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Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 93, Hamburg, 12. Juni 1789.

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[Spaltenumbruch] stor Gercken, in die zur Etatskirche hieselbst gebörende
Landschulen hat einführen wollen, zu unterdrücken ge-
sucht haben. Jn Schwedischen Zeiten war hier eine
besondere Etats, Kirche und Etats-Gemeine, aber seit
länger als einem halben Jahrhundert haben beyde auf-
gehört; folglich kennt man hier keine Landschulen,
die besonders zur Eta[t]s-Gemeine gehören, sondern die
hiesigen Dörfer und Schulen sind von Königl. Landes-
Regierung an die Wilhadi Stadtkirche gelegt, und ist
beyden Predigern vom Königl. Consistorio die geist-
liche Vorsorge dafür anvertrauet worden. Es würde
daher ohne beyder Prediger collegialische Uebereinkunft
die Einführung neuer Bücher, in so weit selbige der
Königl. Schulverordnung nicht zuwider, nicht einmal
thunlich seyn. Wie ist es glaublich, daß der Herr
Pastor Gercke für Kinder, die Schreiben lernen wollen,
das gedachte Buch, worinn gar keine Anweisung zum
Schreiben enthalten ist, dazu sollte empfohlen haben.
Soll der Verstand davon seyn, daß daraus von den
Schu[lmeistern] soll vorgeschrieben oder von den Kindern
abg[e]schrieben werden, so ist ja den Schulmeistern, wie
[sie] ihre Schreib-Uebungen einrichten wollen, über-
lassen, und ist von dem Herrn Pastor Kunhardt nie
zu vermuthen, daß er sie darunter beschränken würde.
Ein Befehl des Herrn Pastor Kunhardt, in welchem
des erwähnten Buchs gedacht wird, ist gänzlich eine
Erdichtung. Daß der Verfasser es sogar ein Aus-
schreiben nennt, dergleichen nur höhere Collegia erge-
hen lassen zeuget von seiner Unkunde in der Sprache.

Man ist [also] sehr begierig, in der Michaeli-Messe,
wie der Einsender jener Nachricht Hoffnung macht,
dies so betitelte Ausschreiben gedruckt zu lesen, um
über die Anmerkungen, womit es gewürzet werden
soll, sich des weiteren erklären, und dann auf
wahre Belege gegründete Beyträge zur Menschenkennt-
niß und Pastoralklugheit liefern zu können.

Unwissenheit und Verläumdung liegt also bey die-
ser Nachricht, womit man die Herren Herausgeber
der Gothaischen gelehrten Zeitung hintergangen hat,
zum Grunde. Diese Deklaration stehet so lange vest,
bis das sogenannte Ausschreiben des He[rrn] Pastor
Kunhardt, worinn ausdrücklich von Schulbüchern,
und besonders von dem Noth- und Hülfsbüchlein die
Rede ist, bekannt gemacht wird.




Demnach bey hiesigem Kloster zu St. Marien Magda-
lenen eine Schwesterstelle erlediget, und solche am
Dienstage, als den 30sten Junii dieses Jahrs verkauft
werden soll, so wird sich ein jeder, so dazu Belieben
tragen möchte, bey dem präsidirenden Herrn Oberalten,
und an selbigem Tage auf St. Marien Magdalenen
Kloster, Morgens um 10 Uhr, einzufinden haben.




Jn meinem auf der Gericht-Straße, zwischen dem
Schutzjuden, Herrn Hertz Beer, und dem Chirurgus,
Herrn Barfeld[t], belegenes Wohnhaus ist auf künftige
Reminiscere-Messe 1790 ein Gewölbe, nebst Stube
und Rem[unleserliches Material]e, zu vermiethen.


Carl Friedrich Hanisch.



Stade.

Zum öffentlichen meistbietenden Verkauf des
adelich freyen, eine viertel Stunde von hier, im K[eh-
ding]schen an der Schwinge gelegenen von Dreweschen
[Spaltenumbruch] Guts, Hörne, ist der 7te Julius dieses Jahrs angesetzt,
und können sich die Käufer an bemeldetem Tage, des
Morgens, in Johann Hanken Hause vor dem Kehdin-
ger Thore anfinden.




Da einige falsche Wechsel, unter der Firma, von Georg
Justus Sieburg in Berlin, an die Ordre, Meyer Marcks aus
Neuwied, und zum Theil auch mit dem Jndossement eines
Berliner Juden, Namens Wulff, circuliren sollen; so wird
jedermann davor gewarnet, und ersucht, alle solche Wechsel
nicht zu kaufen, sondern an sich zu halten, und bey der Obrig-
keit einzuliefern, indem keine Val[a]ta dafür bezahlet werden,
und sie also nie eingelöset, sondern hiemit für falsch erkläret
werden. Wer den Jnhaber derselben angeben kann hat eine
ansehnliche Belohnung zu erwarten.


Walcke, in der Grünenstraße.
   



Nachdem von der Herzoglichen Regierung dieselbst der ge-
w[es]ene Königl. Preußische Lieutenant des Grafl. von Goertz-
schen
Cüraßier Regiments, Herr Conrad Johann August,
Graf von Burghausen,
auf die von dessen leidlichen Mutter,
Frauen Josephe Christiane Beate, verehelichten Majorinn
von Stredelow, gebohrnen Freyinn von Schertoß, auf
Ober- Nieder- und Klein-Mielatschütz, wider ihn und seinen
Bruder bereits unter dem 2ten August 1787 bey der Königl.
Oberamts-Regierung zu Breslau erhobene und nunmehr bey
der Herzoglichen Reglerung allhier reassum[i]rte Klage, nach
deren Jnhalt sie sowohl den zwischen ihr und der verstorbe-
nen Frau General-Feldmarschallinn von Buddenbrock unter
dem 12ten Junii und respective 24sten October 1769, als
auch den zwischen ihr und der Vormundschaft ihrer Kinder
erster Ehe unter dem 16ten Junii 1780 getroffenen Vergleich
für aufgehoben zu achten, und zu erkennen bittet:

"Daß sie keinesweges verbunden sey, ihren Kindern
"erster Ehe nach ihrem Absterden die Mielatschützer Gü-
"ter zu überlassen,"

wegen seines unbekannten Aufenthalts per publica procla-
mata
zur rechtlichen Verhandlung dieser Sache, und zum
Versuch der Sühne, welchen Klägerinn zugleich zur Absicht
hat, vorzuladen befunden worden:

Als wird der obgedacht[e] gewesene Königl. Preußische Lieu-
tenant des Grafl. von Goertzschen Cüraßier-Regiments,
Herr Conrad Johann August, Graf von Burghausen, hier-
durch [citi]ret und vorgeladen, vom 29sten April des lausenden
1789sten Jahres angerechnet, binnen drey Monaten, und
zwar spätestens in Termino des Neun und zwanzigsten Julii
c. a. 1789. welcher zur Jnstruction dieser Sache zwischen der
Klägerinn und ihm und seinem sodannn majorennen Bruder,
dem Königl. Preußischen Cornette, Herrn Otto Carl Ferdi-
nand,
Grafen von Burghausen, sub praejudicio angesetzt
ist, Vormittags um 9 Uhr, entweder in Person oder durch
einen hinlänglich Bevollmächtigten und instrutirten Mandata-
rium
vor dem hierzu ernannten Deputato in der allhiesigen
Regierungs Kanzley zu erscheinen, die angebrachte Klage ge-
hörig zu beantworten, seine Gerechtsame geziemend wahrzu-
nehmen, und sodann die Jnstruction der Sache, bey seinem
Ausbleiben aber zu gewärtigen, daß mit der Jnstruction ge-
gen ihn in contumaciam werde verfahren und dafür ange-
nommen werden, daß er seinem mitbeklagten Bruder in An-
sehung seiner Einwendungen adhaerire, und folglich, was
gegen diesen rechtskräftig erkannt werden wird, auch gegen
ihn als rechtskräftig werde angenommen, auf den Fall aber,
daß zwischen der Klägerinn und seinem Bruder ein Vergleich
zu Stande kommen sollte, gegen ihn in contumaciam werde
erkannt werden. Wornach sich also der mehrbeni[emte] Herr
Graf von Burghausen gebührend zu achten hat.


Herzogl Würtemberg-Oelssische Regierung.



Am Montage, den 15ten Junii, des Morgens präcise um 10
Uhr und Nachmittags um 3 Uhr, sollen auf dem Auctionshause
in Astona, durch den Herrn Auctions-Verwalter Lüders Bücher,
Naturalien, Gemählde, Kupferstiche, mit und ohne Rahmen,
Römische Münzen, Abgusse von Medaillen in Wachs pou[ß]irte
Sachen, Pasten von Gemmen und Geräthschaften zum Stem-
pelschneiden, in offentlicher Auction verkauft werden.

Die Verzeichnisse von diesen Sachen sind bey dem Herrn
Auctions Verwalter Lüders zu bekommen.


[Ende Spaltensatz]

[Spaltenumbruch] ſtor Gercken, in die zur Etatskirche hieſelbſt geboͤrende
Landſchulen hat einfuͤhren wollen, zu unterdruͤcken ge-
ſucht haben. Jn Schwediſchen Zeiten war hier eine
beſondere Etats, Kirche und Etats-Gemeine, aber ſeit
laͤnger als einem halben Jahrhundert haben beyde auf-
gehoͤrt; folglich kennt man hier keine Landſchulen,
die beſonders zur Eta[t]s-Gemeine gehoͤren, ſondern die
hieſigen Doͤrfer und Schulen ſind von Koͤnigl. Landes-
Regierung an die Wilhadi Stadtkirche gelegt, und iſt
beyden Predigern vom Koͤnigl. Conſiſtorio die geiſt-
liche Vorſorge dafuͤr anvertrauet worden. Es wuͤrde
daher ohne beyder Prediger collegialiſche Uebereinkunft
die Einfuͤhrung neuer Buͤcher, in ſo weit ſelbige der
Koͤnigl. Schulverordnung nicht zuwider, nicht einmal
thunlich ſeyn. Wie iſt es glaublich, daß der Herr
Paſtor Gercke fuͤr Kinder, die Schreiben lernen wollen,
das gedachte Buch, worinn gar keine Anweiſung zum
Schreiben enthalten iſt, dazu ſollte empfohlen haben.
Soll der Verſtand davon ſeyn, daß daraus von den
Schu[lmeiſtern] ſoll vorgeſchrieben oder von den Kindern
abg[e]ſchrieben werden, ſo iſt ja den Schulmeiſtern, wie
[ſie] ihre Schreib-Uebungen einrichten wollen, uͤber-
laſſen, und iſt von dem Herrn Paſtor Kunhardt nie
zu vermuthen, daß er ſie darunter beſchraͤnken wuͤrde.
Ein Befehl des Herrn Paſtor Kunhardt, in welchem
des erwaͤhnten Buchs gedacht wird, iſt gaͤnzlich eine
Erdichtung. Daß der Verfaſſer es ſogar ein Aus-
ſchreiben nennt, dergleichen nur hoͤhere Collegia erge-
hen laſſen zeuget von ſeiner Unkunde in der Sprache.

Man iſt [alſo] ſehr begierig, in der Michaeli-Meſſe,
wie der Einſender jener Nachricht Hoffnung macht,
dies ſo betitelte Ausſchreiben gedruckt zu leſen, um
uͤber die Anmerkungen, womit es gewuͤrzet werden
ſoll, ſich des weiteren erklaͤren, und dann auf
wahre Belege gegruͤndete Beytraͤge zur Menſchenkennt-
niß und Paſtoralklugheit liefern zu koͤnnen.

Unwiſſenheit und Verlaͤumdung liegt alſo bey die-
ſer Nachricht, womit man die Herren Herausgeber
der Gothaiſchen gelehrten Zeitung hintergangen hat,
zum Grunde. Dieſe Deklaration ſtehet ſo lange veſt,
bis das ſogenannte Ausſchreiben des He[rrn] Paſtor
Kunhardt, worinn ausdruͤcklich von Schulbuͤchern,
und beſonders von dem Noth- und Huͤlfsbuͤchlein die
Rede iſt, bekannt gemacht wird.




Demnach bey hieſigem Kloſter zu St. Marien Magda-
lenen eine Schweſterſtelle erlediget, und ſolche am
Dienſtage, als den 30ſten Junii dieſes Jahrs verkauft
werden ſoll, ſo wird ſich ein jeder, ſo dazu Belieben
tragen moͤchte, bey dem praͤſidirenden Herrn Oberalten,
und an ſelbigem Tage auf St. Marien Magdalenen
Kloſter, Morgens um 10 Uhr, einzufinden haben.




Jn meinem auf der Gericht-Straße, zwiſchen dem
Schutzjuden, Herrn Hertz Beer, und dem Chirurgus,
Herrn Barfeld[t], belegenes Wohnhaus iſt auf kuͤnftige
Reminiſcere-Meſſe 1790 ein Gewoͤlbe, nebſt Stube
und Rem[unleserliches Material]e, zu vermiethen.


Carl Friedrich Haniſch.



Stade.

Zum oͤffentlichen meiſtbietenden Verkauf des
adelich freyen, eine viertel Stunde von hier, im K[eh-
ding]ſchen an der Schwinge gelegenen von Dreweſchen
[Spaltenumbruch] Guts, Hoͤrne, iſt der 7te Julius dieſes Jahrs angeſetzt,
und koͤnnen ſich die Kaͤufer an bemeldetem Tage, des
Morgens, in Johann Hanken Hauſe vor dem Kehdin-
ger Thore anfinden.




Da einige falſche Wechſel, unter der Firma, von Georg
Juſtus Sieburg in Berlin, an die Ordre, Meyer Marcks aus
Neuwied, und zum Theil auch mit dem Jndoſſement eines
Berliner Juden, Namens Wulff, circuliren ſollen; ſo wird
jedermann davor gewarnet, und erſucht, alle ſolche Wechſel
nicht zu kaufen, ſondern an ſich zu halten, und bey der Obrig-
keit einzuliefern, indem keine Val[a]ta dafuͤr bezahlet werden,
und ſie alſo nie eingeloͤſet, ſondern hiemit fuͤr falſch erklaͤret
werden. Wer den Jnhaber derſelben angeben kann hat eine
anſehnliche Belohnung zu erwarten.


Walcke, in der Gruͤnenſtraße.
   



Nachdem von der Herzoglichen Regierung dieſelbſt der ge-
w[eſ]ene Koͤnigl. Preußiſche Lieutenant des Grafl. von Goertz-
ſchen
Cuͤraßier Regiments, Herr Conrad Johann Auguſt,
Graf von Burghauſen,
auf die von deſſen leidlichen Mutter,
Frauen Joſephe Chriſtiane Beate, verehelichten Majorinn
von Stredelow, gebohrnen Freyinn von Schertoß, auf
Ober- Nieder- und Klein-Mielatſchuͤtz, wider ihn und ſeinen
Bruder bereits unter dem 2ten Auguſt 1787 bey der Koͤnigl.
Oberamts-Regierung zu Breslau erhobene und nunmehr bey
der Herzoglichen Reglerung allhier reaſſum[i]rte Klage, nach
deren Jnhalt ſie ſowohl den zwiſchen ihr und der verſtorbe-
nen Frau General-Feldmarſchallinn von Buddenbrock unter
dem 12ten Junii und reſpective 24ſten October 1769, als
auch den zwiſchen ihr und der Vormundſchaft ihrer Kinder
erſter Ehe unter dem 16ten Junii 1780 getroffenen Vergleich
fuͤr aufgehoben zu achten, und zu erkennen bittet:

“Daß ſie keinesweges verbunden ſey, ihren Kindern
“erſter Ehe nach ihrem Abſterden die Mielatſchuͤtzer Guͤ-
“ter zu uͤberlaſſen,”

wegen ſeines unbekannten Aufenthalts per publica procla-
mata
zur rechtlichen Verhandlung dieſer Sache, und zum
Verſuch der Suͤhne, welchen Klaͤgerinn zugleich zur Abſicht
hat, vorzuladen befunden worden:

Als wird der obgedacht[e] geweſene Koͤnigl. Preußiſche Lieu-
tenant des Grafl. von Goertzſchen Cuͤraßier-Regiments,
Herr Conrad Johann Auguſt, Graf von Burghauſen, hier-
durch [citi]ret und vorgeladen, vom 29ſten April des lauſenden
1789ſten Jahres angerechnet, binnen drey Monaten, und
zwar ſpaͤteſtens in Termino des Neun und zwanzigſten Julii
c. a. 1789. welcher zur Jnſtruction dieſer Sache zwiſchen der
Klaͤgerinn und ihm und ſeinem ſodannn majorennen Bruder,
dem Koͤnigl. Preußiſchen Cornette, Herrn Otto Carl Ferdi-
nand,
Grafen von Burghauſen, ſub præjudicio angeſetzt
iſt, Vormittags um 9 Uhr, entweder in Perſon oder durch
einen hinlaͤnglich Bevollmaͤchtigten und inſtrutirten Mandata-
rium
vor dem hierzu ernannten Deputato in der allhieſigen
Regierungs Kanzley zu erſcheinen, die angebrachte Klage ge-
hoͤrig zu beantworten, ſeine Gerechtſame geziemend wahrzu-
nehmen, und ſodann die Jnſtruction der Sache, bey ſeinem
Ausbleiben aber zu gewaͤrtigen, daß mit der Jnſtruction ge-
gen ihn in contumaciam werde verfahren und dafuͤr ange-
nommen werden, daß er ſeinem mitbeklagten Bruder in An-
ſehung ſeiner Einwendungen adhærire, und folglich, was
gegen dieſen rechtskraͤftig erkannt werden wird, auch gegen
ihn als rechtskraͤftig werde angenommen, auf den Fall aber,
daß zwiſchen der Klaͤgerinn und ſeinem Bruder ein Vergleich
zu Stande kommen ſollte, gegen ihn in contumaciam werde
erkannt werden. Wornach ſich alſo der mehrbeni[emte] Herr
Graf von Burghauſen gebuͤhrend zu achten hat.


Herzogl Würtemberg-Oelsſiſche Regierung.



Am Montage, den 15ten Junii, des Morgens präciſe um 10
Uhr und Nachmittags um 3 Uhr, ſollen auf dem Auctionshauſe
in Aſtona, durch den Herrn Auctions-Verwalter Lüders Bücher,
Naturalien, Gemählde, Kupferſtiche, mit und ohne Rahmen,
Römiſche Münzen, Abguſſe von Medaillen in Wachs pou[ß]irte
Sachen, Paſten von Gemmen und Geräthſchaften zum Stem-
pelſchneiden, in offentlicher Auction verkauft werden.

Die Verzeichniſſe von dieſen Sachen ſind bey dem Herrn
Auctions Verwalter Lüders zu bekommen.


[Ende Spaltensatz]
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[[6]/0006] ſtor Gercken, in die zur Etatskirche hieſelbſt geboͤrende Landſchulen hat einfuͤhren wollen, zu unterdruͤcken ge- ſucht haben. Jn Schwediſchen Zeiten war hier eine beſondere Etats, Kirche und Etats-Gemeine, aber ſeit laͤnger als einem halben Jahrhundert haben beyde auf- gehoͤrt; folglich kennt man hier keine Landſchulen, die beſonders zur Etats-Gemeine gehoͤren, ſondern die hieſigen Doͤrfer und Schulen ſind von Koͤnigl. Landes- Regierung an die Wilhadi Stadtkirche gelegt, und iſt beyden Predigern vom Koͤnigl. Conſiſtorio die geiſt- liche Vorſorge dafuͤr anvertrauet worden. Es wuͤrde daher ohne beyder Prediger collegialiſche Uebereinkunft die Einfuͤhrung neuer Buͤcher, in ſo weit ſelbige der Koͤnigl. Schulverordnung nicht zuwider, nicht einmal thunlich ſeyn. Wie iſt es glaublich, daß der Herr Paſtor Gercke fuͤr Kinder, die Schreiben lernen wollen, das gedachte Buch, worinn gar keine Anweiſung zum Schreiben enthalten iſt, dazu ſollte empfohlen haben. Soll der Verſtand davon ſeyn, daß daraus von den Schulmeiſtern ſoll vorgeſchrieben oder von den Kindern abgeſchrieben werden, ſo iſt ja den Schulmeiſtern, wie ſie ihre Schreib-Uebungen einrichten wollen, uͤber- laſſen, und iſt von dem Herrn Paſtor Kunhardt nie zu vermuthen, daß er ſie darunter beſchraͤnken wuͤrde. Ein Befehl des Herrn Paſtor Kunhardt, in welchem des erwaͤhnten Buchs gedacht wird, iſt gaͤnzlich eine Erdichtung. Daß der Verfaſſer es ſogar ein Aus- ſchreiben nennt, dergleichen nur hoͤhere Collegia erge- hen laſſen zeuget von ſeiner Unkunde in der Sprache. Man iſt alſo ſehr begierig, in der Michaeli-Meſſe, wie der Einſender jener Nachricht Hoffnung macht, dies ſo betitelte Ausſchreiben gedruckt zu leſen, um uͤber die Anmerkungen, womit es gewuͤrzet werden ſoll, ſich des weiteren erklaͤren, und dann auf wahre Belege gegruͤndete Beytraͤge zur Menſchenkennt- niß und Paſtoralklugheit liefern zu koͤnnen. Unwiſſenheit und Verlaͤumdung liegt alſo bey die- ſer Nachricht, womit man die Herren Herausgeber der Gothaiſchen gelehrten Zeitung hintergangen hat, zum Grunde. Dieſe Deklaration ſtehet ſo lange veſt, bis das ſogenannte Ausſchreiben des Herrn Paſtor Kunhardt, worinn ausdruͤcklich von Schulbuͤchern, und beſonders von dem Noth- und Huͤlfsbuͤchlein die Rede iſt, bekannt gemacht wird. Demnach bey hieſigem Kloſter zu St. Marien Magda- lenen eine Schweſterſtelle erlediget, und ſolche am Dienſtage, als den 30ſten Junii dieſes Jahrs verkauft werden ſoll, ſo wird ſich ein jeder, ſo dazu Belieben tragen moͤchte, bey dem praͤſidirenden Herrn Oberalten, und an ſelbigem Tage auf St. Marien Magdalenen Kloſter, Morgens um 10 Uhr, einzufinden haben. Hamburg, den 29ſten May 1789. Jn meinem auf der Gericht-Straße, zwiſchen dem Schutzjuden, Herrn Hertz Beer, und dem Chirurgus, Herrn Barfeldt, belegenes Wohnhaus iſt auf kuͤnftige Reminiſcere-Meſſe 1790 ein Gewoͤlbe, nebſt Stube und Rem_ e, zu vermiethen. Frankfurt an der Oder, den 4ten Junii 1789. Carl Friedrich Haniſch. Stade. Zum oͤffentlichen meiſtbietenden Verkauf des adelich freyen, eine viertel Stunde von hier, im Keh- dingſchen an der Schwinge gelegenen von Dreweſchen Guts, Hoͤrne, iſt der 7te Julius dieſes Jahrs angeſetzt, und koͤnnen ſich die Kaͤufer an bemeldetem Tage, des Morgens, in Johann Hanken Hauſe vor dem Kehdin- ger Thore anfinden. Da einige falſche Wechſel, unter der Firma, von Georg Juſtus Sieburg in Berlin, an die Ordre, Meyer Marcks aus Neuwied, und zum Theil auch mit dem Jndoſſement eines Berliner Juden, Namens Wulff, circuliren ſollen; ſo wird jedermann davor gewarnet, und erſucht, alle ſolche Wechſel nicht zu kaufen, ſondern an ſich zu halten, und bey der Obrig- keit einzuliefern, indem keine Valata dafuͤr bezahlet werden, und ſie alſo nie eingeloͤſet, ſondern hiemit fuͤr falſch erklaͤret werden. Wer den Jnhaber derſelben angeben kann hat eine anſehnliche Belohnung zu erwarten. Hamburg, den 12ten Junii 1789. Walcke, in der Gruͤnenſtraße. Nachdem von der Herzoglichen Regierung dieſelbſt der ge- weſene Koͤnigl. Preußiſche Lieutenant des Grafl. von Goertz- ſchen Cuͤraßier Regiments, Herr Conrad Johann Auguſt, Graf von Burghauſen, auf die von deſſen leidlichen Mutter, Frauen Joſephe Chriſtiane Beate, verehelichten Majorinn von Stredelow, gebohrnen Freyinn von Schertoß, auf Ober- Nieder- und Klein-Mielatſchuͤtz, wider ihn und ſeinen Bruder bereits unter dem 2ten Auguſt 1787 bey der Koͤnigl. Oberamts-Regierung zu Breslau erhobene und nunmehr bey der Herzoglichen Reglerung allhier reaſſumirte Klage, nach deren Jnhalt ſie ſowohl den zwiſchen ihr und der verſtorbe- nen Frau General-Feldmarſchallinn von Buddenbrock unter dem 12ten Junii und reſpective 24ſten October 1769, als auch den zwiſchen ihr und der Vormundſchaft ihrer Kinder erſter Ehe unter dem 16ten Junii 1780 getroffenen Vergleich fuͤr aufgehoben zu achten, und zu erkennen bittet: “Daß ſie keinesweges verbunden ſey, ihren Kindern “erſter Ehe nach ihrem Abſterden die Mielatſchuͤtzer Guͤ- “ter zu uͤberlaſſen,” wegen ſeines unbekannten Aufenthalts per publica procla- mata zur rechtlichen Verhandlung dieſer Sache, und zum Verſuch der Suͤhne, welchen Klaͤgerinn zugleich zur Abſicht hat, vorzuladen befunden worden: Als wird der obgedachte geweſene Koͤnigl. Preußiſche Lieu- tenant des Grafl. von Goertzſchen Cuͤraßier-Regiments, Herr Conrad Johann Auguſt, Graf von Burghauſen, hier- durch citiret und vorgeladen, vom 29ſten April des lauſenden 1789ſten Jahres angerechnet, binnen drey Monaten, und zwar ſpaͤteſtens in Termino des Neun und zwanzigſten Julii c. a. 1789. welcher zur Jnſtruction dieſer Sache zwiſchen der Klaͤgerinn und ihm und ſeinem ſodannn majorennen Bruder, dem Koͤnigl. Preußiſchen Cornette, Herrn Otto Carl Ferdi- nand, Grafen von Burghauſen, ſub præjudicio angeſetzt iſt, Vormittags um 9 Uhr, entweder in Perſon oder durch einen hinlaͤnglich Bevollmaͤchtigten und inſtrutirten Mandata- rium vor dem hierzu ernannten Deputato in der allhieſigen Regierungs Kanzley zu erſcheinen, die angebrachte Klage ge- hoͤrig zu beantworten, ſeine Gerechtſame geziemend wahrzu- nehmen, und ſodann die Jnſtruction der Sache, bey ſeinem Ausbleiben aber zu gewaͤrtigen, daß mit der Jnſtruction ge- gen ihn in contumaciam werde verfahren und dafuͤr ange- nommen werden, daß er ſeinem mitbeklagten Bruder in An- ſehung ſeiner Einwendungen adhærire, und folglich, was gegen dieſen rechtskraͤftig erkannt werden wird, auch gegen ihn als rechtskraͤftig werde angenommen, auf den Fall aber, daß zwiſchen der Klaͤgerinn und ſeinem Bruder ein Vergleich zu Stande kommen ſollte, gegen ihn in contumaciam werde erkannt werden. Wornach ſich alſo der mehrbeniemte Herr Graf von Burghauſen gebuͤhrend zu achten hat. Oels, den 27ſten Maͤrz 1789. Herzogl Würtemberg-Oelsſiſche Regierung. Am Montage, den 15ten Junii, des Morgens präciſe um 10 Uhr und Nachmittags um 3 Uhr, ſollen auf dem Auctionshauſe in Aſtona, durch den Herrn Auctions-Verwalter Lüders Bücher, Naturalien, Gemählde, Kupferſtiche, mit und ohne Rahmen, Römiſche Münzen, Abguſſe von Medaillen in Wachs poußirte Sachen, Paſten von Gemmen und Geräthſchaften zum Stem- pelſchneiden, in offentlicher Auction verkauft werden. Die Verzeichniſſe von dieſen Sachen ſind bey dem Herrn Auctions Verwalter Lüders zu bekommen.

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Zitationshilfe: Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten. Nr. 93, Hamburg, 12. Juni 1789, S. [6]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hc_931206_1789/6>, abgerufen am 10.08.2020.