Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 1. Nürnberg, 1682.

Bild:
<< vorherige Seite

Vierdten Buchs Anderer Theil/ Obst-Garten.
[Spaltenumbruch] seyn/ auch soll man allzeit sauber Wasser in einem Ge-
schirrlein dabey haben/ darein man die geschnittenen
Peltz-Zweige/ biß zur Aufsetzung einweichen könne.

Ob nun diese oder die erste Weise am besten/ stellet
man dahin/ der Stamm zwar darf durch das Rinden-
Peltzen wenig ausstehen/ aber im Spalt vereinigt sich
das Holtz eher mit dem Zweiglein/ weil der Kern dem
Safft viel näher einverleibt/ ohne daß man diese besser
und sorgfältiger verbinden muß.

Vom Pfropffen in den Kerb/ schreibt Herr Elßholtz
also: Diß Pfropffen hat am meisten statt bey dicken
wilden/ oder sonst unfruchtbaren Bäumen/ wann sie
schon im Diameter einen biß 2 Fuß haben. Gleichfalls
müssen zu solchem Wercke keine zarte/ sondern starcke/
und hinder dem Jahrknodt gebrochene Zweige erwehlet
werden/ und geschihet also: Säget den Stamm halben
[Spaltenumbruch] Manns hoch herunter/ raspelt mit einem Schabmesser
die äusserste grobe Rinden hinweg/ setzet alsdann ein
scharffes Messer oder Meissel an den Rand des Stam-
mens/ schlaget darauf/ daß er durch die Rinde biß ins
Holtz hinein dringe/ ziehet ihn heraus/ und thut hart dar-
neben einen Gegenschnitt/ daß der Kerb nur so breit/
tieff und lang werde/ als der Zweig erfordert. Es muß
aber der Zweig/ eben wie bey dem Spaltpfropffen zuge-
richtet werden/ nur daß die inwendige Seiten einwenig
zugespitzt sey. Diesen ausgeschnittenen Zweig schiebet in
den Ausschnitt/ also/ daß Rinde mit Rinde/ und Holtz
mit Holtz wol aneinander schliessen. Machet am Rand
herum/ solcher Ausschnitt 3/ 4/ biß 6/ nach Dicke des
Stammes/ schiebet in jeden seinen Zweige/ verbindet
und verstreichet die Pfroffungen/ wie bräuchig/ so wer-
det ihr finden/ daß der Stamm starck antreide/ und die
Zweige bald Früchte bringen werden.

Cap. XV.
Wie man äugeln solle.
[Spaltenumbruch]

DJeses geschicht etwas später/ und im Anfang des
Sommers/ wann die Bäume allbereit starcke
neue Schoßbekommen/ dann müssen von denselben
die Aeuglein genommen/ und auf junge Stämme ge-
impfft werden/ die Aeuglein müssen gail/ aufgeschwollen
und frisch seyn/ röthlicht/ nicht weißlicht/ und das unter
sich ein Blat habe. Der Mond darf so genau dabey
nicht beobachtet seyn/ wann nur still und schönes Wet-
ter/ weder zu heiß noch zu kalt ist/ man kans Abends
thun/ damit die Nachtkühle desto früchtiger zum Wachs-
thum einhelffe/ oder auch wol des Morgens frühe/ so a-
ber darum nicht besser/ weil die Rinden und Aeuglein
um solche Zeit meistentheils feucht sind/ und ist sonder-
lich Regenwetter bey solcher Arbeit zu meiden. Dieses
kan allein aus Bäumen in der nahen Nachbarschafft
geschehen/ und lässt sich hier aus der Weiten nichts her-
bringen/ oder über Land herholen/ wie auf die vorige
zwo Arten wol und füglich geschiehet. An statt des Peltz-
Zweigleins sind alle neuaustreibende Aeuglein tüchtig
und dienlich/ die nur groß/ säfftig und frisch zwischen den
heur geschossenen zarten Rinden und einem Blat/ wie
ein Hertzlein herfür gucken/ die müssen mit samt der
Rinden/ daran das meiste gelegen/ abgelöset werden.
Das Messer muß scharff seyn/ damit das Aeuglein mit
samt der Rinden/ und seinem inwendigen Kern/ oder
schwartzen Aederlein vom Holtz abgeledigt werde.
Dann woferne die Rinden an dem Ort/ wo das Aeug-
lein ist/ hohl ist/ wirds nicht gerathen. Das Schild-
lein/ woran das Aeuglein hänget/ soll ohngefähr drey
zwerch Finger lang und etwan eines Daumens breit
seyn.

Das Aeuglein abzuledigen/ will Herr Dümler/ es
geschehe am füglichsten/ wann man den Daumen an das
Schildlein setze/ sittiglich drucke/ und so lang bewege/
biß es sich vom Holtz abledige/ jedoch muß des Aeugleins
geschonet werden; wann es nun loß ist/ und das Aeug-
lein nicht abspringet/ so eine gute Anzeigung ist/ wird
das Schildlein bey dem Aeuglein starck abgedruckt/
und alsobald fleissig darauf gesehen/ ob der Kern im
Schildlein verblieben/ wäre es aber am Baum hangen
blieben/ oder so das Aeuglein gar durchlöchert/ oder et-
[Spaltenumbruch] was Holtz mit abgerissen und zäsericht wäre; käme es
gantz untüchtig.

Herr de Serres aber sagt/ daß diese Arbeit desto
leichter zu verrichten/ man wol ein wenig glattes Holtz
an der Rinden lassen kan/ das Aeuglein desto gewisser
zu versichern/ so an dem Wachsthum keine Verhinde-
rung bringet.

Das Holtz aber/ so am Aeuglein bleibt/ muß nicht
dicker/ als die Rinden seyn/ und fein gleich sich an den
andern Stamm schicken/ oder da es uneben wäre/ muß
es geschicklich vergleicht werden. Tanara sagt/ dieses
sey viel gewisser und sicherer/ als mit der Rinden allein;
sie treiben bälder und frecher/ und vereinige sich ein Holtz
mit dem Safft eher mit dem andern Holtz/ als mit
der blosen Rinden. Diß hat allein statt zur Zeit/ wann
sich die Rinden gern vom Baum abledigt/ und nur an
Bäumen/ die eine starcke feste Rinden haben; als an
Maulbeerbaum/ Oliven/ Kesten/ Feigen/ Haselnüssen/
Pfersichen/ Mandeln/ Limoni/ Pomeranzen/ Gelsomin/
Aepfel/ Birnen und dergleichen. Wer damit umge-
het/ soll rein seyn/ und saubere wolgewaschne Hände
haben/ und nichts saures oder scharffes angerühret
haben.

So bald man dieses Aeuglein recht tauglich hat/
schneidet man in ein vorhin schon zugerichtetes Bäumlein
in die Rinden/ wo auch ein Aeuglein gestanden/ oder wo
sie nur glatt ist/ den Buchstaben T/ etwas grösser als
das Schildlein mit dem Aeuglein ist. Welchen etliche
auch umkehren/ theils aber schneiden nur ein Creutz X oder
+ welches aber nicht so sicher/ weil es nicht so gern heilet;
Das Holtz aber muß nicht geritzt seyn/ oben auf darf
man die Rinde nicht öffnen/ nur den herabgehenden
Schnitt/ muß ihm aber wol der Weil lassen/ und fein
sacht und bescheiden damit handeln. Das Schildlein
muß/ wann mans nicht den Augenblick wieder einlegen
kan/ unterdessen in ein Glas voll Wasser gethan/ auch
muß der Safft an dem Stamm/ davon man die Rin-
den abledigt/ nicht abgerieben oder weggewischt werden/
denn wann dieser Safft nicht bleibt/ kan das fremde
Aeuglein mit dem trockenen Holtz nicht zusammen
wachsen.

Es
E e e iij

Vierdten Buchs Anderer Theil/ Obſt-Garten.
[Spaltenumbruch] ſeyn/ auch ſoll man allzeit ſauber Waſſer in einem Ge-
ſchirrlein dabey haben/ darein man die geſchnittenen
Peltz-Zweige/ biß zur Aufſetzung einweichen koͤnne.

Ob nun dieſe oder die erſte Weiſe am beſten/ ſtellet
man dahin/ der Stamm zwar darf durch das Rinden-
Peltzen wenig ausſtehen/ aber im Spalt vereinigt ſich
das Holtz eher mit dem Zweiglein/ weil der Kern dem
Safft viel naͤher einverleibt/ ohne daß man dieſe beſſer
und ſorgfaͤltiger verbinden muß.

Vom Pfropffen in den Kerb/ ſchreibt Herr Elßholtz
alſo: Diß Pfropffen hat am meiſten ſtatt bey dicken
wilden/ oder ſonſt unfruchtbaren Baͤumen/ wann ſie
ſchon im Diameter einen biß 2 Fuß haben. Gleichfalls
muͤſſen zu ſolchem Wercke keine zarte/ ſondern ſtarcke/
und hinder dem Jahrknodt gebrochene Zweige erwehlet
werden/ und geſchihet alſo: Saͤget den Stamm halben
[Spaltenumbruch] Manns hoch herunter/ raſpelt mit einem Schabmeſſer
die aͤuſſerſte grobe Rinden hinweg/ ſetzet alsdann ein
ſcharffes Meſſer oder Meiſſel an den Rand des Stam-
mens/ ſchlaget darauf/ daß er durch die Rinde biß ins
Holtz hinein dringe/ ziehet ihn heraus/ und thut hart dar-
neben einen Gegenſchnitt/ daß der Kerb nur ſo breit/
tieff und lang werde/ als der Zweig erfordert. Es muß
aber der Zweig/ eben wie bey dem Spaltpfropffen zuge-
richtet werden/ nur daß die inwendige Seiten einwenig
zugeſpitzt ſey. Dieſen ausgeſchnittenen Zweig ſchiebet in
den Ausſchnitt/ alſo/ daß Rinde mit Rinde/ und Holtz
mit Holtz wol aneinander ſchlieſſen. Machet am Rand
herum/ ſolcher Ausſchnitt 3/ 4/ biß 6/ nach Dicke des
Stammes/ ſchiebet in jeden ſeinen Zweige/ verbindet
und verſtreichet die Pfroffungen/ wie braͤuchig/ ſo wer-
det ihr finden/ daß der Stamm ſtarck antreide/ und die
Zweige bald Fruͤchte bringen werden.

Cap. XV.
Wie man aͤugeln ſolle.
[Spaltenumbruch]

DJeſes geſchicht etwas ſpaͤter/ und im Anfang des
Sommers/ wann die Baͤume allbereit ſtarcke
neue Schoßbekom̃en/ dann muͤſſen von denſelben
die Aeuglein genommen/ und auf junge Staͤmme ge-
impfft werden/ die Aeuglein muͤſſen gail/ aufgeſchwollen
und friſch ſeyn/ roͤthlicht/ nicht weißlicht/ und das unter
ſich ein Blat habe. Der Mond darf ſo genau dabey
nicht beobachtet ſeyn/ wann nur ſtill und ſchoͤnes Wet-
ter/ weder zu heiß noch zu kalt iſt/ man kans Abends
thun/ damit die Nachtkuͤhle deſto fruͤchtiger zum Wachs-
thum einhelffe/ oder auch wol des Morgens fruͤhe/ ſo a-
ber darum nicht beſſer/ weil die Rinden und Aeuglein
um ſolche Zeit meiſtentheils feucht ſind/ und iſt ſonder-
lich Regenwetter bey ſolcher Arbeit zu meiden. Dieſes
kan allein aus Baͤumen in der nahen Nachbarſchafft
geſchehen/ und laͤſſt ſich hier aus der Weiten nichts her-
bringen/ oder uͤber Land herholen/ wie auf die vorige
zwo Arten wol und fuͤglich geſchiehet. An ſtatt des Peltz-
Zweigleins ſind alle neuaustreibende Aeuglein tuͤchtig
und dienlich/ die nur groß/ ſaͤfftig und friſch zwiſchen den
heur geſchoſſenen zarten Rinden und einem Blat/ wie
ein Hertzlein herfuͤr gucken/ die muͤſſen mit ſamt der
Rinden/ daran das meiſte gelegen/ abgeloͤſet werden.
Das Meſſer muß ſcharff ſeyn/ damit das Aeuglein mit
ſamt der Rinden/ und ſeinem inwendigen Kern/ oder
ſchwartzen Aederlein vom Holtz abgeledigt werde.
Dann woferne die Rinden an dem Ort/ wo das Aeug-
lein iſt/ hohl iſt/ wirds nicht gerathen. Das Schild-
lein/ woran das Aeuglein haͤnget/ ſoll ohngefaͤhr drey
zwerch Finger lang und etwan eines Daumens breit
ſeyn.

Das Aeuglein abzuledigen/ will Herr Duͤmler/ es
geſchehe am fuͤglichſten/ wann man den Daumen an das
Schildlein ſetze/ ſittiglich drucke/ und ſo lang bewege/
biß es ſich vom Holtz abledige/ jedoch muß des Aeugleins
geſchonet werden; wann es nun loß iſt/ und das Aeug-
lein nicht abſpringet/ ſo eine gute Anzeigung iſt/ wird
das Schildlein bey dem Aeuglein ſtarck abgedruckt/
und alſobald fleiſſig darauf geſehen/ ob der Kern im
Schildlein verblieben/ waͤre es aber am Baum hangen
blieben/ oder ſo das Aeuglein gar durchloͤchert/ oder et-
[Spaltenumbruch] was Holtz mit abgeriſſen und zaͤſericht waͤre; kaͤme es
gantz untuͤchtig.

Herr de Serres aber ſagt/ daß dieſe Arbeit deſto
leichter zu verrichten/ man wol ein wenig glattes Holtz
an der Rinden laſſen kan/ das Aeuglein deſto gewiſſer
zu verſichern/ ſo an dem Wachsthum keine Verhinde-
rung bringet.

Das Holtz aber/ ſo am Aeuglein bleibt/ muß nicht
dicker/ als die Rinden ſeyn/ und fein gleich ſich an den
andern Stamm ſchicken/ oder da es uneben waͤre/ muß
es geſchicklich vergleicht werden. Tanara ſagt/ dieſes
ſey viel gewiſſer und ſicherer/ als mit der Rinden allein;
ſie treiben baͤlder und frecher/ und vereinige ſich ein Holtz
mit dem Safft eher mit dem andern Holtz/ als mit
der bloſen Rinden. Diß hat allein ſtatt zur Zeit/ wann
ſich die Rinden gern vom Baum abledigt/ und nur an
Baͤumen/ die eine ſtarcke feſte Rinden haben; als an
Maulbeerbaum/ Oliven/ Keſten/ Feigen/ Haſelnuͤſſen/
Pferſichen/ Mandeln/ Limoni/ Pomeranzen/ Gelſomin/
Aepfel/ Birnen und dergleichen. Wer damit umge-
het/ ſoll rein ſeyn/ und ſaubere wolgewaſchne Haͤnde
haben/ und nichts ſaures oder ſcharffes angeruͤhret
haben.

So bald man dieſes Aeuglein recht tauglich hat/
ſchneidet man in ein vorhin ſchon zugeꝛichtetes Baͤumlein
in die Rinden/ wo auch ein Aeuglein geſtanden/ oder wo
ſie nur glatt iſt/ den Buchſtaben T/ etwas groͤſſer als
das Schildlein mit dem Aeuglein iſt. Welchen etliche
auch umkehrẽ/ theils aber ſchneiden nur ein Creutz X oder
† welches aber nicht ſo ſicher/ weil es nicht ſo gern heilet;
Das Holtz aber muß nicht geritzt ſeyn/ oben auf darf
man die Rinde nicht oͤffnen/ nur den herabgehenden
Schnitt/ muß ihm aber wol der Weil laſſen/ und fein
ſacht und beſcheiden damit handeln. Das Schildlein
muß/ wann mans nicht den Augenblick wieder einlegen
kan/ unterdeſſen in ein Glas voll Waſſer gethan/ auch
muß der Safft an dem Stamm/ davon man die Rin-
den abledigt/ nicht abgerieben oder weggewiſcht werden/
denn wann dieſer Safft nicht bleibt/ kan das fremde
Aeuglein mit dem trockenen Holtz nicht zuſammen
wachſen.

Es
E e e iij
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0423" n="405"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Vierdten Buchs Anderer Theil/ Ob&#x017F;t-Garten.</hi></fw><lb/><cb/>
&#x017F;eyn/ auch &#x017F;oll man allzeit &#x017F;auber Wa&#x017F;&#x017F;er in einem Ge-<lb/>
&#x017F;chirrlein dabey haben/ darein man die ge&#x017F;chnittenen<lb/>
Peltz-Zweige/ biß zur Auf&#x017F;etzung einweichen ko&#x0364;nne.</p><lb/>
            <p>Ob nun die&#x017F;e oder die er&#x017F;te Wei&#x017F;e am be&#x017F;ten/ &#x017F;tellet<lb/>
man dahin/ der Stamm zwar darf durch das Rinden-<lb/>
Peltzen wenig aus&#x017F;tehen/ aber im Spalt vereinigt &#x017F;ich<lb/>
das Holtz eher mit dem Zweiglein/ weil der Kern dem<lb/>
Safft viel na&#x0364;her einverleibt/ ohne daß man die&#x017F;e be&#x017F;&#x017F;er<lb/>
und &#x017F;orgfa&#x0364;ltiger verbinden muß.</p><lb/>
            <p>Vom Pfropffen in den Kerb/ &#x017F;chreibt Herr Elßholtz<lb/>
al&#x017F;o: Diß Pfropffen hat am mei&#x017F;ten &#x017F;tatt bey dicken<lb/>
wilden/ oder &#x017F;on&#x017F;t unfruchtbaren Ba&#x0364;umen/ wann &#x017F;ie<lb/>
&#x017F;chon im <hi rendition="#aq">Diameter</hi> einen biß 2 Fuß haben. Gleichfalls<lb/>
mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en zu &#x017F;olchem Wercke keine zarte/ &#x017F;ondern &#x017F;tarcke/<lb/>
und hinder dem Jahrknodt gebrochene Zweige erwehlet<lb/>
werden/ und ge&#x017F;chihet al&#x017F;o: Sa&#x0364;get den Stamm halben<lb/><cb/>
Manns hoch herunter/ ra&#x017F;pelt mit einem Schabme&#x017F;&#x017F;er<lb/>
die a&#x0364;u&#x017F;&#x017F;er&#x017F;te grobe Rinden hinweg/ &#x017F;etzet alsdann ein<lb/>
&#x017F;charffes Me&#x017F;&#x017F;er oder Mei&#x017F;&#x017F;el an den Rand des Stam-<lb/>
mens/ &#x017F;chlaget darauf/ daß er durch die Rinde biß ins<lb/>
Holtz hinein dringe/ ziehet ihn heraus/ und thut hart dar-<lb/>
neben einen Gegen&#x017F;chnitt/ daß der Kerb nur &#x017F;o breit/<lb/>
tieff und lang werde/ als der Zweig erfordert. Es muß<lb/>
aber der Zweig/ eben wie bey dem Spaltpfropffen zuge-<lb/>
richtet werden/ nur daß die inwendige Seiten einwenig<lb/>
zuge&#x017F;pitzt &#x017F;ey. Die&#x017F;en ausge&#x017F;chnittenen Zweig &#x017F;chiebet in<lb/>
den Aus&#x017F;chnitt/ al&#x017F;o/ daß Rinde mit Rinde/ und Holtz<lb/>
mit Holtz wol aneinander &#x017F;chlie&#x017F;&#x017F;en. Machet am Rand<lb/>
herum/ &#x017F;olcher Aus&#x017F;chnitt 3/ 4/ biß 6/ nach Dicke des<lb/>
Stammes/ &#x017F;chiebet in jeden &#x017F;einen Zweige/ verbindet<lb/>
und ver&#x017F;treichet die Pfroffungen/ wie bra&#x0364;uchig/ &#x017F;o wer-<lb/>
det ihr finden/ daß der Stamm &#x017F;tarck antreide/ und die<lb/>
Zweige bald Fru&#x0364;chte bringen werden.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Cap.</hi> XV.</hi> </hi><lb/> <hi rendition="#fr">Wie man a&#x0364;ugeln &#x017F;olle.</hi> </head><lb/>
            <cb/>
            <p><hi rendition="#in">D</hi>Je&#x017F;es ge&#x017F;chicht etwas &#x017F;pa&#x0364;ter/ und im Anfang des<lb/>
Sommers/ wann die Ba&#x0364;ume allbereit &#x017F;tarcke<lb/>
neue Schoßbekom&#x0303;en/ dann mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en von den&#x017F;elben<lb/>
die Aeuglein genommen/ und auf junge Sta&#x0364;mme ge-<lb/>
impfft werden/ die Aeuglein mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en gail/ aufge&#x017F;chwollen<lb/>
und fri&#x017F;ch &#x017F;eyn/ ro&#x0364;thlicht/ nicht weißlicht/ und das unter<lb/>
&#x017F;ich ein Blat habe. Der Mond darf &#x017F;o genau dabey<lb/>
nicht beobachtet &#x017F;eyn/ wann nur &#x017F;till und &#x017F;cho&#x0364;nes Wet-<lb/>
ter/ weder zu heiß noch zu kalt i&#x017F;t/ man kans Abends<lb/>
thun/ damit die Nachtku&#x0364;hle de&#x017F;to fru&#x0364;chtiger zum Wachs-<lb/>
thum einhelffe/ oder auch wol des Morgens fru&#x0364;he/ &#x017F;o a-<lb/>
ber darum nicht be&#x017F;&#x017F;er/ weil die Rinden und Aeuglein<lb/>
um &#x017F;olche Zeit mei&#x017F;tentheils feucht &#x017F;ind/ und i&#x017F;t &#x017F;onder-<lb/>
lich Regenwetter bey &#x017F;olcher Arbeit zu meiden. Die&#x017F;es<lb/>
kan allein aus Ba&#x0364;umen in der nahen Nachbar&#x017F;chafft<lb/>
ge&#x017F;chehen/ und la&#x0364;&#x017F;&#x017F;t &#x017F;ich hier aus der Weiten nichts her-<lb/>
bringen/ oder u&#x0364;ber Land herholen/ wie auf die vorige<lb/>
zwo Arten wol und fu&#x0364;glich ge&#x017F;chiehet. An &#x017F;tatt des Peltz-<lb/>
Zweigleins &#x017F;ind alle neuaustreibende Aeuglein tu&#x0364;chtig<lb/>
und dienlich/ die nur groß/ &#x017F;a&#x0364;fftig und fri&#x017F;ch zwi&#x017F;chen den<lb/>
heur ge&#x017F;cho&#x017F;&#x017F;enen zarten Rinden und einem Blat/ wie<lb/>
ein Hertzlein herfu&#x0364;r gucken/ die mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en mit &#x017F;amt der<lb/>
Rinden/ daran das mei&#x017F;te gelegen/ abgelo&#x0364;&#x017F;et werden.<lb/>
Das Me&#x017F;&#x017F;er muß &#x017F;charff &#x017F;eyn/ damit das Aeuglein mit<lb/>
&#x017F;amt der Rinden/ und &#x017F;einem inwendigen Kern/ oder<lb/>
&#x017F;chwartzen Aederlein vom Holtz abgeledigt werde.<lb/>
Dann woferne die Rinden an dem Ort/ wo das Aeug-<lb/>
lein i&#x017F;t/ hohl i&#x017F;t/ wirds nicht gerathen. Das Schild-<lb/>
lein/ woran das Aeuglein ha&#x0364;nget/ &#x017F;oll ohngefa&#x0364;hr drey<lb/>
zwerch Finger lang und etwan eines Daumens breit<lb/>
&#x017F;eyn.</p><lb/>
            <p>Das Aeuglein abzuledigen/ will Herr Du&#x0364;mler/ es<lb/>
ge&#x017F;chehe am fu&#x0364;glich&#x017F;ten/ wann man den Daumen an das<lb/>
Schildlein &#x017F;etze/ &#x017F;ittiglich drucke/ und &#x017F;o lang bewege/<lb/>
biß es &#x017F;ich vom Holtz abledige/ jedoch muß des Aeugleins<lb/>
ge&#x017F;chonet werden; wann es nun loß i&#x017F;t/ und das Aeug-<lb/>
lein nicht ab&#x017F;pringet/ &#x017F;o eine gute Anzeigung i&#x017F;t/ wird<lb/>
das Schildlein bey dem Aeuglein &#x017F;tarck abgedruckt/<lb/>
und al&#x017F;obald flei&#x017F;&#x017F;ig darauf ge&#x017F;ehen/ ob der Kern im<lb/>
Schildlein verblieben/ wa&#x0364;re es aber am Baum hangen<lb/>
blieben/ oder &#x017F;o das Aeuglein gar durchlo&#x0364;chert/ oder et-<lb/><cb/>
was Holtz mit abgeri&#x017F;&#x017F;en und za&#x0364;&#x017F;ericht wa&#x0364;re; ka&#x0364;me es<lb/>
gantz untu&#x0364;chtig.</p><lb/>
            <p>Herr <hi rendition="#aq">de Serres</hi> aber &#x017F;agt/ daß die&#x017F;e Arbeit de&#x017F;to<lb/>
leichter zu verrichten/ man wol ein wenig glattes Holtz<lb/>
an der Rinden la&#x017F;&#x017F;en kan/ das Aeuglein de&#x017F;to gewi&#x017F;&#x017F;er<lb/>
zu ver&#x017F;ichern/ &#x017F;o an dem Wachsthum keine Verhinde-<lb/>
rung bringet.</p><lb/>
            <p>Das Holtz aber/ &#x017F;o am Aeuglein bleibt/ muß nicht<lb/>
dicker/ als die Rinden &#x017F;eyn/ und fein gleich &#x017F;ich an den<lb/>
andern Stamm &#x017F;chicken/ oder da es uneben wa&#x0364;re/ muß<lb/>
es ge&#x017F;chicklich vergleicht werden. <hi rendition="#aq">Tanara</hi> &#x017F;agt/ die&#x017F;es<lb/>
&#x017F;ey viel gewi&#x017F;&#x017F;er und &#x017F;icherer/ als mit der Rinden allein;<lb/>
&#x017F;ie treiben ba&#x0364;lder und frecher/ und vereinige &#x017F;ich ein Holtz<lb/>
mit dem Safft eher mit dem andern Holtz/ als mit<lb/>
der blo&#x017F;en Rinden. Diß hat allein &#x017F;tatt zur Zeit/ wann<lb/>
&#x017F;ich die Rinden gern vom Baum abledigt/ und nur an<lb/>
Ba&#x0364;umen/ die eine &#x017F;tarcke fe&#x017F;te Rinden haben; als an<lb/>
Maulbeerbaum/ Oliven/ Ke&#x017F;ten/ Feigen/ Ha&#x017F;elnu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en/<lb/>
Pfer&#x017F;ichen/ Mandeln/ Limoni/ Pomeranzen/ Gel&#x017F;omin/<lb/>
Aepfel/ Birnen und dergleichen. Wer damit umge-<lb/>
het/ &#x017F;oll rein &#x017F;eyn/ und &#x017F;aubere wolgewa&#x017F;chne Ha&#x0364;nde<lb/>
haben/ und nichts &#x017F;aures oder &#x017F;charffes angeru&#x0364;hret<lb/>
haben.</p><lb/>
            <p>So bald man die&#x017F;es Aeuglein recht tauglich hat/<lb/>
&#x017F;chneidet man in ein vorhin &#x017F;chon zuge&#xA75B;ichtetes Ba&#x0364;umlein<lb/>
in die Rinden/ wo auch ein Aeuglein ge&#x017F;tanden/ oder wo<lb/>
&#x017F;ie nur glatt i&#x017F;t/ den Buch&#x017F;taben <hi rendition="#aq">T/</hi> etwas gro&#x0364;&#x017F;&#x017F;er als<lb/>
das Schildlein mit dem Aeuglein i&#x017F;t. Welchen etliche<lb/>
auch umkehre&#x0303;/ theils aber &#x017F;chneiden nur ein Creutz <hi rendition="#aq">X</hi> oder<lb/>
&#x2020; welches aber nicht &#x017F;o &#x017F;icher/ weil es nicht &#x017F;o gern heilet;<lb/>
Das Holtz aber muß nicht geritzt &#x017F;eyn/ oben auf darf<lb/>
man die Rinde nicht o&#x0364;ffnen/ nur den herabgehenden<lb/>
Schnitt/ muß ihm aber wol der Weil la&#x017F;&#x017F;en/ und fein<lb/>
&#x017F;acht und be&#x017F;cheiden damit handeln. Das Schildlein<lb/>
muß/ wann mans nicht den Augenblick wieder einlegen<lb/>
kan/ unterde&#x017F;&#x017F;en in ein Glas voll Wa&#x017F;&#x017F;er gethan/ auch<lb/>
muß der Safft an dem Stamm/ davon man die Rin-<lb/>
den abledigt/ nicht abgerieben oder weggewi&#x017F;cht werden/<lb/>
denn wann die&#x017F;er Safft nicht bleibt/ kan das fremde<lb/>
Aeuglein mit dem trockenen Holtz nicht zu&#x017F;ammen<lb/>
wach&#x017F;en.</p><lb/>
            <fw place="bottom" type="sig">E e e iij</fw>
            <fw place="bottom" type="catch">Es</fw><lb/>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[405/0423] Vierdten Buchs Anderer Theil/ Obſt-Garten. ſeyn/ auch ſoll man allzeit ſauber Waſſer in einem Ge- ſchirrlein dabey haben/ darein man die geſchnittenen Peltz-Zweige/ biß zur Aufſetzung einweichen koͤnne. Ob nun dieſe oder die erſte Weiſe am beſten/ ſtellet man dahin/ der Stamm zwar darf durch das Rinden- Peltzen wenig ausſtehen/ aber im Spalt vereinigt ſich das Holtz eher mit dem Zweiglein/ weil der Kern dem Safft viel naͤher einverleibt/ ohne daß man dieſe beſſer und ſorgfaͤltiger verbinden muß. Vom Pfropffen in den Kerb/ ſchreibt Herr Elßholtz alſo: Diß Pfropffen hat am meiſten ſtatt bey dicken wilden/ oder ſonſt unfruchtbaren Baͤumen/ wann ſie ſchon im Diameter einen biß 2 Fuß haben. Gleichfalls muͤſſen zu ſolchem Wercke keine zarte/ ſondern ſtarcke/ und hinder dem Jahrknodt gebrochene Zweige erwehlet werden/ und geſchihet alſo: Saͤget den Stamm halben Manns hoch herunter/ raſpelt mit einem Schabmeſſer die aͤuſſerſte grobe Rinden hinweg/ ſetzet alsdann ein ſcharffes Meſſer oder Meiſſel an den Rand des Stam- mens/ ſchlaget darauf/ daß er durch die Rinde biß ins Holtz hinein dringe/ ziehet ihn heraus/ und thut hart dar- neben einen Gegenſchnitt/ daß der Kerb nur ſo breit/ tieff und lang werde/ als der Zweig erfordert. Es muß aber der Zweig/ eben wie bey dem Spaltpfropffen zuge- richtet werden/ nur daß die inwendige Seiten einwenig zugeſpitzt ſey. Dieſen ausgeſchnittenen Zweig ſchiebet in den Ausſchnitt/ alſo/ daß Rinde mit Rinde/ und Holtz mit Holtz wol aneinander ſchlieſſen. Machet am Rand herum/ ſolcher Ausſchnitt 3/ 4/ biß 6/ nach Dicke des Stammes/ ſchiebet in jeden ſeinen Zweige/ verbindet und verſtreichet die Pfroffungen/ wie braͤuchig/ ſo wer- det ihr finden/ daß der Stamm ſtarck antreide/ und die Zweige bald Fruͤchte bringen werden. Cap. XV. Wie man aͤugeln ſolle. DJeſes geſchicht etwas ſpaͤter/ und im Anfang des Sommers/ wann die Baͤume allbereit ſtarcke neue Schoßbekom̃en/ dann muͤſſen von denſelben die Aeuglein genommen/ und auf junge Staͤmme ge- impfft werden/ die Aeuglein muͤſſen gail/ aufgeſchwollen und friſch ſeyn/ roͤthlicht/ nicht weißlicht/ und das unter ſich ein Blat habe. Der Mond darf ſo genau dabey nicht beobachtet ſeyn/ wann nur ſtill und ſchoͤnes Wet- ter/ weder zu heiß noch zu kalt iſt/ man kans Abends thun/ damit die Nachtkuͤhle deſto fruͤchtiger zum Wachs- thum einhelffe/ oder auch wol des Morgens fruͤhe/ ſo a- ber darum nicht beſſer/ weil die Rinden und Aeuglein um ſolche Zeit meiſtentheils feucht ſind/ und iſt ſonder- lich Regenwetter bey ſolcher Arbeit zu meiden. Dieſes kan allein aus Baͤumen in der nahen Nachbarſchafft geſchehen/ und laͤſſt ſich hier aus der Weiten nichts her- bringen/ oder uͤber Land herholen/ wie auf die vorige zwo Arten wol und fuͤglich geſchiehet. An ſtatt des Peltz- Zweigleins ſind alle neuaustreibende Aeuglein tuͤchtig und dienlich/ die nur groß/ ſaͤfftig und friſch zwiſchen den heur geſchoſſenen zarten Rinden und einem Blat/ wie ein Hertzlein herfuͤr gucken/ die muͤſſen mit ſamt der Rinden/ daran das meiſte gelegen/ abgeloͤſet werden. Das Meſſer muß ſcharff ſeyn/ damit das Aeuglein mit ſamt der Rinden/ und ſeinem inwendigen Kern/ oder ſchwartzen Aederlein vom Holtz abgeledigt werde. Dann woferne die Rinden an dem Ort/ wo das Aeug- lein iſt/ hohl iſt/ wirds nicht gerathen. Das Schild- lein/ woran das Aeuglein haͤnget/ ſoll ohngefaͤhr drey zwerch Finger lang und etwan eines Daumens breit ſeyn. Das Aeuglein abzuledigen/ will Herr Duͤmler/ es geſchehe am fuͤglichſten/ wann man den Daumen an das Schildlein ſetze/ ſittiglich drucke/ und ſo lang bewege/ biß es ſich vom Holtz abledige/ jedoch muß des Aeugleins geſchonet werden; wann es nun loß iſt/ und das Aeug- lein nicht abſpringet/ ſo eine gute Anzeigung iſt/ wird das Schildlein bey dem Aeuglein ſtarck abgedruckt/ und alſobald fleiſſig darauf geſehen/ ob der Kern im Schildlein verblieben/ waͤre es aber am Baum hangen blieben/ oder ſo das Aeuglein gar durchloͤchert/ oder et- was Holtz mit abgeriſſen und zaͤſericht waͤre; kaͤme es gantz untuͤchtig. Herr de Serres aber ſagt/ daß dieſe Arbeit deſto leichter zu verrichten/ man wol ein wenig glattes Holtz an der Rinden laſſen kan/ das Aeuglein deſto gewiſſer zu verſichern/ ſo an dem Wachsthum keine Verhinde- rung bringet. Das Holtz aber/ ſo am Aeuglein bleibt/ muß nicht dicker/ als die Rinden ſeyn/ und fein gleich ſich an den andern Stamm ſchicken/ oder da es uneben waͤre/ muß es geſchicklich vergleicht werden. Tanara ſagt/ dieſes ſey viel gewiſſer und ſicherer/ als mit der Rinden allein; ſie treiben baͤlder und frecher/ und vereinige ſich ein Holtz mit dem Safft eher mit dem andern Holtz/ als mit der bloſen Rinden. Diß hat allein ſtatt zur Zeit/ wann ſich die Rinden gern vom Baum abledigt/ und nur an Baͤumen/ die eine ſtarcke feſte Rinden haben; als an Maulbeerbaum/ Oliven/ Keſten/ Feigen/ Haſelnuͤſſen/ Pferſichen/ Mandeln/ Limoni/ Pomeranzen/ Gelſomin/ Aepfel/ Birnen und dergleichen. Wer damit umge- het/ ſoll rein ſeyn/ und ſaubere wolgewaſchne Haͤnde haben/ und nichts ſaures oder ſcharffes angeruͤhret haben. So bald man dieſes Aeuglein recht tauglich hat/ ſchneidet man in ein vorhin ſchon zugeꝛichtetes Baͤumlein in die Rinden/ wo auch ein Aeuglein geſtanden/ oder wo ſie nur glatt iſt/ den Buchſtaben T/ etwas groͤſſer als das Schildlein mit dem Aeuglein iſt. Welchen etliche auch umkehrẽ/ theils aber ſchneiden nur ein Creutz X oder † welches aber nicht ſo ſicher/ weil es nicht ſo gern heilet; Das Holtz aber muß nicht geritzt ſeyn/ oben auf darf man die Rinde nicht oͤffnen/ nur den herabgehenden Schnitt/ muß ihm aber wol der Weil laſſen/ und fein ſacht und beſcheiden damit handeln. Das Schildlein muß/ wann mans nicht den Augenblick wieder einlegen kan/ unterdeſſen in ein Glas voll Waſſer gethan/ auch muß der Safft an dem Stamm/ davon man die Rin- den abledigt/ nicht abgerieben oder weggewiſcht werden/ denn wann dieſer Safft nicht bleibt/ kan das fremde Aeuglein mit dem trockenen Holtz nicht zuſammen wachſen. Es E e e iij

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682/423
Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 1. Nürnberg, 1682, S. 405. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682/423>, abgerufen am 20.10.2019.