Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 1. Nürnberg, 1682.

Bild:
<< vorherige Seite

Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] sollen das Podagra mildern/ und der Safft davon/ soll/
nach Plinu Zeugniß/ die Haar schwartz machen.

Gleicher Eigenschafft ist auch das Blitum; der
Meyer ist zweyerley Sorten/ grosser und kleiner/ ist an
Wurtzen/ Blättern/ Stengel und Blumen gantz roth/
fast in der Gestalt des Amaranthi, der Safft davon ist
[Spaltenumbruch] so roth/ daß man darmit schreiben kan/ darum er auch
von etlichen Blut-Kraut genennet wird. Man kochet
ihn wie den Spenat/ soll aber dem Magen nicht so an-
ständig seyn. Der Saam ist gut wider die rothe Ruhr
und Gelbsucht. Das Kraut soll wider der Scorpionen
Stich dienen.

Cap. LV.
Vom Gartenkreß und Senff.
[Spaltenumbruch]

NAsturtium, Gartenkreß/ hat bey den Lateinern
diesen Namen/ quia Nares torquet, weil er in die
Nasen steigt und niessen machet.

Wann man Gartenkreß-Saamen und Blätter zu
Pulver stösst/ und den Boden eines Orts/ wo man dan-
tzen will/ überstreuet/ und solches/ durch die Bewegung
der Dantzenden aufgetrieben wird/ so wird es bey allen
Anwesenden ein starckes Niessen erregen/ daß man
genug darob zu lachen hat/ und gar vom Dantz aufhö-
ren muß.

Wird/ neben andern/ im Anfang des Frülings auf
die Mist-Better angebauet/ ziemlich dick/ oder auch
sonst in die Bette/ und mit der Schauffel nidergeklopfft.
Der Saame ist röthlicht-gelb/ scharff am Geschmack/
man säet ihn den Früling und Sommer durch/ alle
Monden/ von der ersten Saat wird ein Theil zum
Saamen behalten/ ist gut unter den Kräuter-Salat/
und temperirt des Salats kühlende Natur/ hat gerne
feuchten und fetten Grunde/ übersäet man aber die Bett-
lein nicht so dick/ sondern etwas dünner/ so wächst er
schöner und vollkommener.

Das Kraut ist nicht so hitzig/ als der Saamen/
sonderlich wann es frisch genossen wird/ und habens die
alten Persianer/ nach Xenophontis Zeugnis/ zum Brod
gegessen/ ist der Eigenschafft wie der Senf/ erwärmet
und stärcket die Menschliche Natur; mit Roßmüntz ge-
braucht/ soll er allerley Würme aus dem Leibe treiben/
macht das Miltz klein/ und reiniget die Lunge; der
Safft davon getruncken/ vertreibt den Schlangen-
Gifft/ wie sie dann auch von seinem Rauch vertrieben
werden/ hindert das Haar ausfallen.

Der Saame hat/ nach Galeni Ausspruch/ die Krafft/
den zähen groben Schleim/ um die Brust zu vertheilen
und auszuführen; Jn dem Mund gekäuet/ zeucht er
viel böse schleimichte Materi aus dem Hirn.

Der Kreß-Saamen/ wie Plinius meldet/ mit
Bohnen-Meel vermengt/ und über die Kröpff gelegt/
und ein Kohl-Blat darüber/ soll solche vertreiben. Von
den jungen zarten Blätlein (wie auch vom Senf)
macht man mit Zucker und Essig eine gute Salsen/ die
auf den Tafeln zum Gebratenen aufgetragen wird.

Bronnenkreß/ den man überall bey den Bronnen-
Quellen und feuchten wasserreichen Orten findet/ ist im
ersten Früling in gleichem Gebrauch/ davon im 120.
Capitel etwas mehr gedacht wird.

Senf hat mit dem Kressen fast einerley Wirckung.
Eruca lutea, latifolia wird durch Saamen und Wur-
tzen fortgebracht/ hat gern einen sandichten und feuch-
ten Grund/ wo er einmal einnistet/ kan er sich selbst fort-
pflantzen; wann die Blätter zum Gebrauch abge-
schnitten sind/ so treibt die Wurtzen immer wieder neue
herfür/ wird wegen seines Saamens in schwartzen und
[Spaltenumbruch] weissen getheilt/ der doch mehr braun und geel ist/ wer-
den beede im Früling im wachsenden Monden gesäet/
so reiffet der Saame im Herbst/ den man sodann zum
Gebrauch sammlen kan; die Blätter/ sonderlich von weis-
sen/ weil sie noch zart sind/ werden unter den Kräuter-
Saläten gebraucht.

Was man nach Johanni säet/ schosst nicht so bald und
leicht in den Saamen/ als was vorher früher angebauet
worden/ ist noch eine aus Spania hergebrachte Eruca,
etwas fettblättericher als der gemeine mit gelber Blühe/
auch zum Gebrauch etwas lieblicher. Der Saame
je frischer und jünger er ist/ je besser ist er zur Saat und
zur Salsen; wann er inwendig grünlicht scheinet/ so ist
er frisch/ ist er aber weiß/ so taugt er nicht zum Saa-
men.

Herr D. Elßholtz beschreibt die Jtalianische Mustar-
de
folgender Gestalt: Nehmt von Quitten-Conserve
5 Pfund/ eingemachte Pomerantzen-Schalen 3
Pfund und 18 Loth/ eingemachten Citronat dritthalb
Pfund/ verschaumt Hönig 1 Pfund 6 Loth/ zerstossenen
und im Wein 24 Stunden gepeisten Senf 6 Loth/ grob-
licht zerstossene Cardomomi/ Zimmet/ Muscatnuß/
Jngber und Nägelein/ jedes 1 Quintlein/ die Conserven
und Condituren kocht erstlich zusammen in dem ver-
schaumten Hönig/ darnach giesst den Senff darzu/
und rührts wol um; endlich thut man das Gewürtz
darzu/ und bringt alles in Form eines dicken Hönigs/
so ist die Mustarde fertig. Diese aber kan/ meines Er-
achtens/ wenig Geschmack von dem Senff behalten/ weil
so wenig Loth unter so vielen Pfunden süsser Materien/
nicht viel vom Senff-Geschmack haben kan.

Jn Oesterreich wird des Senffmeels von schwar-
tzen und weissen zusamm gemischt und mit süssen gesot-
tenen Most und klein zerschnittenen Limoni-Schahlen
zu einer dicklichten Consistenz gesotten; und wann er
zu dick werden will/ wird er mit süssem Most wieder an-
gemacht/ theils machen ihn nur also mit Essig oder ge-
meinen guten Wein/ mit oder ohne Zucker an/ und be-
halten ihn also zum Gebrauch.

Jm guten Grunde kommt der Senff schöner und
völliger als in einem dürren. Der Moustarden Gebrauch
ist im Herbst und Winter besser/ als in der Sommer-
Zeit/ sie werden in Oesterreich/ in kleine eine halbe oder
gantze Maß haltende/ Fäßlein eingemacht/ und also weit
verführt und aufgekaufft von den Kauffleuten/ die ohne
diß ihren Wein daselbst einkauffen; der Senff wiewol
er warmer und beissender Natur/ wird doch durch das
Süsse gemildert. An andern Orten wird das Senff-
meel mit Essig oder Wein zu einen Taig gemacht/
daraus Zelten formirt und aufgedörrt/ die man mit
süssen Wein zu einer Salsen abtreiben kan/ wann man
will. Hat die Krafft dünn zu machen/ zu vertheilen/

abzu-

Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] ſollen das Podagra mildern/ und der Safft davon/ ſoll/
nach Plinu Zeugniß/ die Haar ſchwartz machen.

Gleicher Eigenſchafft iſt auch das Blitum; der
Meyer iſt zweyerley Sorten/ groſſer und kleiner/ iſt an
Wurtzen/ Blaͤttern/ Stengel und Blumen gantz roth/
faſt in der Geſtalt des Amaranthi, der Safft davon iſt
[Spaltenumbruch] ſo roth/ daß man darmit ſchreiben kan/ darum er auch
von etlichen Blut-Kraut genennet wird. Man kochet
ihn wie den Spenat/ ſoll aber dem Magen nicht ſo an-
ſtaͤndig ſeyn. Der Saam iſt gut wider die rothe Ruhr
und Gelbſucht. Das Kraut ſoll wider der Scorpionen
Stich dienen.

Cap. LV.
Vom Gartenkreß und Senff.
[Spaltenumbruch]

NAſturtium, Gartenkreß/ hat bey den Lateinern
dieſen Namen/ quia Nares torquet, weil er in die
Naſen ſteigt und nieſſen machet.

Wann man Gartenkreß-Saamen und Blaͤtter zu
Pulver ſtoͤſſt/ und den Boden eines Orts/ wo man dan-
tzen will/ uͤberſtreuet/ und ſolches/ durch die Bewegung
der Dantzenden aufgetrieben wird/ ſo wird es bey allen
Anweſenden ein ſtarckes Nieſſen erregen/ daß man
genug darob zu lachen hat/ und gar vom Dantz aufhoͤ-
ren muß.

Wird/ neben andern/ im Anfang des Fruͤlings auf
die Miſt-Better angebauet/ ziemlich dick/ oder auch
ſonſt in die Bette/ und mit der Schauffel nidergeklopfft.
Der Saame iſt roͤthlicht-gelb/ ſcharff am Geſchmack/
man ſaͤet ihn den Fruͤling und Sommer durch/ alle
Monden/ von der erſten Saat wird ein Theil zum
Saamen behalten/ iſt gut unter den Kraͤuter-Salat/
und temperirt des Salats kuͤhlende Natur/ hat gerne
feuchten und fetten Grunde/ uͤberſaͤet man aber die Bett-
lein nicht ſo dick/ ſondern etwas duͤnner/ ſo waͤchſt er
ſchoͤner und vollkommener.

Das Kraut iſt nicht ſo hitzig/ als der Saamen/
ſonderlich wann es friſch genoſſen wird/ und habens die
alten Perſianer/ nach Xenophontis Zeugnis/ zum Brod
gegeſſen/ iſt der Eigenſchafft wie der Senf/ erwaͤrmet
und ſtaͤrcket die Menſchliche Natur; mit Roßmuͤntz ge-
braucht/ ſoll er allerley Wuͤrme aus dem Leibe treiben/
macht das Miltz klein/ und reiniget die Lunge; der
Safft davon getruncken/ vertreibt den Schlangen-
Gifft/ wie ſie dann auch von ſeinem Rauch vertrieben
werden/ hindert das Haar ausfallen.

Der Saame hat/ nach Galeni Ausſpruch/ die Krafft/
den zaͤhen groben Schleim/ um die Bruſt zu vertheilen
und auszufuͤhren; Jn dem Mund gekaͤuet/ zeucht er
viel boͤſe ſchleimichte Materi aus dem Hirn.

Der Kreß-Saamen/ wie Plinius meldet/ mit
Bohnen-Meel vermengt/ und uͤber die Kroͤpff gelegt/
und ein Kohl-Blat daruͤber/ ſoll ſolche vertreiben. Von
den jungen zarten Blaͤtlein (wie auch vom Senf)
macht man mit Zucker und Eſſig eine gute Salſen/ die
auf den Tafeln zum Gebratenen aufgetragen wird.

Bronnenkreß/ den man uͤberall bey den Bronnen-
Quellen und feuchten waſſerreichen Orten findet/ iſt im
erſten Fruͤling in gleichem Gebrauch/ davon im 120.
Capitel etwas mehr gedacht wird.

Senf hat mit dem Kreſſen faſt einerley Wirckung.
Eruca lutea, latifolia wird durch Saamen und Wur-
tzen fortgebracht/ hat gern einen ſandichten und feuch-
ten Grund/ wo er einmal einniſtet/ kan er ſich ſelbſt fort-
pflantzen; wann die Blaͤtter zum Gebrauch abge-
ſchnitten ſind/ ſo treibt die Wurtzen immer wieder neue
herfuͤr/ wird wegen ſeines Saamens in ſchwartzen und
[Spaltenumbruch] weiſſen getheilt/ der doch mehr braun und geel iſt/ wer-
den beede im Fruͤling im wachſenden Monden geſaͤet/
ſo reiffet der Saame im Herbſt/ den man ſodann zum
Gebrauch ſam̃len kan; die Blaͤtter/ ſonderlich von weiſ-
ſen/ weil ſie noch zart ſind/ werden unter den Kraͤuter-
Salaͤten gebraucht.

Was man nach Johanni ſaͤet/ ſchoſſt nicht ſo bald uñ
leicht in den Saamen/ als was vorher fruͤher angebauet
worden/ iſt noch eine aus Spania hergebrachte Eruca,
etwas fettblaͤttericher als der gemeine mit gelber Bluͤhe/
auch zum Gebrauch etwas lieblicher. Der Saame
je friſcher und juͤnger er iſt/ je beſſer iſt er zur Saat und
zur Salſen; wann er inwendig gruͤnlicht ſcheinet/ ſo iſt
er friſch/ iſt er aber weiß/ ſo taugt er nicht zum Saa-
men.

Herr D. Elßholtz beſchreibt die Jtalianiſche Muſtar-
de
folgender Geſtalt: Nehmt von Quitten-Conſerve
5 Pfund/ eingemachte Pomerantzen-Schalen 3
Pfund und 18 Loth/ eingemachten Citronat dritthalb
Pfund/ verſchaumt Hoͤnig 1 Pfund 6 Loth/ zerſtoſſenen
und im Wein 24 Stunden gepeiſten Senf 6 Loth/ grob-
licht zerſtoſſene Cardomomi/ Zimmet/ Muſcatnuß/
Jngber und Naͤgelein/ jedes 1 Quintlein/ die Conſerven
und Condituren kocht erſtlich zuſammen in dem ver-
ſchaumten Hoͤnig/ darnach gieſſt den Senff darzu/
und ruͤhrts wol um; endlich thut man das Gewuͤrtz
darzu/ und bringt alles in Form eines dicken Hoͤnigs/
ſo iſt die Muſtarde fertig. Dieſe aber kan/ meines Er-
achtens/ wenig Geſchmack von dem Senff behalten/ weil
ſo wenig Loth unter ſo vielen Pfunden ſuͤſſer Materien/
nicht viel vom Senff-Geſchmack haben kan.

Jn Oeſterreich wird des Senffmeels von ſchwar-
tzen und weiſſen zuſamm gemiſcht und mit ſuͤſſen geſot-
tenen Moſt und klein zerſchnittenen Limoni-Schahlen
zu einer dicklichten Conſiſtenz geſotten; und wann er
zu dick werden will/ wird er mit ſuͤſſem Moſt wieder an-
gemacht/ theils machen ihn nur alſo mit Eſſig oder ge-
meinen guten Wein/ mit oder ohne Zucker an/ und be-
halten ihn alſo zum Gebrauch.

Jm guten Grunde kommt der Senff ſchoͤner und
voͤlliger als in einem duͤrren. Der Mouſtarden Gebrauch
iſt im Herbſt und Winter beſſer/ als in der Sommer-
Zeit/ ſie werden in Oeſterreich/ in kleine eine halbe oder
gantze Maß haltende/ Faͤßlein eingemacht/ und alſo weit
verfuͤhrt und aufgekaufft von den Kauffleuten/ die ohne
diß ihren Wein daſelbſt einkauffen; der Senff wiewol
er warmer und beiſſender Natur/ wird doch durch das
Suͤſſe gemildert. An andern Orten wird das Senff-
meel mit Eſſig oder Wein zu einen Taig gemacht/
daraus Zelten formirt und aufgedoͤrrt/ die man mit
ſuͤſſen Wein zu einer Salſen abtreiben kan/ wann man
will. Hat die Krafft duͤnn zu machen/ zu vertheilen/

abzu-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0524" n="508[506]"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Des Adelichen Land- und Feld-Lebens</hi></fw><lb/><cb/>
&#x017F;ollen das Podagra mildern/ und der Safft davon/ &#x017F;oll/<lb/>
nach Plinu Zeugniß/ die Haar &#x017F;chwartz machen.</p><lb/>
            <p>Gleicher Eigen&#x017F;chafft i&#x017F;t auch das <hi rendition="#aq">Blitum;</hi> der<lb/>
Meyer i&#x017F;t zweyerley Sorten/ gro&#x017F;&#x017F;er und kleiner/ i&#x017F;t an<lb/>
Wurtzen/ Bla&#x0364;ttern/ Stengel und Blumen gantz roth/<lb/>
fa&#x017F;t in der Ge&#x017F;talt des <hi rendition="#aq">Amaranthi,</hi> der Safft davon i&#x017F;t<lb/><cb/>
&#x017F;o roth/ daß man darmit &#x017F;chreiben kan/ darum er auch<lb/>
von etlichen Blut-Kraut genennet wird. Man kochet<lb/>
ihn wie den Spenat/ &#x017F;oll aber dem Magen nicht &#x017F;o an-<lb/>
&#x017F;ta&#x0364;ndig &#x017F;eyn. Der Saam i&#x017F;t gut wider die rothe Ruhr<lb/>
und Gelb&#x017F;ucht. Das Kraut &#x017F;oll wider der Scorpionen<lb/>
Stich dienen.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Cap.</hi> LV.</hi> </hi><lb/> <hi rendition="#fr">Vom Gartenkreß und Senff.</hi> </head><lb/>
            <cb/>
            <p><hi rendition="#aq"><hi rendition="#in">N</hi>A&#x017F;turtium,</hi> Gartenkreß/ hat bey den Lateinern<lb/>
die&#x017F;en Namen/ <hi rendition="#aq">quia Nares torquet,</hi> weil er in die<lb/>
Na&#x017F;en &#x017F;teigt und nie&#x017F;&#x017F;en machet.</p><lb/>
            <p>Wann man Gartenkreß-Saamen und Bla&#x0364;tter zu<lb/>
Pulver &#x017F;to&#x0364;&#x017F;&#x017F;t/ und den Boden eines Orts/ wo man dan-<lb/>
tzen will/ u&#x0364;ber&#x017F;treuet/ und &#x017F;olches/ durch die Bewegung<lb/>
der Dantzenden aufgetrieben wird/ &#x017F;o wird es bey allen<lb/>
Anwe&#x017F;enden ein &#x017F;tarckes Nie&#x017F;&#x017F;en erregen/ daß man<lb/>
genug darob zu lachen hat/ und gar vom Dantz aufho&#x0364;-<lb/>
ren muß.</p><lb/>
            <p>Wird/ neben andern/ im Anfang des Fru&#x0364;lings auf<lb/>
die Mi&#x017F;t-Better angebauet/ ziemlich dick/ oder auch<lb/>
&#x017F;on&#x017F;t in die Bette/ und mit der Schauffel nidergeklopfft.<lb/>
Der Saame i&#x017F;t ro&#x0364;thlicht-gelb/ &#x017F;charff am Ge&#x017F;chmack/<lb/>
man &#x017F;a&#x0364;et ihn den Fru&#x0364;ling und Sommer durch/ alle<lb/>
Monden/ von der er&#x017F;ten Saat wird ein Theil zum<lb/>
Saamen behalten/ i&#x017F;t gut unter den Kra&#x0364;uter-Salat/<lb/>
und temperirt des Salats ku&#x0364;hlende Natur/ hat gerne<lb/>
feuchten und fetten Grunde/ u&#x0364;ber&#x017F;a&#x0364;et man aber die Bett-<lb/>
lein nicht &#x017F;o dick/ &#x017F;ondern etwas du&#x0364;nner/ &#x017F;o wa&#x0364;ch&#x017F;t er<lb/>
&#x017F;cho&#x0364;ner und vollkommener.</p><lb/>
            <p>Das Kraut i&#x017F;t nicht &#x017F;o hitzig/ als der Saamen/<lb/>
&#x017F;onderlich wann es fri&#x017F;ch geno&#x017F;&#x017F;en wird/ und habens die<lb/>
alten Per&#x017F;ianer/ nach <hi rendition="#aq">Xenophontis</hi> Zeugnis/ zum Brod<lb/>
gege&#x017F;&#x017F;en/ i&#x017F;t der Eigen&#x017F;chafft wie der Senf/ erwa&#x0364;rmet<lb/>
und &#x017F;ta&#x0364;rcket die Men&#x017F;chliche Natur; mit Roßmu&#x0364;ntz ge-<lb/>
braucht/ &#x017F;oll er allerley Wu&#x0364;rme aus dem Leibe treiben/<lb/>
macht das Miltz klein/ und reiniget die Lunge; der<lb/>
Safft davon getruncken/ vertreibt den Schlangen-<lb/>
Gifft/ wie &#x017F;ie dann auch von &#x017F;einem Rauch vertrieben<lb/>
werden/ hindert das Haar ausfallen.</p><lb/>
            <p>Der Saame hat/ nach <hi rendition="#aq">Galeni</hi> Aus&#x017F;pruch/ die Krafft/<lb/>
den za&#x0364;hen groben Schleim/ um die Bru&#x017F;t zu vertheilen<lb/>
und auszufu&#x0364;hren; Jn dem Mund geka&#x0364;uet/ zeucht er<lb/>
viel bo&#x0364;&#x017F;e &#x017F;chleimichte Materi aus dem Hirn.</p><lb/>
            <p>Der Kreß-Saamen/ wie <hi rendition="#aq">Plinius</hi> meldet/ mit<lb/>
Bohnen-Meel vermengt/ und u&#x0364;ber die Kro&#x0364;pff gelegt/<lb/>
und ein Kohl-Blat daru&#x0364;ber/ &#x017F;oll &#x017F;olche vertreiben. Von<lb/>
den jungen zarten Bla&#x0364;tlein (wie auch vom Senf)<lb/>
macht man mit Zucker und E&#x017F;&#x017F;ig eine gute Sal&#x017F;en/ die<lb/>
auf den Tafeln zum Gebratenen aufgetragen wird.</p><lb/>
            <p>Bronnenkreß/ den man u&#x0364;berall bey den Bronnen-<lb/>
Quellen und feuchten wa&#x017F;&#x017F;erreichen Orten findet/ i&#x017F;t im<lb/>
er&#x017F;ten Fru&#x0364;ling in gleichem Gebrauch/ davon im <hi rendition="#g">120.</hi><lb/>
Capitel etwas mehr gedacht wird.</p><lb/>
            <p>Senf hat mit dem Kre&#x017F;&#x017F;en fa&#x017F;t einerley Wirckung.<lb/><hi rendition="#aq">Eruca lutea, latifolia</hi> wird durch Saamen und Wur-<lb/>
tzen fortgebracht/ hat gern einen &#x017F;andichten und feuch-<lb/>
ten Grund/ wo er einmal einni&#x017F;tet/ kan er &#x017F;ich &#x017F;elb&#x017F;t fort-<lb/>
pflantzen; wann die Bla&#x0364;tter zum Gebrauch abge-<lb/>
&#x017F;chnitten &#x017F;ind/ &#x017F;o treibt die Wurtzen immer wieder neue<lb/>
herfu&#x0364;r/ wird wegen &#x017F;eines Saamens in &#x017F;chwartzen und<lb/><cb/>
wei&#x017F;&#x017F;en getheilt/ der doch mehr braun und geel i&#x017F;t/ wer-<lb/>
den beede im Fru&#x0364;ling im wach&#x017F;enden Monden ge&#x017F;a&#x0364;et/<lb/>
&#x017F;o reiffet der Saame im Herb&#x017F;t/ den man &#x017F;odann zum<lb/>
Gebrauch &#x017F;am&#x0303;len kan; die Bla&#x0364;tter/ &#x017F;onderlich von wei&#x017F;-<lb/>
&#x017F;en/ weil &#x017F;ie noch zart &#x017F;ind/ werden unter den Kra&#x0364;uter-<lb/>
Sala&#x0364;ten gebraucht.</p><lb/>
            <p>Was man nach Johanni &#x017F;a&#x0364;et/ &#x017F;cho&#x017F;&#x017F;t nicht &#x017F;o bald un&#x0303;<lb/>
leicht in den Saamen/ als was vorher fru&#x0364;her angebauet<lb/>
worden/ i&#x017F;t noch eine aus Spania hergebrachte <hi rendition="#aq">Eruca,</hi><lb/>
etwas fettbla&#x0364;ttericher als der gemeine mit gelber Blu&#x0364;he/<lb/>
auch zum Gebrauch etwas lieblicher. Der Saame<lb/>
je fri&#x017F;cher und ju&#x0364;nger er i&#x017F;t/ je be&#x017F;&#x017F;er i&#x017F;t er zur Saat und<lb/>
zur Sal&#x017F;en; wann er inwendig gru&#x0364;nlicht &#x017F;cheinet/ &#x017F;o i&#x017F;t<lb/>
er fri&#x017F;ch/ i&#x017F;t er aber weiß/ &#x017F;o taugt er nicht zum Saa-<lb/>
men.</p><lb/>
            <p>Herr <hi rendition="#aq">D.</hi> Elßholtz be&#x017F;chreibt die Jtaliani&#x017F;che <hi rendition="#aq">Mu&#x017F;tar-<lb/>
de</hi> folgender Ge&#x017F;talt: Nehmt von Quitten-<hi rendition="#aq">Con&#x017F;erve</hi><lb/>
5 Pfund/ eingemachte Pomerantzen-Schalen 3<lb/>
Pfund und 18 Loth/ eingemachten Citronat dritthalb<lb/>
Pfund/ ver&#x017F;chaumt Ho&#x0364;nig 1 Pfund 6 Loth/ zer&#x017F;to&#x017F;&#x017F;enen<lb/>
und im Wein 24 Stunden gepei&#x017F;ten Senf 6 Loth/ grob-<lb/>
licht zer&#x017F;to&#x017F;&#x017F;ene Cardomomi/ Zimmet/ Mu&#x017F;catnuß/<lb/>
Jngber und Na&#x0364;gelein/ jedes 1 Quintlein/ die <hi rendition="#aq">Con&#x017F;erv</hi>en<lb/>
und <hi rendition="#aq">Conditu</hi>ren kocht er&#x017F;tlich zu&#x017F;ammen in dem ver-<lb/>
&#x017F;chaumten Ho&#x0364;nig/ darnach gie&#x017F;&#x017F;t den Senff darzu/<lb/>
und ru&#x0364;hrts wol um; endlich thut man das Gewu&#x0364;rtz<lb/>
darzu/ und bringt alles in Form eines dicken Ho&#x0364;nigs/<lb/>
&#x017F;o i&#x017F;t die <hi rendition="#aq">Mu&#x017F;tarde</hi> fertig. Die&#x017F;e aber kan/ meines Er-<lb/>
achtens/ wenig Ge&#x017F;chmack von dem Senff behalten/ weil<lb/>
&#x017F;o wenig Loth unter &#x017F;o vielen Pfunden &#x017F;u&#x0364;&#x017F;&#x017F;er Materien/<lb/>
nicht viel vom Senff-Ge&#x017F;chmack haben kan.</p><lb/>
            <p>Jn Oe&#x017F;terreich wird des Senffmeels von &#x017F;chwar-<lb/>
tzen und wei&#x017F;&#x017F;en zu&#x017F;amm gemi&#x017F;cht und mit &#x017F;u&#x0364;&#x017F;&#x017F;en ge&#x017F;ot-<lb/>
tenen Mo&#x017F;t und klein zer&#x017F;chnittenen Limoni-Schahlen<lb/>
zu einer dicklichten <hi rendition="#aq">Con&#x017F;i&#x017F;tenz</hi> ge&#x017F;otten; und wann er<lb/>
zu dick werden will/ wird er mit &#x017F;u&#x0364;&#x017F;&#x017F;em Mo&#x017F;t wieder an-<lb/>
gemacht/ theils machen ihn nur al&#x017F;o mit E&#x017F;&#x017F;ig oder ge-<lb/>
meinen guten Wein/ mit oder ohne Zucker an/ und be-<lb/>
halten ihn al&#x017F;o zum Gebrauch.</p><lb/>
            <p>Jm guten Grunde kommt der Senff &#x017F;cho&#x0364;ner und<lb/>
vo&#x0364;lliger als in einem du&#x0364;rren. Der <hi rendition="#aq">Mou&#x017F;tard</hi>en Gebrauch<lb/>
i&#x017F;t im Herb&#x017F;t und Winter be&#x017F;&#x017F;er/ als in der Sommer-<lb/>
Zeit/ &#x017F;ie werden in Oe&#x017F;terreich/ in kleine eine halbe oder<lb/>
gantze Maß haltende/ Fa&#x0364;ßlein eingemacht/ und al&#x017F;o weit<lb/>
verfu&#x0364;hrt und aufgekaufft von den Kauffleuten/ die ohne<lb/>
diß ihren Wein da&#x017F;elb&#x017F;t einkauffen; der Senff wiewol<lb/>
er warmer und bei&#x017F;&#x017F;ender Natur/ wird doch durch das<lb/>
Su&#x0364;&#x017F;&#x017F;e gemildert. An andern Orten wird das Senff-<lb/>
meel mit E&#x017F;&#x017F;ig oder Wein zu einen Taig gemacht/<lb/>
daraus Zelten formirt und aufgedo&#x0364;rrt/ die man mit<lb/>
&#x017F;u&#x0364;&#x017F;&#x017F;en Wein zu einer Sal&#x017F;en abtreiben kan/ wann man<lb/>
will. Hat die Krafft du&#x0364;nn zu machen/ zu vertheilen/<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">abzu-</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[508[506]/0524] Des Adelichen Land- und Feld-Lebens ſollen das Podagra mildern/ und der Safft davon/ ſoll/ nach Plinu Zeugniß/ die Haar ſchwartz machen. Gleicher Eigenſchafft iſt auch das Blitum; der Meyer iſt zweyerley Sorten/ groſſer und kleiner/ iſt an Wurtzen/ Blaͤttern/ Stengel und Blumen gantz roth/ faſt in der Geſtalt des Amaranthi, der Safft davon iſt ſo roth/ daß man darmit ſchreiben kan/ darum er auch von etlichen Blut-Kraut genennet wird. Man kochet ihn wie den Spenat/ ſoll aber dem Magen nicht ſo an- ſtaͤndig ſeyn. Der Saam iſt gut wider die rothe Ruhr und Gelbſucht. Das Kraut ſoll wider der Scorpionen Stich dienen. Cap. LV. Vom Gartenkreß und Senff. NAſturtium, Gartenkreß/ hat bey den Lateinern dieſen Namen/ quia Nares torquet, weil er in die Naſen ſteigt und nieſſen machet. Wann man Gartenkreß-Saamen und Blaͤtter zu Pulver ſtoͤſſt/ und den Boden eines Orts/ wo man dan- tzen will/ uͤberſtreuet/ und ſolches/ durch die Bewegung der Dantzenden aufgetrieben wird/ ſo wird es bey allen Anweſenden ein ſtarckes Nieſſen erregen/ daß man genug darob zu lachen hat/ und gar vom Dantz aufhoͤ- ren muß. Wird/ neben andern/ im Anfang des Fruͤlings auf die Miſt-Better angebauet/ ziemlich dick/ oder auch ſonſt in die Bette/ und mit der Schauffel nidergeklopfft. Der Saame iſt roͤthlicht-gelb/ ſcharff am Geſchmack/ man ſaͤet ihn den Fruͤling und Sommer durch/ alle Monden/ von der erſten Saat wird ein Theil zum Saamen behalten/ iſt gut unter den Kraͤuter-Salat/ und temperirt des Salats kuͤhlende Natur/ hat gerne feuchten und fetten Grunde/ uͤberſaͤet man aber die Bett- lein nicht ſo dick/ ſondern etwas duͤnner/ ſo waͤchſt er ſchoͤner und vollkommener. Das Kraut iſt nicht ſo hitzig/ als der Saamen/ ſonderlich wann es friſch genoſſen wird/ und habens die alten Perſianer/ nach Xenophontis Zeugnis/ zum Brod gegeſſen/ iſt der Eigenſchafft wie der Senf/ erwaͤrmet und ſtaͤrcket die Menſchliche Natur; mit Roßmuͤntz ge- braucht/ ſoll er allerley Wuͤrme aus dem Leibe treiben/ macht das Miltz klein/ und reiniget die Lunge; der Safft davon getruncken/ vertreibt den Schlangen- Gifft/ wie ſie dann auch von ſeinem Rauch vertrieben werden/ hindert das Haar ausfallen. Der Saame hat/ nach Galeni Ausſpruch/ die Krafft/ den zaͤhen groben Schleim/ um die Bruſt zu vertheilen und auszufuͤhren; Jn dem Mund gekaͤuet/ zeucht er viel boͤſe ſchleimichte Materi aus dem Hirn. Der Kreß-Saamen/ wie Plinius meldet/ mit Bohnen-Meel vermengt/ und uͤber die Kroͤpff gelegt/ und ein Kohl-Blat daruͤber/ ſoll ſolche vertreiben. Von den jungen zarten Blaͤtlein (wie auch vom Senf) macht man mit Zucker und Eſſig eine gute Salſen/ die auf den Tafeln zum Gebratenen aufgetragen wird. Bronnenkreß/ den man uͤberall bey den Bronnen- Quellen und feuchten waſſerreichen Orten findet/ iſt im erſten Fruͤling in gleichem Gebrauch/ davon im 120. Capitel etwas mehr gedacht wird. Senf hat mit dem Kreſſen faſt einerley Wirckung. Eruca lutea, latifolia wird durch Saamen und Wur- tzen fortgebracht/ hat gern einen ſandichten und feuch- ten Grund/ wo er einmal einniſtet/ kan er ſich ſelbſt fort- pflantzen; wann die Blaͤtter zum Gebrauch abge- ſchnitten ſind/ ſo treibt die Wurtzen immer wieder neue herfuͤr/ wird wegen ſeines Saamens in ſchwartzen und weiſſen getheilt/ der doch mehr braun und geel iſt/ wer- den beede im Fruͤling im wachſenden Monden geſaͤet/ ſo reiffet der Saame im Herbſt/ den man ſodann zum Gebrauch ſam̃len kan; die Blaͤtter/ ſonderlich von weiſ- ſen/ weil ſie noch zart ſind/ werden unter den Kraͤuter- Salaͤten gebraucht. Was man nach Johanni ſaͤet/ ſchoſſt nicht ſo bald uñ leicht in den Saamen/ als was vorher fruͤher angebauet worden/ iſt noch eine aus Spania hergebrachte Eruca, etwas fettblaͤttericher als der gemeine mit gelber Bluͤhe/ auch zum Gebrauch etwas lieblicher. Der Saame je friſcher und juͤnger er iſt/ je beſſer iſt er zur Saat und zur Salſen; wann er inwendig gruͤnlicht ſcheinet/ ſo iſt er friſch/ iſt er aber weiß/ ſo taugt er nicht zum Saa- men. Herr D. Elßholtz beſchreibt die Jtalianiſche Muſtar- de folgender Geſtalt: Nehmt von Quitten-Conſerve 5 Pfund/ eingemachte Pomerantzen-Schalen 3 Pfund und 18 Loth/ eingemachten Citronat dritthalb Pfund/ verſchaumt Hoͤnig 1 Pfund 6 Loth/ zerſtoſſenen und im Wein 24 Stunden gepeiſten Senf 6 Loth/ grob- licht zerſtoſſene Cardomomi/ Zimmet/ Muſcatnuß/ Jngber und Naͤgelein/ jedes 1 Quintlein/ die Conſerven und Condituren kocht erſtlich zuſammen in dem ver- ſchaumten Hoͤnig/ darnach gieſſt den Senff darzu/ und ruͤhrts wol um; endlich thut man das Gewuͤrtz darzu/ und bringt alles in Form eines dicken Hoͤnigs/ ſo iſt die Muſtarde fertig. Dieſe aber kan/ meines Er- achtens/ wenig Geſchmack von dem Senff behalten/ weil ſo wenig Loth unter ſo vielen Pfunden ſuͤſſer Materien/ nicht viel vom Senff-Geſchmack haben kan. Jn Oeſterreich wird des Senffmeels von ſchwar- tzen und weiſſen zuſamm gemiſcht und mit ſuͤſſen geſot- tenen Moſt und klein zerſchnittenen Limoni-Schahlen zu einer dicklichten Conſiſtenz geſotten; und wann er zu dick werden will/ wird er mit ſuͤſſem Moſt wieder an- gemacht/ theils machen ihn nur alſo mit Eſſig oder ge- meinen guten Wein/ mit oder ohne Zucker an/ und be- halten ihn alſo zum Gebrauch. Jm guten Grunde kommt der Senff ſchoͤner und voͤlliger als in einem duͤrren. Der Mouſtarden Gebrauch iſt im Herbſt und Winter beſſer/ als in der Sommer- Zeit/ ſie werden in Oeſterreich/ in kleine eine halbe oder gantze Maß haltende/ Faͤßlein eingemacht/ und alſo weit verfuͤhrt und aufgekaufft von den Kauffleuten/ die ohne diß ihren Wein daſelbſt einkauffen; der Senff wiewol er warmer und beiſſender Natur/ wird doch durch das Suͤſſe gemildert. An andern Orten wird das Senff- meel mit Eſſig oder Wein zu einen Taig gemacht/ daraus Zelten formirt und aufgedoͤrrt/ die man mit ſuͤſſen Wein zu einer Salſen abtreiben kan/ wann man will. Hat die Krafft duͤnn zu machen/ zu vertheilen/ abzu-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682/524
Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 1. Nürnberg, 1682, S. 508[506]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682/524>, abgerufen am 14.10.2019.