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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 62, Hamburg, 17. April 1790.

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[Spaltenumbruch]
Sammlung von Schauspielen fürs Hamburgische Thea-
ter, hera[u]sgegeben von Fr. L. Schröder, 1ster
Band, 8.
Schinks, Joh. Fr., dramaturgische Monate, 1790.
Januar bis April, 8. brochirt.
Die Uebereilung, ein Lustspiel in einem Aufzuge, nach
dem Englischen des Murphy, 8.
Weber, D. Ad. Diet., über die Proceßkosten, deren
Vergütung und Compensation, 2te vermehrte Auf-
lage, 8.
Wer ist sie? ein Lustspiel in 4 Aufzügen, nach dem
Englischen, von F. L. Schröder, 8.

Jn Commißion:

Raths, W. Ch. A., zwey Predigten über die gewöhn-
lichen Episteln am 9ten und 10ten Sonntage nach
Trinitatis, 8.



Allen Verwandten, Gönnern und Freunden machen
wir hiedurch das am 11ten dieses Monats an der
Entkräftung im 80sten Jahre ihres Lebens erfolgte
Absterben unserer uns unvergeßlichen Mutter, der ver-
wittweten Frau Commerz-Assessorinn, Margaretha
Dorothea Hoffmann,
gebohrnen Braun, statt der
sonst gewöhnlichen Trauerbriefe, bekannt, und verbit-
ten uns zugleich alle Beyleids-Bezeugungen.


Hinterlassene Kinder.   



Es sind diesen Mittag bey Eröffnung der Holländi-
schen Briefe an der Börse nachstehende 5 Wechselbriefe
unbemerkt entfallen, alle endoßirt von van Offen &
Sohn a Amsterdam, an Brandon Gebrüder:

Bco. Mk. 3281 4 ß. in Rthlr. 2100 -- auf Hinr. & J.
M. Brauer.
---- 3000 -- in Rthlr. 1500 -- auf Franz Door-
mann.
---- 1600 -- -- -- auf Theveny &
Flügge.
---- 800 -- -- -- auf Joh. Gotth.
Martens.
---- 500 -- -- -- auf J. M. Brü-
ning.

Wer solche gefunden, geliebe selbe bey Brandon Gebr.
aufm Dreckwall, gegen ein billiges Recompens vorzu-
langen, weil der Finder keinen Gebrauch davon machen
kann.




AVERTISSEMENT.

Es hat der nun verstorbene Chursächsische Hauptmann,
Herr Johann Bernhard von Reißwiz, bey dem allhiesigen
Amte angezeigt, daß ihm in der Action bey Münden ein
Steuerschein von 100 Rthlr. Ostern 1749. ausgestellt, sub
No. 464. Lit. R.
verlohren gegangen sey. Nachdem nun auf
ergangenen höchsten Befehl und ad instantiam der hinterlasse-
nen Erben des genannten Herrn von Reißwiz alle und jede,
welche an sothanen Documente Ansprüche zu machen berech-
tiget sind, auf kommenden Zwanzigsten September 1790. zu
deren Liquidir- und Bescheinigung peremtorie bey Verlust
ihres Anspruchs, und resp. des beneficii restitutionis in in-
tegrum
in Person, und resp. cum Curatoribus, oder durch hin-
länglich und besonders ad transigendum instruirte Gevollmäch-
tigte, coram Commissione im Amte allhier zu erscheinen, sub
poena praeclusi ed[i]ctaliter
vorgeladen, und zur Publication des
eingelangten Urtels der Siebenzehnte November 1790 be-
stimmt, auch die diesfalls erlassenen Edictal, Citations-Patente
zu Leipzig, Dresden, Tennstädt, Halle und Münden loco
publico
affigiret worden sind: Als wird solches zu jedermanns
[Spaltenumbruch] Wissenschaft hierdurch öffentlich bekannt gemacht.

   



Edictal-Citationes.
Bey dem Magistrate der Herzogl. Braunschweigischen
Stadt Gandersheim.

Unter Landesherrlicher gnädigster Genehmigung ist auf An-
suchen der Geschwistern, Christian Dietrich Brinckmann und
Consorten, deren schon seit geraumen Jahren, ohne Nachricht
von sich gegeben zu haben, abwesender Bruder, Conrad Hein-
rich Brinckmann, oder dessen etwanige Leibes-Erden, edicta-
liter
citirt, sich binnen hier und den 22sten May d. J. hieselbst
zu Rathhause einzufinden, und das für ihn vorhandene, in
34 Rthlr. 31 Gr. 3 Pfen. bestehende Erbtheil, nach Abzug
der Kosten, in Empfang zu nehmen, im Ausbleibungsfall aber
zu gewärtigen, daß er für todt erklärt, die etwanigen Leibes-
Erben für ausgeschlossen erkannt, und vorbemeldetes Vermö-
gen seinen Geschwistern verabfolget werde.




Nachdem bey denen allhiesigen Stadtgerichten des abwesen-
den, von hier gebürtigen Johann Friedrich Häfners, angeb-
liche nächste Anverwandte und Jntestat-Erben, Christina Elisa-
betha Storchinn, gebohrne Barthelmäßinn, und übrige Con-
sorten zu vernehmen gegeben, wasmaßen derselbe bereits vor
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dessen Aufenthalt, Leben oder Tode nicht die mindeste Nach-
richt zu erhalten gewesen, nach beygebrachtem Zeugnisse aber
nunmehro diejenigen Jahre erreichet, nach welchem er vor
verschollen und vor todt zu achten; wannenhero dieselben ge-
beten, daß dessen gegenwärtig in 140 Gulden Fränkisch be-
stehender Nachlaß, nach vorgängiger Erlassung derer erfor-
derlichen Edictalien, ihnen verabfolget werden möchte, und
dann diesem Suchen zufügen, bewandten Umständen nach,
einiges Bedenken sich nicht gefunden: Als wird Eingangs be-
nannter Johann Friedrich Häfner, oder dessen allenfallsige
Leibes, auch Testaments-Erben, und überhaupt alle und jede,
welche an dessen Nachlaß entweder aus dem Recht der Erb-
folge, oder aus sonst irgend einem Grunde, Ansprüche und
Forderungen zu machen gedenken, bey Verlust derselben, auch
des beneficii Restitutionis in integrum, hiermit edictaliter und
peremtorie citiret, und für beschieden, Freytags nach dem
3ten post Trinitatis, ist
der 25ste Junii a. c.
vor denen allhiesigen Stadtgerichten zu rechts früher Zeit,
entweder rechtsbehörig zu erscheinen, oder doch wenigstens
von resp. seinem und ihrem Leben und Aufenthalt sichere
Nachricht anhero gelangen zu lassen, und sich behörig zu legiti-
miten, bey dessen oder deren Außenbleiben aber zu gewärti-
gen, daß er, der Abwesende, pro mortuo geachtet, und dessen
nachgelassenes Vermögen denen vorhin genannten nächsten
Freunden und Anverwandten desselben verabfolget, alle übrige
aber pro praeclusis geachtet werden sollen. Urkundlich ist diese
Edictal-Citation unter Vordruckung des Raths- und gemeinder
Stadt-Jnsiegels, auch gewöhnlicher Unterschrift, ausgefertiget
worden.


(L. S.)   Bürgermeistere und Rath.
Johann Georg Holdefreund.   



Das Britische Augenwasser.

Dieses allgemeine berühmte Augenwasser hebt alle Arten
Entzündungen und Röthe der Augen, stärkt das Gesicht, und
ist für alle Augenkrankheiten das sicherste Vorbeugungs-
Mittel, zwey- bis dreymal die Woche, oder vielmehr, sobald
man die geringste Schwäche verspüret, zwey bis dreymal des
Tages die Augenlieder und Augenwinkel mit einer ganz klei-
nen Portion dieses Augenwassers gewaschen, hebet die
Schwäche und Röthe derselben, und verschafft ihnen ihre er-
forderliche Stärke; für die, so mit thränenden Augen ge-
plagt, oder denen sie des Morgens beym Aufwachen verklebt
sind, ist dieses Augenwasser sehr ersprießlich. Eben so heilsam
ist dieses Augenwasser, wenn die Blattern schlechte Augen
hinterlassen haben, und in Fällen, wo der Staar gar sehr zu
befürchten, wenn man nämlich eine Dunkelheit in den Augen
verspürt, als ob Fliegen oder Mücken in denselben schwebten,
oder als ob sie mit einer Schleyer oder Schwärze überzogen
wären. Ein mehres enthält der Gebrauch-Zettel. Es hat
seinen Ursprung aus London, und ist allhier nur allein zu
haben bey dem Commißionair, G. G. Mueß, auf der Neuen-
burg. Das Glas kostet 1 Mark.


[Ende Spaltensatz]
[Spaltenumbruch]
Sammlung von Schauſpielen fuͤrs Hamburgiſche Thea-
ter, hera[u]sgegeben von Fr. L. Schroͤder, 1ſter
Band, 8.
Schinks, Joh. Fr., dramaturgiſche Monate, 1790.
Januar bis April, 8. brochirt.
Die Uebereilung, ein Luſtſpiel in einem Aufzuge, nach
dem Engliſchen des Murphy, 8.
Weber, D. Ad. Diet., uͤber die Proceßkoſten, deren
Verguͤtung und Compenſation, 2te vermehrte Auf-
lage, 8.
Wer iſt ſie? ein Luſtſpiel in 4 Aufzuͤgen, nach dem
Engliſchen, von F. L. Schroͤder, 8.

Jn Commißion:

Raths, W. Ch. A., zwey Predigten uͤber die gewoͤhn-
lichen Epiſteln am 9ten und 10ten Sonntage nach
Trinitatis, 8.



Allen Verwandten, Goͤnnern und Freunden machen
wir hiedurch das am 11ten dieſes Monats an der
Entkraͤftung im 80ſten Jahre ihres Lebens erfolgte
Abſterben unſerer uns unvergeßlichen Mutter, der ver-
wittweten Frau Commerz-Aſſeſſorinn, Margaretha
Dorothea Hoffmann,
gebohrnen Braun, ſtatt der
ſonſt gewoͤhnlichen Trauerbriefe, bekannt, und verbit-
ten uns zugleich alle Beyleids-Bezeugungen.


Hinterlaſſene Kinder.   



Es ſind dieſen Mittag bey Eroͤffnung der Hollaͤndi-
ſchen Briefe an der Boͤrſe nachſtehende 5 Wechſelbriefe
unbemerkt entfallen, alle endoßirt von van Offen &
Sohn à Amſterdam, an Brandon Gebruͤder:

Bco. Mk. 3281 4 ß. in Rthlr. 2100 — auf Hinr. & J.
M. Brauer.
—— 3000 — in Rthlr. 1500 — auf Franz Door-
mann.
—— 1600 — — — auf Theveny &
Fluͤgge.
—— 800 — — — auf Joh. Gotth.
Martens.
—— 500 — — — auf J. M. Bruͤ-
ning.

Wer ſolche gefunden, geliebe ſelbe bey Brandon Gebr.
aufm Dreckwall, gegen ein billiges Recompens vorzu-
langen, weil der Finder keinen Gebrauch davon machen
kann.




AVERTISSEMENT.

Es hat der nun verſtorbene Churſächſiſche Hauptmann,
Herr Johann Bernhard von Reißwiz, bey dem allhieſigen
Amte angezeigt, daß ihm in der Action bey Münden ein
Steuerſchein von 100 Rthlr. Oſtern 1749. ausgeſtellt, ſub
No. 464. Lit. R.
verlohren gegangen ſey. Nachdem nun auf
ergangenen höchſten Befehl und ad inſtantiam der hinterlaſſe-
nen Erben des genannten Herrn von Reißwiz alle und jede,
welche an ſothanen Documente Anſprüche zu machen berech-
tiget ſind, auf kommenden Zwanzigſten September 1790. zu
deren Liquidir- und Beſcheinigung peremtorie bey Verluſt
ihres Anſpruchs, und reſp. des beneficii reſtitutionis in in-
tegrum
in Perſon, und reſp. cum Curatoribus, oder durch hin-
länglich und beſonders ad tranſigendum inſtruirte Gevollmäch-
tigte, coram Commiſſione im Amte allhier zu erſcheinen, ſub
pœna præcluſi ed[i]ctaliter
vorgeladen, und zur Publication des
eingelangten Urtels der Siebenzehnte November 1790 be-
ſtimmt, auch die diesfalls erlaſſenen Edictal, Citations-Patente
zu Leipzig, Dresden, Tennſtädt, Halle und Münden loco
publico
affigiret worden ſind: Als wird ſolches zu jedermanns
[Spaltenumbruch] Wiſſenſchaft hierdurch öffentlich bekannt gemacht.

   



Edictal-Citationes.
Bey dem Magiſtrate der Herzogl. Braunſchweigiſchen
Stadt Gandersheim.

Unter Landesherrlicher gnädigſter Genehmigung iſt auf An-
ſuchen der Geſchwiſtern, Chriſtian Dietrich Brinckmann und
Conſorten, deren ſchon ſeit geraumen Jahren, ohne Nachricht
von ſich gegeben zu haben, abweſender Bruder, Conrad Hein-
rich Brinckmann, oder deſſen etwanige Leibes-Erden, edicta-
liter
citirt, ſich binnen hier und den 22ſten May d. J. hieſelbſt
zu Rathhauſe einzufinden, und das für ihn vorhandene, in
34 Rthlr. 31 Gr. 3 Pfen. beſtehende Erbtheil, nach Abzug
der Koſten, in Empfang zu nehmen, im Ausbleibungsfall aber
zu gewärtigen, daß er für todt erklärt, die etwanigen Leibes-
Erben für ausgeſchloſſen erkannt, und vorbemeldetes Vermö-
gen ſeinen Geſchwiſtern verabfolget werde.




Nachdem bey denen allhieſigen Stadtgerichten des abweſen-
den, von hier gebürtigen Johann Friedrich Häfners, angeb-
liche nächſte Anverwandte und Jnteſtat-Erben, Chriſtina Eliſa-
betha Storchinn, gebohrne Barthelmäßinn, und übrige Con-
ſorten zu vernehmen gegeben, wasmaßen derſelbe bereits vor
langen Jahren ſich von hier wegbegeben, und bis daher von
deſſen Aufenthalt, Leben oder Tode nicht die mindeſte Nach-
richt zu erhalten geweſen, nach beygebrachtem Zeugniſſe aber
nunmehro diejenigen Jahre erreichet, nach welchem er vor
verſchollen und vor todt zu achten; wannenhero dieſelben ge-
beten, daß deſſen gegenwärtig in 140 Gulden Fränkiſch be-
ſtehender Nachlaß, nach vorgängiger Erlaſſung derer erfor-
derlichen Edictalien, ihnen verabfolget werden möchte, und
dann dieſem Suchen zufügen, bewandten Umſtänden nach,
einiges Bedenken ſich nicht gefunden: Als wird Eingangs be-
nannter Johann Friedrich Häfner, oder deſſen allenfallſige
Leibes, auch Teſtaments-Erben, und überhaupt alle und jede,
welche an deſſen Nachlaß entweder aus dem Recht der Erb-
folge, oder aus ſonſt irgend einem Grunde, Anſprüche und
Forderungen zu machen gedenken, bey Verluſt derſelben, auch
des beneficii Reſtitutionis in integrum, hiermit edictaliter und
peremtorie citiret, und für beſchieden, Freytags nach dem
3ten poſt Trinitatis, iſt
der 25ſte Junii a. c.
vor denen allhieſigen Stadtgerichten zu rechts früher Zeit,
entweder rechtsbehörig zu erſcheinen, oder doch wenigſtens
von reſp. ſeinem und ihrem Leben und Aufenthalt ſichere
Nachricht anhero gelangen zu laſſen, und ſich behörig zu legiti-
miten, bey deſſen oder deren Außenbleiben aber zu gewärti-
gen, daß er, der Abweſende, pro mortuo geachtet, und deſſen
nachgelaſſenes Vermögen denen vorhin genannten nächſten
Freunden und Anverwandten deſſelben verabfolget, alle übrige
aber pro præcluſis geachtet werden ſollen. Urkundlich iſt dieſe
Edictal-Citation unter Vordruckung des Raths- und gemeinder
Stadt-Jnſiegels, auch gewöhnlicher Unterſchrift, ausgefertiget
worden.


(L. S.)   Bürgermeiſtere und Rath.
Johann Georg Holdefreund.   



Das Britiſche Augenwaſſer.

Dieſes allgemeine beruͤhmte Augenwaſſer hebt alle Arten
Entzuͤndungen und Roͤthe der Augen, ſtaͤrkt das Geſicht, und
iſt fuͤr alle Augenkrankheiten das ſicherſte Vorbeugungs-
Mittel, zwey- bis dreymal die Woche, oder vielmehr, ſobald
man die geringſte Schwaͤche verſpuͤret, zwey bis dreymal des
Tages die Augenlieder und Augenwinkel mit einer ganz klei-
nen Portion dieſes Augenwaſſers gewaſchen, hebet die
Schwaͤche und Roͤthe derſelben, und verſchafft ihnen ihre er-
forderliche Staͤrke; fuͤr die, ſo mit thraͤnenden Augen ge-
plagt, oder denen ſie des Morgens beym Aufwachen verklebt
ſind, iſt dieſes Augenwaſſer ſehr erſprießlich. Eben ſo heilſam
iſt dieſes Augenwaſſer, wenn die Blattern ſchlechte Augen
hinterlaſſen haben, und in Faͤllen, wo der Staar gar ſehr zu
befuͤrchten, wenn man naͤmlich eine Dunkelheit in den Augen
verſpuͤrt, als ob Fliegen oder Muͤcken in denſelben ſchwebten,
oder als ob ſie mit einer Schleyer oder Schwaͤrze uͤberzogen
waͤren. Ein mehres enthaͤlt der Gebrauch-Zettel. Es hat
ſeinen Urſprung aus London, und iſt allhier nur allein zu
haben bey dem Commißionair, G. G. Mueß, auf der Neuen-
burg. Das Glas koſtet 1 Mark.


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[[8]/0008] Sammlung von Schauſpielen fuͤrs Hamburgiſche Thea- ter, herausgegeben von Fr. L. Schroͤder, 1ſter Band, 8. Schinks, Joh. Fr., dramaturgiſche Monate, 1790. Januar bis April, 8. brochirt. Die Uebereilung, ein Luſtſpiel in einem Aufzuge, nach dem Engliſchen des Murphy, 8. Weber, D. Ad. Diet., uͤber die Proceßkoſten, deren Verguͤtung und Compenſation, 2te vermehrte Auf- lage, 8. Wer iſt ſie? ein Luſtſpiel in 4 Aufzuͤgen, nach dem Engliſchen, von F. L. Schroͤder, 8. Jn Commißion: Raths, W. Ch. A., zwey Predigten uͤber die gewoͤhn- lichen Epiſteln am 9ten und 10ten Sonntage nach Trinitatis, 8. Allen Verwandten, Goͤnnern und Freunden machen wir hiedurch das am 11ten dieſes Monats an der Entkraͤftung im 80ſten Jahre ihres Lebens erfolgte Abſterben unſerer uns unvergeßlichen Mutter, der ver- wittweten Frau Commerz-Aſſeſſorinn, Margaretha Dorothea Hoffmann, gebohrnen Braun, ſtatt der ſonſt gewoͤhnlichen Trauerbriefe, bekannt, und verbit- ten uns zugleich alle Beyleids-Bezeugungen. Luͤne- burg 1790. Hinterlaſſene Kinder. Es ſind dieſen Mittag bey Eroͤffnung der Hollaͤndi- ſchen Briefe an der Boͤrſe nachſtehende 5 Wechſelbriefe unbemerkt entfallen, alle endoßirt von van Offen & Sohn à Amſterdam, an Brandon Gebruͤder: Bco. Mk. 3281 4 ß. in Rthlr. 2100 — auf Hinr. & J. M. Brauer. —— 3000 — in Rthlr. 1500 — auf Franz Door- mann. —— 1600 — — — auf Theveny & Fluͤgge. —— 800 — — — auf Joh. Gotth. Martens. —— 500 — — — auf J. M. Bruͤ- ning. Wer ſolche gefunden, geliebe ſelbe bey Brandon Gebr. aufm Dreckwall, gegen ein billiges Recompens vorzu- langen, weil der Finder keinen Gebrauch davon machen kann. Hamburg, den 16ten April 1790. AVERTISSEMENT. Es hat der nun verſtorbene Churſächſiſche Hauptmann, Herr Johann Bernhard von Reißwiz, bey dem allhieſigen Amte angezeigt, daß ihm in der Action bey Münden ein Steuerſchein von 100 Rthlr. Oſtern 1749. ausgeſtellt, ſub No. 464. Lit. R. verlohren gegangen ſey. Nachdem nun auf ergangenen höchſten Befehl und ad inſtantiam der hinterlaſſe- nen Erben des genannten Herrn von Reißwiz alle und jede, welche an ſothanen Documente Anſprüche zu machen berech- tiget ſind, auf kommenden Zwanzigſten September 1790. zu deren Liquidir- und Beſcheinigung peremtorie bey Verluſt ihres Anſpruchs, und reſp. des beneficii reſtitutionis in in- tegrum in Perſon, und reſp. cum Curatoribus, oder durch hin- länglich und beſonders ad tranſigendum inſtruirte Gevollmäch- tigte, coram Commiſſione im Amte allhier zu erſcheinen, ſub pœna præcluſi edictaliter vorgeladen, und zur Publication des eingelangten Urtels der Siebenzehnte November 1790 be- ſtimmt, auch die diesfalls erlaſſenen Edictal, Citations-Patente zu Leipzig, Dresden, Tennſtädt, Halle und Münden loco publico affigiret worden ſind: Als wird ſolches zu jedermanns Wiſſenſchaft hierdurch öffentlich bekannt gemacht. Amt Dresden, am 2ten März 1790. Edictal-Citationes. Bey dem Magiſtrate der Herzogl. Braunſchweigiſchen Stadt Gandersheim. Unter Landesherrlicher gnädigſter Genehmigung iſt auf An- ſuchen der Geſchwiſtern, Chriſtian Dietrich Brinckmann und Conſorten, deren ſchon ſeit geraumen Jahren, ohne Nachricht von ſich gegeben zu haben, abweſender Bruder, Conrad Hein- rich Brinckmann, oder deſſen etwanige Leibes-Erden, edicta- liter citirt, ſich binnen hier und den 22ſten May d. J. hieſelbſt zu Rathhauſe einzufinden, und das für ihn vorhandene, in 34 Rthlr. 31 Gr. 3 Pfen. beſtehende Erbtheil, nach Abzug der Koſten, in Empfang zu nehmen, im Ausbleibungsfall aber zu gewärtigen, daß er für todt erklärt, die etwanigen Leibes- Erben für ausgeſchloſſen erkannt, und vorbemeldetes Vermö- gen ſeinen Geſchwiſtern verabfolget werde. Nachdem bey denen allhieſigen Stadtgerichten des abweſen- den, von hier gebürtigen Johann Friedrich Häfners, angeb- liche nächſte Anverwandte und Jnteſtat-Erben, Chriſtina Eliſa- betha Storchinn, gebohrne Barthelmäßinn, und übrige Con- ſorten zu vernehmen gegeben, wasmaßen derſelbe bereits vor langen Jahren ſich von hier wegbegeben, und bis daher von deſſen Aufenthalt, Leben oder Tode nicht die mindeſte Nach- richt zu erhalten geweſen, nach beygebrachtem Zeugniſſe aber nunmehro diejenigen Jahre erreichet, nach welchem er vor verſchollen und vor todt zu achten; wannenhero dieſelben ge- beten, daß deſſen gegenwärtig in 140 Gulden Fränkiſch be- ſtehender Nachlaß, nach vorgängiger Erlaſſung derer erfor- derlichen Edictalien, ihnen verabfolget werden möchte, und dann dieſem Suchen zufügen, bewandten Umſtänden nach, einiges Bedenken ſich nicht gefunden: Als wird Eingangs be- nannter Johann Friedrich Häfner, oder deſſen allenfallſige Leibes, auch Teſtaments-Erben, und überhaupt alle und jede, welche an deſſen Nachlaß entweder aus dem Recht der Erb- folge, oder aus ſonſt irgend einem Grunde, Anſprüche und Forderungen zu machen gedenken, bey Verluſt derſelben, auch des beneficii Reſtitutionis in integrum, hiermit edictaliter und peremtorie citiret, und für beſchieden, Freytags nach dem 3ten poſt Trinitatis, iſt der 25ſte Junii a. c. vor denen allhieſigen Stadtgerichten zu rechts früher Zeit, entweder rechtsbehörig zu erſcheinen, oder doch wenigſtens von reſp. ſeinem und ihrem Leben und Aufenthalt ſichere Nachricht anhero gelangen zu laſſen, und ſich behörig zu legiti- miten, bey deſſen oder deren Außenbleiben aber zu gewärti- gen, daß er, der Abweſende, pro mortuo geachtet, und deſſen nachgelaſſenes Vermögen denen vorhin genannten nächſten Freunden und Anverwandten deſſelben verabfolget, alle übrige aber pro præcluſis geachtet werden ſollen. Urkundlich iſt dieſe Edictal-Citation unter Vordruckung des Raths- und gemeinder Stadt-Jnſiegels, auch gewöhnlicher Unterſchrift, ausgefertiget worden. Datum Meiningen, den 12ten März 1790. (L. S.) Bürgermeiſtere und Rath. Johann Georg Holdefreund. Das Britiſche Augenwaſſer. Dieſes allgemeine beruͤhmte Augenwaſſer hebt alle Arten Entzuͤndungen und Roͤthe der Augen, ſtaͤrkt das Geſicht, und iſt fuͤr alle Augenkrankheiten das ſicherſte Vorbeugungs- Mittel, zwey- bis dreymal die Woche, oder vielmehr, ſobald man die geringſte Schwaͤche verſpuͤret, zwey bis dreymal des Tages die Augenlieder und Augenwinkel mit einer ganz klei- nen Portion dieſes Augenwaſſers gewaſchen, hebet die Schwaͤche und Roͤthe derſelben, und verſchafft ihnen ihre er- forderliche Staͤrke; fuͤr die, ſo mit thraͤnenden Augen ge- plagt, oder denen ſie des Morgens beym Aufwachen verklebt ſind, iſt dieſes Augenwaſſer ſehr erſprießlich. Eben ſo heilſam iſt dieſes Augenwaſſer, wenn die Blattern ſchlechte Augen hinterlaſſen haben, und in Faͤllen, wo der Staar gar ſehr zu befuͤrchten, wenn man naͤmlich eine Dunkelheit in den Augen verſpuͤrt, als ob Fliegen oder Muͤcken in denſelben ſchwebten, oder als ob ſie mit einer Schleyer oder Schwaͤrze uͤberzogen waͤren. Ein mehres enthaͤlt der Gebrauch-Zettel. Es hat ſeinen Urſprung aus London, und iſt allhier nur allein zu haben bey dem Commißionair, G. G. Mueß, auf der Neuen- burg. Das Glas koſtet 1 Mark.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 62, Hamburg, 17. April 1790. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_621704_1790/8>, S. [8], abgerufen am 11.12.2017.