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Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 1. Nürnberg, 1682.

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Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] wenig von dem andern unterschieden. Es wird aus der
Wurtzen/ Aestlein und Beeren ein Safft gepresst/ der in
der Artzney zu vielen Sachen gebraucht wird; bedarf kei-
[Spaltenumbruch] nen absonderlichen guten Grund/ sondern nimmt auch mit
schlechtem vorlieb/ muß aber des Winters eingesetzt
werden.

Cap. XXIII.
Vom Cajoo, Cardomom-Baum/ Celaster, Cedernbaum/
Chermes und Cistus.
[Spaltenumbruch]

CAjous, dessen denckt P Ferrarius lib. 3. c. 21. hat
erstlich in seinem keinen Ausgetriebnen/ einen klei-
nen und unvollkommenen Schub/ man hofft/ er soll
wie ein Granatenbaum werden/ die Frucht davon ist wie
ein Hasen-Nieren Aschenfarb so sich auf roth ziehet/ in
ein Geschirr mit guter Erden gesetzt im Mertzen/ schlägt
er im May aus/ und im September wird er vier Finger
hoch/ hat fast Blätter wie Laurus Regia, aber etwas
kleiner/ will Lufft/ Sonnenschein und Wässerung/ auch
Verwahrung vor der Kälte/ hat Blumen an Farb und
Gattung wie die Pomerantzen-Blühe/ aber gefüllter
und nicht so wolriechend; die Frucht ist gleich einem gros-
sen Apffel/ gelber Farb oder liechtroth/ eines guten Ge-
ruchs/ schwämmicht und voll süsses und zusammziehen-
des Geschmacks.

Tabernaemontanus nennets Elephantlaus/ und
sagt/ es werde von etlichen unter die Anacarden gerech-
net/ unten an der Frucht kommt ein Nuß herfür/ von der vor-
hin gemeldet/ mit einer doppelten Rinden umgeben/ zwi-
schen welchen eine schwammichte Materi ist/ voll Oeles/
welches gar hitzig sey/ inwendig ist ein weisser/ süsser/
lieblicher Kern/ der zu essen bequem ist/ und die Natur
stärcket.

Von dem Cardomombaum hab ich dieses aus dem
Königlichen Holländischen Gärtner entlehnet: Man
findet/ sagt er fol. 69. vier Sorten dieses Baums/ gros-
se und kleine/ so wol Jndianische als Africanische Car-
damomen. Der grosse Jndianische erreicht gemeiniglich
eine Höhe von 5 Schuhen/ hat breitere Blätter als der
kleine/ von einer angenehmen grünen Farb/ das Blat
hat eine recht durchgehende Ader/ mit vielen zwerch-Ae-
derlein durchstrichen/ stehen in keiner Ordnung/ sondern
kommen bald auf einer/ bald auf der andern Seiten des
Zweigleins heraus; die Zweige sind glatt mit Knöpff-
lein/ aus welchen Blumen wie die Hyacinthen nachein-
ander ausblühen/ weißfärbig und wolriechend/ mit ei-
nem Purpurfärbigen Saume geziert.

Der kleine Jndianische Cardamombaum wächst
nicht höher als 3 Schuhe/ die Zweige sind glatt und
knöpffigt/ inwendig mit einer schwämmichten Materi
erfüllt/ daran viel lange schmale Blätter/ die vornen aus/
sich ins Runde geben; wann man sie zerdruckt oder reibt/
geben sie einen guten Geruch von sich. Aus der Wur-
tzen sprossen ein oder zwey grüne Klümplein/ die sich öff-
nen und unterschiedliche Blumen gelb und weiß zusam-
men gemengt zeigen/ die einen lieblichen Geruch ha-
ben; das Knöpflein/ wenn es will zeitigen/ wird gelblicht/
darinnen man den Saamen findet/ welcher anfangs/
weil er noch jung ist/ weiß und auf eine zierliche Weise
mit Purpurflecken gezieret/ wann er aber dürr worden/
hat er seine gewöhnliche Farbe/ wie er zu uns heraus
gebracht wird.

Der grosse Africanische Cardamomusbaum wäch-
set nicht höher als 6. 7. und selten 8 Schuhe hoch/ sihet
[Spaltenumbruch] fast den Ribesel- oder Johannsbeer-Bäumlein gleich/
und ihr Saamen ist in dreyeckichten Hülslein verschlos-
sen/ das Holtz ist nicht sehr hart/ ist auswendig Aschen-
grau/ und inwendig weiß. Der kleine Africanische
Baum kommt in allen mit dem grossen überein/ ausser
daß er selten höher wächset als 5 oder 6 Schuhe;
Blätter und Blumen sind auch gleich von einer Farbe/
aber viel kleiner.

Die ersten zwo Sorten können in diesen Provin-
tzen keines weges lang erhalten oder fortgepflantzt wer-
den; aber die zwo andern aus Africa (deren Frucht in
der Apothecken bekannt ist) sind härter von Art/ son-
derlich wann sie schon Fingersdick zu uns überbracht
werden; sie können aber nicht allzuviel Wasser ertra-
gen/ müssen deshalben/ so wol im Sommer/ als im
Herbst/ Winter und Früling trocken gehalten/ und vor
allen Winden und kalter Lufft beschirmet werden. Müs-
sen zeitlich und schon im halben September ins Hau-
se gebracht/ und in einen guten Platz gegen Sü-
den gesetzt werden/ und muß man den Ofen einheitzen/
erstlich um den andern Tag/ darnach täglich/ und auch/
nachdem das Wetter kalt ist/ zwey oder dreymalen des
Tages. Und man muß sie den gantzen Winter durch/
nicht mehr dann ein oder zweymal von oben her mit
ein wenig laugemachten Regenwasser bespritzen/ aber
nicht eher/ als biß der Anfang des May eingetretten;
Wann warmes Wetter und ein angenehmer May-
Regen zu hoffen/ muß man sie an einen warmen son-
nichten Ort bringen/ und vor aller Kälte/ insonderheit
vor den Nachtfrost fürsichtiglich decken.

Celaster, Celasterbaum/ dessen aus den Alten der
einige Theophraftus, von den Modernis aber Clusius,
D. Jonston,
und die Niderländischen Gärtner geden-
cken/ ist ein Bäumlein von einem harten Stamm/ et-
wan Manns lang/ die Aeste sind in der Jugend grün/
und alt graulicht/ haben viel oben sattgrüne/ und unten
liechtere/ allzeit grünende gegen einander gleichstehende
Blätter/ eines bitterlichen Geschmacks/ an den äusseri-
sten Aestlein/ zwischen den Blättern wachsen kleine Sten-
gel/ die 5 oder 6 vierblätterichte/ gelbgrüne/ wolriechende
Blümlein bringen/ welche sich aber spat und erst gegen
dem Herbst eröffnen/ bißweilen auch (nachdem der
Winter) erst in dem folgenden Früling/ dann kommt
darauf im Junio eine Beer/ wie an den Myrten/ an-
fangs grün/ hernach roth/ und endlich Corallenfarb/ wie
an dem Spargel. Diese Beer bleibt biß zu Anfang des
Augusti/ denn runtzelt sich die Beer/ und wird dunckel-
färbig und ablänglicht/ hat inwendig einen einigen dri-
eckichten Kern/ schier wie die Weinbeerkörnlein/ mit
einer harten Schelffen/ und darinnen ein weisses Nuß-
ähnliches Fleisch/ mit einem Saffran-gelben Häut-
lein überzogen/ wird aber/ wann ein harter Winter ist/
gar selten zeitig.

Der

Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] wenig von dem andern unterſchieden. Es wird aus der
Wurtzen/ Aeſtlein und Beeren ein Safft gepreſſt/ der in
der Artzney zu vielen Sachen gebraucht wird; bedarf kei-
[Spaltenumbruch] nen abſonderlichen guten Grund/ ſondern nimmt auch mit
ſchlechtem vorlieb/ muß aber des Winters eingeſetzt
werden.

Cap. XXIII.
Vom Cajoo, Cardomom-Baum/ Celaſter, Cedernbaum/
Chermes und Ciſtus.
[Spaltenumbruch]

CAjous, deſſen denckt P Ferrarius lib. 3. c. 21. hat
erſtlich in ſeinem keinen Ausgetriebnen/ einen klei-
nen und unvollkommenen Schub/ man hofft/ er ſoll
wie ein Granatenbaum werden/ die Frucht davon iſt wie
ein Haſen-Nieren Aſchenfarb ſo ſich auf roth ziehet/ in
ein Geſchirr mit guter Erden geſetzt im Mertzen/ ſchlaͤgt
er im May aus/ und im September wird er vier Finger
hoch/ hat faſt Blaͤtter wie Laurus Regia, aber etwas
kleiner/ will Lufft/ Sonnenſchein und Waͤſſerung/ auch
Verwahrung vor der Kaͤlte/ hat Blumen an Farb und
Gattung wie die Pomerantzen-Bluͤhe/ aber gefuͤllter
und nicht ſo wolriechend; die Frucht iſt gleich einem groſ-
ſen Apffel/ gelber Farb oder liechtroth/ eines guten Ge-
ruchs/ ſchwaͤmmicht und voll ſuͤſſes und zuſammziehen-
des Geſchmacks.

Tabernæmontanus nennets Elephantlaus/ und
ſagt/ es werde von etlichen unter die Anacarden gerech-
net/ unten an der Frucht kom̃t ein Nuß herfuͤr/ von der vor-
hin gemeldet/ mit einer doppelten Rinden umgeben/ zwi-
ſchen welchen eine ſchwammichte Materi iſt/ voll Oeles/
welches gar hitzig ſey/ inwendig iſt ein weiſſer/ ſuͤſſer/
lieblicher Kern/ der zu eſſen bequem iſt/ und die Natur
ſtaͤrcket.

Von dem Cardomombaum hab ich dieſes aus dem
Koͤniglichen Hollaͤndiſchen Gaͤrtner entlehnet: Man
findet/ ſagt er fol. 69. vier Sorten dieſes Baums/ groſ-
ſe und kleine/ ſo wol Jndianiſche als Africaniſche Car-
damomen. Der groſſe Jndianiſche erreicht gemeiniglich
eine Hoͤhe von 5 Schuhen/ hat breitere Blaͤtter als der
kleine/ von einer angenehmen gruͤnen Farb/ das Blat
hat eine recht durchgehende Ader/ mit vielen zwerch-Ae-
derlein durchſtrichen/ ſtehen in keiner Ordnung/ ſondern
kommen bald auf einer/ bald auf der andern Seiten des
Zweigleins heraus; die Zweige ſind glatt mit Knoͤpff-
lein/ aus welchen Blumen wie die Hyacinthen nachein-
ander ausbluͤhen/ weißfaͤrbig und wolriechend/ mit ei-
nem Purpurfaͤrbigen Saume geziert.

Der kleine Jndianiſche Cardamombaum waͤchſt
nicht hoͤher als 3 Schuhe/ die Zweige ſind glatt und
knoͤpffigt/ inwendig mit einer ſchwaͤmmichten Materi
erfuͤllt/ daran viel lange ſchmale Blaͤtter/ die vornen aus/
ſich ins Runde geben; wann man ſie zerdruckt oder reibt/
geben ſie einen guten Geruch von ſich. Aus der Wur-
tzen ſproſſen ein oder zwey gruͤne Kluͤmplein/ die ſich oͤff-
nen und unterſchiedliche Blumen gelb und weiß zuſam-
men gemengt zeigen/ die einen lieblichen Geruch ha-
ben; das Knoͤpflein/ wenn es will zeitigen/ wird gelblicht/
darinnen man den Saamen findet/ welcher anfangs/
weil er noch jung iſt/ weiß und auf eine zierliche Weiſe
mit Purpurflecken gezieret/ wann er aber duͤrr worden/
hat er ſeine gewoͤhnliche Farbe/ wie er zu uns heraus
gebracht wird.

Der groſſe Africaniſche Cardamomusbaum waͤch-
ſet nicht hoͤher als 6. 7. und ſelten 8 Schuhe hoch/ ſihet
[Spaltenumbruch] faſt den Ribeſel- oder Johannsbeer-Baͤumlein gleich/
und ihr Saamen iſt in dreyeckichten Huͤlslein verſchloſ-
ſen/ das Holtz iſt nicht ſehr hart/ iſt auswendig Aſchen-
grau/ und inwendig weiß. Der kleine Africaniſche
Baum kommt in allen mit dem groſſen uͤberein/ auſſer
daß er ſelten hoͤher waͤchſet als 5 oder 6 Schuhe;
Blaͤtter und Blumen ſind auch gleich von einer Farbe/
aber viel kleiner.

Die erſten zwo Sorten koͤnnen in dieſen Provin-
tzen keines weges lang erhalten oder fortgepflantzt wer-
den; aber die zwo andern aus Africa (deren Frucht in
der Apothecken bekannt iſt) ſind haͤrter von Art/ ſon-
derlich wann ſie ſchon Fingersdick zu uns uͤberbracht
werden; ſie koͤnnen aber nicht allzuviel Waſſer ertra-
gen/ muͤſſen deshalben/ ſo wol im Sommer/ als im
Herbſt/ Winter und Fruͤling trocken gehalten/ und vor
allen Winden und kalter Lufft beſchirmet werden. Muͤſ-
ſen zeitlich und ſchon im halben September ins Hau-
ſe gebracht/ und in einen guten Platz gegen Suͤ-
den geſetzt werden/ und muß man den Ofen einheitzen/
erſtlich um den andern Tag/ darnach taͤglich/ und auch/
nachdem das Wetter kalt iſt/ zwey oder dreymalen des
Tages. Und man muß ſie den gantzen Winter durch/
nicht mehr dann ein oder zweymal von oben her mit
ein wenig laugemachten Regenwaſſer beſpritzen/ aber
nicht eher/ als biß der Anfang des May eingetretten;
Wann warmes Wetter und ein angenehmer May-
Regen zu hoffen/ muß man ſie an einen warmen ſon-
nichten Ort bringen/ und vor aller Kaͤlte/ inſonderheit
vor den Nachtfroſt fuͤrſichtiglich decken.

Celaſter, Celaſterbaum/ deſſen aus den Alten der
einige Theophraftus, von den Modernis aber Cluſius,
D. Jonſton,
und die Niderlaͤndiſchen Gaͤrtner geden-
cken/ iſt ein Baͤumlein von einem harten Stamm/ et-
wan Manns lang/ die Aeſte ſind in der Jugend gruͤn/
und alt graulicht/ haben viel oben ſattgruͤne/ und unten
liechtere/ allzeit gruͤnende gegen einander gleichſtehende
Blaͤtter/ eines bitterlichen Geſchmacks/ an den aͤuſſeri-
ſten Aeſtlein/ zwiſchen den Blaͤttern wachſen kleine Sten-
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dem Herbſt eroͤffnen/ bißweilen auch (nachdem der
Winter) erſt in dem folgenden Fruͤling/ dann kommt
darauf im Junio eine Beer/ wie an den Myrten/ an-
fangs gruͤn/ hernach roth/ und endlich Corallenfarb/ wie
an dem Spargel. Dieſe Beer bleibt biß zu Anfang des
Auguſti/ denn runtzelt ſich die Beer/ und wird dunckel-
faͤrbig und ablaͤnglicht/ hat inwendig einen einigen dri-
eckichten Kern/ ſchier wie die Weinbeerkoͤrnlein/ mit
einer harten Schelffen/ und darinnen ein weiſſes Nuß-
aͤhnliches Fleiſch/ mit einem Saffran-gelben Haͤut-
lein uͤberzogen/ wird aber/ wann ein harter Winter iſt/
gar ſelten zeitig.

Der
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[602[600]/0638] Des Adelichen Land- und Feld-Lebens wenig von dem andern unterſchieden. Es wird aus der Wurtzen/ Aeſtlein und Beeren ein Safft gepreſſt/ der in der Artzney zu vielen Sachen gebraucht wird; bedarf kei- nen abſonderlichen guten Grund/ ſondern nimmt auch mit ſchlechtem vorlieb/ muß aber des Winters eingeſetzt werden. Cap. XXIII. Vom Cajoo, Cardomom-Baum/ Celaſter, Cedernbaum/ Chermes und Ciſtus. CAjous, deſſen denckt P Ferrarius lib. 3. c. 21. hat erſtlich in ſeinem keinen Ausgetriebnen/ einen klei- nen und unvollkommenen Schub/ man hofft/ er ſoll wie ein Granatenbaum werden/ die Frucht davon iſt wie ein Haſen-Nieren Aſchenfarb ſo ſich auf roth ziehet/ in ein Geſchirr mit guter Erden geſetzt im Mertzen/ ſchlaͤgt er im May aus/ und im September wird er vier Finger hoch/ hat faſt Blaͤtter wie Laurus Regia, aber etwas kleiner/ will Lufft/ Sonnenſchein und Waͤſſerung/ auch Verwahrung vor der Kaͤlte/ hat Blumen an Farb und Gattung wie die Pomerantzen-Bluͤhe/ aber gefuͤllter und nicht ſo wolriechend; die Frucht iſt gleich einem groſ- ſen Apffel/ gelber Farb oder liechtroth/ eines guten Ge- ruchs/ ſchwaͤmmicht und voll ſuͤſſes und zuſammziehen- des Geſchmacks. Tabernæmontanus nennets Elephantlaus/ und ſagt/ es werde von etlichen unter die Anacarden gerech- net/ unten an der Frucht kom̃t ein Nuß herfuͤr/ von der vor- hin gemeldet/ mit einer doppelten Rinden umgeben/ zwi- ſchen welchen eine ſchwammichte Materi iſt/ voll Oeles/ welches gar hitzig ſey/ inwendig iſt ein weiſſer/ ſuͤſſer/ lieblicher Kern/ der zu eſſen bequem iſt/ und die Natur ſtaͤrcket. Von dem Cardomombaum hab ich dieſes aus dem Koͤniglichen Hollaͤndiſchen Gaͤrtner entlehnet: Man findet/ ſagt er fol. 69. vier Sorten dieſes Baums/ groſ- ſe und kleine/ ſo wol Jndianiſche als Africaniſche Car- damomen. Der groſſe Jndianiſche erreicht gemeiniglich eine Hoͤhe von 5 Schuhen/ hat breitere Blaͤtter als der kleine/ von einer angenehmen gruͤnen Farb/ das Blat hat eine recht durchgehende Ader/ mit vielen zwerch-Ae- derlein durchſtrichen/ ſtehen in keiner Ordnung/ ſondern kommen bald auf einer/ bald auf der andern Seiten des Zweigleins heraus; die Zweige ſind glatt mit Knoͤpff- lein/ aus welchen Blumen wie die Hyacinthen nachein- ander ausbluͤhen/ weißfaͤrbig und wolriechend/ mit ei- nem Purpurfaͤrbigen Saume geziert. Der kleine Jndianiſche Cardamombaum waͤchſt nicht hoͤher als 3 Schuhe/ die Zweige ſind glatt und knoͤpffigt/ inwendig mit einer ſchwaͤmmichten Materi erfuͤllt/ daran viel lange ſchmale Blaͤtter/ die vornen aus/ ſich ins Runde geben; wann man ſie zerdruckt oder reibt/ geben ſie einen guten Geruch von ſich. Aus der Wur- tzen ſproſſen ein oder zwey gruͤne Kluͤmplein/ die ſich oͤff- nen und unterſchiedliche Blumen gelb und weiß zuſam- men gemengt zeigen/ die einen lieblichen Geruch ha- ben; das Knoͤpflein/ wenn es will zeitigen/ wird gelblicht/ darinnen man den Saamen findet/ welcher anfangs/ weil er noch jung iſt/ weiß und auf eine zierliche Weiſe mit Purpurflecken gezieret/ wann er aber duͤrr worden/ hat er ſeine gewoͤhnliche Farbe/ wie er zu uns heraus gebracht wird. Der groſſe Africaniſche Cardamomusbaum waͤch- ſet nicht hoͤher als 6. 7. und ſelten 8 Schuhe hoch/ ſihet faſt den Ribeſel- oder Johannsbeer-Baͤumlein gleich/ und ihr Saamen iſt in dreyeckichten Huͤlslein verſchloſ- ſen/ das Holtz iſt nicht ſehr hart/ iſt auswendig Aſchen- grau/ und inwendig weiß. Der kleine Africaniſche Baum kommt in allen mit dem groſſen uͤberein/ auſſer daß er ſelten hoͤher waͤchſet als 5 oder 6 Schuhe; Blaͤtter und Blumen ſind auch gleich von einer Farbe/ aber viel kleiner. Die erſten zwo Sorten koͤnnen in dieſen Provin- tzen keines weges lang erhalten oder fortgepflantzt wer- den; aber die zwo andern aus Africa (deren Frucht in der Apothecken bekannt iſt) ſind haͤrter von Art/ ſon- derlich wann ſie ſchon Fingersdick zu uns uͤberbracht werden; ſie koͤnnen aber nicht allzuviel Waſſer ertra- gen/ muͤſſen deshalben/ ſo wol im Sommer/ als im Herbſt/ Winter und Fruͤling trocken gehalten/ und vor allen Winden und kalter Lufft beſchirmet werden. Muͤſ- ſen zeitlich und ſchon im halben September ins Hau- ſe gebracht/ und in einen guten Platz gegen Suͤ- den geſetzt werden/ und muß man den Ofen einheitzen/ erſtlich um den andern Tag/ darnach taͤglich/ und auch/ nachdem das Wetter kalt iſt/ zwey oder dreymalen des Tages. Und man muß ſie den gantzen Winter durch/ nicht mehr dann ein oder zweymal von oben her mit ein wenig laugemachten Regenwaſſer beſpritzen/ aber nicht eher/ als biß der Anfang des May eingetretten; Wann warmes Wetter und ein angenehmer May- Regen zu hoffen/ muß man ſie an einen warmen ſon- nichten Ort bringen/ und vor aller Kaͤlte/ inſonderheit vor den Nachtfroſt fuͤrſichtiglich decken. Celaſter, Celaſterbaum/ deſſen aus den Alten der einige Theophraftus, von den Modernis aber Cluſius, D. Jonſton, und die Niderlaͤndiſchen Gaͤrtner geden- cken/ iſt ein Baͤumlein von einem harten Stamm/ et- wan Manns lang/ die Aeſte ſind in der Jugend gruͤn/ und alt graulicht/ haben viel oben ſattgruͤne/ und unten liechtere/ allzeit gruͤnende gegen einander gleichſtehende Blaͤtter/ eines bitterlichen Geſchmacks/ an den aͤuſſeri- ſten Aeſtlein/ zwiſchen den Blaͤttern wachſen kleine Sten- gel/ die 5 oder 6 vierblaͤtterichte/ gelbgruͤne/ wolriechende Bluͤmlein bringen/ welche ſich aber ſpat und erſt gegen dem Herbſt eroͤffnen/ bißweilen auch (nachdem der Winter) erſt in dem folgenden Fruͤling/ dann kommt darauf im Junio eine Beer/ wie an den Myrten/ an- fangs gruͤn/ hernach roth/ und endlich Corallenfarb/ wie an dem Spargel. Dieſe Beer bleibt biß zu Anfang des Auguſti/ denn runtzelt ſich die Beer/ und wird dunckel- faͤrbig und ablaͤnglicht/ hat inwendig einen einigen dri- eckichten Kern/ ſchier wie die Weinbeerkoͤrnlein/ mit einer harten Schelffen/ und darinnen ein weiſſes Nuß- aͤhnliches Fleiſch/ mit einem Saffran-gelben Haͤut- lein uͤberzogen/ wird aber/ wann ein harter Winter iſt/ gar ſelten zeitig. Der

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Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 1. Nürnberg, 1682, S. 602[600]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682/638>, abgerufen am 21.01.2020.