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Herder, Johann Gottfried von: Briefe zu Beförderung der Humanität. Bd. 4. Riga, 1794.

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49.
Der die Schickungen lenkt, läßt oft den
frömmsten Wunsch,
mancher Seligkeit goldnes Bild
Unvollendet, und webt da Labyrinthe hin,
wo ein Sterblicher gehen will --

Gilt dies vom Schicksal einzelner Men-
schen, wie viel mehr vom Schicksal der
Völker und Reiche!

Eben habe ich die Geschichte des
Herzogs von Bourgogne
, Enkels

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49.
Der die Schickungen lenkt, laͤßt oft den
froͤmmſten Wunſch,
mancher Seligkeit goldnes Bild
Unvollendet, und webt da Labyrinthe hin,
wo ein Sterblicher gehen will —

Gilt dies vom Schickſal einzelner Men-
ſchen, wie viel mehr vom Schickſal der
Voͤlker und Reiche!

Eben habe ich die Geſchichte des
Herzogs von Bourgogne
, Enkels

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[115/0120] 49. Der die Schickungen lenkt, laͤßt oft den froͤmmſten Wunſch, mancher Seligkeit goldnes Bild Unvollendet, und webt da Labyrinthe hin, wo ein Sterblicher gehen will — Gilt dies vom Schickſal einzelner Men- ſchen, wie viel mehr vom Schickſal der Voͤlker und Reiche! Eben habe ich die Geſchichte des Herzogs von Bourgogne, Enkels H 2

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Zitationshilfe: Herder, Johann Gottfried von: Briefe zu Beförderung der Humanität. Bd. 4. Riga, 1794, S. 115. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/herder_humanitaet04_1794/120>, abgerufen am 18.11.2019.