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Heine, Heinrich: Reisebilder. Bd. 1. Hamburg, 1826.

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X.
Der Wind zieht seine Hosen an,
Die weißen Wasserhosen;
Er peitscht die Wellen so stark er kann,
Die heulen und brausen und tosen.
Aus dunkler Höh', mit wilder Macht,
Die Regengüsse träufen;
Es ist als wollt' die alte Nacht
Das alte Meer ersäufen.
An den Mastbaum klammert die Möve sich,
Mit heiserem Schrillen und Schreyen;
Sie flattert und will gar ängstlich
Ein Unglück prophezeyen.

X.
Der Wind zieht ſeine Hoſen an,
Die weißen Waſſerhoſen;
Er peitſcht die Wellen ſo ſtark er kann,
Die heulen und brauſen und toſen.
Aus dunkler Hoͤh', mit wilder Macht,
Die Regenguͤſſe traͤufen;
Es iſt als wollt' die alte Nacht
Das alte Meer erſaͤufen.
An den Maſtbaum klammert die Moͤve ſich,
Mit heiſerem Schrillen und Schreyen;
Sie flattert und will gar aͤngſtlich
Ein Ungluͤck prophezeyen.

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[14/0026] X. Der Wind zieht ſeine Hoſen an, Die weißen Waſſerhoſen; Er peitſcht die Wellen ſo ſtark er kann, Die heulen und brauſen und toſen. Aus dunkler Hoͤh', mit wilder Macht, Die Regenguͤſſe traͤufen; Es iſt als wollt' die alte Nacht Das alte Meer erſaͤufen. An den Maſtbaum klammert die Moͤve ſich, Mit heiſerem Schrillen und Schreyen; Sie flattert und will gar aͤngſtlich Ein Ungluͤck prophezeyen.

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Zitationshilfe: Heine, Heinrich: Reisebilder. Bd. 1. Hamburg, 1826, S. 14. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/heine_reisebilder01_1826/26>, abgerufen am 26.03.2019.