Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 1. Nürnberg, 1682.

Bild:
<< vorherige Seite
Sechstes Buch/ Blumen-Garten.
[Spaltenumbruch]

Nymphaea, Seeblume/ ist zweyerley Gattungen/
weiß und gelb. Jn Jndia (wie Jac. Bontius lib. 6. hist.
natural. & Medic. c.
38. schreibet) ist eine Art mit Pur-
purrothen Blumen. Wo es keine Lust-Teichlein und
Wasser in den Gärten hat/ ist sie mühsam fortzubrin-
gen/ weil sie ohne Wasser nicht leben kan/ und wegen ih-
rer sehr grossen Wurtzen ein grosses Geschirr bedarff/
wann mans aber ja haben will/ muß mans in ein weit
Geschirr einlegen/ das kein Löchlein hat/ und das Was-
ser nicht ausfliessen kan/ zwo Spannen hoch muß sie gu-
te faule Erden haben/ darauf legt man die Wurtzen/
und bedeckt sie mit drey Finger Erden. Alsdann wird
das Wasser hinein gefüllt/ daß es überlaufft/ und so offt
es sinckt und eintrocknet/ wieder erfrischt.

Die Versetzung geschiehet im Herbst und Früling/
blühet im Julio/ wann sie verblüht/ hat sie ihren schwar-
tzen gläntzenden Saamen grösser als der Hirs in einem
Magenformigen Haubt/ kühlen/ vertrocknen und reini-
gen. Die Wurtzen gedörrt und mit Wein getruncken/
stillet die rothe Ruhr/ und andere Durchbrüche/ be-
nimmt dem Miltz seine übermässige Blähung. Das aus
den weissen Blumen distillirte Wasser 2 oder 3 Untzen
getruncken/ lindert die hitzigen brennenden Fieber/ und
ist (wie Durantes schreibet) zur Zeit der Pestilentz eine
bewährte Artzney/ bekommt sonderlich den Schwind-
süchtigen über die massen wol/ mildert den trockenen
Husten/ löschet den grossen Durst/ stillet die Entzündun-
[Spaltenumbruch] gen der Leber und des Miltzes; und hält/ des Tages
offt und viel getruncken/ die langwührige Durchbrüche
des Bauchs zuruck. Zu welchen allen der von der Blu-
men gemachte Zucker auch gewaltig wird gerühmet.

Nasturtium aquaticum, pleno flore, Bronnenkreß
mit gefüllten Blumen/ hab ich allein bey dem Hollän-
dischen Gärtner Johann von der Groen gefunden/ der
nur dieses davon meldet/ daß es gern an feuchten Orten
des Gartens stehe/ und im September voneinander ge-
theilt und also fortgepflantzt werde. Weilen aber der
gemeine Bronnkreß ein schlechtes Blümlein weisser
Farbe bringt/ kan nichts sonderbares daher in die
Gärten gebracht werden. Doch/ weil des Bronnen-
kresses vorher nicht viel gedacht worden/ will ich
allhier mit wenigen den Gebrauch in der Artzney an-
zeigen.

Jst warm und trocken im andern Grad/ wann er
frisch und grün ist/ der dürre aber ists um ein Grad
mehr. Der Saame im Wein getruncken/ ist gut wi-
der die Dysuriam, ist nutzlich/ wie Salat gegessen/ denen/
die einen erkalten Magen haben/ treibt den Stein/ be-
fördert die Menses, ist nützlich wider die Verstopffun-
gen der Leber und des Miltzes/ dienet wider den Schor-
bock und die Wassersucht; das Kraut zerstossen und ü-
ber Nacht übergelegt/ vertreibet die Flechten und Un-
reinigkeiten der Haut/ doch daß es Morgens wieder
abgewaschen werde. Die Salsen ist auch zu allen die-
sen dienlich.

Cap. XCIV.
Pilosella, Plantago rosea, Primulae Veris
und Ptarmica.
[Spaltenumbruch]

PIlosella, Mäusöhrlein/ Ducatenröslein/ wegen
ihrer schönen goldfärbigen zierlichen Blumen/ die
mit der gelben Blühe wächst überall an dürren
und magern Orten/ sonderlich auf steinichten Hügeln/
und ungebaueten Feldern. Die Pomerantzenfarbe a-
ber wird mit Fleiß in die Gärten geziegelt/ bedarf kei-
nen sonderlichen Grund/ noch viel Wartung/ vermeh-
ret sich selbsten durch eignen Saamen/ und durch Bey-
sätze.

Es ist noch ein anders Kraut/ Pilosella Dioscori-
dis,
welches doch etliche für eine Speciem Euphrasiae
halten/ mit kleinen blauen Blümlein/ weil es aber über-
all in Feldern wächset/ wird es nicht in die Gärten ge-
bracht.

Unsere Pilosella ist der Eigenschafft wie die gelbe/
vertrocknet/ reiniget/ zieht zusammen/ kühlet und heilet.
Die Schaafe/ welche viel davon fressen/ sollen starck ver-
stopfft werden/ daher sich die Hirten vor solcher Weide
vorzusehen; vertreibt sonsten die Ruhr/ und ist ein gu-
tes Wundkraut.

Plantago rosea, Rosenwegricht/ hat den Namen
daher/ daß seine grüne Blätter/ mit ihrer Zusammen-
fügung scheinen eine grüne Rosen fürzustellen.

Die andere Art aber/ so auch das Eychstättische
Buch fürstellet/ möchte wol Plantago Pyramidalis ge-
nennet werden/ steigt etwas höher/ verliehrt sich nach
und nach/ und werden die unzahlbaren Blätlein je län-
ger je kleiner/ so aber keine Blumen/ sondern nur ein
Spiel der Natur ist/ darneben treibt sie ihren Sten-
gel mit dem Saamen/ wie der gemeine Wegricht/
[Spaltenumbruch] hat gern guten feuchten Grund/ und kan so wol von
dem Saamen/ als Zertheilung der Stöcke vermehret
werden.

Primulae Veris, Himmelschlüssel/ die gemeinen
wachsen überall auf den Aengern und Wiesen/ die di-
cken aber werden in die Gärten gebracht/ sind hoch- und
bleichgelb/ von kurtzen und niedern Stengeln/ theils
mit viel zusammgesetzten auf einem Stengel stehenden/
theils aber nur mit einstämmigen Blumen/ theils haben
einen lieblichen starcken/ theils einen subtilen und schwa-
chen/ theils aber gar keinen mercklichen Geruch/ etliche
haben gedoppelt ineinander gesteckte Blumen/ etliche/ so
aus Engelland kommen/ sind fast grüngelb.

Sie blühen gar frühe gleich bey angetrettenem Frü-
ling/ sehen fast aus wie Auricula Ursi, ausser daß diese
ein dickers fetters Kraut zu haben pflegen; wollen ein
gutes und feuchtes Erdreich und genugsame Sonnen ha-
ben/ oder es muß ihnen durch Begiessung geholffen wer-
den/ im Früling theilet man die Stöcke voneinander/ so
auch im September geschehen kan.

Es sind auch fremde gefüllte Schüsselblumen/ mit
rothen Dolden und mit Kindern/ blühen im Früling
zeitlich/ und im halben May ist die Blühe meistentheils
vergangen/ und die Blätter vergehen auch/ aber die
Wurtzen stärckt sich in der Erden/ und treibt gegen dem
Früling wieder aus/ müssen aber des Winters einge-
setzt werden/ mehren sich durch Zertheilung und Zerreis-
sung der Wurtzen.

Ptarmica, ist eine Gattung von Bertram/ kan auch

in des-
Q q q q ij
Sechſtes Buch/ Blumen-Garten.
[Spaltenumbruch]

Nymphæa, Seeblume/ iſt zweyerley Gattungen/
weiß und gelb. Jn Jndia (wie Jac. Bontius lib. 6. hiſt.
natural. & Medic. c.
38. ſchreibet) iſt eine Art mit Pur-
purrothen Blumen. Wo es keine Luſt-Teichlein und
Waſſer in den Gaͤrten hat/ iſt ſie muͤhſam fortzubrin-
gen/ weil ſie ohne Waſſer nicht leben kan/ und wegen ih-
rer ſehr groſſen Wurtzen ein groſſes Geſchirr bedarff/
wann mans aber ja haben will/ muß mans in ein weit
Geſchirr einlegen/ das kein Loͤchlein hat/ und das Waſ-
ſer nicht ausflieſſen kan/ zwo Spannen hoch muß ſie gu-
te faule Erden haben/ darauf legt man die Wurtzen/
und bedeckt ſie mit drey Finger Erden. Alsdann wird
das Waſſer hinein gefuͤllt/ daß es uͤberlaufft/ und ſo offt
es ſinckt und eintrocknet/ wieder erfriſcht.

Die Verſetzung geſchiehet im Herbſt und Fruͤling/
bluͤhet im Julio/ wann ſie verbluͤht/ hat ſie ihren ſchwar-
tzen glaͤntzenden Saamen groͤſſer als der Hirs in einem
Magenformigen Haubt/ kuͤhlen/ vertrocknen und reini-
gen. Die Wurtzen gedoͤrrt und mit Wein getruncken/
ſtillet die rothe Ruhr/ und andere Durchbruͤche/ be-
nimmt dem Miltz ſeine uͤbermaͤſſige Blaͤhung. Das aus
den weiſſen Blumen diſtillirte Waſſer 2 oder 3 Untzen
getruncken/ lindert die hitzigen brennenden Fieber/ und
iſt (wie Durantes ſchreibet) zur Zeit der Peſtilentz eine
bewaͤhrte Artzney/ bekommt ſonderlich den Schwind-
ſuͤchtigen uͤber die maſſen wol/ mildert den trockenen
Huſten/ loͤſchet den groſſen Durſt/ ſtillet die Entzuͤndun-
[Spaltenumbruch] gen der Leber und des Miltzes; und haͤlt/ des Tages
offt und viel getruncken/ die langwuͤhrige Durchbruͤche
des Bauchs zuruck. Zu welchen allen der von der Blu-
men gemachte Zucker auch gewaltig wird geruͤhmet.

Naſturtium aquaticum, pleno flore, Bronnenkreß
mit gefuͤllten Blumen/ hab ich allein bey dem Hollaͤn-
diſchen Gaͤrtner Johann von der Groen gefunden/ der
nur dieſes davon meldet/ daß es gern an feuchten Orten
des Gartens ſtehe/ und im September voneinander ge-
theilt und alſo fortgepflantzt werde. Weilen aber der
gemeine Bronnkreß ein ſchlechtes Bluͤmlein weiſſer
Farbe bringt/ kan nichts ſonderbares daher in die
Gaͤrten gebracht werden. Doch/ weil des Bronnen-
kreſſes vorher nicht viel gedacht worden/ will ich
allhier mit wenigen den Gebrauch in der Artzney an-
zeigen.

Jſt warm und trocken im andern Grad/ wann er
friſch und gruͤn iſt/ der duͤrre aber iſts um ein Grad
mehr. Der Saame im Wein getruncken/ iſt gut wi-
der die Dyſuriam, iſt nutzlich/ wie Salat gegeſſen/ denen/
die einen erkalten Magen haben/ treibt den Stein/ be-
foͤrdert die Menſes, iſt nuͤtzlich wider die Verſtopffun-
gen der Leber und des Miltzes/ dienet wider den Schor-
bock und die Waſſerſucht; das Kraut zerſtoſſen und uͤ-
ber Nacht uͤbergelegt/ vertreibet die Flechten und Un-
reinigkeiten der Haut/ doch daß es Morgens wieder
abgewaſchen werde. Die Salſen iſt auch zu allen die-
ſen dienlich.

Cap. XCIV.
Piloſella, Plantago roſea, Primulæ Veris
und Ptarmica.
[Spaltenumbruch]

PIloſella, Maͤusoͤhrlein/ Ducatenroͤslein/ wegen
ihrer ſchoͤnen goldfaͤrbigen zierlichen Blumen/ die
mit der gelben Bluͤhe waͤchſt uͤberall an duͤrren
und magern Orten/ ſonderlich auf ſteinichten Huͤgeln/
und ungebaueten Feldern. Die Pomerantzenfarbe a-
ber wird mit Fleiß in die Gaͤrten geziegelt/ bedarf kei-
nen ſonderlichen Grund/ noch viel Wartung/ vermeh-
ret ſich ſelbſten durch eignen Saamen/ und durch Bey-
ſaͤtze.

Es iſt noch ein anders Kraut/ Piloſella Dioſcori-
dis,
welches doch etliche fuͤr eine Speciem Euphraſiæ
halten/ mit kleinen blauen Bluͤmlein/ weil es aber uͤber-
all in Feldern waͤchſet/ wird es nicht in die Gaͤrten ge-
bracht.

Unſere Piloſella iſt der Eigenſchafft wie die gelbe/
vertrocknet/ reiniget/ zieht zuſammen/ kuͤhlet und heilet.
Die Schaafe/ welche viel davon freſſen/ ſollen ſtarck ver-
ſtopfft werden/ daher ſich die Hirten vor ſolcher Weide
vorzuſehen; vertreibt ſonſten die Ruhr/ und iſt ein gu-
tes Wundkraut.

Plantago roſea, Roſenwegricht/ hat den Namen
daher/ daß ſeine gruͤne Blaͤtter/ mit ihrer Zuſammen-
fuͤgung ſcheinen eine gruͤne Roſen fuͤrzuſtellen.

Die andere Art aber/ ſo auch das Eychſtaͤttiſche
Buch fuͤrſtellet/ moͤchte wol Plantago Pyramidalis ge-
nennet werden/ ſteigt etwas hoͤher/ verliehrt ſich nach
und nach/ und werden die unzahlbaren Blaͤtlein je laͤn-
ger je kleiner/ ſo aber keine Blumen/ ſondern nur ein
Spiel der Natur iſt/ darneben treibt ſie ihren Sten-
gel mit dem Saamen/ wie der gemeine Wegricht/
[Spaltenumbruch] hat gern guten feuchten Grund/ und kan ſo wol von
dem Saamen/ als Zertheilung der Stoͤcke vermehret
werden.

Primulæ Veris, Himmelſchluͤſſel/ die gemeinen
wachſen uͤberall auf den Aengern und Wieſen/ die di-
cken aber werden in die Gaͤrten gebracht/ ſind hoch- und
bleichgelb/ von kurtzen und niedern Stengeln/ theils
mit viel zuſammgeſetzten auf einem Stengel ſtehenden/
theils aber nur mit einſtaͤmmigen Blumen/ theils haben
einen lieblichen ſtarcken/ theils einen ſubtilen und ſchwa-
chen/ theils aber gar keinen mercklichen Geruch/ etliche
haben gedoppelt ineinander geſteckte Blumen/ etliche/ ſo
aus Engelland kommen/ ſind faſt gruͤngelb.

Sie bluͤhen gar fruͤhe gleich bey angetrettenem Fruͤ-
ling/ ſehen faſt aus wie Auricula Urſi, auſſer daß dieſe
ein dickers fetters Kraut zu haben pflegen; wollen ein
gutes und feuchtes Erdreich und genugſame Sonnen ha-
ben/ oder es muß ihnen durch Begieſſung geholffen wer-
den/ im Fruͤling theilet man die Stoͤcke voneinander/ ſo
auch im September geſchehen kan.

Es ſind auch fremde gefuͤllte Schuͤſſelblumen/ mit
rothen Dolden und mit Kindern/ bluͤhen im Fruͤling
zeitlich/ und im halben May iſt die Bluͤhe meiſtentheils
vergangen/ und die Blaͤtter vergehen auch/ aber die
Wurtzen ſtaͤrckt ſich in der Erden/ und treibt gegen dem
Fruͤling wieder aus/ muͤſſen aber des Winters einge-
ſetzt werden/ mehren ſich durch Zertheilung und Zerreiſ-
ſung der Wurtzen.

Ptarmica, iſt eine Gattung von Bertram/ kan auch

in deſ-
Q q q q ij
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <pb facs="#f0713" n="677[675]"/>
            <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">Sech&#x017F;tes Buch/ Blumen-Garten.</hi> </fw><lb/>
            <cb/>
            <p><hi rendition="#aq">Nymphæa,</hi> Seeblume/ i&#x017F;t zweyerley Gattungen/<lb/>
weiß und gelb. Jn Jndia (wie <hi rendition="#aq">Jac. Bontius lib. 6. hi&#x017F;t.<lb/>
natural. &amp; Medic. c.</hi> 38. &#x017F;chreibet) i&#x017F;t eine Art mit Pur-<lb/>
purrothen Blumen. Wo es keine Lu&#x017F;t-Teichlein und<lb/>
Wa&#x017F;&#x017F;er in den Ga&#x0364;rten hat/ i&#x017F;t &#x017F;ie mu&#x0364;h&#x017F;am fortzubrin-<lb/>
gen/ weil &#x017F;ie ohne Wa&#x017F;&#x017F;er nicht leben kan/ und wegen ih-<lb/>
rer &#x017F;ehr gro&#x017F;&#x017F;en Wurtzen ein gro&#x017F;&#x017F;es Ge&#x017F;chirr bedarff/<lb/>
wann mans aber ja haben will/ muß mans in ein weit<lb/>
Ge&#x017F;chirr einlegen/ das kein Lo&#x0364;chlein hat/ und das Wa&#x017F;-<lb/>
&#x017F;er nicht ausflie&#x017F;&#x017F;en kan/ zwo Spannen hoch muß &#x017F;ie gu-<lb/>
te faule Erden haben/ darauf legt man die Wurtzen/<lb/>
und bedeckt &#x017F;ie mit drey Finger Erden. Alsdann wird<lb/>
das Wa&#x017F;&#x017F;er hinein gefu&#x0364;llt/ daß es u&#x0364;berlaufft/ und &#x017F;o offt<lb/>
es &#x017F;inckt und eintrocknet/ wieder erfri&#x017F;cht.</p><lb/>
            <p>Die Ver&#x017F;etzung ge&#x017F;chiehet im Herb&#x017F;t und Fru&#x0364;ling/<lb/>
blu&#x0364;het im Julio/ wann &#x017F;ie verblu&#x0364;ht/ hat &#x017F;ie ihren &#x017F;chwar-<lb/>
tzen gla&#x0364;ntzenden Saamen gro&#x0364;&#x017F;&#x017F;er als der Hirs in einem<lb/>
Magenformigen Haubt/ ku&#x0364;hlen/ vertrocknen und reini-<lb/>
gen. Die Wurtzen gedo&#x0364;rrt und mit Wein getruncken/<lb/>
&#x017F;tillet die rothe Ruhr/ und andere Durchbru&#x0364;che/ be-<lb/>
nimmt dem Miltz &#x017F;eine u&#x0364;berma&#x0364;&#x017F;&#x017F;ige Bla&#x0364;hung. Das aus<lb/>
den wei&#x017F;&#x017F;en Blumen di&#x017F;tillirte Wa&#x017F;&#x017F;er 2 oder 3 Untzen<lb/>
getruncken/ lindert die hitzigen brennenden Fieber/ und<lb/>
i&#x017F;t (wie <hi rendition="#aq">Durantes</hi> &#x017F;chreibet) zur Zeit der Pe&#x017F;tilentz eine<lb/>
bewa&#x0364;hrte Artzney/ bekommt &#x017F;onderlich den Schwind-<lb/>
&#x017F;u&#x0364;chtigen u&#x0364;ber die ma&#x017F;&#x017F;en wol/ mildert den trockenen<lb/>
Hu&#x017F;ten/ lo&#x0364;&#x017F;chet den gro&#x017F;&#x017F;en Dur&#x017F;t/ &#x017F;tillet die Entzu&#x0364;ndun-<lb/><cb/>
gen der Leber und des Miltzes; und ha&#x0364;lt/ des Tages<lb/>
offt und viel getruncken/ die langwu&#x0364;hrige Durchbru&#x0364;che<lb/>
des Bauchs zuruck. Zu welchen allen der von der Blu-<lb/>
men gemachte Zucker auch gewaltig wird geru&#x0364;hmet.</p><lb/>
            <p><hi rendition="#aq">Na&#x017F;turtium aquaticum, pleno flore,</hi> Bronnenkreß<lb/>
mit gefu&#x0364;llten Blumen/ hab ich allein bey dem Holla&#x0364;n-<lb/>
di&#x017F;chen Ga&#x0364;rtner <hi rendition="#aq">Johann</hi> von der <hi rendition="#aq">Groen</hi> gefunden/ der<lb/>
nur die&#x017F;es davon meldet/ daß es gern an feuchten Orten<lb/>
des Gartens &#x017F;tehe/ und im September voneinander ge-<lb/>
theilt und al&#x017F;o fortgepflantzt werde. Weilen aber der<lb/>
gemeine Bronnkreß ein &#x017F;chlechtes Blu&#x0364;mlein wei&#x017F;&#x017F;er<lb/>
Farbe bringt/ kan nichts &#x017F;onderbares daher in die<lb/>
Ga&#x0364;rten gebracht werden. Doch/ weil des Bronnen-<lb/>
kre&#x017F;&#x017F;es vorher nicht viel gedacht worden/ will ich<lb/>
allhier mit wenigen den Gebrauch in der Artzney an-<lb/>
zeigen.</p><lb/>
            <p>J&#x017F;t warm und trocken im andern Grad/ wann er<lb/>
fri&#x017F;ch und gru&#x0364;n i&#x017F;t/ der du&#x0364;rre aber i&#x017F;ts um ein Grad<lb/>
mehr. Der Saame im Wein getruncken/ i&#x017F;t gut wi-<lb/>
der die <hi rendition="#aq">Dy&#x017F;uriam,</hi> i&#x017F;t nutzlich/ wie Salat gege&#x017F;&#x017F;en/ denen/<lb/>
die einen erkalten Magen haben/ treibt den Stein/ be-<lb/>
fo&#x0364;rdert die <hi rendition="#aq">Men&#x017F;es,</hi> i&#x017F;t nu&#x0364;tzlich wider die Ver&#x017F;topffun-<lb/>
gen der Leber und des Miltzes/ dienet wider den Schor-<lb/>
bock und die Wa&#x017F;&#x017F;er&#x017F;ucht; das Kraut zer&#x017F;to&#x017F;&#x017F;en und u&#x0364;-<lb/>
ber Nacht u&#x0364;bergelegt/ vertreibet die Flechten und Un-<lb/>
reinigkeiten der Haut/ doch daß es Morgens wieder<lb/>
abgewa&#x017F;chen werde. Die Sal&#x017F;en i&#x017F;t auch zu allen die-<lb/>
&#x017F;en dienlich.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Cap.</hi> XCIV</hi>.<lb/>
Pilo&#x017F;ella, Plantago ro&#x017F;ea, Primulæ Veris</hi> <hi rendition="#fr">und</hi> <hi rendition="#aq">Ptarmica.</hi> </head><lb/>
            <cb/>
            <p><hi rendition="#aq"><hi rendition="#in">P</hi>Ilo&#x017F;ella,</hi> Ma&#x0364;uso&#x0364;hrlein/ Ducatenro&#x0364;slein/ wegen<lb/>
ihrer &#x017F;cho&#x0364;nen goldfa&#x0364;rbigen zierlichen Blumen/ die<lb/>
mit der gelben Blu&#x0364;he wa&#x0364;ch&#x017F;t u&#x0364;berall an du&#x0364;rren<lb/>
und magern Orten/ &#x017F;onderlich auf &#x017F;teinichten Hu&#x0364;geln/<lb/>
und ungebaueten Feldern. Die Pomerantzenfarbe a-<lb/>
ber wird mit Fleiß in die Ga&#x0364;rten geziegelt/ bedarf kei-<lb/>
nen &#x017F;onderlichen Grund/ noch viel Wartung/ vermeh-<lb/>
ret &#x017F;ich &#x017F;elb&#x017F;ten durch eignen Saamen/ und durch Bey-<lb/>
&#x017F;a&#x0364;tze.</p><lb/>
            <p>Es i&#x017F;t noch ein anders Kraut/ <hi rendition="#aq">Pilo&#x017F;ella Dio&#x017F;cori-<lb/>
dis,</hi> welches doch etliche fu&#x0364;r eine <hi rendition="#aq">Speciem Euphra&#x017F;</hi><lb/>
halten/ mit kleinen blauen Blu&#x0364;mlein/ weil es aber u&#x0364;ber-<lb/>
all in Feldern wa&#x0364;ch&#x017F;et/ wird es nicht in die Ga&#x0364;rten ge-<lb/>
bracht.</p><lb/>
            <p>Un&#x017F;ere <hi rendition="#aq">Pilo&#x017F;ella</hi> i&#x017F;t der Eigen&#x017F;chafft wie die gelbe/<lb/>
vertrocknet/ reiniget/ zieht zu&#x017F;ammen/ ku&#x0364;hlet und heilet.<lb/>
Die Schaafe/ welche viel davon fre&#x017F;&#x017F;en/ &#x017F;ollen &#x017F;tarck ver-<lb/>
&#x017F;topfft werden/ daher &#x017F;ich die Hirten vor &#x017F;olcher Weide<lb/>
vorzu&#x017F;ehen; vertreibt &#x017F;on&#x017F;ten die Ruhr/ und i&#x017F;t ein gu-<lb/>
tes Wundkraut.</p><lb/>
            <p><hi rendition="#aq">Plantago ro&#x017F;ea,</hi> Ro&#x017F;enwegricht/ hat den Namen<lb/>
daher/ daß &#x017F;eine gru&#x0364;ne Bla&#x0364;tter/ mit ihrer Zu&#x017F;ammen-<lb/>
fu&#x0364;gung &#x017F;cheinen eine gru&#x0364;ne Ro&#x017F;en fu&#x0364;rzu&#x017F;tellen.</p><lb/>
            <p>Die andere Art aber/ &#x017F;o auch das Eych&#x017F;ta&#x0364;tti&#x017F;che<lb/>
Buch fu&#x0364;r&#x017F;tellet/ mo&#x0364;chte wol <hi rendition="#aq">Plantago Pyramidalis</hi> ge-<lb/>
nennet werden/ &#x017F;teigt etwas ho&#x0364;her/ verliehrt &#x017F;ich nach<lb/>
und nach/ und werden die unzahlbaren Bla&#x0364;tlein je la&#x0364;n-<lb/>
ger je kleiner/ &#x017F;o aber keine Blumen/ &#x017F;ondern nur ein<lb/>
Spiel der Natur i&#x017F;t/ darneben treibt &#x017F;ie ihren Sten-<lb/>
gel mit dem Saamen/ wie der gemeine Wegricht/<lb/><cb/>
hat gern guten feuchten Grund/ und kan &#x017F;o wol von<lb/>
dem Saamen/ als Zertheilung der Sto&#x0364;cke vermehret<lb/>
werden.</p><lb/>
            <p><hi rendition="#aq">Primulæ Veris,</hi> Himmel&#x017F;chlu&#x0364;&#x017F;&#x017F;el/ die gemeinen<lb/>
wach&#x017F;en u&#x0364;berall auf den Aengern und Wie&#x017F;en/ die di-<lb/>
cken aber werden in die Ga&#x0364;rten gebracht/ &#x017F;ind hoch- und<lb/>
bleichgelb/ von kurtzen und niedern Stengeln/ theils<lb/>
mit viel zu&#x017F;ammge&#x017F;etzten auf einem Stengel &#x017F;tehenden/<lb/>
theils aber nur mit ein&#x017F;ta&#x0364;mmigen Blumen/ theils haben<lb/>
einen lieblichen &#x017F;tarcken/ theils einen &#x017F;ubtilen und &#x017F;chwa-<lb/>
chen/ theils aber gar keinen mercklichen Geruch/ etliche<lb/>
haben gedoppelt ineinander ge&#x017F;teckte Blumen/ etliche/ &#x017F;o<lb/>
aus Engelland kommen/ &#x017F;ind fa&#x017F;t gru&#x0364;ngelb.</p><lb/>
            <p>Sie blu&#x0364;hen gar fru&#x0364;he gleich bey angetrettenem Fru&#x0364;-<lb/>
ling/ &#x017F;ehen fa&#x017F;t aus wie <hi rendition="#aq">Auricula Ur&#x017F;i,</hi> au&#x017F;&#x017F;er daß die&#x017F;e<lb/>
ein dickers fetters Kraut zu haben pflegen; wollen ein<lb/>
gutes und feuchtes Erdreich und genug&#x017F;ame Sonnen ha-<lb/>
ben/ oder es muß ihnen durch Begie&#x017F;&#x017F;ung geholffen wer-<lb/>
den/ im Fru&#x0364;ling theilet man die Sto&#x0364;cke voneinander/ &#x017F;o<lb/>
auch im September ge&#x017F;chehen kan.</p><lb/>
            <p>Es &#x017F;ind auch fremde gefu&#x0364;llte Schu&#x0364;&#x017F;&#x017F;elblumen/ mit<lb/>
rothen Dolden und mit Kindern/ blu&#x0364;hen im Fru&#x0364;ling<lb/>
zeitlich/ und im halben May i&#x017F;t die Blu&#x0364;he mei&#x017F;tentheils<lb/>
vergangen/ und die Bla&#x0364;tter vergehen auch/ aber die<lb/>
Wurtzen &#x017F;ta&#x0364;rckt &#x017F;ich in der Erden/ und treibt gegen dem<lb/>
Fru&#x0364;ling wieder aus/ mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en aber des Winters einge-<lb/>
&#x017F;etzt werden/ mehren &#x017F;ich durch Zertheilung und Zerrei&#x017F;-<lb/>
&#x017F;ung der Wurtzen.</p><lb/>
            <p><hi rendition="#aq">Ptarmica,</hi> i&#x017F;t eine Gattung von Bertram/ kan auch<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">Q q q q ij</fw><fw place="bottom" type="catch">in de&#x017F;-</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[677[675]/0713] Sechſtes Buch/ Blumen-Garten. Nymphæa, Seeblume/ iſt zweyerley Gattungen/ weiß und gelb. Jn Jndia (wie Jac. Bontius lib. 6. hiſt. natural. & Medic. c. 38. ſchreibet) iſt eine Art mit Pur- purrothen Blumen. Wo es keine Luſt-Teichlein und Waſſer in den Gaͤrten hat/ iſt ſie muͤhſam fortzubrin- gen/ weil ſie ohne Waſſer nicht leben kan/ und wegen ih- rer ſehr groſſen Wurtzen ein groſſes Geſchirr bedarff/ wann mans aber ja haben will/ muß mans in ein weit Geſchirr einlegen/ das kein Loͤchlein hat/ und das Waſ- ſer nicht ausflieſſen kan/ zwo Spannen hoch muß ſie gu- te faule Erden haben/ darauf legt man die Wurtzen/ und bedeckt ſie mit drey Finger Erden. Alsdann wird das Waſſer hinein gefuͤllt/ daß es uͤberlaufft/ und ſo offt es ſinckt und eintrocknet/ wieder erfriſcht. Die Verſetzung geſchiehet im Herbſt und Fruͤling/ bluͤhet im Julio/ wann ſie verbluͤht/ hat ſie ihren ſchwar- tzen glaͤntzenden Saamen groͤſſer als der Hirs in einem Magenformigen Haubt/ kuͤhlen/ vertrocknen und reini- gen. Die Wurtzen gedoͤrrt und mit Wein getruncken/ ſtillet die rothe Ruhr/ und andere Durchbruͤche/ be- nimmt dem Miltz ſeine uͤbermaͤſſige Blaͤhung. Das aus den weiſſen Blumen diſtillirte Waſſer 2 oder 3 Untzen getruncken/ lindert die hitzigen brennenden Fieber/ und iſt (wie Durantes ſchreibet) zur Zeit der Peſtilentz eine bewaͤhrte Artzney/ bekommt ſonderlich den Schwind- ſuͤchtigen uͤber die maſſen wol/ mildert den trockenen Huſten/ loͤſchet den groſſen Durſt/ ſtillet die Entzuͤndun- gen der Leber und des Miltzes; und haͤlt/ des Tages offt und viel getruncken/ die langwuͤhrige Durchbruͤche des Bauchs zuruck. Zu welchen allen der von der Blu- men gemachte Zucker auch gewaltig wird geruͤhmet. Naſturtium aquaticum, pleno flore, Bronnenkreß mit gefuͤllten Blumen/ hab ich allein bey dem Hollaͤn- diſchen Gaͤrtner Johann von der Groen gefunden/ der nur dieſes davon meldet/ daß es gern an feuchten Orten des Gartens ſtehe/ und im September voneinander ge- theilt und alſo fortgepflantzt werde. Weilen aber der gemeine Bronnkreß ein ſchlechtes Bluͤmlein weiſſer Farbe bringt/ kan nichts ſonderbares daher in die Gaͤrten gebracht werden. Doch/ weil des Bronnen- kreſſes vorher nicht viel gedacht worden/ will ich allhier mit wenigen den Gebrauch in der Artzney an- zeigen. Jſt warm und trocken im andern Grad/ wann er friſch und gruͤn iſt/ der duͤrre aber iſts um ein Grad mehr. Der Saame im Wein getruncken/ iſt gut wi- der die Dyſuriam, iſt nutzlich/ wie Salat gegeſſen/ denen/ die einen erkalten Magen haben/ treibt den Stein/ be- foͤrdert die Menſes, iſt nuͤtzlich wider die Verſtopffun- gen der Leber und des Miltzes/ dienet wider den Schor- bock und die Waſſerſucht; das Kraut zerſtoſſen und uͤ- ber Nacht uͤbergelegt/ vertreibet die Flechten und Un- reinigkeiten der Haut/ doch daß es Morgens wieder abgewaſchen werde. Die Salſen iſt auch zu allen die- ſen dienlich. Cap. XCIV. Piloſella, Plantago roſea, Primulæ Veris und Ptarmica. PIloſella, Maͤusoͤhrlein/ Ducatenroͤslein/ wegen ihrer ſchoͤnen goldfaͤrbigen zierlichen Blumen/ die mit der gelben Bluͤhe waͤchſt uͤberall an duͤrren und magern Orten/ ſonderlich auf ſteinichten Huͤgeln/ und ungebaueten Feldern. Die Pomerantzenfarbe a- ber wird mit Fleiß in die Gaͤrten geziegelt/ bedarf kei- nen ſonderlichen Grund/ noch viel Wartung/ vermeh- ret ſich ſelbſten durch eignen Saamen/ und durch Bey- ſaͤtze. Es iſt noch ein anders Kraut/ Piloſella Dioſcori- dis, welches doch etliche fuͤr eine Speciem Euphraſiæ halten/ mit kleinen blauen Bluͤmlein/ weil es aber uͤber- all in Feldern waͤchſet/ wird es nicht in die Gaͤrten ge- bracht. Unſere Piloſella iſt der Eigenſchafft wie die gelbe/ vertrocknet/ reiniget/ zieht zuſammen/ kuͤhlet und heilet. Die Schaafe/ welche viel davon freſſen/ ſollen ſtarck ver- ſtopfft werden/ daher ſich die Hirten vor ſolcher Weide vorzuſehen; vertreibt ſonſten die Ruhr/ und iſt ein gu- tes Wundkraut. Plantago roſea, Roſenwegricht/ hat den Namen daher/ daß ſeine gruͤne Blaͤtter/ mit ihrer Zuſammen- fuͤgung ſcheinen eine gruͤne Roſen fuͤrzuſtellen. Die andere Art aber/ ſo auch das Eychſtaͤttiſche Buch fuͤrſtellet/ moͤchte wol Plantago Pyramidalis ge- nennet werden/ ſteigt etwas hoͤher/ verliehrt ſich nach und nach/ und werden die unzahlbaren Blaͤtlein je laͤn- ger je kleiner/ ſo aber keine Blumen/ ſondern nur ein Spiel der Natur iſt/ darneben treibt ſie ihren Sten- gel mit dem Saamen/ wie der gemeine Wegricht/ hat gern guten feuchten Grund/ und kan ſo wol von dem Saamen/ als Zertheilung der Stoͤcke vermehret werden. Primulæ Veris, Himmelſchluͤſſel/ die gemeinen wachſen uͤberall auf den Aengern und Wieſen/ die di- cken aber werden in die Gaͤrten gebracht/ ſind hoch- und bleichgelb/ von kurtzen und niedern Stengeln/ theils mit viel zuſammgeſetzten auf einem Stengel ſtehenden/ theils aber nur mit einſtaͤmmigen Blumen/ theils haben einen lieblichen ſtarcken/ theils einen ſubtilen und ſchwa- chen/ theils aber gar keinen mercklichen Geruch/ etliche haben gedoppelt ineinander geſteckte Blumen/ etliche/ ſo aus Engelland kommen/ ſind faſt gruͤngelb. Sie bluͤhen gar fruͤhe gleich bey angetrettenem Fruͤ- ling/ ſehen faſt aus wie Auricula Urſi, auſſer daß dieſe ein dickers fetters Kraut zu haben pflegen; wollen ein gutes und feuchtes Erdreich und genugſame Sonnen ha- ben/ oder es muß ihnen durch Begieſſung geholffen wer- den/ im Fruͤling theilet man die Stoͤcke voneinander/ ſo auch im September geſchehen kan. Es ſind auch fremde gefuͤllte Schuͤſſelblumen/ mit rothen Dolden und mit Kindern/ bluͤhen im Fruͤling zeitlich/ und im halben May iſt die Bluͤhe meiſtentheils vergangen/ und die Blaͤtter vergehen auch/ aber die Wurtzen ſtaͤrckt ſich in der Erden/ und treibt gegen dem Fruͤling wieder aus/ muͤſſen aber des Winters einge- ſetzt werden/ mehren ſich durch Zertheilung und Zerreiſ- ſung der Wurtzen. Ptarmica, iſt eine Gattung von Bertram/ kan auch in deſ- Q q q q ij

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682/713
Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 1. Nürnberg, 1682, S. 677[675]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica01_1682/713>, abgerufen am 21.10.2019.