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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 72, Hamburg, 5. Mai 1790.

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[Spaltenumbruch] bestellende Päckereyen und Briefe werden daselbst um
die bestimmte Zeit angenommen; allein es wird dabey
erinnert, die Ordnung von 1785 nachzuleben, damit
die Päckereyen in die gehörige Verfassung sind, daß
solche versandt werden können, indem für Unordnun-
gen und sich selbst zugezogenen Schaden man nicht
einstehen wird. Auch dient zur Nachricht, daß den
ersten Festtag in Ostern, Pfingsten und Weihnachten
keine Post abgeht, sonsten aber täglich bekanntermaßen
spedirt wird.




Es sollen die zum Nachlaß des verstorbenen Königl.
Obersten, Herrn von Quintus, gehörige Sammlungen

1) ein vollständiges Münz-Cabinet von originalen
goldener, silberner und bronze Münzen, der
Macedonischen und Asiatischen Könige, der alten
Römischen Familien und Kayser, in der vollstän-
digen Zeit-Ordnung;
2) eine Sammlung guter Gemählde berühmter
Mahler, worunter 6 große und schöne Gallerie-
stücke sind;
3) eine Sammlung von antiquen Statüen, Büsten,
silbernen und andern Medaillen, auch Abdrücke
des Herrn Lipperts und andere in großen Quan-
titäten,

verkauft werden. Die Auction soll Ende Septembers in
Berlin geschehen; jedoch stehet jedem frey, auch vorher
sein Gebot zu thun, und kann sich dieserhalb bey dem
immediate bestellten Vormund, den Herrn Landrath
von der Lieppen zu Blanchenfelde, bey Berlin, oder
bey den geheimen Kriegsrath Proschel in Berlin, in
dessen Hause diese Sammlungen zu sehen sind, auch
die gedruckten Verzeichnisse mitgetheilt erhalten. Das
Münz-Cabinet aber wird nur im Ganzen verkauft.

Jn Hamburg sind in der musikalischen Niederlage
bey Herr Westphal & Comp. diese Verzeichnisse ein-
zusehen.




Anzeige.

Der unterzeichnete Unternehmer einer Anstalt, die man
hiermit dem Publicum bekannt zu machen die Ehre hat,
wünschte den Freunden der Französischen Lektüre zur beque-
mern Befriedigung eines bisher mit manchen Schwierigkei-
ten verbundenen Bedürfnisses behülflich zu seyn, und errich-
tete in dieser Absicht eine Französische Buchhandlung in
Leipzig. Der gedruckte Catalog, welcher nunmehro die
Presse verlassen hat, steht allen Liebhabern der Französischen
Litteratur in seiner Wohnung im Hommelschen Hause am
Grimmschen Thore gratis zu Dienste, und ist nach der Messe
in allen angesehenen Buchhandlungen Deutschlands zu ha-
ben. Auswärtige Liebhaber, welche sich desfalls an ihn zu
verwenden belieben, werden ersucht, solches postfrey zu thun.

Ob seine Preise nicht höchst billig sind, werden nur dieje-
nigen richtig beurtheilen, welche seinen Catalog mit den Ca-
talogen anderer soliden Handlungen in Frankreich und der
Französischen Schweiz vergleichen wollen, bey welcher Ver-
gleichung sich ergeben wird, daß nach Abzug der 16 Procent
Provision, welche die Herren Distributeurs für ihre Bemühung
genießen, seine Preise nicht völlig 10 Procent höher sind,
als diejenigen, welche die Werke in Frankreich wirklich auf
der Stelle gelten. Diese gewiß nicht unbeträchtlichen Vor-
theile wird nicht leicht eine andere Französische Buchhandlung
in Deutschland zu leisten im Stande seyn. Außer den Arti-
keln in diesem Catalog und den verschiedenen Neuigkeiten,
mit welchen der Unternehmer immer assortirt seyn wird, be-
schäfftigt er sich auch mit Commißionen, die man ihn in die-
ser und der Jtalienischen Litteratur anvertrauen wird, und
verspricht, solche mit möglichster Genauigkeit, Oeconomie
und Geschwindigkeit zu besorgen, indem er mit den angese-
[Spaltenumbruch] hensten Handlungshäusern dieser Art in Verbindung steht,
unter andern auch in Paris. Jmgleichen beschäfftigt er sich
auch mit dem Debit und dem Verlag Deutscher und Latei-
nischer Werke, wozu er sich dem Publicum auf das angele-
gentlichste empfiehlt.

Die Gemeinnützigkeit seines Unternehmens und das Be-
wußtseyn seines Eifers, sich dem Pubilcum so gefällig und
nützlich als möglich zu machen, gestattet ihm die schmeichel-
hafteste Hoffnung, daß er nie seine Absicht verfehlen werde,
sein Unternehmen durch den Beyfall des aufgeklärtesten
Theils des Publicums beehrt und befördert zu sehen.


Johann Dorotheus Kleyb,   
Buchhändler,   



Nachricht, die Amalthea betreffend

Da Herr Kleyb, Buchhändler zu Leipzig, nunmehr das
Verlagsrecht der Amalthea sowohl in Ansehung der bisher
erschienenen, als der künftigen Stücke, übernommen hat; so
freue ich mich, dem Publicum bey dieser Gelegenheit sagen
zu können, daß ich mich mit dem nunmehrigen Herrn Berle-
ger auf eine für mich völlig befriedigende Art über die Grund-
sätze einverstanden habe nach welcher ich bey der Fortsetzung
dieses Unternehmens allein handeln kann und will, und daß
also diese Sammlung sich von nun an durch die strengste
Auswahl der aufzunehmenden Aufsätze auszeichnen werde,
welches bisher wegen mancherley mir unangenehmen jetzt
abgeänderter Verhältnisse nicht in dem Grade der Fall was,
in welchem ich es selbst gewünscht hätte. Jch wiederhole
übrigens die bereits in der ersten Ankündigung befindlichen
Aeußerung, daß ich mich in Ansehung der Erscheinung
eines jeden Stücks durchaus an keinen bestimmten Zeit-
punkt binden,
sondern in dieser Rücksicht alles davon abhan-
gen lassen werde, ob die hinlängliche zu jedem Stück erforder-
liche Anzahl interessanter Aufsätze in meinen Händen seyn
wird; daher ich um so mehr Ursache habe, meine litterari-
schen Freunde um baldige Mittheilung ihrer mir versproche-
nen gütigen Beyträge wiederholt zu ersuchen. Das nächste
Stück, welches nebst andern interessanten Aufsätzen eine Le-
bensgeschichte von König Leopold enthält, wird noch in die-
sem Monat erscheinen.


Dr. Christian Daniel Erhard,
Professor der Rechte



Es werden hiedurch alle und jede, welche an des vor eini-
ger Zeit allhier bey dem Dombürger und Töpfermeister,
Reich, verstorbenen Töpfergesellen, Christoph Schultz, Ver-
lassenschaft ex quocunque capite eine rechtliche Ansprache
zu haben vermeynen sollten, vorgeladen, sich binnen nun
und 6 Monaten, und zwar auf den 20sten August alten
Styls d. J. mit ihren Ansprüchen bey dem Dom-Vogteylichen
Gerichte zu melden, mit der Verwarnung, daß sie nach Ab-
lauf dieses Termins ferner nicht gehört, sondern auf immer
präcludiret seyn werden. Dom-Vogteyliches Gericht zu


C. A. Hoffmann, Schloßvogt.   



Demnach zur Berichtigung der geringen Verlassenschaft des
weyland Ehrsamen hiesigen Bürgers und Kaushändlers,
Friedrich Reinhold Wenck, ein peremtorischer Termin auf den
29sten May dieses Jahrs, mittelst heutigen Bescheides, ange-
setzet worden: So werden alle diejenigen, welche an diesen
Nachlaß einige Forderungen haben, hiemittelst dergestalt citi-
ret und vorgeladen, daß sie solche in dem angesetzten peremto-
rischen Termin bey Uns gehörig andringen, und rechtlicher
Gebühr nach berichtigen mögen, widrigenfalls sie von dieser
Erbschaftsmasse auf immer ausgeschlossen zu werden gewärti-
gen müssen. Wornach alle, die es angehet, sich zu achten
haben.


Bürgermeister, Gerichtsvoigt und Rath der
Herzogl. Kurländischen See- und Handels-

stadt Liebau.



Bey den Stadtgerichten zu Templin ist der verschollene und
nach längst erlangter Großjährigkeit über 10 Jahre ohne alle
Nachricht abwesende aus hiesiger Stadt gebürtige Müller,
George Andreas Döhring, oder dessen eheliche Leibeserben,
auf Anhalten seines Bruders edictaliter vorgeladen, binnen
dato und neun Monaten, und spätestens in dem auf den

[Spaltenumbruch] beſtellende Paͤckereyen und Briefe werden daſelbſt um
die beſtimmte Zeit angenommen; allein es wird dabey
erinnert, die Ordnung von 1785 nachzuleben, damit
die Paͤckereyen in die gehoͤrige Verfaſſung ſind, daß
ſolche verſandt werden koͤnnen, indem fuͤr Unordnun-
gen und ſich ſelbſt zugezogenen Schaden man nicht
einſtehen wird. Auch dient zur Nachricht, daß den
erſten Feſttag in Oſtern, Pfingſten und Weihnachten
keine Poſt abgeht, ſonſten aber taͤglich bekanntermaßen
ſpedirt wird.




Es ſollen die zum Nachlaß des verſtorbenen Koͤnigl.
Oberſten, Herrn von Quintus, gehoͤrige Sammlungen

1) ein vollſtaͤndiges Muͤnz-Cabinet von originalen
goldener, ſilberner und bronze Muͤnzen, der
Macedoniſchen und Aſiatiſchen Koͤnige, der alten
Roͤmiſchen Familien und Kayſer, in der vollſtaͤn-
digen Zeit-Ordnung;
2) eine Sammlung guter Gemaͤhlde beruͤhmter
Mahler, worunter 6 große und ſchoͤne Gallerie-
ſtuͤcke ſind;
3) eine Sammlung von antiquen Statuͤen, Buͤſten,
ſilbernen und andern Medaillen, auch Abdruͤcke
des Herrn Lipperts und andere in großen Quan-
titaͤten,

verkauft werden. Die Auction ſoll Ende Septembers in
Berlin geſchehen; jedoch ſtehet jedem frey, auch vorher
ſein Gebot zu thun, und kann ſich dieſerhalb bey dem
immediate beſtellten Vormund, den Herrn Landrath
von der Lieppen zu Blanchenfelde, bey Berlin, oder
bey den geheimen Kriegsrath Proſchel in Berlin, in
deſſen Hauſe dieſe Sammlungen zu ſehen ſind, auch
die gedruckten Verzeichniſſe mitgetheilt erhalten. Das
Muͤnz-Cabinet aber wird nur im Ganzen verkauft.

Jn Hamburg ſind in der muſikaliſchen Niederlage
bey Herr Weſtphal & Comp. dieſe Verzeichniſſe ein-
zuſehen.




Anzeige.

Der unterzeichnete Unternehmer einer Anſtalt, die man
hiermit dem Publicum bekannt zu machen die Ehre hat,
wuͤnſchte den Freunden der Franzoͤſiſchen Lektuͤre zur beque-
mern Befriedigung eines bisher mit manchen Schwierigkei-
ten verbundenen Beduͤrfniſſes behuͤlflich zu ſeyn, und errich-
tete in dieſer Abſicht eine Franzöſiſche Buchhandlung in
Leipzig. Der gedruckte Catalog, welcher nunmehro die
Preſſe verlaſſen hat, ſteht allen Liebhabern der Franzoͤſiſchen
Litteratur in ſeiner Wohnung im Hommelſchen Hauſe am
Grimmſchen Thore gratis zu Dienſte, und iſt nach der Meſſe
in allen angeſehenen Buchhandlungen Deutſchlands zu ha-
ben. Auswaͤrtige Liebhaber, welche ſich desfalls an ihn zu
verwenden belieben, werden erſucht, ſolches poſtfrey zu thun.

Ob ſeine Preiſe nicht hoͤchſt billig ſind, werden nur dieje-
nigen richtig beurtheilen, welche ſeinen Catalog mit den Ca-
talogen anderer ſoliden Handlungen in Frankreich und der
Franzoͤſiſchen Schweiz vergleichen wollen, bey welcher Ver-
gleichung ſich ergeben wird, daß nach Abzug der 16 Procent
Proviſion, welche die Herren Diſtributeurs fuͤr ihre Bemuͤhung
genießen, ſeine Preiſe nicht voͤllig 10 Procent hoͤher ſind,
als diejenigen, welche die Werke in Frankreich wirklich auf
der Stelle gelten. Dieſe gewiß nicht unbetraͤchtlichen Vor-
theile wird nicht leicht eine andere Franzoͤſiſche Buchhandlung
in Deutſchland zu leiſten im Stande ſeyn. Außer den Arti-
keln in dieſem Catalog und den verſchiedenen Neuigkeiten,
mit welchen der Unternehmer immer aſſortirt ſeyn wird, be-
ſchaͤfftigt er ſich auch mit Commißionen, die man ihn in die-
ſer und der Jtalieniſchen Litteratur anvertrauen wird, und
verſpricht, ſolche mit moͤglichſter Genauigkeit, Oeconomie
und Geſchwindigkeit zu beſorgen, indem er mit den angeſe-
[Spaltenumbruch] henſten Handlungshaͤuſern dieſer Art in Verbindung ſteht,
unter andern auch in Paris. Jmgleichen beſchaͤfftigt er ſich
auch mit dem Debit und dem Verlag Deutſcher und Latei-
niſcher Werke, wozu er ſich dem Publicum auf das angele-
gentlichſte empfiehlt.

Die Gemeinnuͤtzigkeit ſeines Unternehmens und das Be-
wußtſeyn ſeines Eifers, ſich dem Pubilcum ſo gefaͤllig und
nuͤtzlich als moͤglich zu machen, geſtattet ihm die ſchmeichel-
hafteſte Hoffnung, daß er nie ſeine Abſicht verfehlen werde,
ſein Unternehmen durch den Beyfall des aufgeklaͤrteſten
Theils des Publicums beehrt und befoͤrdert zu ſehen.


Johann Dorotheus Kleyb,   
Buchhaͤndler,   



Nachricht, die Amalthea betreffend

Da Herr Kleyb, Buchhaͤndler zu Leipzig, nunmehr das
Verlagsrecht der Amalthea ſowohl in Anſehung der bisher
erſchienenen, als der kuͤnftigen Stuͤcke, uͤbernommen hat; ſo
freue ich mich, dem Publicum bey dieſer Gelegenheit ſagen
zu koͤnnen, daß ich mich mit dem nunmehrigen Herrn Berle-
ger auf eine fuͤr mich voͤllig befriedigende Art uͤber die Grund-
ſaͤtze einverſtanden habe nach welcher ich bey der Fortſetzung
dieſes Unternehmens allein handeln kann und will, und daß
alſo dieſe Sammlung ſich von nun an durch die ſtrengſte
Auswahl der aufzunehmenden Aufſaͤtze auszeichnen werde,
welches bisher wegen mancherley mir unangenehmen jetzt
abgeaͤnderter Verhaͤltniſſe nicht in dem Grade der Fall was,
in welchem ich es ſelbſt gewuͤnſcht haͤtte. Jch wiederhole
uͤbrigens die bereits in der erſten Ankuͤndigung befindlichen
Aeußerung, daß ich mich in Anſehung der Erſcheinung
eines jeden Stuͤcks durchaus an keinen beſtimmten Zeit-
punkt binden,
ſondern in dieſer Ruͤckſicht alles davon abhan-
gen laſſen werde, ob die hinlaͤngliche zu jedem Stuͤck erforder-
liche Anzahl intereſſanter Aufſaͤtze in meinen Haͤnden ſeyn
wird; daher ich um ſo mehr Urſache habe, meine litterari-
ſchen Freunde um baldige Mittheilung ihrer mir verſproche-
nen guͤtigen Beytraͤge wiederholt zu erſuchen. Das naͤchſte
Stuͤck, welches nebſt andern intereſſanten Aufſaͤtzen eine Le-
bensgeſchichte von Koͤnig Leopold enthaͤlt, wird noch in die-
ſem Monat erſcheinen.


Dr. Chriſtian Daniel Erhard,
Profeſſor der Rechte



Es werden hiedurch alle und jede, welche an des vor eini-
ger Zeit allhier bey dem Dombuͤrger und Toͤpfermeiſter,
Reich, verſtorbenen Toͤpfergeſellen, Chriſtoph Schultz, Ver-
laſſenſchaft ex quocunque capite eine rechtliche Anſprache
zu haben vermeynen ſollten, vorgeladen, ſich binnen nun
und 6 Monaten, und zwar auf den 20ſten Auguſt alten
Styls d. J. mit ihren Anſpruͤchen bey dem Dom-Vogteylichen
Gerichte zu melden, mit der Verwarnung, daß ſie nach Ab-
lauf dieſes Termins ferner nicht gehoͤrt, ſondern auf immer
praͤcludiret ſeyn werden. Dom-Vogteyliches Gericht zu


C. A. Hoffmann, Schloßvogt.   



Demnach zur Berichtigung der geringen Verlaſſenſchaft des
weyland Ehrſamen hieſigen Bürgers und Kauſhändlers,
Friedrich Reinhold Wenck, ein peremtoriſcher Termin auf den
29ſten May dieſes Jahrs, mittelſt heutigen Beſcheides, ange-
ſetzet worden: So werden alle diejenigen, welche an dieſen
Nachlaß einige Forderungen haben, hiemittelſt dergeſtalt citi-
ret und vorgeladen, daß ſie ſolche in dem angeſetzten peremto-
riſchen Termin bey Uns gehörig andringen, und rechtlicher
Gebühr nach berichtigen mögen, widrigenfalls ſie von dieſer
Erbſchaftsmaſſe auf immer ausgeſchloſſen zu werden gewärti-
gen müſſen. Wornach alle, die es angehet, ſich zu achten
haben.


Bürgermeiſter, Gerichtsvoigt und Rath der
Herzogl. Kurländiſchen See- und Handels-

ſtadt Liebau.



Bey den Stadtgerichten zu Templin iſt der verſchollene und
nach laͤngſt erlangter Großjaͤhrigkeit uͤber 10 Jahre ohne alle
Nachricht abweſende aus hieſiger Stadt gebuͤrtige Muͤller,
George Andreas Döhring, oder deſſen eheliche Leibeserben,
auf Anhalten ſeines Bruders edictaliter vorgeladen, binnen
dato und neun Monaten, und ſpaͤteſtens in dem auf den

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[[6]/0006] beſtellende Paͤckereyen und Briefe werden daſelbſt um die beſtimmte Zeit angenommen; allein es wird dabey erinnert, die Ordnung von 1785 nachzuleben, damit die Paͤckereyen in die gehoͤrige Verfaſſung ſind, daß ſolche verſandt werden koͤnnen, indem fuͤr Unordnun- gen und ſich ſelbſt zugezogenen Schaden man nicht einſtehen wird. Auch dient zur Nachricht, daß den erſten Feſttag in Oſtern, Pfingſten und Weihnachten keine Poſt abgeht, ſonſten aber taͤglich bekanntermaßen ſpedirt wird. Es ſollen die zum Nachlaß des verſtorbenen Koͤnigl. Oberſten, Herrn von Quintus, gehoͤrige Sammlungen 1) ein vollſtaͤndiges Muͤnz-Cabinet von originalen goldener, ſilberner und bronze Muͤnzen, der Macedoniſchen und Aſiatiſchen Koͤnige, der alten Roͤmiſchen Familien und Kayſer, in der vollſtaͤn- digen Zeit-Ordnung; 2) eine Sammlung guter Gemaͤhlde beruͤhmter Mahler, worunter 6 große und ſchoͤne Gallerie- ſtuͤcke ſind; 3) eine Sammlung von antiquen Statuͤen, Buͤſten, ſilbernen und andern Medaillen, auch Abdruͤcke des Herrn Lipperts und andere in großen Quan- titaͤten, verkauft werden. Die Auction ſoll Ende Septembers in Berlin geſchehen; jedoch ſtehet jedem frey, auch vorher ſein Gebot zu thun, und kann ſich dieſerhalb bey dem immediate beſtellten Vormund, den Herrn Landrath von der Lieppen zu Blanchenfelde, bey Berlin, oder bey den geheimen Kriegsrath Proſchel in Berlin, in deſſen Hauſe dieſe Sammlungen zu ſehen ſind, auch die gedruckten Verzeichniſſe mitgetheilt erhalten. Das Muͤnz-Cabinet aber wird nur im Ganzen verkauft. Jn Hamburg ſind in der muſikaliſchen Niederlage bey Herr Weſtphal & Comp. dieſe Verzeichniſſe ein- zuſehen. Berlin, den 12ten Maͤrz 1790. Anzeige. Der unterzeichnete Unternehmer einer Anſtalt, die man hiermit dem Publicum bekannt zu machen die Ehre hat, wuͤnſchte den Freunden der Franzoͤſiſchen Lektuͤre zur beque- mern Befriedigung eines bisher mit manchen Schwierigkei- ten verbundenen Beduͤrfniſſes behuͤlflich zu ſeyn, und errich- tete in dieſer Abſicht eine Franzöſiſche Buchhandlung in Leipzig. Der gedruckte Catalog, welcher nunmehro die Preſſe verlaſſen hat, ſteht allen Liebhabern der Franzoͤſiſchen Litteratur in ſeiner Wohnung im Hommelſchen Hauſe am Grimmſchen Thore gratis zu Dienſte, und iſt nach der Meſſe in allen angeſehenen Buchhandlungen Deutſchlands zu ha- ben. Auswaͤrtige Liebhaber, welche ſich desfalls an ihn zu verwenden belieben, werden erſucht, ſolches poſtfrey zu thun. Ob ſeine Preiſe nicht hoͤchſt billig ſind, werden nur dieje- nigen richtig beurtheilen, welche ſeinen Catalog mit den Ca- talogen anderer ſoliden Handlungen in Frankreich und der Franzoͤſiſchen Schweiz vergleichen wollen, bey welcher Ver- gleichung ſich ergeben wird, daß nach Abzug der 16 Procent Proviſion, welche die Herren Diſtributeurs fuͤr ihre Bemuͤhung genießen, ſeine Preiſe nicht voͤllig 10 Procent hoͤher ſind, als diejenigen, welche die Werke in Frankreich wirklich auf der Stelle gelten. Dieſe gewiß nicht unbetraͤchtlichen Vor- theile wird nicht leicht eine andere Franzoͤſiſche Buchhandlung in Deutſchland zu leiſten im Stande ſeyn. Außer den Arti- keln in dieſem Catalog und den verſchiedenen Neuigkeiten, mit welchen der Unternehmer immer aſſortirt ſeyn wird, be- ſchaͤfftigt er ſich auch mit Commißionen, die man ihn in die- ſer und der Jtalieniſchen Litteratur anvertrauen wird, und verſpricht, ſolche mit moͤglichſter Genauigkeit, Oeconomie und Geſchwindigkeit zu beſorgen, indem er mit den angeſe- henſten Handlungshaͤuſern dieſer Art in Verbindung ſteht, unter andern auch in Paris. Jmgleichen beſchaͤfftigt er ſich auch mit dem Debit und dem Verlag Deutſcher und Latei- niſcher Werke, wozu er ſich dem Publicum auf das angele- gentlichſte empfiehlt. Die Gemeinnuͤtzigkeit ſeines Unternehmens und das Be- wußtſeyn ſeines Eifers, ſich dem Pubilcum ſo gefaͤllig und nuͤtzlich als moͤglich zu machen, geſtattet ihm die ſchmeichel- hafteſte Hoffnung, daß er nie ſeine Abſicht verfehlen werde, ſein Unternehmen durch den Beyfall des aufgeklaͤrteſten Theils des Publicums beehrt und befoͤrdert zu ſehen. Leip- zig, im April 1790. Johann Dorotheus Kleyb, Buchhaͤndler, Nachricht, die Amalthea betreffend Da Herr Kleyb, Buchhaͤndler zu Leipzig, nunmehr das Verlagsrecht der Amalthea ſowohl in Anſehung der bisher erſchienenen, als der kuͤnftigen Stuͤcke, uͤbernommen hat; ſo freue ich mich, dem Publicum bey dieſer Gelegenheit ſagen zu koͤnnen, daß ich mich mit dem nunmehrigen Herrn Berle- ger auf eine fuͤr mich voͤllig befriedigende Art uͤber die Grund- ſaͤtze einverſtanden habe nach welcher ich bey der Fortſetzung dieſes Unternehmens allein handeln kann und will, und daß alſo dieſe Sammlung ſich von nun an durch die ſtrengſte Auswahl der aufzunehmenden Aufſaͤtze auszeichnen werde, welches bisher wegen mancherley mir unangenehmen jetzt abgeaͤnderter Verhaͤltniſſe nicht in dem Grade der Fall was, in welchem ich es ſelbſt gewuͤnſcht haͤtte. Jch wiederhole uͤbrigens die bereits in der erſten Ankuͤndigung befindlichen Aeußerung, daß ich mich in Anſehung der Erſcheinung eines jeden Stuͤcks durchaus an keinen beſtimmten Zeit- punkt binden, ſondern in dieſer Ruͤckſicht alles davon abhan- gen laſſen werde, ob die hinlaͤngliche zu jedem Stuͤck erforder- liche Anzahl intereſſanter Aufſaͤtze in meinen Haͤnden ſeyn wird; daher ich um ſo mehr Urſache habe, meine litterari- ſchen Freunde um baldige Mittheilung ihrer mir verſproche- nen guͤtigen Beytraͤge wiederholt zu erſuchen. Das naͤchſte Stuͤck, welches nebſt andern intereſſanten Aufſaͤtzen eine Le- bensgeſchichte von Koͤnig Leopold enthaͤlt, wird noch in die- ſem Monat erſcheinen. Leipzig, am 1ſten April 1790. Dr. Chriſtian Daniel Erhard, Profeſſor der Rechte Es werden hiedurch alle und jede, welche an des vor eini- ger Zeit allhier bey dem Dombuͤrger und Toͤpfermeiſter, Reich, verſtorbenen Toͤpfergeſellen, Chriſtoph Schultz, Ver- laſſenſchaft ex quocunque capite eine rechtliche Anſprache zu haben vermeynen ſollten, vorgeladen, ſich binnen nun und 6 Monaten, und zwar auf den 20ſten Auguſt alten Styls d. J. mit ihren Anſpruͤchen bey dem Dom-Vogteylichen Gerichte zu melden, mit der Verwarnung, daß ſie nach Ab- lauf dieſes Termins ferner nicht gehoͤrt, ſondern auf immer praͤcludiret ſeyn werden. Dom-Vogteyliches Gericht zu Reval, den 20ſten Februar 1790. C. A. Hoffmann, Schloßvogt. Demnach zur Berichtigung der geringen Verlaſſenſchaft des weyland Ehrſamen hieſigen Bürgers und Kauſhändlers, Friedrich Reinhold Wenck, ein peremtoriſcher Termin auf den 29ſten May dieſes Jahrs, mittelſt heutigen Beſcheides, ange- ſetzet worden: So werden alle diejenigen, welche an dieſen Nachlaß einige Forderungen haben, hiemittelſt dergeſtalt citi- ret und vorgeladen, daß ſie ſolche in dem angeſetzten peremto- riſchen Termin bey Uns gehörig andringen, und rechtlicher Gebühr nach berichtigen mögen, widrigenfalls ſie von dieſer Erbſchaftsmaſſe auf immer ausgeſchloſſen zu werden gewärti- gen müſſen. Wornach alle, die es angehet, ſich zu achten haben. Liebau, den 27ſten Februar 1790. Bürgermeiſter, Gerichtsvoigt und Rath der Herzogl. Kurländiſchen See- und Handels- ſtadt Liebau. Bey den Stadtgerichten zu Templin iſt der verſchollene und nach laͤngſt erlangter Großjaͤhrigkeit uͤber 10 Jahre ohne alle Nachricht abweſende aus hieſiger Stadt gebuͤrtige Muͤller, George Andreas Döhring, oder deſſen eheliche Leibeserben, auf Anhalten ſeines Bruders edictaliter vorgeladen, binnen dato und neun Monaten, und ſpaͤteſtens in dem auf den

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 72, Hamburg, 5. Mai 1790, S. [6]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_720505_1790/6>, abgerufen am 20.03.2019.