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Hoff, Jacobus H. van 't: Die Lagerung der Atome im Raume. Übers. v. F. Herrmann. Braunschweig, 1877.

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Dritter Abschnitt.
Anwendung der Hypothese zur Erklärung der opti-
schen Activität von Kohlenstoffverbindungen.

Jede sogenannte optisch active Kohlenstoffverbindung enthält ein oder
mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome. Aufzählung der bekanntesten
optisch activen Körper. Derivate von optisch activen Körpern, bei
welchen die Asymmetrie der Kohlenstoffatome verloren gegangen ist, sind
inactiv; sie sind dagegen häufig activ, wenn die Asymmetrie der Kohlen-
stoffatome erhalten geblieben ist. Identificirung des Molecüles mit der
durch die räumliche Anordnung der Atome bestimmten stereometrischen
Figur. Circularpolarisation von Krystallen. Entdeckungen und Theorien
von Naumann, Rammelsberg, Marbach und Groth. Zusammen-
hang der Circularpolarisation mit der unsymmetrischen Ausbildung der
betreffenden Krystalle. Analogie zwischen circularpolarisirenden Kry-
stallen und dem asymmetrischen Kohlenstoffatom. Ausdruck für das
optische Drehungsvermögen für Kohlenstoffverbindungen mit ein und
mehreren asymmetrischen Kohlenstoffatomen. Neutraler Fall. Das optische
Drehungsvermögen ist bei complicirteren Molecülen oft das einzige
Unterscheidungsmittel von Isomeren. Schwierigkeiten, welche sich der
künstlichen Darstellung von optisch activen Körpern entgegenstellen.
Darstellung von optisch activer Weinsäure von den Elementen ausgehend
durch Jungfleisch. Zusammenfassung der Resultate. Zweiter Fall
von optischer Activität.

Die im vorhergehenden Abschnitt aufgezählten isomeren
Körper unterscheiden sich von einander hauptsächlich durch
physikalische Eigenschaften allgemeiner Art, wie Löslichkeit,
Schmelzpunkt, Siedepunkt, Krystallwassergehalt der Deri-
vate u. s. w. Ein weiteres wichtiges physikalisches Merkmal
bestimmter Substanzen ist ihr Verhalten gegen das polarisirte

Dritter Abschnitt.
Anwendung der Hypothese zur Erklärung der opti-
schen Activität von Kohlenstoffverbindungen.

Jede sogenannte optisch active Kohlenstoffverbindung enthält ein oder
mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome. Aufzählung der bekanntesten
optisch activen Körper. Derivate von optisch activen Körpern, bei
welchen die Asymmetrie der Kohlenstoffatome verloren gegangen ist, sind
inactiv; sie sind dagegen häufig activ, wenn die Asymmetrie der Kohlen-
stoffatome erhalten geblieben ist. Identificirung des Molecüles mit der
durch die räumliche Anordnung der Atome bestimmten stereometrischen
Figur. Circularpolarisation von Krystallen. Entdeckungen und Theorien
von Naumann, Rammelsberg, Marbach und Groth. Zusammen-
hang der Circularpolarisation mit der unsymmetrischen Ausbildung der
betreffenden Krystalle. Analogie zwischen circularpolarisirenden Kry-
stallen und dem asymmetrischen Kohlenstoffatom. Ausdruck für das
optische Drehungsvermögen für Kohlenstoffverbindungen mit ein und
mehreren asymmetrischen Kohlenstoffatomen. Neutraler Fall. Das optische
Drehungsvermögen ist bei complicirteren Molecülen oft das einzige
Unterscheidungsmittel von Isomeren. Schwierigkeiten, welche sich der
künstlichen Darstellung von optisch activen Körpern entgegenstellen.
Darstellung von optisch activer Weinsäure von den Elementen ausgehend
durch Jungfleisch. Zusammenfassung der Resultate. Zweiter Fall
von optischer Activität.

Die im vorhergehenden Abschnitt aufgezählten isomeren
Körper unterscheiden sich von einander hauptsächlich durch
physikalische Eigenschaften allgemeiner Art, wie Löslichkeit,
Schmelzpunkt, Siedepunkt, Krystallwassergehalt der Deri-
vate u. s. w. Ein weiteres wichtiges physikalisches Merkmal
bestimmter Substanzen ist ihr Verhalten gegen das polarisirte

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[[25]/0045] Dritter Abschnitt. Anwendung der Hypothese zur Erklärung der opti- schen Activität von Kohlenstoffverbindungen. Jede sogenannte optisch active Kohlenstoffverbindung enthält ein oder mehrere asymmetrische Kohlenstoffatome. Aufzählung der bekanntesten optisch activen Körper. Derivate von optisch activen Körpern, bei welchen die Asymmetrie der Kohlenstoffatome verloren gegangen ist, sind inactiv; sie sind dagegen häufig activ, wenn die Asymmetrie der Kohlen- stoffatome erhalten geblieben ist. Identificirung des Molecüles mit der durch die räumliche Anordnung der Atome bestimmten stereometrischen Figur. Circularpolarisation von Krystallen. Entdeckungen und Theorien von Naumann, Rammelsberg, Marbach und Groth. Zusammen- hang der Circularpolarisation mit der unsymmetrischen Ausbildung der betreffenden Krystalle. Analogie zwischen circularpolarisirenden Kry- stallen und dem asymmetrischen Kohlenstoffatom. Ausdruck für das optische Drehungsvermögen für Kohlenstoffverbindungen mit ein und mehreren asymmetrischen Kohlenstoffatomen. Neutraler Fall. Das optische Drehungsvermögen ist bei complicirteren Molecülen oft das einzige Unterscheidungsmittel von Isomeren. Schwierigkeiten, welche sich der künstlichen Darstellung von optisch activen Körpern entgegenstellen. Darstellung von optisch activer Weinsäure von den Elementen ausgehend durch Jungfleisch. Zusammenfassung der Resultate. Zweiter Fall von optischer Activität. Die im vorhergehenden Abschnitt aufgezählten isomeren Körper unterscheiden sich von einander hauptsächlich durch physikalische Eigenschaften allgemeiner Art, wie Löslichkeit, Schmelzpunkt, Siedepunkt, Krystallwassergehalt der Deri- vate u. s. w. Ein weiteres wichtiges physikalisches Merkmal bestimmter Substanzen ist ihr Verhalten gegen das polarisirte

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Zitationshilfe: Hoff, Jacobus H. van 't: Die Lagerung der Atome im Raume. Übers. v. F. Herrmann. Braunschweig, 1877, S. [25]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hoff_atome_1877/45>, abgerufen am 24.02.2019.