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Heine, Heinrich: Buch der Lieder. Hamburg, 1827.

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"Und neben uns wohnte Gretchen,
Doch die ist todt jetzund --
Marie, dir bring' ich ein Wachsherz,
Heil' du meine Herzenswund'.
"Heil' Du mein krankes Herze,
Ich will auch spät und früh'
Inbrünstiglich beten und singen:
Gelobt seyst du, Marie!"

III.
Der kranke Sohn und die Mutter,
Die schliefen im Kämmerlein;
Da kam die Mutter Gottes
Ganz leise geschritten herein.
Sie beugte sich über den Kranken,
Und legte ihre Hand
Ganz leise auf sein Herze,
Und lächelte mild und schwand.
„Und neben uns wohnte Gretchen,
Doch die iſt todt jetzund —
Marie, dir bring' ich ein Wachsherz,
Heil' du meine Herzenswund'.
„Heil' Du mein krankes Herze,
Ich will auch ſpät und früh'
Inbrünſtiglich beten und ſingen:
Gelobt ſeyſt du, Marie!“

III.
Der kranke Sohn und die Mutter,
Die ſchliefen im Kämmerlein;
Da kam die Mutter Gottes
Ganz leiſe geſchritten herein.
Sie beugte ſich über den Kranken,
Und legte ihre Hand
Ganz leiſe auf ſein Herze,
Und lächelte mild und ſchwand.
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[282/0290] „Und neben uns wohnte Gretchen, Doch die iſt todt jetzund — Marie, dir bring' ich ein Wachsherz, Heil' du meine Herzenswund'. „Heil' Du mein krankes Herze, Ich will auch ſpät und früh' Inbrünſtiglich beten und ſingen: Gelobt ſeyſt du, Marie!“ III. Der kranke Sohn und die Mutter, Die ſchliefen im Kämmerlein; Da kam die Mutter Gottes Ganz leiſe geſchritten herein. Sie beugte ſich über den Kranken, Und legte ihre Hand Ganz leiſe auf ſein Herze, Und lächelte mild und ſchwand.

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Zitationshilfe: Heine, Heinrich: Buch der Lieder. Hamburg, 1827, S. 282. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/heine_lieder_1827/290>, abgerufen am 20.05.2019.