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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten, Nr. 28, 18. Februar 1801.

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[Spaltenumbruch] daß selbige an vorgedachten Tagen, Morgens um 10 Uhr, auf
Unserm Hof- und Landgericht erscheinen, Bot und Ueberbot zu
Protocoll abgeb[e]n, und demnächst gewärtigen, daß dem im letz-
t[e]n Termin annehmlich Meistbietenden -- falls in den beyden
vorhergehenden Terminen nicht annehmlich geboten werden
sollte -- obbenanntes Gut, nach erfolgter Zustimmung der Jn-
ter[e]ssenten, bis auf Unsre Landeslehnherrliche Genehmigung,
wird zugeschlagen werden.

Das Gut ist, nach zuvor geschehener M[e]ldung auf dem Hofe
das[e]lbst, zu allen Zeiten in Augenschein zu nehmen, und die
Verkaufsbedingungen sind zu Kleinen Lunow bey der Haupt-
mannin Gerber, zu Samow bey dem Rittmeister von Altrock,
in Rostock bey dem Doctor Taddel dem jüngern, in Malchin
bey dem Advocaten Franck und in Güstrow bey vorgedachtem
Justizrath von Raven einzusehen, und gegen [E]rlegung der Co-
pialgebühren in Abschrift zu haben. Wornach man sich zu rich-
ten.


(L. S.)     Ad Mandatum Serenissimi proprium.
Vt.
C. A. v. Kielmannsegge.
J. H. Wulffleff.



Beschreibung.

Das Lehngut Kleinen Lunow liegt im Amte Gnoyen, 5 Mei-
len von Rostock, und soll an steuerbaren Hufen nach der Ver-
messung Zwey Einviertel Hufen und 60 Scheffel halten. Nach
dem Jargowschen Hufen-Verzeichniß enthält Kleinen Lunow
[] Ruthen und 150 bonitirte Fuder Heu. Das Wohn-
haus ist erst vor w[e]nig Jahren neu gebauet worden; die übri-
gen Hof- und Dorfgebäude sind zum Theil neu, zum Theil in
gutem Stande. Der Acker ist durchgängig von der vorzüglich-
sten Güte. Die aus 67 Kühen bestehende Holländerey ist a Kuh
zu 9 Rthlr. N. Zweydrittel verpachtet. Holz und Torf ist zum
Bedürfniß des Guts vorhanden. Die Onera realia und öffent-
liche Lasten des Guts sind unbedeutend, so wie die Priester-
und Küster-Gebühren. Bey der Besichtigung des Guts wird
sich ein jeder durch den Augenschein überzeug[e]n, daß dies Gut
keiner Empfehlung bedarf.




Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fürst zu Wenden, Schwerin und Ratze-
burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Rostock und
Staraard Herr etc.

Laden auf unterthänigste Bitte des Hofraths Krüger hie-
selbst, als Vormundes, und des hiesigen Advocaten Lettow,
qua litis curatoris des minderjährigen Sohnes Unsers ver-
storbenen Hof- und Landgerichts-Procurators Nonnemann, alle
diejenigen, welche an dem Nachlaß des Verstorbenen überhaupt,
besonders aber an dessen hieselbst in der Glevinschen Straße be-
legenes Wohnhaus aus irgend einem Grunde rechtliche An-
sprache machen zu können vermeynen, hiemit peremtorie gnä-
digst und wollen, daß selbige am
sieben und zwanzigsten März dieses Jahrs,
Morgens um 10 Uhr, auf Unserm Hof- und Landgericht er-
scheinen und ihre Forderungen specifice angeben und rechtlicher
Art nach bescheinigen, widrigenfalls aber mit Auflegung eines
ewigen Stillschweigens auf stets präcludiret und abgewiesen zu
werden gewärtigen sollen. Wornach man sich zu richten.


(L. S.)     Ad Mandatum Serenissimi proprium.
Vt.
C. A. v. Kielmannsegge.

J. H. Wulffleff.



Dor[um], im Lande Wursten.

Zum anderweitigen gericht-
lichen Verkauf des der Wittwe Köhnen hieselbst zugehörenden
und an der langen Straße belegenen Hauses cum pertinen-
tiis,
das sich sowohl zu einer bequemen Wohnung, als zur
Wirthschaft oder zum Handel sehr empfiehlt, ist Termin auf
den 23sten künstigen Monats Februar, Morgens 10 Uhr, in
gedachtem Hause anberahmet.

Königl. Churfürstl. Voigtey-Gericht.



Lüneburg.

Wider alle, die sich am 2ten Februar mit ihren
Ansprüchen an den Bürger und Viehschreiber Jürgen Heinrich
Dürkop im Gerichte nicht gemeldet, ist decretum praeclu-
stum
erkannt.




E. E. Rathe des Städtchens Bergedorf haben Sophie
Margaretha, des verstorbenen Hinrich Daniel Biehl Wittwe,
[Spaltenumbruch] gebohrne Martin, cum Curatore, Nicolaus Hinrich Biehl in
Hamburg, Susanna Maria, verwirtwete St[ham]er, gebohrne
Biehl, cum Curatore, Johann Georg Hastedt uxor. noie.
Maria Elisabeth, ge[b.] Biehl, und Johann Hinrich Franck,
curat noie. Hermann Michel Biehl, per Procuratorem im-
plorando
angezeigt, daß im December vorigen Jahes hieselbst
der hiesige Bürger Hinrich Daniel Biehl verstorben, und sie,
Jmploranten, und respective ihre Ehefrau und Curandus, als
Wittwe und leibliche Geschwister des Verstorbenen, die einzigen
rechtmäßigen Jntestat-Erben des Nachlasses geworden seyn.
So wenig die Jmploranten, bey der Ordnung, worin solcher
sich befindet, Schulden zu vermuthen haben, so wollten sie
dennoch, um denselben gehörig unter sich vertheilen zu können,
und in rechtliche Gewißheit zu setzen, daß niemand Forderung
daran habe, um ein behusiges öffentliches Proclama gebeten
haben; E. E. Rath hat ihrem Petito deferiret; heischet und
ladet demnach alle diejenigen, welche an den verstorbenen Hin-
rich Daniel Biehl und dessen Nachlaß einige Forderung oder
Ansprache, solche rühren her aus Rechnung, Schuldverschrei-
bungen, Bürg- oder Pfandschaften, oder woher sie wollen, zu
haben vermeynen, daß sie solche vor E. E. Rathe hieselbst spä-
testens bis zum 5ten May dieses Jahrs, als dem angesetzten
termino peremtorio et praeclusivo, und zwar [A]luswärtige
durch einen hiesigen Mandatarium anzeigen und auf Erfordern
justisiciren, widrigenfalls sie gewärtigen sollen, daß sie nachher
nicht weiter damit gehöret, sondern präcludiret und ihnen ein
ewiges Stillschweigen auferlegt werde.


(L. S.)    Bürgermeister und Rath des Städtchens
Bergedorf.



Einem hiesigen Wohllöblichen Niedergerichte haben Sr.
Berge und Comp. mand noie. Sr. Johann Gabriel Hun-
zicker in Aarau im Canton Aargau, abermals implorando zu
vernehmen gegeben, welchergestalt am 30sten Sept. 1800 hie-
selbst Fran[z] Gabriel Hunzicker unverehelicht und ohne ein Te-
stament zu hinterlassen verstorben wäre. Wenn nun gleich
dessen leiblicher Vater und einziger gesetzlicher Jntestaterbe, Jo-
hann Gabriel Hunzicker, in Aarau im Canton Aargau, kein
Bedenken getragen hätte, die Erbschaft seines gedachten ver-
storbenen Sohnes pure anzutreten, so erachtete er es dennoch
zu seiner Beruhigung und um die vom löbl. Zehnten-Amte un-
ter Siegel genommene Verlassenschaft mit Sicherheit in Besitz
nehmen zu können, zumal da der Verstorbene außer seinen eige-
nen Geschäfften auch die Handlungs-Angelegenheiten der Ge-
brüder Hoeslin in Triest betrieben und besorgt hätte, welche
letztere, da das Mandatum des Defuncti durch diesen Tod
erloschen, anitzt von den eigentlichen Erbschafts-Gegen-
ständen separirt werden müßten, für nöthig, durch sie,
Jmploranten, als seine gehörig constituirte Mandatarien,
nach Ablauf des ersten um die Erkennung eines 2ten
Proclamatis geziemend zu ersuchen, wodurch alle und jede,
welche an die Verlassenschaft des hieselbst verstorbenen Franz
Gabriel Hunzicker ex capite hereditaris, vel crediti, vel
ex alio quocunque capite vel causa
Ansprüche oder For-
derungen zu haben vermeynten, diese vermeyntlichen Ansprüche
mögten nun die von dem Defuncto für eigene Rechnung, oder
auch die von demselben zwar auf seinen privativen Namen,
jedoch als Geschäfftsträger der Gebrüder Hoeslin in Triest be-
sorgten Angelegenheiten concerniren, zur Angabe und Justifica-
tion derselben und zwar Auswärtige per Procurat. ad acta con-
stitutum,
in einem von Gerichtswegen anzuberahmenden Ter-
min sub poena praeclusi et perpetui silentii aufgefordert,
und angewiesen würden. Diesem Petito 2di Proclamatis ist ge-
richtlich deferiret und darauf der 23ste März 1801 pro ter-
mino peremtorio
anberahmet worden; welches hiemit n[o]ti-
ficiret wird.




Da die Oeconomie in der im vorigen Jahre zu Li-
lienthal bey Bremen neu errichteten Bade-Anstalt
öffentlich verpachtet werden soll, so ist die Verpachtung
auf den 28sten dieses Monats Februar angesetzt, und
können sich die Pachtliebhaber der Bedingungen und
andrer ihnen zu wissen nöthig scheinender Nachrichten
wegen an einen der Unterschriebenen wenden.


Heineken, Dr.
Falguerolles, Dr.
[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] daß ſelbige an vorgedachten Tagen, Morgens um 10 Uhr, auf
Unſerm Hof- und Landgericht erſcheinen, Bot und Ueberbot zu
Protocoll abgeb[e]n, und demnächſt gewärtigen, daß dem im letz-
t[e]n Termin annehmlich Meiſtbietenden — falls in den beyden
vorhergehenden Terminen nicht annehmlich geboten werden
ſollte — obbenanntes Gut, nach erfolgter Zuſtimmung der Jn-
ter[e]ſſenten, bis auf Unſre Landeslehnherrliche Genehmigung,
wird zugeſchlagen werden.

Das Gut iſt, nach zuvor geſchehener M[e]ldung auf dem Hofe
daſ[e]lbſt, zu allen Zeiten in Augenſchein zu nehmen, und die
Verkaufsbedingungen ſind zu Kleinen Lunow bey der Haupt-
mannin Gerber, zu Samow bey dem Rittmeiſter von Altrock,
in Roſtock bey dem Doctor Taddel dem jüngern, in Malchin
bey dem Advocaten Franck und in Güſtrow bey vorgedachtem
Juſtizrath von Raven einzuſehen, und gegen [E]rlegung der Co-
pialgebühren in Abſchrift zu haben. Wornach man ſich zu rich-
ten.


(L. S.)     Ad Mandatum Sereniſſimi proprium.
Vt.
C. A. v. Kielmannsegge.
J. H. Wulffleff.



Beſchreibung.

Das Lehngut Kleinen Lunow liegt im Amte Gnoyen, 5 Mei-
len von Roſtock, und ſoll an ſteuerbaren Hufen nach der Ver-
meſſung Zwey Einviertel Hufen und 60 Scheffel halten. Nach
dem Jargowſchen Hufen-Verzeichniß enthält Kleinen Lunow
[] Ruthen und 150 bonitirte Fuder Heu. Das Wohn-
haus iſt erſt vor w[e]nig Jahren neu gebauet worden; die übri-
gen Hof- und Dorfgebäude ſind zum Theil neu, zum Theil in
gutem Stande. Der Acker iſt durchgängig von der vorzüglich-
ſten Güte. Die aus 67 Kühen beſtehende Holländerey iſt à Kuh
zu 9 Rthlr. N. Zweydrittel verpachtet. Holz und Torf iſt zum
Bedürfniß des Guts vorhanden. Die Onera realia und öffent-
liche Laſten des Guts ſind unbedeutend, ſo wie die Prieſter-
und Küſter-Gebühren. Bey der Beſichtigung des Guts wird
ſich ein jeder durch den Augenſchein überzeug[e]n, daß dies Gut
keiner Empfehlung bedarf.




Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu
Mecklenburg, Fürſt zu Wenden, Schwerin und Ratze-
burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und
Staraard Herr ꝛc.

Laden auf unterthänigſte Bitte des Hofraths Krüger hie-
ſelbſt, als Vormundes, und des hieſigen Advocaten Lettow,
qua litis curatoris des minderjährigen Sohnes Unſers ver-
ſtorbenen Hof- und Landgerichts-Procurators Nonnemann, alle
diejenigen, welche an dem Nachlaß des Verſtorbenen überhaupt,
beſonders aber an deſſen hieſelbſt in der Glevinſchen Straße be-
legenes Wohnhaus aus irgend einem Grunde rechtliche An-
ſprache machen zu können vermeynen, hiemit peremtorie gnä-
digſt und wollen, daß ſelbige am
ſieben und zwanzigſten März dieſes Jahrs,
Morgens um 10 Uhr, auf Unſerm Hof- und Landgericht er-
ſcheinen und ihre Forderungen ſpecifice angeben und rechtlicher
Art nach beſcheinigen, widrigenfalls aber mit Auflegung eines
ewigen Stillſchweigens auf ſtets präcludiret und abgewieſen zu
werden gewärtigen ſollen. Wornach man ſich zu richten.


(L. S.)     Ad Mandatum Sereniſſimi proprium.
Vt.
C. A. v. Kielmannsegge.

J. H. Wulffleff.



Dor[um], im Lande Wurſten.

Zum anderweitigen gericht-
lichen Verkauf des der Wittwe Köhnen hieſelbſt zugehörenden
und an der langen Straße belegenen Hauſes cum pertinen-
tiis,
das ſich ſowohl zu einer bequemen Wohnung, als zur
Wirthſchaft oder zum Handel ſehr empfiehlt, iſt Termin auf
den 23ſten künſtigen Monats Februar, Morgens 10 Uhr, in
gedachtem Hauſe anberahmet.

Königl. Churfürſtl. Voigtey-Gericht.



Lüneburg.

Wider alle, die ſich am 2ten Februar mit ihren
Anſprüchen an den Bürger und Viehſchreiber Jürgen Heinrich
Dürkop im Gerichte nicht gemeldet, iſt decretum præclu-
ſtum
erkannt.




E. E. Rathe des Städtchens Bergedorf haben Sophie
Margaretha, des verſtorbenen Hinrich Daniel Biehl Wittwe,
[Spaltenumbruch] gebohrne Martin, cum Curatore, Nicolaus Hinrich Biehl in
Hamburg, Suſanna Maria, verwirtwete St[ham]er, gebohrne
Biehl, cum Curatore, Johann Georg Haſtedt uxor. noie.
Maria Eliſabeth, ge[b.] Biehl, und Johann Hinrich Franck,
curat noie. Hermann Michel Biehl, per Procuratorem im-
plorando
angezeigt, daß im December vorigen Jahes hieſelbſt
der hieſige Bürger Hinrich Daniel Biehl verſtorben, und ſie,
Jmploranten, und reſpective ihre Ehefrau und Curandus, als
Wittwe und leibliche Geſchwiſter des Verſtorbenen, die einzigen
rechtmäßigen Jnteſtat-Erben des Nachlaſſes geworden ſeyn.
So wenig die Jmploranten, bey der Ordnung, worin ſolcher
ſich befindet, Schulden zu vermuthen haben, ſo wollten ſie
dennoch, um denſelben gehörig unter ſich vertheilen zu können,
und in rechtliche Gewißheit zu ſetzen, daß niemand Forderung
daran habe, um ein behuſiges öffentliches Proclama gebeten
haben; E. E. Rath hat ihrem Petito deferiret; heiſchet und
ladet demnach alle diejenigen, welche an den verſtorbenen Hin-
rich Daniel Biehl und deſſen Nachlaß einige Forderung oder
Anſprache, ſolche rühren her aus Rechnung, Schuldverſchrei-
bungen, Bürg- oder Pfandſchaften, oder woher ſie wollen, zu
haben vermeynen, daß ſie ſolche vor E. E. Rathe hieſelbſt ſpä-
teſtens bis zum 5ten May dieſes Jahrs, als dem angeſetzten
termino peremtorio et præcluſivo, und zwar [A]luswärtige
durch einen hieſigen Mandatarium anzeigen und auf Erfordern
juſtiſiciren, widrigenfalls ſie gewärtigen ſollen, daß ſie nachher
nicht weiter damit gehöret, ſondern präcludiret und ihnen ein
ewiges Stillſchweigen auferlegt werde.


(L. S.)    Bürgermeiſter und Rath des Städtchens
Bergedorf.



Einem hieſigen Wohllöblichen Niedergerichte haben Sr.
Berge und Comp. mand noie. Sr. Johann Gabriel Hun-
zicker in Aarau im Canton Aargau, abermals implorando zu
vernehmen gegeben, welchergeſtalt am 30ſten Sept. 1800 hie-
ſelbſt Fran[z] Gabriel Hunzicker unverehelicht und ohne ein Te-
ſtament zu hinterlaſſen verſtorben wäre. Wenn nun gleich
deſſen leiblicher Vater und einziger geſetzlicher Jnteſtaterbe, Jo-
hann Gabriel Hunzicker, in Aarau im Canton Aargau, kein
Bedenken getragen hätte, die Erbſchaft ſeines gedachten ver-
ſtorbenen Sohnes pure anzutreten, ſo erachtete er es dennoch
zu ſeiner Beruhigung und um die vom löbl. Zehnten-Amte un-
ter Siegel genommene Verlaſſenſchaft mit Sicherheit in Beſitz
nehmen zu können, zumal da der Verſtorbene außer ſeinen eige-
nen Geſchäfften auch die Handlungs-Angelegenheiten der Ge-
brüder Hoeslin in Trieſt betrieben und beſorgt hätte, welche
letztere, da das Mandatum des Defuncti durch dieſen Tod
erloſchen, anitzt von den eigentlichen Erbſchafts-Gegen-
ſtänden ſeparirt werden müßten, für nöthig, durch ſie,
Jmploranten, als ſeine gehörig conſtituirte Mandatarien,
nach Ablauf des erſten um die Erkennung eines 2ten
Proclamatis geziemend zu erſuchen, wodurch alle und jede,
welche an die Verlaſſenſchaft des hieſelbſt verſtorbenen Franz
Gabriel Hunzicker ex capite hereditaris, vel crediti, vel
ex alio quocunque capite vel cauſa
Anſprüche oder For-
derungen zu haben vermeynten, dieſe vermeyntlichen Anſprüche
mögten nun die von dem Defuncto für eigene Rechnung, oder
auch die von demſelben zwar auf ſeinen privativen Namen,
jedoch als Geſchäfftsträger der Gebrüder Hoeslin in Trieſt be-
ſorgten Angelegenheiten concerniren, zur Angabe und Juſtifica-
tion derſelben und zwar Auswärtige per Procurat. ad acta con-
ſtitutum,
in einem von Gerichtswegen anzuberahmenden Ter-
min ſub pœna præcluſi et perpetui ſilentii aufgefordert,
und angewieſen würden. Dieſem Petito 2di Proclamatis iſt ge-
richtlich deferiret und darauf der 23ſte März 1801 pro ter-
mino peremtorio
anberahmet worden; welches hiemit n[o]ti-
ficiret wird.




Da die Oeconomie in der im vorigen Jahre zu Li-
lienthal bey Bremen neu errichteten Bade-Anſtalt
öffentlich verpachtet werden ſoll, ſo iſt die Verpachtung
auf den 28ſten dieſes Monats Februar angeſetzt, und
können ſich die Pachtliebhaber der Bedingungen und
andrer ihnen zu wiſſen nöthig ſcheinender Nachrichten
wegen an einen der Unterſchriebenen wenden.


Heineken, Dr.
Falguerolles, Dr.
[Ende Spaltensatz]
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&#x017F;ten Güte. Die                                             aus 67 Kühen be&#x017F;tehende                                             Holländerey i&#x017F;t <hi rendition="#aq">à</hi> Kuh<lb/>
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[[12]/0012] daß ſelbige an vorgedachten Tagen, Morgens um 10 Uhr, auf Unſerm Hof- und Landgericht erſcheinen, Bot und Ueberbot zu Protocoll abgeben, und demnächſt gewärtigen, daß dem im letz- ten Termin annehmlich Meiſtbietenden — falls in den beyden vorhergehenden Terminen nicht annehmlich geboten werden ſollte — obbenanntes Gut, nach erfolgter Zuſtimmung der Jn- tereſſenten, bis auf Unſre Landeslehnherrliche Genehmigung, wird zugeſchlagen werden. Das Gut iſt, nach zuvor geſchehener Meldung auf dem Hofe daſelbſt, zu allen Zeiten in Augenſchein zu nehmen, und die Verkaufsbedingungen ſind zu Kleinen Lunow bey der Haupt- mannin Gerber, zu Samow bey dem Rittmeiſter von Altrock, in Roſtock bey dem Doctor Taddel dem jüngern, in Malchin bey dem Advocaten Franck und in Güſtrow bey vorgedachtem Juſtizrath von Raven einzuſehen, und gegen Erlegung der Co- pialgebühren in Abſchrift zu haben. Wornach man ſich zu rich- ten. Gegeben Güſtrow, den 28ſten Januar 1801. (L. S.) Ad Mandatum Sereniſſimi proprium. Vt. C. A. v. Kielmannsegge. J. H. Wulffleff. Beſchreibung. Das Lehngut Kleinen Lunow liegt im Amte Gnoyen, 5 Mei- len von Roſtock, und ſoll an ſteuerbaren Hufen nach der Ver- meſſung Zwey Einviertel Hufen und 60 Scheffel halten. Nach dem Jargowſchen Hufen-Verzeichniß enthält Kleinen Lunow [] Ruthen und 150 bonitirte Fuder Heu. Das Wohn- haus iſt erſt vor wenig Jahren neu gebauet worden; die übri- gen Hof- und Dorfgebäude ſind zum Theil neu, zum Theil in gutem Stande. Der Acker iſt durchgängig von der vorzüglich- ſten Güte. Die aus 67 Kühen beſtehende Holländerey iſt à Kuh zu 9 Rthlr. N. Zweydrittel verpachtet. Holz und Torf iſt zum Bedürfniß des Guts vorhanden. Die Onera realia und öffent- liche Laſten des Guts ſind unbedeutend, ſo wie die Prieſter- und Küſter-Gebühren. Bey der Beſichtigung des Guts wird ſich ein jeder durch den Augenſchein überzeugen, daß dies Gut keiner Empfehlung bedarf. Wir Friederich Franz, von Gottes Gnaden Herzog zu Mecklenburg, Fürſt zu Wenden, Schwerin und Ratze- burg, auch Graf zu Schwerin, der Lande Roſtock und Staraard Herr ꝛc. Laden auf unterthänigſte Bitte des Hofraths Krüger hie- ſelbſt, als Vormundes, und des hieſigen Advocaten Lettow, qua litis curatoris des minderjährigen Sohnes Unſers ver- ſtorbenen Hof- und Landgerichts-Procurators Nonnemann, alle diejenigen, welche an dem Nachlaß des Verſtorbenen überhaupt, beſonders aber an deſſen hieſelbſt in der Glevinſchen Straße be- legenes Wohnhaus aus irgend einem Grunde rechtliche An- ſprache machen zu können vermeynen, hiemit peremtorie gnä- digſt und wollen, daß ſelbige am ſieben und zwanzigſten März dieſes Jahrs, Morgens um 10 Uhr, auf Unſerm Hof- und Landgericht er- ſcheinen und ihre Forderungen ſpecifice angeben und rechtlicher Art nach beſcheinigen, widrigenfalls aber mit Auflegung eines ewigen Stillſchweigens auf ſtets präcludiret und abgewieſen zu werden gewärtigen ſollen. Wornach man ſich zu richten. Ge- geben Güſtrow, den 19ten Januar 1801. (L. S.) Ad Mandatum Sereniſſimi proprium. Vt. C. A. v. Kielmannsegge. J. H. Wulffleff. Dorum, im Lande Wurſten. Zum anderweitigen gericht- lichen Verkauf des der Wittwe Köhnen hieſelbſt zugehörenden und an der langen Straße belegenen Hauſes cum pertinen- tiis, das ſich ſowohl zu einer bequemen Wohnung, als zur Wirthſchaft oder zum Handel ſehr empfiehlt, iſt Termin auf den 23ſten künſtigen Monats Februar, Morgens 10 Uhr, in gedachtem Hauſe anberahmet. Königl. Churfürſtl. Voigtey-Gericht. Lüneburg. Wider alle, die ſich am 2ten Februar mit ihren Anſprüchen an den Bürger und Viehſchreiber Jürgen Heinrich Dürkop im Gerichte nicht gemeldet, iſt decretum præclu- ſtum erkannt. E. E. Rathe des Städtchens Bergedorf haben Sophie Margaretha, des verſtorbenen Hinrich Daniel Biehl Wittwe, gebohrne Martin, cum Curatore, Nicolaus Hinrich Biehl in Hamburg, Suſanna Maria, verwirtwete Sthamer, gebohrne Biehl, cum Curatore, Johann Georg Haſtedt uxor. noie. Maria Eliſabeth, geb. Biehl, und Johann Hinrich Franck, curat noie. Hermann Michel Biehl, per Procuratorem im- plorando angezeigt, daß im December vorigen Jahes hieſelbſt der hieſige Bürger Hinrich Daniel Biehl verſtorben, und ſie, Jmploranten, und reſpective ihre Ehefrau und Curandus, als Wittwe und leibliche Geſchwiſter des Verſtorbenen, die einzigen rechtmäßigen Jnteſtat-Erben des Nachlaſſes geworden ſeyn. So wenig die Jmploranten, bey der Ordnung, worin ſolcher ſich befindet, Schulden zu vermuthen haben, ſo wollten ſie dennoch, um denſelben gehörig unter ſich vertheilen zu können, und in rechtliche Gewißheit zu ſetzen, daß niemand Forderung daran habe, um ein behuſiges öffentliches Proclama gebeten haben; E. E. Rath hat ihrem Petito deferiret; heiſchet und ladet demnach alle diejenigen, welche an den verſtorbenen Hin- rich Daniel Biehl und deſſen Nachlaß einige Forderung oder Anſprache, ſolche rühren her aus Rechnung, Schuldverſchrei- bungen, Bürg- oder Pfandſchaften, oder woher ſie wollen, zu haben vermeynen, daß ſie ſolche vor E. E. Rathe hieſelbſt ſpä- teſtens bis zum 5ten May dieſes Jahrs, als dem angeſetzten termino peremtorio et præcluſivo, und zwar Aluswärtige durch einen hieſigen Mandatarium anzeigen und auf Erfordern juſtiſiciren, widrigenfalls ſie gewärtigen ſollen, daß ſie nachher nicht weiter damit gehöret, ſondern präcludiret und ihnen ein ewiges Stillſchweigen auferlegt werde. Bergedorf, den 27ſten Januar 1801. (L. S.) Bürgermeiſter und Rath des Städtchens Bergedorf. Einem hieſigen Wohllöblichen Niedergerichte haben Sr. Berge und Comp. mand noie. Sr. Johann Gabriel Hun- zicker in Aarau im Canton Aargau, abermals implorando zu vernehmen gegeben, welchergeſtalt am 30ſten Sept. 1800 hie- ſelbſt Franz Gabriel Hunzicker unverehelicht und ohne ein Te- ſtament zu hinterlaſſen verſtorben wäre. Wenn nun gleich deſſen leiblicher Vater und einziger geſetzlicher Jnteſtaterbe, Jo- hann Gabriel Hunzicker, in Aarau im Canton Aargau, kein Bedenken getragen hätte, die Erbſchaft ſeines gedachten ver- ſtorbenen Sohnes pure anzutreten, ſo erachtete er es dennoch zu ſeiner Beruhigung und um die vom löbl. Zehnten-Amte un- ter Siegel genommene Verlaſſenſchaft mit Sicherheit in Beſitz nehmen zu können, zumal da der Verſtorbene außer ſeinen eige- nen Geſchäfften auch die Handlungs-Angelegenheiten der Ge- brüder Hoeslin in Trieſt betrieben und beſorgt hätte, welche letztere, da das Mandatum des Defuncti durch dieſen Tod erloſchen, anitzt von den eigentlichen Erbſchafts-Gegen- ſtänden ſeparirt werden müßten, für nöthig, durch ſie, Jmploranten, als ſeine gehörig conſtituirte Mandatarien, nach Ablauf des erſten um die Erkennung eines 2ten Proclamatis geziemend zu erſuchen, wodurch alle und jede, welche an die Verlaſſenſchaft des hieſelbſt verſtorbenen Franz Gabriel Hunzicker ex capite hereditaris, vel crediti, vel ex alio quocunque capite vel cauſa Anſprüche oder For- derungen zu haben vermeynten, dieſe vermeyntlichen Anſprüche mögten nun die von dem Defuncto für eigene Rechnung, oder auch die von demſelben zwar auf ſeinen privativen Namen, jedoch als Geſchäfftsträger der Gebrüder Hoeslin in Trieſt be- ſorgten Angelegenheiten concerniren, zur Angabe und Juſtifica- tion derſelben und zwar Auswärtige per Procurat. ad acta con- ſtitutum, in einem von Gerichtswegen anzuberahmenden Ter- min ſub pœna præcluſi et perpetui ſilentii aufgefordert, und angewieſen würden. Dieſem Petito 2di Proclamatis iſt ge- richtlich deferiret und darauf der 23ſte März 1801 pro ter- mino peremtorio anberahmet worden; welches hiemit noti- ficiret wird. Hamburg, den 4ten Febr. 1801. Da die Oeconomie in der im vorigen Jahre zu Li- lienthal bey Bremen neu errichteten Bade-Anſtalt öffentlich verpachtet werden ſoll, ſo iſt die Verpachtung auf den 28ſten dieſes Monats Februar angeſetzt, und können ſich die Pachtliebhaber der Bedingungen und andrer ihnen zu wiſſen nöthig ſcheinender Nachrichten wegen an einen der Unterſchriebenen wenden. Bremen, den 7ten Februar 1801. Heineken, Dr. Falguerolles, Dr.

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Britt-Marie Schuster, Manuel Wille, Arnika Lutz: Bereitstellung der Texttranskription. (2014-08-05T11:06:25Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten, Nr. 28, 18. Februar 1801, S. [12]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_281802_1801/12>, abgerufen am 19.09.2020.