigen, ſub præjudicio ſemel pro ſem- per comminato, daß geſammte latitirende Gläubiger, und zwar — ſo viel die an obbenannte verkaufte Lehngüter Woſe- rin und Schloeve, cum pertinentiis, Anſprüche zu machen- den betrifft — mit ihren Forderungen und Anſprüchen für ſtets präcludiret und abgewieſen zu werden, ſo viel dagegen diejeni- gen aus dem Landrath von Pritzbuer zugehörigen Gute Din- nies zu fordern habenden betrifft — die Nachſetzung gegen das Kloſter Dobbertin, wegen der für die von Bülowſchen Lehns- anſprüche vom Verkäufer verſprochenen Sicherheit, gewärtigen ſollen. Jedoch bedarf es von Seiten a) des engern Ausſchuſſes, wegen aller und jeder Contri- buendorum; b) des Predigers und Küſters zu Woſerin und zu Techen- tin, ſowohl wegen aller und jeder Præſtandorum, als insbe- ſondre wegen des der Woſerinſchen Kirche zugehörigen Kirchen- Capitals von 500 Gulden, c) des Hofes Borckow, wegen des Mahlzwangs von Wo- ſerin; d) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen in dem bey Unſerer Lehnkammer in Schwerin über die Güter Woſerin, Dinnies und Schloeve niedergelegten Hypothekenbuche einge- tragen ſind, wovon indeſſen zwey Capitalien von reſp. 400 und 440 Rthlr. 43 ßl. N. Zweydrittel, aus zweyen von dem Land- rath von Pritzbuer an die unverehelichte von Linſtow zu Mal- chow und den itzigen Legationsrath von Neumann hieſelbſt aus- geſiellteu, von dieſem Termino Antonii 1792 an die unver- ehelichte Dorothea Louiſa von Wüllen zu Hannover cedirten und nach deren Abſterben auf deren Schweſter, die Landmei- ſterin Buning daſelbſt, verebten, ſelbiger Termino Antonii 1800 zwar bezahlten, von ihr aber nicht ausgelieferten, ſondern angeblich einem dritten verſetzten, Pag. 12 des erwähnten Hy- pothekenbuchs eingetragenen Obligationen, nicht anerkannt werden; und endlich e) derjenigen Gläubiger, deren Forderungen auf dem un- ter Unſerm Hof- und Landgerichts-Jnſiegel ihnen vorzuzeigen- den Poſtenzettel ſich verzeichnet befinden, keiner Meldung, we- nigſtens werden dafür keine Liquidationskoſten erſtattet werden. Wornach man ſich zu richten. Gegeben Güſtrow, den 9ten Januar 1801. (L. S.) Ad Mandatarium Sereniſſimi proprium. Vt. C. v. Holſtein. J. H. Wulffleff. Alle diejenigen, welche an den Nachlaß des verſtorbenen Schäfer-Knechts Johann Heinrich Brumm hieſelbſt, aus Erb- recht, Schuld, oder ſonſt Anſprache machen wollen, ſind ad proſitendum et liquidandum auf den 3ten März d. J. ſub pœna præcluſi vor das hieſige Gericht geladen. Neuhoff, Amts Wittenburg im Mecklenburgiſchen, den 10ten Januar 1801. Gericht daſelbſt. A. T. Berner, Adv. p. t. Juſt. Dem Beckergeſellen Johann Chriſtian Marquard, welcher vor reichlich 23 Jahren von hier in die Fremde gegangen iſt, und ſeit dieſer Zeit keine Nachricht von ſeinem Aufenthalt ge- geben hat, wird von mir, ſeiner einzigen Verwandtin und Tante, das vor ungefähr 3 Jahren erfolgte Ableben ſeiner Schweſter in Eckernförde, nicht allein angezeigt, ſondern er, den ich vor meinem ebenfalls herannahenden Ende nach gerne einmal zu ſehen und zu ſprechen wünſchte, auch aufgefordert, ſich bald- möglichſt bey mir einladen. Zugleich bicke ich jede reſp. Be- hörde und jeden Menſchenfreund insbeſondre, daß wenn Je- mandem von dem Aufenthalt, Leben oder Tode des eingangs- gedachten Beckergeſellen Johann Chriſtian Marquard, welcher gegenwärtig ungefähr einige 30 Jahre alt ſeyn könne, etwas bewußt ſeyn ſollte, mir davon gefällige Nachricht zu ertheilen; mit der Verſicherung, daß die desfallſigen Koſten von mir mit dem verbindlichſten Dank erſtattet werden ſollen. Rendsburg, den 19ten Januar 1801. Catharina Margareiha Marquard, verwittwete Jürgenſen. Es hat der Herr Kammerherr Chriſtian Reichsgraf zu Stolberg, Erbherr zu Windebye, mir angezeiget, daß er ſeinen Erbpachtshof zu Tremsbürtel verkauft und ſich dabey verbind- lich gemacht habe, ſeinem Käufer ein reines Protocoll zu lie- fern, mit der Bitte, daß alle diejenigen, welche außer denen im Schuld- und Pfand-Protocoll verſicherten Poſten einige Anſprache daran zu haben vermeynten, durch ein gerichtliches Proclama geladen werden möchten. Da nun dieſer Bitte von mir Statt gegeben worden: ſo werden hiedurch alle diejeni- gen, welche an den, von ermeldetem Herrn Kammerherrn Reichsgrafen zu Stolberg bisher eigenthümlich beſeſſenen Erb- pachtshoff zu Tremsbüttel, außer denen im dortigen Schuld- und Pfand-Protocoll verſicherten Poſten, einige Anſprüche, es ſey aus welchem Grunde es wolle, zu haben vermeynen, hie- durch geladen, daß ſie ſich damit, und zwar die Einheimiſchen binnen 6, die Auswärtigen aber binnen 12 Wochen a dato hujus Proclamatis, bey dem auf der Amtſtube zu Trems- büttel darüber abzuhaltenden Protocoll, unter Beſtellung etwa erforderlicher Procuratur und mit Zurücklaſſung gehöriger Ab- ſchriften von den etwanigen Beweis-Documenten, melden, demnächſt auch am 15ten April dieſes Jahr, iſt der Mittwoch nach dem Sonntage Quaſimodogeniti, bey der vorgedachten Amtſtube ihre Angaben gehörig rechtfertigen, mit der War- nung, daß diejenigen, welche hierunter etwas verſäumen, mit ihren Anſprüchen nicht weiter gehöret, und ihnen ein ewiges Stillſchweigen auferlegt werden ſolle. Wornach die Beykommenden ſich zu achten und für Scha- den zu hüten haben. Gegeben auf dem Schloſſe zu Reinbeck, den 15ten Januar 1801. von Hobe. Pro vera Copia: Martens. Einem Wohllöblichen Niedergerichte haben Srs. Joh. Be- renberg, Goßler et Co. implorando angezeigt, da die nach dem Tode des ſeligen Johann Hinrich Goßler mit deſſelben Wittwe und den derzeitigen Geſellſchaftern, unter Beybehal- tung der Firma: Joh. Berenberg, Goßler et Comp., geſchloſ- ſene Handlungs-Verbindung mit dem Ende des vorigen Jahrs abgelaufen, und die Frau Wittwe Eliſabeth Goßler, gebohrne Berenberg, aus ſolcher Societät geſchieden, dahingegen nach der des älteſten Sohnes bereits vor einigen Jahren gehabten Theilnahme an ſolcher Handlung nunmehr auch der zweyet Sohn in beſagte Handlung eingetreten iſt, daß die bemeldete Handlung jetzt von Srs. Johann Nicolaus Goßler, Franz Frie- derich Kruckenberg, Ludewig Erdwin Seyler und Johann Hin- rich Goßler unter der alten Firma fortgeſetzt werde. Wie nun Jmplorantes, in rechtsgeziemender Befolgung hieſiger geſetz- licher Vorſchriſten dieſes reſpective Ausſcheiden aus der Hand- lung und Eintreten in dieſelbe nicht nur zu Jedermanns Wiſ- ſenſchaft öffentlich brächten, ſo ergienge auch an E. Wohllöbl. Gericht um Erkennung eines öffentlichen Proclamatis deren Bitte dahin: Daß alle und jede, welche gegen der Wittwe Eli- ſabeth Goßler, gebohrnen Berenberg, Ausſcheiden aus der Hand- lung: Joh. Berenberg, Goßler et Comp., etwas einwenden wollen, und desfalls, oder aus irgend einer andern Urſache an die genannte Handlung einige Anſprache und Forderung haben oder zu haben vermeynen, ſich damit in einem von Gerichts- wegen ſub pœna præcluſi et perpetui ſilentii anzuſetzen- den Termin gehörigen Orts zu melden und erſorderlichen Falls ihre etwanigen Angaben zu juſtificiren, Auowärtige aber Pro- curatorem ad acta zu beſtellen ſchuldig ſeyn follen. Dieſem Petito Proclamatis iſt von Gerichtswegen alles Jnhalts defe- rirt und der 11te März d. J. pro termino peremtorio an- berahmet worden, welches hiedurch öffentlich bekannt gemacht wird. Hamburg, den 24ſten Januar 1801.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 20, Hamburg, 4. Februar 1801, S. [12]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_200402_1801/12>, abgerufen am 09.08.2020.